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	<title>Unglaube - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T00:45:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Unglaube&amp;diff=48046&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Seemannssonntag: Begriffsklärungshinweis</title>
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		<updated>2026-01-01T16:05:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Begriffsklärungshinweis&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft|Ein Lemma über Unglaube und Nichts über Jahrhunderte der Diffamierung, Diskriminierung, Bekämpfung, Verfolgung, Ermordung (u.&amp;amp;nbsp;a. Todesstrafe) von Ungläubigen!?}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Unglaube&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, seltener auch &amp;#039;&amp;#039;Unglauben&amp;#039;&amp;#039;, historisch von [[Griechische Sprache|griechisch]] auch &amp;#039;&amp;#039;Apistie&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Pierer-1857 |Lemma=Apistie |Band=1 |Seite=602 |zenoID=20009385800}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird der überwiegende [[Zweifel]] an einer Darstellung oder einem Sachverhalt bezeichnet (siehe [[Skeptizismus]]). Unterschieden werden im Sprachgebrauch der Zweifel an der Richtigkeit einer [[Behauptung]], einer Einschätzung sowie der Zweifel an der Existenz und am Wirken eines [[Gott]]es, an der Lehre einer [[Kirche (Organisation)|Kirche]] oder [[Religion]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Unglaube &amp;#039;&amp;#039;Unglaube&amp;#039;&amp;#039;.] duden.de; abgerufen am 14. Oktober 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Unglaube kann also sowohl einen überwiegenden Zweifel an der Richtigkeit einer Sache, der [[Wahrheit]] einer Aussage bzw. ein mangelndes Vertrauen in eine Sache oder eine Entwicklung, wie auch aus religiöser Sicht die Ablehnung eines religiösen [[Bekenntnis]]ses bezeichnen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{dwds.de |Stichwort=Unglaube |Abruf=2019-11-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsdefinitionen und -geschichte ==&lt;br /&gt;
„Ungläubige“ können im religiösen Sinne allgemein [[Atheismus|Atheisten]] sein, der [[Agnostizismus]] gilt jedoch im philosophischen Sinne mit dem [[Theismus]] wie auch dem Atheismus vereinbar. Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Ungläubige&amp;#039;&amp;#039; wird auch von Anhängern einiger Religionsgemeinschaften für die Anhänger von anderen Religionen oder Konfessionen gebraucht, also auch für Menschen, die sich selbst als &amp;#039;&amp;#039;Gläubige&amp;#039;&amp;#039; sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Christentum ===&lt;br /&gt;
Schon der [[Thomas (Apostel)|Apostel Thomas]] wurde als ungläubig bezeichnet, da er an der [[Auferstehung]] Jesu zunächst zweifelte, bis er selbst die Wundmale des Auferstandenen sah {{Bibel|Joh|20|19–29}}. Im [[Christentum]] wurden mit &amp;#039;&amp;#039;in partĭbus infidēlium&amp;#039;&amp;#039; (abgeleitet von &amp;#039;&amp;#039;Infidēles&amp;#039;&amp;#039; = Ungläubige&amp;lt;ref&amp;gt;{{Meyers-1905 |Lemma=Infidēles |Band=9 |Seite=823 |zenoID=20006818412}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) Gebiete von sogenannten Ungläubigen bezeichnet und seit dem [[13. Jahrhundert]] als Zusatz zum Titel der [[Weihbischof|Weihbischöfe]] und apostolischen [[Vikar]]e verwendet, die über keinen eigenen [[Bischofssitz]] verfügten. 1882 wurde durch Papst [[Leo&amp;amp;nbsp;XIII.]] die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;episcopus i. p.&amp;#039;&amp;#039; durch [[Titularbischof]] ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Meyers-1905 |Lemma=In partĭbus infidēlium |Band=9 |Seite=854 |SeiteBis=855 |zenoID=20006821715}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Islam ===&lt;br /&gt;
Im [[Islam]] gibt es die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[Kufr]]&amp;#039;&amp;#039; für „Unglaube“ sowie &amp;#039;&amp;#039;[[Kāfir]]&amp;#039;&amp;#039; (männlich) und Kāfira (weiblich) für „Ungläubiger“. Ebenso ist der Begriff [[Kaffer]] gebräuchlich. Eine Person, die für ungläubig erklärt wird, heißt Kāfir, hingegen wird die Tätigkeit, jemanden als Ungläubigen zu bezeichnen [[Takfīr]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lexikarische Einordnung ===&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;[[Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon]]&amp;#039;&amp;#039; nannte 1841 unter anderem Unglaube als:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=[…] im Allgemeinen die Neigung oder die Gewohnheit, nur Das für wahr zu halten, wovon man sich die Überzeugung durch sinnliche Wahrnehmung oder Schlüsse verschafft hat, denen solche Wahrnehmungen zum Grunde liegen. Vorzüglich wird vom Unglauben in religiöser Beziehung gesprochen, und dann entweder die gänzliche Ableugnung der [[Glaubwürdigkeit]] einer gewissen Religionslehre, ja vielleicht die Verwerfung aller Religion, oder auch blos einzelner Glaubensartikel einer bestimmten Religion, wie z.&amp;amp;nbsp;B. das christliche [[Dogma]] von der [[Erbsünde]] oder vom [[Teufel]] darunter verstanden. […] Von diesen werden in religiöser Beziehung die [[Mohammedaner]] vorzugsweise Ungläubige genannt, welche ihrerseits die Christen ebenso bezeichnen.&lt;br /&gt;
 |Quelle=Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, 1841&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Brockhaus-1837 |Lemma=Unglaube |Band=4 |Seite=526 |zenoID=20000872520}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;#039;&amp;#039;[[Pierer’s Universal-Lexikon]]&amp;#039;&amp;#039; wurde Unglaube 1864 aus christlicher Sicht wie folgt definiert:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Unglaube, im Allgemeinen die Lossagung von aller [[Religion]] überhaupt (Irreligion), im Besonderen aber die Verwerfung der Haupt- u. Grundwahrheiten des Christenthums. Nach der Lehre des Neuen Testamentes ist der U. die Quelle des Irrthums u. der [[Sünde]], er hat aber auch die nachtheiligsten Folgen, indem der Glaube die Bedingung der Versöhnung mit Gott ist u. der Ungläubige deshalb unversöhnt bleibt. Man unterscheidet den theoretischen U-n, wenn er sich von dem Glauben an eine [[Transzendenz|übersinnliche Welt]] lossagt, u. den praktischen U-n, welcher das Verhältniß der Pflicht zu Gott u. Christus läugnet; ferner nennt man ihn absolut, wenn er sich auf die religiösen Gegenstände überhaupt bezieht, u. relativ, wenn er bestimmte Religionssätze läugnet. Demgemäß tritt er bald als [[Atheismus]], bald als [[Fatalismus]], bald als [[Materialismus]] […] auf, od. er zeigt sich in seinen Äußerungen als Religionsspötterei u. Frivolität&amp;amp;nbsp;[…]. Die Ungläubigkeit bezieht sich auf einzelne Thatsachen, über welche dem Menschen noch nicht gelöste [[Zweifel]] beigehen, u. ist deshalb nur momentan, indem sie bei neuen u. sicheren [[Beweis]]en, wie […] beim [[Thomas (Apostel)|Thomas]], verschwindet.&lt;br /&gt;
 |Quelle=Pierer’s Universal-Lexikon, 1864&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Pierer-1857 |Lemma=Unglaube |Band=18 |Seite=222 |zenoID=20011176199}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;[[Wörterbuch der Philosophischen Grundbegriffe]]&amp;#039;&amp;#039; von Kirchner und Miachäelis 1907 wird weiter differenziert:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Unglaube, das Gegenteil vom [[Glauben]], ist die Denkungsart, nichts als wahr anzuerkennen, was man nicht selbst durch objektive Gründe eingesehen hat. Dieser Unglaube kann entweder ein historischer oder ein religiöser oder ein philosophischer sein. In allen drei Fällen ist er, wenn er total ist, unberechtigt, weil er dann widersinnig ist, wenn partiell, ist er dagegen vernünftig. Der absolute historische und philosophische Unglaube heißt [[Skeptizismus]], der religiöse [[Irreligiosität]] oder Atheismus. Der partielle philosophische Unglaube heißt dagegen [[Kritizismus]]. In [[Konfession|konfessioneller]] Hinsicht nennt jede Glaubensgemeinschaft den, der nicht gerade ihr anhängt, einen Ungläubigen. [[Kant]] (1724–1804) sagt vom Standpunkte seiner [[Ethikotheologie]] aus, ungläubig ist der, welcher den [[Vernunft]]ideen (Gott, Freiheit, [[Unsterblichkeit]]) darum alle Gültigkeit abspricht, weil es ihnen an theoretischer Begründung fehlt.&lt;br /&gt;
 |Quelle=Friedrich Kirchner, Carl Michaëlis: Wörterbuch der Philosophischen Grundbegriffe. 1907.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Unglaube&amp;#039;&amp;#039;. In: Friedrich Kirchner, Carl Michaëlis: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Philosophischen Grundbegriffe&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1907, S.&amp;amp;nbsp;663. [http://www.zeno.org/Kirchner-Michaelis-1907/A/Unglaube zeno.org]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Apostasie]]&lt;br /&gt;
* [[Asebie]]&lt;br /&gt;
* [[Häresie]]&lt;br /&gt;
* [[Kāfir]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter Dinzelbacher]]: &amp;#039;&amp;#039;Unglaube im „Zeitalter des Glaubens“: Atheismus und Skeptizismus im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;. Bachmann, Badenweiler 2009, ISBN 978-3-940523-01-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Unglaube}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erkenntnistheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Atheismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glaube und Dogma]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religionsphilosophie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Seemannssonntag</name></author>
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