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	<title>Umweltsteuer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Umweltsteuer&amp;diff=323029&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;PJ Geest: +Beispiele</title>
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		<updated>2025-06-28T11:51:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Beispiele&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Umweltsteuern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ökosteuern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, sind [[Lenkungssteuer]]n, die der Staat zum [[Umweltschutz|Schutz der Umwelt]] erhebt. Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Umweltschutzabgabe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (kurz: &amp;#039;&amp;#039;Umweltabgabe&amp;#039;&amp;#039;) können in einem [[Föderalismus|föderal organisierten Staat]] auch [[Gliedstaat|Länder]] und Kommunen für umweltschädliche Tatbestände einen Preis festsetzen: [[Steuer]]n und [[Abgaben]] sollen durch eine Bepreisung umweltschädlicher Güter ein umweltfreundlicheres Handeln der Wirtschaftsteilnehmer anreizen. Natur und Umwelt sollen so [[Nachhaltigkeit|nachhaltig geschützt]] werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Eberhard Feess]] |url=https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/umweltabgabe-50935/version-274144 |titel=Umweltabgabe |werk=Gabler Wirtschaftslexikon |datum=2018-02-19 |abruf=2021-07-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Eberhard Feess, Norbert Dautzenberg, [[Edeltraud Günther]] |url=https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/oekosteuer-45337/version-268632 |titel=Ökosteuer |werk=Gabler Wirtschaftslexikon |abruf=2021-07-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltsteuern sind [[Umweltökonomik|ökonomische]] [[Umweltpolitik#Maßnahmen und Instrumente|Instrumente der Umweltpolitik]] und zentrales Element des Leitbildes einer [[Ökosoziale Marktwirtschaft|Ökosozialen Marktwirtschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für eine Umweltsteuer sind die [[CO2-Steuer|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Steuer]], die [[Kerosinsteuer]], die [[Mineralölsteuer]] und die [[Innenstadtmaut]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen ==&lt;br /&gt;
Der Begriff der &amp;#039;&amp;#039;Umweltabgabe&amp;#039;&amp;#039; ist der allgemeinere und umfasst neben aus [[Umweltpolitik|umweltpolitischen]] Gründen erhobene [[Steuer]]n auch [[Sonderabgabe]]n: Steuerzahlungen steht keine Gegenleistung gegenüber, sondern die Einnahmen fließen in den allgemeinen Staatshaushalt (→&amp;amp;nbsp;[[Non-Affektation]]). Demgegenüber müssen mit Einnahmen aus Sonderabgaben Ziele verfolgt werden, die in einer Beziehung zur abgrenzbaren Gruppe der Abgabepflichtigen stehen. Auch [[Gebühr]]en und [[Beitrag|Beiträge]] können unter Umweltgesichtspunkten betrachtet und als Umweltabgaben angesehen werden. Der Einsatz von Umweltabgaben als umweltpolitisches Instrument wird auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Preislösung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, in Abgrenzung zu [[Emissionshandel]]ssystemen (&amp;#039;&amp;#039;Mengenlösungen&amp;#039;&amp;#039;) oder Umweltauflagen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Eberhard Feess]] |Titel=Umweltökonomie und Umweltpolitik |Verlag=Vahlen |Datum=2007 |ISBN=978-3-8006-3350-0 |Seiten=71–72, 89–91}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltsteuern sind üblicherweise Lenkungssteuern: Im Vordergrund steht der Lenkungszweck, also das politisch verfolgte Ziel, das Handeln der Marktteilnehmer in die gewünschte Richtung mit geringerer [[Umweltbelastung]] zu lenken. Der Fiskaleffekt, d.&amp;amp;nbsp;h. die zusätzlichen Staatseinnahmen, stehen meist an zweiter Stelle. Mit Umweltsteuern sollen die schädliche Nebeneffekte (→&amp;amp;nbsp;[[Externer Effekt|externe Effekte]]) des Gütereinsatzes und -verbrauchs im Preis abgebildet und damit die Knappheit von Umweltressourcen signalisiert werden. Weil die externen Effekte in der Regel von der eingesetzten bzw. konsumierten Menge eines Gutes abhängen, ist es sinnvoll, die Steuer an der Güter- oder Emissionsmenge zu bemessen – sie werden oft als [[Mengensteuer]]n ausgestaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Maximilian Amberg, Nils aus dem Moore, Anke Bekk, Tobias Bergmann, [[Ottmar Edenhofer]], [[Christian Flachsland]], Jan George, Luke Haywood, Maik Heinemann, Anne Held, Matthias Kalkuhl, Maximilian Kellner, Nicolas Koch, Gunnar Luderer, Henrika Meyer, Dragana Nikodinoska, Michael Pahle, Christina Roolfs, Wolf-Peter Schill |Titel=Reformoptionen für ein nachhaltiges Steuer- und Abgabensystem |Sammelwerk=Perspektiven der Wirtschaftspolitik |Band=23 |Nummer=3 |Datum=2022-10 |DOI=10.1515/pwp-2021-0051}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltsteuern sind, wie andere Mengensteuern auch, oft als Steuern mit festem [[Steuertarif|Steuersatz]] ausgestaltet, also mit einem nominell festen Steuerbetrag pro Mengeneinheit. Bei [[Inflation]] sinkt dadurch die reale Steuerhöhe pro Mengeneinheit. Durch diesen Rückgang sinkt nicht nur das Steueraufkommen, auch die Lenkungswirkung der Steuern ist gefährdet. Als Gegenmaßnahme wird eine [[Indexierung (Wirtschaft)|Indexierung]] der Steuern vorgeschlagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;foes2022&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Holger Bär, Christopher Leisinger, Matthias Runkel |Titel=Warum Umweltsteuern sinken und wie wir sie auf Klimaschutz programmieren |Hrsg=Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft |Datum=2022-03 |Online=https://foes.de/publikationen/2022/2022-03_FOES_Steuerstruktur_2021.pdf |Format=PDF |KBytes=828 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;oecd2023&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung |Datum=2023 |Titel=OECD‑Umweltprüfberichte: Deutschland 2023 |DOI=10.1787/9a336992-de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine grundlegende Idee ökologischer Steuerreformen ist es, Lenkungs- und Fiskalwirkungen von Umweltabgaben miteinander zu verbinden: Durch verstärkte Besteuerung des Verbrauchs von Ressourcen oder der Beeinträchtigung der Umwelt bei gleichzeitiger Entlastung des Faktors Arbeit soll ein Anstieg der Gesamt[[abgabenlast]] vermieden werden (Aufkommensneutralität). Dabei soll die Lenkungswirkung die Umweltbelastung verringern; durch die Absenkung der [[Arbeitskosten]] soll die [[Beschäftigung]] stabilisiert, oder bei entsprechend stärkerer Besteuerung mit einer Rückverteilung der Einnahmen an Wirtschaft und Bürger die Zahl von Vollerwerbs-Arbeitsplätzen sogar erhöht werden ([[Doppelte-Dividenden-Hypothese|Doppelte Dividende]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Eberhard Feess]] |Titel=Umweltökonomie und Umweltpolitik |Verlag=Vahlen |Datum=2007 |ISBN=978-3-8006-3350-0 |Seiten=91–92}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;COMETR-Studie EEA oebu-Schweiz&amp;quot;/&amp;gt; Diese Hypothese war eine der Ausgangsfragen, denen die COMETR-Studie [[European Environment Agency|EEA]] 2010 nachging, als sie Erfahrungen in Europa mit [[CO2-Steuer|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-]] und [[Energiesteuer]]n untersuchte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;COMETR-Studie EEA oebu-Schweiz&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mikael Skou Andersen, Gaëll Mainguy |Titel=Europe’s experience with carbon-energy taxation |Sammelwerk=Surveys and Perspectives Integration Environment &amp;amp; Society (SAPIENS) |Band=3 |Nummer=2 |Datum=2010 |Fundstelle=Rn 27 |Sprache=en |Online=https://journals.openedition.org/sapiens/1072}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nationales ==&lt;br /&gt;
=== Europäische Union ===&lt;br /&gt;
Die [[Europäische Union]] (EU) definiert für ihre [[Umweltökonomische Gesamtrechnung#Umweltökonomische Gesamtrechnung der EU|umweltökonomischen Gesamtrechnungen]] &amp;#039;&amp;#039;umweltbezogene Steuern&amp;#039;&amp;#039; als Steuern, die im [[Europäisches System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen|Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen]] verzeichnet sind und deren Bemessungsgrundlage eine [[Maßeinheit|physische Einheit]] ist, wobei das so Bemessene nachweislich eine negative Auswirkung auf die Umwelt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{EU-Verordnung|2011|691|titel=des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 6. Juli 2011 über europäische umweltökonomische Gesamtrechnungen}}, Artikel 2 – Begriffsbestimmungen. Siehe auch: {{Internetquelle |werk=eurostat – statistics explained |titel=Environmental tax statistics |datum=2023-09-26 |url=https://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/index.php?title=Environmental_tax_statistics#Environmental_taxes_in_the_EU |abruf=2023-12-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Definition knüpft nicht an den Zweck der Steuererhebung an; demgemäß muss mit einer Umweltsteuer nicht unbedingt ein Lenkungszweck verfolgt werden, sie kann auch zu rein fiskalischen Zwecken erhoben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dieter Ewringmann, Klaus Mackscheidt |Titel=Lenkungssteuern und Lenkungsabgaben – Ein Diskurs zur Leistungsfähigkeit abgabenrechtlicher Regelungen |Reihe=FiFo Discussion Papers |NummerReihe=22-3 |Datum=2022 |Seiten=18 |Online=https://www.econstor.eu/handle/10419/267862}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Umwelt-Thesaurus der EU [[GEMET]] im [[Europäisches Umweltinformations- und Umweltbeobachtungsnetz|Europäischen Umweltinformations- und Umweltbeobachtungsnetz]] (EIONET) wird der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Umweltsteuer&amp;#039;&amp;#039; nicht über den Lenkungszweck, sondern als [[Verwendungszwecksteuer]] über eine umweltschutzbezogene Einnahmeverwendung definiert als:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Definition EU-EIONET-GEMET&amp;quot;&amp;gt;[http://www.eionet.europa.eu/gemet/concept?cp=3757&amp;amp;langcode=de&amp;amp;ns=1 EU-Umwelt-Thesaurus GEMET, &amp;#039;&amp;#039;Definition: Umweltsteuer&amp;#039;&amp;#039; mit zahlreichen Übersetzungen, Europäisches Umweltinformations- und Umweltbeobachtungsnetz (European Environment Information and Observation Network).]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=An amount of money demanded by a government to finance clean-up, prevention, reduction, enforcement or educational efforts intended to promote ecological integrity and the conservation of natural resources&lt;br /&gt;
 |Sprache=en&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Eine durch eine Regierung erhobene Summe Geldes, um Reinigungs-, Vorbeugungs-, Reduktions-, Durchführungs- oder Bildungsmaßnahmen zu finanzieren, mit denen beabsichtigt ist, die ökologische Funktionsfähigkeit zu fördern und natürliche Ressourcen zu bewahren.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;Definition EU-EIONET-GEMET&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die EU teilt Umweltsteuern und Umweltabgaben in zwei Kategorien ein:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Europäische Union&amp;quot;&amp;gt;{{EU-LegisSum|l28058|Umweltsteuern und Gebühren|abruf=2021-10-15}} {{CELEX|51997DC0009|&amp;#039;&amp;#039;Mitteilung der Kommission – Umweltsteuern und Gebühren im Binnenmarkt&amp;#039;&amp;#039;. (KOM/97/0009 ENDG.)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Emissions-Steuern&amp;#039;&amp;#039;, also Steuern auf [[Umweltverschmutzung]]: Gebühren für die [[Gewässerverschmutzung]], [[Deponiesteuer]]n, [[Luftverschmutzungssteuer]]n&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Produktabgaben&amp;#039;&amp;#039; (dies sind Steuern auf den Verbrauch von Ressourcen): [[Mineralölsteuer]], [[Erdgassteuer]], [[Heizölsteuer]], [[Flugbenzinsteuer]] (Kerosin), Steuern auf [[Pestizid]]e, [[Energiesteuergesetz (Deutschland)|Energiesteuern]], [[Stromsteuer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mitgliedstaaten der EU müssen sicherstellen, dass die Umweltsteuern und -gebühren im Einklang mit den gemeinschaftlichen Verpflichtungen stehen (Wettbewerbsrecht, Binnenmarkt, Steuerpolitik) und mit den Regeln der [[Welthandelsorganisation]]&amp;amp;nbsp;(WTO) harmonieren. Verschiedene Artikel des [[Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft|Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft]] sind zu beachten (Art. 23–31, 72, 87, 89, 90, 92, 174).&lt;br /&gt;
Die Einnahmen können zur Finanzierung von [[Umweltschutz]]-Maßnahmen herangezogen werden, sie können aber auch zur Verringerung von Wettbewerbsverzerrungen dienen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Europäische Union&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundlage für die Festsetzung von Umweltsteuern in den einzelnen Nationalstaaten ist auch die EU-[[Energiesteuerrichtlinie]] (2003/96/EG) vom 27.&amp;amp;nbsp;Oktober 2003. Hier werden etwa Mindeststeuersätze sowie Steuerbefreiungen festgelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Energiesteuerrichtlinie 2003/96/EG&amp;quot;&amp;gt;{{EU-Richtlinie|2003|96|titel=des Rates vom 27. Oktober 2003 zur Restrukturierung der gemeinschaftlichen Rahmenvorschriften zur Besteuerung von Energieerzeugnissen und elektrischem Strom}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
Das [[Umweltbundesamt (Deutschland)|Umweltbundesamt]] (UBA) bezeichnet Umweltsteuern (englisch: &amp;#039;&amp;#039;environmental taxes&amp;#039;&amp;#039;) / Ökosteuern auch mit dem alternativen Label &amp;#039;&amp;#039;Umweltschutzabgabe&amp;#039;&amp;#039; (englisch: &amp;#039;&amp;#039;pollution control tax&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref name=&amp;quot;UMTHES Umweltsteuer&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://data.uba.de/umt/de/labels/Umweltsteuer.html |text=Umweltbundesamt: UMTHES &amp;#039;&amp;#039;Umweltsteuer&amp;#039;&amp;#039; + &amp;#039;&amp;#039;Umweltschutzabgabe&amp;#039;&amp;#039;, 2012 |wayback=20160304071501}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;EuroVoc Umweltabgabe&amp;quot;&amp;gt;[http://eurovoc.europa.eu/drupal/?q=request&amp;amp;uri=http://eurovoc.europa.eu/5839 EuroVoc (Multilingualer Thesaurus der Europäischen Union): &amp;#039;&amp;#039;Definition Umweltabgabe = Environmental tax&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 24. Januar 2013.]&amp;lt;/ref&amp;gt; und ordnet diesem umweltökonomischen Instrument folgende spezifischere Begriffe zu:&lt;br /&gt;
Abfallabgabe, Abwärmeabgabe, [[Abwasserabgabe|Abwasser-Abgabe]], Grundwasser-Abgabe, Lärmabgabe, Waldpfennig, Wasserentnahmeentgelt, [[CO2-Steuer|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Abgabe]], Naturschutz-Abgabe, Stickstoffabgabe, Verpackungsabgabe ([[Plastiktüte#Deutschland|Plastiktüten-Steuer]]), Energiesteuer, Stromsteuer, Deponiesteuer, Grenzsteuer-Ausgleichsabgaben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;UMTHES  Umweltschutzabgaben&amp;quot;&amp;gt;[http://data.uba.de/umt/de/concepts/_00025289.html UMTHES: &amp;#039;&amp;#039;Spezifischere Begriffe für Umweltschutzabgaben = Umweltsteuern&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemessen am Gesamtaufkommen aus umweltbezogenen Steuern waren 2021 die wichtigsten Steuern in Deutschland die [[Energiesteuer]] und die [[Kraftfahrzeugsteuer]]. Das Aufkommen aus umweltbezogenen Steuern in Deutschland liegt unter dem EU-Durchschnitt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |hrsg=Umweltbundesamt |titel=Umweltbezogene Steuern und Gebühren |datum=2023-10-04 |url=https://www.umweltbundesamt.de/daten/umwelt-wirtschaft/umweltbezogene-steuern-gebuehren#wirkung-umweltbezogener-steuern |abruf=2023-12-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Inflationsbedingt ist zwischen 2003 und 2022 die reale Höhe der Umweltsteuern um 29 % zurückgegangen. Um die Lenkungswirkung der Steuern aufrechtzuerhalten, müsste der Steuersatz regelmäßig an die Inflation angepasst werden. Die [[OECD]] empfiehlt eine [[Indexierung (Wirtschaft)|Indexierung]] der deutschen Umweltsteuern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;oecd2023&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Ökosteuer (Deutschland)|Umweltpolitik}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
In Österreich unterteilt das [[Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung|Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO)]] vier Kategorien:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Energiesteuern&amp;#039;&amp;#039; ([[Mineralölsteuer (Österreich)|Mineralölsteuer]], Energieabgaben auf Elektrizität, Erdgas, [[Kohleabgabe#Österreich|Kohle]]),&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Transport-Steuern&amp;#039;&amp;#039; ([[Normverbrauchsabgabe]], [[motorbezogene Versicherungssteuer]], Kfz-Steuer, [[LKW-Maut]], [[Autobahn-Vignette]]),&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ressourcen-Steuern&amp;#039;&amp;#039; ([[Grundsteuer]], Jagd- und Fischerei-Abgaben, [[Wassergebühr]]en),&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Umweltverschmutzungs-Steuern&amp;#039;&amp;#039; ([[Altlastenbeitrag]], [[Abwassergebühr|Abwasser-]] und [[Abfall-Gebühr]]en).&lt;br /&gt;
Der Anteil an den gesamten Steuereinnahmen betrug 2007 in Dänemark 12,1 % in Österreich 5,8 % und in Deutschland 5,7 % (nach EURSTAT.)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Angela Koeppl WIFO 2009&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Angela Köppl |url=http://m.bmf.gv.at/Finanzministerium/VeranstaltungenForu_4524/Archiv/Jahresberichte20012_11128/Veranstaltungen2009/ForumFinanzImplemen_10744/Oekosteuerreformen_-_Gestaltungsmoeglichkeiten_fuer_Oesterreich_Angela_Koeppl.pdf |titel=Ökosteuerreformen – Gestaltungsmöglichkeiten für Österreich |werk=Forum Finanz |datum=2009-12-10 |format=PDF |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160304000623/http://m.bmf.gv.at/Finanzministerium/VeranstaltungenForu_4524/Archiv/Jahresberichte20012_11128/Veranstaltungen2009/ForumFinanzImplemen_10744/Oekosteuerreformen_-_Gestaltungsmoeglichkeiten_fuer_Oesterreich_Angela_Koeppl.pdf |abruf=2023-08-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht zu den Umweltsteuern zählen [[Förderabgabe]]n und sonstige Abgaben im Zusammenhang mit Erdöl und Erdgasförderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Lenkungsabgabe (Schweiz)}}&lt;br /&gt;
In der Schweiz werden auf bestimmte Stoffe oder Produkte Abgaben zum Schutze der Umwelt erhoben. Dazu gehören die [[VOC-Abgabe]] auf diverse Chemikalien, die [[CO2-Abgabe (Schweiz)|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Abgabe]] auf fossile Heizstoffe oder der [[Klimarappen]] auf Treibstoffe. Energieintensive Unternehmen mit einem Ausstoß von mehr als 100 Tonnen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; pro Jahr, können sich von der Abgabe befreien lassen, wenn sie sich im Gegenzug verpflichten ihre CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen zu senken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Buergerliche-starten-Angriff-auf-die-CO2Abgabe/story/27748924 &amp;#039;&amp;#039;Bürgerliche starten Angriff auf die CO2-Abgabe&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[tagesanzeiger.ch]].&amp;#039;&amp;#039; 15. April 2018, abgerufen am 16. April 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswirkungen auf Wirtschaft und Verbraucher ==&lt;br /&gt;
Erfahrungen mit Umweltsteuern in einigen Staaten (Deutschland, Dänemark, Finnland, Großbritannien, Schweiz), die seit einigen Jahren in Europa gemacht wurden, zeigen die Erfolge für die Ankurbelung der Wirtschaft. Bei einer weitgehenden Rückvergütung müsse aber abgewogen werden, ob Gesellschaft und Politik mehr auf die Entlastung des Arbeitsmarktes setzen wollen (Arbeitsplatz-Bonus), oder ob bei der Rückverteilung die höheren Kosten für die Verbraucher ausgeglichen werden sollten ([[Ökobonus]]). Gerade Nicht Erwerbstätige und Alleinerziehende mit Kindern sind durch hohe Umweltsteuern besonders belastet, wenn wie in Deutschland nur die Beitragszahlungen zur [[Gesetzliche Rentenversicherung|Rentenversicherung]] abgesenkt werden. Eine ausgewogene Rückverteilung könne das [[Gemeinwohl]] stärken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Finanzministerium Schweiz 2012&amp;quot;&amp;gt;Martin Baur: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen für eine ökologische Steuerreform&amp;#039;&amp;#039;, Eidgenössische Finanzverwaltung (EFV), Juli 2012, abgerufen am 31. Dezember 2012. ({{Webarchiv |url=http://www.efv.admin.ch/d/downloads/publikationen/arbeiten_oekonomenteam/20120716_Grundlagen_Oekosteuerreform.pdf |text=(PDF; 241&amp;amp;nbsp;kB) |wayback=20150923234231}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit dienen Umweltsteuern aber auch sehr oft der Finanzierung des allgemeinen Staatshaushalts zur Vermeidung weiterer Staatsschulden, können dadurch gesellschaftspolitisch jedoch nicht weiter angehoben werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einfluss von Umweltsteuern auf die Demokratie ==&lt;br /&gt;
Ein Beispiel: In [[Südkorea]] wurde die Durchsetzbarkeit weiterer Ökosteuern ([[Brennelementesteuer]] / Atomkraftwerke) hinsichtlich der möglichen Wähler-Zustimmung untersucht. An der Hanshin University wurden 2012 mit [[Mikrosimulation]]en die Auswirkungen der dort bestehenden Umweltsteuern (Transport-Steuer, [[Konsumsteuer]] und lokale Mobilitätssteuern) untersucht. Die bestehende ungünstige Situation bei der Verwendung der Einnahmen für den Bau von Straßen verschlechtere sowohl die Umweltverschmutzung und verhindere die Ausweitung der Steuern: Die Wähler und politischen Parteien weigerten sich. Bei einer Rückverteilung mit Reduzierung von Einkommensteuern und Sozialbeiträgen würden nur 35 % der Haushalte profitieren. Der [[Gini-Koeffizient]] verschlechtere sich. Mit einem &amp;#039;&amp;#039;Ökologischen Grundeinkommen (Ecological Basic Income/Green Check)&amp;#039;&amp;#039; würden 40.000 [[Südkoreanischer Won|Won]] pro Haushalt ausgezahlt, 57 % würden zu [[Nettoempfänger|Netto-Empfängern]], also mehr als die Hälfte der Wähler. In Kombination mit kostenlosem öffentlichen Verkehr würden 76 % von Umweltsteuern profitieren. Die Anzahl der Armen könne signifikant verringert, der Gini-Koeffizient gesenkt werden. Die Rückvergütung werde dort im Zusammenhang mit der Durchsetzbarkeit einer Steuer auf Nuklearstrom gegenüber den Wählern diskutiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nam Hoon Kang&amp;quot;&amp;gt;Nam Hoon Kang (Hanshin University): &amp;#039;&amp;#039;The necessity And Effects Of Ecological Basic Income in Korea.&amp;#039;&amp;#039; 15. September 2012, BIEN-Conference (workshop 37) ([http://www.bien2012.org/sites/default/files/paper_171_en.pdf (PDF; 317&amp;amp;nbsp;kB)])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* Die [[VOC-Abgabe]] in der Schweiz ist eine [[Lenkungsabgabe (Schweiz)|Lenkungsabgabe]] auf [[Volatile organic compound|flüchtige organische Substanzen (VOC)]], ebenso wie die [[CO2-Abgabe (Schweiz)|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Abgabe auf Brennstoffe]] mit Rückvergütung an Bürger und Wirtschaft,&lt;br /&gt;
* Das [[Wasserentnahmeentgelt]] (populär auch &amp;#039;&amp;#039;Wasserpfennig&amp;#039;&amp;#039; genannt), gibt als Ökorabatt in Form einer Tarifermässigung bei einer Abgabe an die Produzenten [[Gewässerschutz|Gewässerökologische Impulse]] weiter (Ökonomisches Lenkungsinstrument),&lt;br /&gt;
* [[City-Maut]], [[Lkw-Maut in Deutschland]], [[Hubraumsteuer]], [[Wohnmobilsteuer]] sind Umweltsteuern im Mobilitäts-Sektor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Umweltbundesamt (Österreich): [https://www.umweltgesamtrechnung.at/umweltsteuern Umweltsteuern im Rahmen der Umweltgesamtrechnungen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4239879-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umweltschutz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umweltpolitik]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Umweltökonomik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;PJ Geest</name></author>
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