<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Unfehlbarkeit</id>
	<title>Unfehlbarkeit - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Unfehlbarkeit"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Unfehlbarkeit&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-21T16:30:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Unfehlbarkeit&amp;diff=24559&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Dokumentation: &#039;&#039;Die Kirche bin ich&#039;&#039; */ Halbgeviertstrich, typografische Anführungszeichen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Unfehlbarkeit&amp;diff=24559&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2023-12-28T19:11:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Dokumentation: &amp;#039;&amp;#039;Die Kirche bin ich&amp;#039;&amp;#039;: &lt;/span&gt; Halbgeviertstrich, typografische Anführungszeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Unfehlbarkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet Irrtumslosigkeit, Fehlerlosigkeit, [[Vollkommenheit|Perfektion]] im Handeln. Im [[Glaube (Religion)|Glauben]] einzelner [[Religion]]en, [[Konfession]]en und [[Ideologie]]n spielen Vorstellungen von &amp;#039;&amp;#039;Unfehlbarkeit&amp;#039;&amp;#039; eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem spezielleren Sinn beschreibt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Unfehlbarkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Infallibilität, {{laS|infallibilitas}}) eine Eigenschaft, die – nach römisch-katholischer Lehre ([[Erstes Vatikanisches Konzil|1. Vatikanisches Konzil]] 1870) – dem römischen Bischof ([[Papst]]) zukommt, wenn er in seinem Amt als „Lehrer aller Christen“ (= [[ex cathedra]]) eine [[Glaubenslehre|Glaubens-]] oder [[Sittenlehre|Sittenfrage]] als endgültig entschieden verkündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Allgemeine Kirchenversammlung im Vatikan, 4. Sitzung (1870): &amp;#039;&amp;#039;Lehrentscheid über die Kirche Christi, 4. Kapitel. Das unfehlbare Lehramt des römischen Papstes&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Römisch-katholische Kirche ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Päpstliche Unfehlbarkeit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach römisch-katholischer Lehre ist der Papst der Stellvertreter Christi auf Erden und Nachfolger Petri. Die Unfehlbarkeit des Papstes bezieht sich nur auf dessen Definitionen in Glaubens- und Sittenfragen. Sie wurde unter Papst [[Pius IX.]] vom Ersten Vatikanischen Konzil 1870 verkündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Definition:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wenn der Römische Papst in höchster Lehrgewalt (&amp;#039;&amp;#039;ex cathedra&amp;#039;&amp;#039;) spricht, das heißt, wenn er seines Amtes als Hirte und Lehrer aller Christen waltend in höchster apostolischer Amtsgewalt endgültig entscheidet, eine Lehre über Glauben oder Sitten sei von der ganzen Kirche festzuhalten, so besitzt er auf Grund des göttlichen Beistandes, der ihm im heiligen Petrus verheißen ist, jene Unfehlbarkeit, mit der der göttliche Erlöser seine Kirche bei endgültigen Entscheidungen in Glaubens- und Sittenlehren ausgerüstet haben wollte. Diese endgültigen Entscheidungen des Römischen Papstes sind daher aus sich und nicht aufgrund der Zustimmung der Kirche unabänderlich.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Subjekt der Unfehlbarkeit („Untrüglichkeit“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Ludwig Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Katholische Dogmatik: für Studium und Praxis der Theologie.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. Herder, Freiburg im Breisgau 2005, ISBN 3-451-28652-1, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt;) der Kirche sind:&lt;br /&gt;
# die Gesamtheit der Gläubigen ([[Lumen Gentium|LG 12]]);&lt;br /&gt;
# „der Gesamtepiskopat, insofern die Bischöfe den Inhalt der im Glaubenssinn der Gläubigen bezeugten Offenbarung konkret aussprechen, oder das allgemeine ökumenische Konzil, in dem die Bischöfe die Universalkirche repräsentieren (LG 25)“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Ludwig Müller: &amp;#039;&amp;#039;Katholische Dogmatik: für Studium und Praxis der Theologie.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. Herder, Freiburg im Breisgau 2005, ISBN 3-451-28652-1, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt;;&lt;br /&gt;
# der römische Bischof (Papst) – unter den obigen Voraussetzungen und im oben dargestellten Rahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die kirchliche Unfehlbarkeit ist nicht der monströse Anspruch, einen fehlerfreien Zugriff auf natürliche und übernatürliche Wahrheiten zu haben außerhalb der endlichen, begrenzten und immer fehlbaren Bedingungen der menschlichen Vernunft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Ludwig Müller: &amp;#039;&amp;#039;Katholische Dogmatik: für Studium und Praxis der Theologie.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. Herder, Freiburg im Breisgau 2005, ISBN 3-451-28652-1, S. 94.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu beachten ist, dass das sogenannte „kirchliche Lehramt“ sich nicht auf „unfehlbare Lehrentscheidungen“ beschränkt. Entsprechend können der kirchlichen Lehrautorität Fehler unterlaufen und sind ihr unterlaufen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Gerhard Ludwig Müller: &amp;#039;&amp;#039;Katholische Dogmatik: für Studium und Praxis der Theologie.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. Herder, Freiburg im Breisgau 2005, ISBN 3-451-28652-1, S. 94 m.w.N.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orthodoxe Kirche ==&lt;br /&gt;
Die [[Orthodoxe Kirche]] kennt nur die &amp;#039;&amp;#039;Unfehlbarkeit der Kirche&amp;#039;&amp;#039;. Dieser Glaube besagt, der Heilige Geist werde nicht zulassen, dass die gesamte Kirche sich in Irrlehren verliert, sondern werde einen Weg schaffen, dies zu verhindern. Jedoch ist keine einzelne Person oder Institution automatisch unfehlbar – ein [[Ökumenisches Konzil]] gilt zwar als unfehlbar, aber nicht jedes Konzil, das sich selbst als Ökumenisches Konzil bezeichnet, muss deswegen auch eines sein. Diesen Status erhält ein Konzil erst durch die nachträgliche Rezeption durch die Kirche. Dies ist nicht nur ein theoretisches Konstrukt, es existieren auch konkrete Beispiele; am bekanntesten ist die sogenannte [[Räubersynode#Räubersynode 449 n. Chr.|Räubersynode von Ephesus]] im Jahre [[449]], die ökumenischen Status beanspruchte, aber hiermit keine Anerkennung fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Altkatholische Kirche ==&lt;br /&gt;
Die [[altkatholische Kirche]] entstand aus einer innerkatholischen Widerstandsbewegung, die das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes nicht akzeptierte. Sie kennt daher keine unfehlbare Instanz &amp;#039;&amp;#039;in&amp;#039;&amp;#039; der Kirche, steht aber dem oben genannten Glauben der orthodoxen Kirche über die &amp;#039;&amp;#039;Unfehlbarkeit der Kirche&amp;#039;&amp;#039; nahe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evangelische Kirchen ==&lt;br /&gt;
Die [[evangelisch]]en Kirchen lehnen die Lehre von der wie auch immer gearteten Unfehlbarkeit vergangener oder heute lebender Personen oder Amtsinhaber – außer [[Jesus Christus]] selber – ab. Auch die [[Reformator]]en gelten nicht als unfehlbar, aber als in ihrer Zeit berechtigt, das Evangelium gegen eine Art von [[Verdunkelungsgefahr]] zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche evangelische Kirchen, insbesondere in der [[Pietismus|pietistischen]] und [[evangelikal]]en Tradition wie auch in der [[Pfingstbewegung]], betrachten jedoch die [[Bibel]] als unfehlbar, wobei diese Unfehlbarkeit unterschiedlich definiert bzw. verstanden wird. Der Begriff Irrtumslosigkeit wird von den einen befürwortet, andere wittern ein der Bibel aufgezwungenes, rationalistisches Postulat dahinter. Verbreitet ist die Vorstellung, dass so wie Jesus Christus zwar in einem menschlichen Körper gelebt hat, aber trotzdem unfehlbar war ([[Menschwerdung Gottes|Inkarnation]]), so wird auch die Bibel verstanden als von schwachen Menschen geschrieben, aber aufgrund der göttlichen [[Inspiration#Christentum|Inspiration]] trotzdem als absolut vertrauenswürdig geltendes Wort Gottes (Inverbation).&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier: &amp;#039;&amp;#039;Biblische Hermeneutik.&amp;#039;&amp;#039; R. Brockhaus, Wuppertal/Zürich 1990, ISBN 3-417-29355-3, S. 97.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies gründet auf dem Glauben, dass Jesus Christus selber das Wort ist. {{Bibel|Joh|1|1–5|ELB}}&amp;lt;ref&amp;gt;James I. Packer: &amp;#039;&amp;#039;Wie Gott vorzeiten geredet hat. Inspiration und Irrtumslosigkeit der Schrift.&amp;#039;&amp;#039; Liebenzeller Mission, Bad Liebenzell 1988, ISBN 3-88002-326-3, S. 28–31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Islam ==&lt;br /&gt;
Bei den Zwölfer-[[Schiiten]] gibt es die „[[Vierzehn Unfehlbare]]n“. Zu ihnen zählen der Prophet [[Mohammed]], die zwölf [[Imam]]e und Mohammeds Tochter [[Fatima bint Muhammad|Fatima]]. Die [[Sunniten]] glauben dagegen nicht an menschliche Unfehlbarkeit, auch wenn sie annehmen, dass Mohammed nur sehr wenig Falsches geäußert hat und vor allem nichts davon unkorrigiert blieb. Der [[Koran]] gilt den Muslimen als Werk [[Allah]]s, nicht Mohammeds, und wird daher von der großen Mehrheit als unfehlbar angesehen; das menschliche Verständnis des Korans dagegen gilt wiederum als fehlbar und stets korrekturbedürftig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medien ==&lt;br /&gt;
=== Dokumentation: &amp;#039;&amp;#039;Die Kirche bin ich&amp;#039;&amp;#039; ===&lt;br /&gt;
In dem  44- minütige Dokudrama Die Kirche bin ich, 2020 von [[Klaus T. Steindl]],  hat den Zusatztitel „wie der Papst unfehlbar wurde“. Mit Hilfe des Theologen und Kirchenhistorikers [[Hubert Wolf (Theologe)|Hubert Wolf]] wird hier erörtert, welche Auswirkungen das Unfehlbarkeitsdogma, welches vom  [[Erstes Vatikanisches Konzil|Ersten Vatikanischen Konzil]] (1869–70) beschlossen wurde, auf die Glaubensgemeinschaft hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://metafilm.at/film/unfehlbarkeit/ &amp;#039;&amp;#039;Die Kirche bin ich. TV-Dokudrama, 44 min, 2020, Regie: Klaus T. Steindl&amp;#039;&amp;#039;] Metafilm, abgerufen am 28. Dezember 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Film: &amp;#039;&amp;#039;Dogma&amp;#039;&amp;#039; ===&lt;br /&gt;
Die 1999 erschienene [[Filmkomödie]] &amp;#039;&amp;#039;[[Dogma (Film)|Dogma]]&amp;#039;&amp;#039;, von [[Kevin Smith]], basiert auf der Idee, dass ein Verstoß gegen die Unfehlbarkeit Gottes zugleich den Zusammenbruch des Universums bedeuten würde. Zwei Engel, gespielt von [[Matt Damon]] und [[Ben Affleck]], die von Gott auf die Erde verbannt wurden, bekommen einen Brief zugespielt, in dem ihnen ein Ausweg gewiesen wird. Wenn sie durch das Portal einer gewissen Kirche gehen, werden ihnen alle Sünden vergeben und sie können zurück in den Himmel. Da das aber gegen Gottes ursprüngliches Gebot verstieß, ist die Weltordnung in Gefahr.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cinema.de/film/dogma,1309099.html &amp;#039;&amp;#039;Dogma&amp;#039;&amp;#039;] [[Cinema]], abgerufen am 28. Dezember 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Chicago-Erklärung]] (zur Irrtumslosigkeit der Bibel)&lt;br /&gt;
* [[Gewissheitsgrade der Dogmatik]] (nach katholischer Theologie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Küng]]: &amp;#039;&amp;#039;Unfehlbar? Eine unerledigte Anfrage.&amp;#039;&amp;#039; Erweiterte Neuausgabe. Piper, München u.&amp;amp;nbsp;a. 1989, ISBN 3-492-11016-9 (&amp;#039;&amp;#039;Serie Piper&amp;#039;&amp;#039; 1016), (erw. Neuausgabe von &amp;#039;&amp;#039;Unfehlbar? Eine Anfrage&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* [[August Bernhard Hasler]]: &amp;#039;&amp;#039;Wie der Papst unfehlbar wurde. Macht und Ohnmacht eines Dogmas&amp;#039;&amp;#039;. Mit einem Geleitwort von Hans Küng. 2. Auflage. Piper, München u.&amp;amp;nbsp;a. 1980, ISBN 3-492-02450-5.&lt;br /&gt;
* [[Georgios Metallinos]]: &amp;#039;&amp;#039;Über die „Unfehlbarkeit“ des Papstes. Geschichte eines Dogmas&amp;#039;&amp;#039;, Wachtendonk 2011, Edition Hagia Sophia, ISBN 978-3-937129-72-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* http://www.alt-katholisch.de/information/geschichte/die-dogmen.html&lt;br /&gt;
* http://griess.st1.at/vallqu7.htm&lt;br /&gt;
* http://www.theologie-systematisch.de/erkenntnislehre/9dogma-lehramt.htm Aktuelle Literatur zur Unfehlbarkeit des kirchlichen Lehramts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4193448-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentumsgeschichte (Neuzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dogma]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ekklesiologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>