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	<title>Umverteilung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Umverteilung&amp;diff=69061&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo, form</title>
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		<updated>2025-11-01T06:36:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo, form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Umverteilung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in der [[Wirtschaftspolitik|Wirtschafts-]] und [[Sozialpolitik]] der [[Prozess]] oder die [[Wirkung (Informatik)|Wirkung]] finanz- oder sozialpolitischer Maßnahmen und Entwicklungen bezeichnet, die sich auf die Verfügbarkeit von [[Einkommen]] oder [[Vermögen (Wirtschaft)|Vermögen]] für verschiedene [[Bevölkerungsgruppe]]n bzw. auf die [[Einkommensverteilung|Einkommens-]] oder [[Vermögensverteilung]] auswirken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Der Begriff „Umverteilung“ ist zunächst neutral, es kann also eine Umverteilung in [[Richtung]] größerer [[Verteilungsgerechtigkeit]] („von oben nach unten“) oder auch größerer [[Ungerechtigkeit]] („von unten nach oben“) zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen erfolgen. Im engeren Sinn, so auch hier, wird darunter bisher oft eine Umverteilung in Richtung größerer Gleichverteilung verstanden. Bevor es zu einer Umverteilung kommt, muss eine [[Verteilungsprinzip|Verteilung]] vorausgegangen sein. &amp;#039;&amp;#039;Verteilungspolitik&amp;#039;&amp;#039; sind alle staatlichen Maßnahmen, welche die Einkommens- und Vermögensverteilung in einer [[Gesellschaft (Soziologie)|Gesellschaft]] betreffen und das [[Staatsziel]] der Verteilungsgerechtigkeit zum Inhalt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Sozialpolitik_aus_politikfeldanalytische/EzosDQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Distributive+Politik+Verteilungsgerechtigkeit&amp;amp;pg=PA122&amp;amp;printsec=frontcover Renate Reiter, &amp;#039;&amp;#039;Sozialpolitik aus politikfeldanalytischer Perspektive&amp;#039;&amp;#039;, 2017, S. 122]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dahinter steht die Annahme, dass die von [[Markt|Märkten]] vorgenommene Verteilung von materiellem [[Wohlstand]] ungerecht sei (&amp;#039;&amp;#039;distributives [[Marktversagen]]&amp;#039;&amp;#039;) und durch staatliche [[Eingriffsverwaltung|Eingriffspolitik]] korrigiert werden müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Verteilung von Einkommen und Vermögen durch [[distributive Politik]] vorgenommen wird, ist die Umverteilung Gegenstand der [[redistributive Politik|redistributiven Politik]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Lexikon_der_Politikwissenschaft/EVU1SWQJOZoC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Distributive+Politik+Verteilung&amp;amp;pg=PA836&amp;amp;printsec=frontcover Klaus Schubert, &amp;#039;&amp;#039;Redistributive Politik&amp;#039;&amp;#039;, in: Dieter Nohlen/Rainer-Olaf Schultze (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Politikwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, 2005, S. 836]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Methoden der Umverteilung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umverteilung durch Steuerpolitik ===&lt;br /&gt;
Steuerliche Methoden der Umverteilung sind&lt;br /&gt;
* die Besteuerung von Besitz wie [[Vermögensteuer]], [[Erbschaftsteuer]] und [[Grundsteuer]]&lt;br /&gt;
* ein von der Einkommenshöhe abhängiger [[Durchschnittssteuersatz (Einkommensteuer)|Durchschnittssteuersatz]]. Dies wird im deutschen Steuerrecht durch [[Grundfreibetrag (Deutschland)|Grundfreibeträge]] und [[Steuerprogression]] erreicht.&lt;br /&gt;
* unterschiedliche [[Mehrwertsteuer]]sätze für Grundbedarfsgüter, normale Güter und Luxusgüter&lt;br /&gt;
[[Wolfgang Schön]] sieht die Frage nach der Umverteilung als „moderne [[Gretchenfrage]] des Steuerrechts“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Schön, Wolfgang |Titel=Wie viel Erbschaft gehört dem Staat? |Sammelwerk=FAZ |Nummer=73 |Datum=2015-03-27 |Seiten=18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Stefan Bach äußerte 2021, dass sich in Deutschland die Umverteilungswirkung des progressiven Steuersystems nicht mehr nachweisen lasse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gerald Heidegger, ORF.at, aus München |url=https://orf.at/stories/3229848/ |titel=Die deutsche Wahl: Zwischen Mitte und Mitte |datum=2021-09-25 |sprache=de |abruf=2021-10-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umverteilung durch Sozialleistungen und Subventionen ===&lt;br /&gt;
Umverteilung findet auch durch [[Sozialleistungen]] und [[Subvention]]en statt. Diese sind Gegenstand staatlicher Umverteilungspolitik. Die &amp;#039;&amp;#039;primäre Einkommensverteilung&amp;#039;&amp;#039; erfolgt dabei durch die Teilnahme der [[Wirtschaftssektor]]en am Wirtschaftsleben mit dem Ziel der Einkommenserzielung ([[Arbeitsentgelt|Lohn/Gehalt]], [[Zins]]einnahmen, [[Mietvertrag (Deutschland)|Miet-/Pachteinnahmen]], [[Gewinn]]). Dies schafft jedoch soziale Ungerechtigkeiten, die durch eine &amp;#039;&amp;#039;sekundäre Einkommensverteilung&amp;#039;&amp;#039; ausgeglichen werden sollen. Eine sekundäre Einkommensverteilung findet durch [[Transferleistung]]en statt. Ob und inwieweit ein Staat Interesse an einer Umverteilungspolitik über Transferleistungen hat, gibt Aufschluss über die herrschende Wirtschaftsordnung. [[Sozialstaat]]en weisen einen hohen Anteil an sekundärer Einkommensverteilung auf. Statistisch ergeben das [[Volkseinkommen]] und die Sozialleistungen zusammen das private Einkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umverteilung innerhalb der Sozialversicherungen ===&lt;br /&gt;
Obwohl die Beiträge zu den [[Sozialversicherung]]en ([[Gesetzliche Rentenversicherung (Deutschland)|gesetzliche Rentenversicherung]], [[gesetzliche Krankenversicherung]], [[Arbeitslosenversicherung]], [[Pflegeversicherung (Deutschland)|Pflegeversicherung]]) mit wachsendem Einkommen ebenfalls ansteigen, da sie bis zur [[Beitragsbemessungsgrenze]] proportional zum [[Bruttoeinkommen]] sind, findet hier nicht in jedem Fall Umverteilung statt. Schließlich sind auch die ausgezahlten Leistungen teilweise proportional zum Einkommen ([[Arbeitslosengeld I]]) bzw. den eingezahlten Beiträgen (Rente). Anders ist dies bei der gesetzlichen Krankenversicherung und der Pflegeversicherung, bei der alle Versicherten die gleiche Leistung erhalten, obwohl die Beitragshöhe sehr stark variiert. Hier findet also innerhalb der GKV eine Umverteilung von den [[Besserverdienende]]n zu den Niedrigverdienern statt, ebenso eine Umverteilung von jungen Versicherten (die bei gleicher Beitragshöhe weniger Krankheitskosten verursachen) zu älteren Versicherten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Umverteilung durch Krankenkassensystem ====&lt;br /&gt;
In einer 2020 veröffentlichten Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung wurde das zweigliedrige System in Deutschland aus privaten (PKV) und gesetzlichen (GKV) Krankenkassen untersucht. Wären alle Versicherten der PKV gesetzlich versichert, würde dies zwar zu Mehrausgaben für die GKV führen, diese würden aber durch die Mehreinnahmen übertroffen. Mit diesem Einnahmenüberschuss ließe sich eine Senkung des Beitragssatzes von 0,2 bis 0,3 Prozentpunkten für alle Versicherten finanzieren bei gleichzeitigem Beibehalten der höheren Honare für Ärzte bei Privatpatienten. Auf den Beitragszahler heruntergerechnet bedeute das: Ein durchschnittliches GKV-Mitglied zahle jährlich 48 Euro dafür, dass Gutverdiener, Beamte und Selbstständige sich dem Solidarausgleich entziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zdf.de/uri/a4f5e06d-d916-4ad1-a110-2d57fa29eb83 |titel=Bertelsmann-Studie: Ohne Privatversicherung könnten Kassenbeiträge sinken |sprache=de |abruf=2020-10-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ludwig Krause |url=https://rp-online.de/leben/ratgeber/versicherungen/private-krankenkasse-stiftung-fordert-abschaffung-zwei-klassen-medizin_aid-49001555 |titel=„Zwei-Klassen-Medizin“: Stiftung fordert Abschaffung der privaten Krankenkassen |sprache=de |abruf=2020-10-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zeit.de/wirtschaft/2020-02/krankenkassen-privatkassen-gesundheit-zwei-klassen-medizin |titel=Abschaffung der Privatkassen würde Versicherte entlasten |datum=2020-02-17 |abruf=2020-10-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=dpa |url=https://www.svz.de/deutschland-welt/politik/Private-Krankenversicherung-unsolidarisch-Streit-um-neue-Studie-id27403892.html |titel=Streit um Zwei-Klassen-Medizin: Ohne käme alle günstiger: Private Krankenversicherung unsolidarisch? {{!}} svz.de |abruf=2020-10-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umverteilung durch Einschränkungen des Eigentumsrechtes ===&lt;br /&gt;
Insbesondere durch Gesetze und letztinstanzliche Gerichtsurteile, die das [[Eigentum]]srecht beschränken, kann eine Umverteilung stattfinden. Beispiele: [[Lastenausgleichsgesetz|Lastenausgleich]] nach dem Zweiten Weltkrieg in der Bundesrepublik Deutschland zwischen Personen mit geringen oder keinen und solchen mit hohen oder totalen Vermögensverlusten (Die gering oder nicht Geschädigten mussten gesetzlich verordnete [[Lastenausgleichsgesetz#Abgaben für den Lastenausgleich|Abgaben für den Lastenausgleich]] an die schwer oder total Geschädigten zahlen), Insolvenzrecht (legitime Enteignung des Gläubigers durch ein Insolvenzverfahren), Mieterschutzrechte (z.&amp;amp;nbsp;B. Räumungsverbot trotz Mietrückstand), Verbraucherschutzrechte und Arbeitnehmerschutzrechte. Die Umverteilung findet hier oft nicht durch einen realen Geldfluss statt, sondern durch die Einräumung oder den Verzicht auf bestimmte Rechtsgüter. Der geldwerte Vorteil, der aus solchen Gesetzen resultiert lässt sich oft nur schwer beziffern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Lastenausgleich ging es nicht darum, Vermögenden im Westen Deutschlands den [[Besitz]] an ihrem Eigentum in der Sache zu entziehen, was die Akzeptanz des Lastenausgleichs erhöhte, sondern sie zu Abgaben zu verpflichten. Die Abgaben, die höchstens die Hälfte des erfassten Vermögens ausmachten, waren aufgeteilt in Raten über 30 Jahre aus ihren Einkünften, also wahrscheinlich auch von denen aus ihrem Eigentum zu leisten (und wurden durch Zwangshypotheken, die maximal die Hälfte des Vermögens belasteten, gesichert). Die Lastenausgleich empfangenden Geschädigten erlangten so ein neues Vermögen. So wie die Zahlungsverpflichtung auf dem Vermögen der Zahlungspflichtigen lastete, so stellten die amtlichen Lastenausgleichsbescheide, also die gesetzliche Garantie in Raten über 30 Jahre einen Ausgleich gezahlt zu bekommen, ein Vermögen für die Geschädigten dar, das sie bei Banken als Kreditsicherheit belasten konnten, um mit dem aufgenommenen Geld sich etwas Neues aufzubauen. Waren die Vermögenden nicht in der Lage, die Abgaben zu leisten, so mussten sie das Geld eventuell gegen Verpfändung des unbelasteten Teils ihres Eigentums oder doch durch dessen Verkauf, also Besitzverlust, aufbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umverteilung durch Environmental, Social and Governance ===&lt;br /&gt;
{{main|Environmental, Social and Governance}}&lt;br /&gt;
Die Kriterien und Rahmenbedingungen der Vereinten Nationen (UN) für die Berücksichtigung von Umwelt-, Nachhaltigkeits- und Sozialfragen wird Environmental, Social and Corporate Governance (ESG; [[englische Sprache|engl.]] für &amp;#039;&amp;#039;Umwelt, Soziales und Unternehmensführung&amp;#039;&amp;#039;) genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Philipp Haberstock |url=https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/esg-kriterien-120056 |titel=Definition: ESG-Kriterien |sprache=de |abruf=2023-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Neben den traditionellen Interessen und Bedürfnissen der Unternehmen weltweit sollen laut UN-ESG-Revolution auch die Bedürfnisse aller [[Stakeholder]] (engl. für &amp;#039;&amp;#039;Interessengruppen&amp;#039;&amp;#039;) wie Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Geldgeber, Umweltgruppen und NGOs (engl. für &amp;#039;&amp;#039;[[Nichtregierungsorganisation]]en&amp;#039;&amp;#039;) zukünftig berücksichtigt werden. Die weltweite wirtschaftliche [[Wertschöpfung (Wirtschaft)|Wertschöpfung]] soll zukünftig gerecht unter allen Stakeholdern umverteilt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=PricewaterhouseCoopers |url=https://www.pwc.at/de/sustainability-esg.html |titel=Nachhaltigkeit - ESG (Environment, Social, Governance) |sprache=de-AT |abruf=2023-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die UN-ESG-Kriterien wurden so konzipiert, dass sie zukünftig in alle [[Unternehmen]] weltweit eingebettet werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umverteilungsdebatte ==&lt;br /&gt;
Im ölreichen [[Norwegen]] wird die Umverteilung durch demokratisch gewählte Regierungen mit hohen Steuern und Sozialabgaben durchgeführt. Der Wohlstand kommt breiten Bevölkerungsschichten zugute. Im ölreichen [[Nigeria]] fehlen staatliche Regelungen zur Umverteilung bzw. zum Freiheits- und Eigentumsschutz. Der Wohlstand kommt nur Wenigen zugute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussion um Umverteilungen ist in der [[Sozialpolitik]] ein historischer Streitpunkt. Zum Beispiel schreibt der „Vater der dynamischen Rente“, [[Wilfrid Schreiber]] (1955): „Die kleinen Einkommen werden im primären Verteilungsprozess kleiner als sie ohne Staatseingriff sein würden. Zwar erhalten die kleinen Einkommensempfänger auch jetzt ein Supplement, das – bestenfalls – die marktgesetzliche Höhe ihres Totaleinkommens wiederherstellt, aber sie erhalten dieses Supplement – in völliger Verkehrung der Tatsachen – als Almosen aus der Hand des Staates, der sich damit in die durchaus unverdiente Gloriole des sozialen Wohltäters hüllt!“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilfrid Schreiber]]: &amp;#039;&amp;#039;Existenzsicherheit in der industriellen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, {{Webarchiv|url=http://www.bku.de/extranet/upload/data_publikation/disk28schreiber.pdf |wayback=20070927011424 |text=PDF |archiv-bot=2019-05-20 06:09:57 InternetArchiveBot }}, 1955, Quelle: Diskussionsbeitrag veröffentlicht vom [[Bund Katholischer Unternehmer]] (BKU).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland stieg der Anteil der Bevölkerung mit Befürwortung einer stärkeren Umverteilung von 66 % im Jahr 2007&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robert B. Vehrkamp, Andreas Kleinsteuber |Titel=Soziale Gerechtigkeit 2007 – Ergebnisse einer repräsentativen Bürgerumfrage |Hrsg=Bertelsmann Stiftung |Ort=Gütersloh |Datum=2007-12 |Online=https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Presse/imported/downloads/xcms_bst_dms_23333_23334_2.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt; auf 77 % im Jahr 2019&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.zeit.de/news/2019-03/19/oecd-studie-rente-gehoert-zu-den-hauptsorgen-der-deutschen-190318-99-443369 |titel=OECD-Studie: Rente gehört zu den Hauptsorgen der Deutschen |werk=Zeit online |hrsg=Zeit |datum=2019-03 |abruf=2020-04-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Legitimität ===&lt;br /&gt;
Als Argument zur Begründung progressiver Besteuerung wird angeführt, dass die Effektivität des Einsatzes eines Einkommens mit steigendem Einkommen progressiv zunehme. Hieraus ergibt sich eine Besteuerung des Einflusses, den ein Einkommensbezieher mit seinem Einkommen im Markt und in der Gesellschaft ausüben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein herrscht Konsens darüber, dass eine Umverteilung notwendig ist, wenn die biologische Existenz oder die Gesundheit eines Menschen gefährdet sind. Es gibt allerdings gegenwärtig in Deutschland und in vielen anderen Ländern Diskussionen darüber, welcher Umfang der medizinischen Leistungen gesellschaftlich zu garantieren sei. Eine Position ist, dass die gegenwärtig erfolgende Umverteilung zu umfangreich und nicht gezielt genug gerichtet sei. Die Gegenposition ist, dass die Umverteilung nicht ausreiche, wo Ungleichverteilung der Einkommen und Vermögen zunähme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Wechselwirkung zwischen Ungleichverteilung, Politik und Gewalt postulieren Sozialwissenschaftler wie James Galbraith, Laura Spagnolo und Sergio Pinto (2007)&amp;lt;ref&amp;gt;James K. Galbraith, Laura T. Spagnolo, Sergio Pinto: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=http://www.bepress.com/bap/vol9/iss1/art3/ |wayback=20070825160803 |text=Economic Inequality and Political Power |archiv-bot=2019-05-20 06:09:57 InternetArchiveBot }}: A Comparative Analysis of Argentina and Brazil&amp;#039;&amp;#039;, 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;. Als Kritiker „neoliberaler“ Politik empfehlen sie keine fiskalische Umverteilung, sondern eine Wirtschaftspolitik, die zu geringeren Einkommensunterschieden zwischen den verschiedenen Wirtschaftszweigen führt. In Brasilien habe auch eine Währungsabwertung hohe Einkommen im Finanzsektor verringert und somit zu einer Senkung der Einkommensungleichheit beigetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Diskussion um Verteilungsgerechtigkeit entstand auch der Begriff der „Umverteilung von unten nach oben“, um eine Wirtschaftspolitik zu kritisieren, die das Ausmaß der Umverteilung verringert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Chrystia Freeland]] behauptet in ihrem Buch &amp;#039;&amp;#039;[[Die Superreichen]]&amp;#039;&amp;#039;, dass die „Superreichen“ im Gegensatz zu den „nur Reichen“ geradezu Nutznießer der Umverteilung seien, weil sie im Verhältnis zum Einkommen unterdurchschnittlich herangezogen würden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Chrystia Freeland]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Superreichen]] – Aufstieg und Herrschaft einer neuen globalen Geldelite.&amp;#039;&amp;#039; Westend Verlag GmbH, Frankfurt 2013, ISBN 978-3-86489-045-1. passim&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut empirischen Befunden nimmt auch bei steigendem Einkommen über eine gewisse Grenze hinaus das Lebensglück bzw. [[Wohlbefinden]] nicht mehr weiter zu. Für Westeuropa lag 2019 diese Grenze (je nach Indikator für Wohlbefinden) bei einem gewichteten [[Äquivalenzeinkommen|Äquivalenzjahreseinkommen]] von 50.000 bis 100.000 Dollar (Letzterer Wert entsprach etwa einem Einkommen von 7.062 Euro im Monat). Aus Sicht der Studienautoren können die Studienergebnisse für Regierungen dazu beitragen, Maßnahmen zur Umverteilung des Reichtums zu motivieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andrew T. Jebb, Louis Tay, Ed Diener, Shigehiro Oishi |Titel=Happiness, income satiation and turning points around the world |Sammelwerk=Nature Human Behaviour |Band=2 |Nummer=1 |Datum=2018 |ISSN=2397-3374 |DOI=10.1038/s41562-017-0277-0 |Seiten=33–38 |Online=http://www.nature.com/articles/s41562-017-0277-0 |Abruf=2019-09-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grad der Umverteilung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Theil Hoover.jpg|mini|483px|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Theil-Index &amp;lt;math&amp;gt;T&amp;lt;/math&amp;gt; und der Hoover-Ungleichverteilung &amp;lt;math&amp;gt;H&amp;lt;/math&amp;gt;:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Grafik illustriert den Verlauf von &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#000080&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;T&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/span&amp;gt;, &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#A00000&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;T-H&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/span&amp;gt; und &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#006000&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;T/H&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/span&amp;gt; als Funktion von &amp;lt;math&amp;gt;H&amp;lt;/math&amp;gt; für Gesellschaften, die in zwei Quantile aufgeteilt sind, in denen ein Anteil von &amp;lt;math&amp;gt;a&amp;lt;/math&amp;gt; Euro einem Anteil von &amp;lt;math&amp;gt;b&amp;lt;/math&amp;gt; Menschen zugeordnet ist und ein Anteil von &amp;lt;math&amp;gt;b&amp;lt;/math&amp;gt; Euro einem Anteil von &amp;lt;math&amp;gt;a&amp;lt;/math&amp;gt; Menschen zugeordnet ist, wobei &amp;lt;math&amp;gt;a + b = 1&amp;lt;/math&amp;gt; gilt (z.&amp;amp;nbsp;B. das „80:20 Pareto-Prinzip“ mit &amp;lt;math&amp;gt;A = 0{,}8&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;B = 0{,}2&amp;lt;/math&amp;gt;, woraus &amp;lt;math&amp;gt;H = 0{,}6&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;T = 0{,}832&amp;lt;/math&amp;gt; resultiert). Die rote Kurve zeigt den Verlauf des symmetrisierten Theil-Indexes abzüglich der Hoover-Ungleichverteilung. Dieser Verlauf ist anfänglich negativ, denn der Theil-Index steigt zunächst langsamer an, als die Hoover-Ungleichverteilung. Bei den hier zugrundegelegten Zwei-Quantile-Gesellschaften überholt der Anstieg des Theil-Index die Hoover-Ungleichheit erst bei einer Ungleichverteilung, die durch Umverteilung von 46 % der Gesamtressourcen in eine Gleichverteilung überführt werden könnte.]] Grundsätzlich stellt sich neben der Frage der [[Legitimität]] auch die Frage nach dem &amp;#039;&amp;#039;Ausmaß&amp;#039;&amp;#039; der Umverteilung in einer Gesellschaft. Wird mit dem Ziel einer geringeren Ungleichheit zu viel umverteilt, so reduziert dies die Leistungsbereitschaft aller. Leistung wird dann nicht mehr durch ein höheres Einkommen belohnt. Wird zu wenig umverteilt, so steigt das Konfliktpotential.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grad einer Umverteilung, die eine Begrenzung von Ungleichverteilung zum Ziel hat, ergibt sich aus dem [[Ungleichverteilungsmaße|Grad der Ungleichverteilung]]: Bei extrem hohen Ungleichverteilungen steigt das Risiko gewaltsamer Auseinandersetzung. Umstritten ist, ab welchem Grad der Ungleichverteilung gewaltsame Umverteilung deutlich in Erscheinung tritt und ob Ungleichverteilung und Rebellion überhaupt im Zusammenhang zueinander stehen. Beobachtbar ist anhand der für verschiedene Länder ermittelten Ungleichverteilungen der Einkommen, dass die [[Gini-Koeffizient]]en für marktwirtschaftlich und demokratisch orientierte Länder deutlich unterhalb von 0,5 bleiben. Bei Aussagen wie „Ein Koeffizient von 0,3 oder weniger zeigt substanzielle Gleichheit an; 0,3 bis 0,4 verweisen auf akzeptable Normalität; 0,4 und höher wird als zu hoch angesehen. Bei 0,6 oder höher lassen sich soziale Unruhen vorhersagen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nybooks.com/articles/717 Buchbesprechung] in der [[New York Review of Books]] von Liu Binyan, Perry Link: &amp;#039;&amp;#039;A Great Leap Backward?&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; fehlen oft Angaben zur Art und Weise der Ungleichverteilungsberechnung, ohne die der Gini-Koeffizient nicht ausreichend verstanden werden kann&amp;lt;ref&amp;gt;Eberhard Schaich: &amp;#039;&amp;#039;Lorenzkurve und Gini-Koeffizient in kritischer Betrachtung&amp;#039;&amp;#039;. [[Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik]] 185 (1971), S. 193–208&amp;lt;/ref&amp;gt;. „Ein &amp;#039;&amp;#039;wahrgenommener&amp;#039;&amp;#039; Eindruck von ungleicher Teilhabe ist ein üblicher Bestandteil von Rebellion in Gesellschaften,“ meinte jedoch auch [[Amartya Sen]] (1973).&amp;lt;ref&amp;gt;Amartya Sen: &amp;#039;&amp;#039;On Economic Inequality&amp;#039;&amp;#039;, 1973; expanded edition with substantial annexe by James E. Foster and Amartya Sen, 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Vergleich von Ungleichverteilungsmaßen vor und nach Steuern den Grad der Umverteilung von Einkommen durch [[Steuerprogression]] ausdrückt, beschreibt die [[Sozialquote]], welcher Anteil des Bruttosozialproduktes der individuellen Nutzung entzogen und der Finanzierung sozialer Aufgaben zugeführt wird. Diese Quote ist somit ein Maß für den Grad der Umverteilung aus individuell bestimmten Einkommen zu von der Gemeinschaft bestimmten Zwecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind Ressourcen in einer Gesellschaft ungleich verteilt, dann beschreibt die [[Hoover-Ungleichverteilung]] &amp;#039;&amp;#039;direkt&amp;#039;&amp;#039;, welcher Anteil der Gesamtressourcen umverteilt werden müsste, um zu einer Gleichverteilung zu gelangen. (Das bedeutet nicht, dass sich aus diesem Ungleichverteilungsmaß normativ eine Gleichverteilung als Ziel ableiten lässt.) Die Hoover-Ungleichverteilung ist das einfachste aller [[Ungleichverteilungsmaß]]e und berücksichtigt &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; den [[Entropie (Informationstheorie)|informationstheoretisch]] berechenbaren &amp;#039;&amp;#039;Aufwand&amp;#039;&amp;#039; für eine derartige Umverteilung. In die Berechnung des [[Theil-Index]]es geht dieser Aufwand jedoch ein. Darum steigt der Theil-Index bei gleicher Ungleichverteilung zunächst langsamer an, als die Hoover-Ungleichverteilung. Erst bei höheren und damit „deutlicheren“ Ungleichverteilungen überholt der Anstieg des Theil-Indexes den Anstieg der Hoover-Ungleichverteilung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriminalität ===&lt;br /&gt;
Die These, große soziale Unterschiede hätten eine gestiegene Anzahl der Eigentumsdelikte zur Folge, bleibt umstritten. Es werden genauso die hohen Kriminalitätsraten einiger Metropolen der [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] zitiert wie auch die Praxis der sozialistischen Staaten in Osteuropa, wo die sozialen Unterschiede offiziell gering waren, aber die Eigentumsdelikte keinesfalls eliminiert wurden. Bei beiden Argumenten ist zu berücksichtigen, dass soziale Unterschiede nur einer von vielen möglichen Faktoren ist, die Einfluss auf den Grad der Beschaffungskriminalität haben (siehe dazu auch [[Caspar Voght#Voght als Reformator des Armenwesens|Reduzierung der Kriminalität bei Voght]]). Das vergleichsweise egalitäre Australien führt die weltweite Rangliste&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.nationmaster.com/graph/cri_bur_percap-crime-burglaries-per-capita |wayback=20071109230008 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2019-05-20 06:09:57 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; der Diebstähle pro Einwohner an. Eine mit der Ungleichverteilung steigende Zahl von Gefängnisinsassen pro Einwohner kann jedoch beobachtet werden&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.swivel.com/data_columns/spreadsheet/1750648?order_by_direction=DESC&amp;lt;/ref&amp;gt;, wenn die Ungleichverteilung der Einkommen einen bestimmten Grad übersteigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Trittbrettfahrerproblem ===&lt;br /&gt;
Umverteilung ist für das [[Trittbrettfahrerproblem]] anfällig, da die Nutzung von [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Gütern]] ohne Gegenleistung ermöglicht wird. Dadurch wird im Vergleich zu Gütern im [[Eigentum|Privateigentum]] der Anreiz zur Nutzung der öffentlichen Güter (z.&amp;amp;nbsp;B. Sozialleistungen) erhöht, während zugleich der Anreiz, diese öffentlichen Güter bereitzustellen (z.&amp;amp;nbsp;B. durch Steuern oder Mehrarbeit), niedrig ist. Das kann zur finanziellen Aushöhlung des öffentlichen Bereichs (z.&amp;amp;nbsp;B. in der Form der [[Staatsverschuldung]]) führen. Das diesbezügliche sozialwissenschaftliche Modell wird [[Tragik der Allmende]] bezeichnet. Beschränkungen im Zugriff auf öffentliche Güter würden das Allmendeproblem lösen, sind aber politisch oft weder erwünscht noch einfach durchsetzbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umverteilung zwischen Einkommensgruppen in Deutschland ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ style=&amp;quot;padding-bottom:1em&amp;quot;| Umverteilung im Jahr 2016 durch Steuern und Sozialbeiträge zwischen Bevölkerungsgruppen nach [[Äquivalenzeinkommen|Haushaltsbruttoäquivalenzeinkommen]]&amp;lt;ref&amp;gt;Äquivalenzgewichtet nach der OECD-Skala&amp;lt;/ref&amp;gt; in Prozent an den Gesamtabgaben&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stefan Bach]]: &amp;#039;&amp;#039;Unsere Steuern. Wer zahlt? Wie viel? Wofür?&amp;#039;&amp;#039;, Westend Frankfurt/Main 2016, S. 157.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
! [[Empirisches Quantil#Dezil|Quantile]] !! Haushaltsbruttoäquivalenz-einkommen Untergrenze (€/Monat) !! style=&amp;quot;width:10%&amp;quot;| Haushaltsbrutto-einkommen !! Einkommen- und Unternehmens-steuern!! Verbrauchsteuern !! Steuern gesamt !! Sozial-beiträge !! Gesamt-abgaben- last !!Abwei- chung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. Dezil&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 0 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 2,6 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 0,0 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 5,4 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 2,4 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 0,7|| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 1,6 || class=&amp;quot;hintergrundfarbe7&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| – 1,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2. Dezil&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 966|| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 3,7|| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 0,1|| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 6,3 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 2,9 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 2,6 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 2,7 || class=&amp;quot;hintergrundfarbe7&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| – 1,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3. Dezil&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 1 324|| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 4,9|| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 0,5 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 7,3 ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 3,5 ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 4,3 ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 3,9 || class=&amp;quot;hintergrundfarbe7&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| – 1,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4. Dezil&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 1 671 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 5,7 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|1,1|| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 8,3 ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|4,3|| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 5,8 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 5,0 || class=&amp;quot;hintergrundfarbe7&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| – 0,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5. Dezil&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 1 993 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 7,0 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 2,1 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 9,0 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 5,2|| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 7,7 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 6,3 || class=&amp;quot;hintergrundfarbe7&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| – 0,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6. Dezil&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|&amp;lt;ref&amp;gt;[[Median]]wert&amp;lt;/ref&amp;gt; 2 389|| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 8,0 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 3,9 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 9,4 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 6,4|| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 9,6 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 7,9 || class=&amp;quot;hintergrundfarbe7&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| – 0,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7. Dezil&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 2 798 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 9,7 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 6,6 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 10,2 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 8,2|| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 12,1 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 10,1 || class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;|+ 0,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8. Dezil&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 3 343 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|11,7 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 10,3 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 11,7 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 10,9|| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 15,5 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 13,1 || class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| + 1,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9. Dezil&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 4 019 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 14,5 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 16,1|| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 12,7 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 14,6|| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 19,0 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 16,6 || class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| + 2,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10. Dezil&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 5 271 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 32,1 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 59,1|| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 19,7 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 41,5|| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 22,8 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 32,8 || class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;|  +0,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gesamt ||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 100,0 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 100,0 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 100,0 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|100,0 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 100,0|| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 100,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Top 1,0 %&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 12 892|| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 9,9|| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 25,8 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 4,4 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 16,3|| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 1,7 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 9,5 || class=&amp;quot;hintergrundfarbe7&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| −0,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Top 0,1 %&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 36 885 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 4,3 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 12,1 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 1,6|| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 7,4 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 0,1 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 4,0 ||class=&amp;quot;hintergrundfarbe7&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;|  −0,3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eindeutig [[Steuerprogression|progressiv]] sind die direkten Steuern: von Dezil zu Dezil ansteigend. Dagegen wirken die indirekten Steuern stark degressiv. Somit verläuft die gesamte Steuerbelastung im unteren Abschnitt degressiv und erst im oberen progressiv; ebenso die Gesamtbelastung, jedoch mit Ausnahme des obersten Dezils, in dem das Überschreiten der [[Beitragsbemessungsgrenze]] bei der Sozialversicherung zu sinkender Belastung führt. Bach weist noch darauf hin, dass die Progression der Steuerbelastung für die Reichen überzeichnet sein dürfte, da sowohl die einbehaltenen Unternehmensgewinne als auch Gewinne und Kapitaleinkommen aus dem (niedriger besteuerten) Ausland nicht erfasst sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stefan Bach]]: &amp;#039;&amp;#039;Unsere Steuern. Wer zahlt? Wie viel? Wofür?&amp;#039;&amp;#039;, Westend Frankfurt am Main 2016, S. 158 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutlich ist zu sehen, dass sich die überdurchschnittlichen „Leistungsträger“ der Umverteilung in den Dezilen 7 bis 10 befinden. Wobei die Dezile 5 bis 9 zur Sozialversicherung „zuschießen“, hingegen das 9. und 10. Dezil durch die direkten Steuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Sozialpolitik]]&lt;br /&gt;
* [[soziale Gerechtigkeit]]&lt;br /&gt;
* [[soziale Ungleichheit]]&lt;br /&gt;
* [[Wohlfahrtsökonomie]]&lt;br /&gt;
* [[Einkommensverteilung]]&lt;br /&gt;
* [[Leistungsgerechtigkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Axel Honneth]], [[Nancy Fraser]]: &amp;#039;&amp;#039;Umverteilung oder Anerkennung?: Eine politisch-philosophische Kontroverse&amp;#039;&amp;#039;. Suhrkamp, Frankfurt 2003, ISBN  978-3-51829060-6.&lt;br /&gt;
* Stefan D. Josten: &amp;#039;&amp;#039;Ungleichheit, staatliche Umverteilung und gesamtwirtschaftliches Wachstum&amp;#039;&amp;#039;, 2008, ISBN 978-3-8305-1377-3.&lt;br /&gt;
* [[Bertrand de Jouvenel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Ethik der Umverteilung&amp;#039;&amp;#039;. Mit einem Vorwort zur deutschen Übersetzung von Hardy Bouillon sowie einer zusammenfassenden Würdigung de Jouvenels vom Herausgeber [[Gerd Habermann]], Olzog, München 2012, ISBN 978-3-95768005-1 (Original: &amp;#039;&amp;#039;The Ethics of Redistribution&amp;#039;&amp;#039;, 1951).&lt;br /&gt;
* [[Niklas Luhmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Wirtschaft der Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, S. 136 ff. und ganzes Kapitel 10: &amp;#039;&amp;#039;Grenzen der Steuerung&amp;#039;&amp;#039;, 1988, ISBN 3-518-28752-4.&lt;br /&gt;
* Christoph Scheicher: &amp;#039;&amp;#039;Armut, Reichtum, Umverteilung: Begriff und statistische Messung &amp;#039;&amp;#039;. Eul, Köln 2009, ISBN 978-3-89936-808-6.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Werner Sinn]]: &amp;#039;&amp;#039;A Theory of the Welfare State.&amp;#039;&amp;#039; Scandinavian Journal of Economics 97, 1995, S. 495–526.&lt;br /&gt;
* Bach, Stefan; Beznoska, Martin; Steiner Viktor; u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Wer trägt die Steuerlast in Deutschland? Verteilungswirkungen des deutschen Steuer- und Transfersystems.&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;Politikberatung kompakt 114/2016.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{SEP|http://plato.stanford.edu/entries/redistribution/|Redistribution|Christian Barry}}&lt;br /&gt;
* [[Norbert Berthold]], Klaus Gründler, Sebastian Köllner: [http://archiv.wirtschaftsdienst.eu/jahr/2016/13/was-treibt-staatliche-umverteilung/#footnote-32633-1-backlink Was treibt staatliche Umverteilung?], [[Wirtschaftsdienst]], 96. Jahrgang, 2016, Heft 13, 32–37&lt;br /&gt;
* [[Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung|Sachverständigenrat]]: [https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/jg201617/kap10_jg16_17.pdf Starke Umverteilung, geringe Mobilität], Jahresgutachten 1016/21017, Kapitel 10, 398 – 429&lt;br /&gt;
* [[Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung|ZEW]]: [http://www.zew.de/de/publikationen/zewnews/0100/art03.htm Umverteilungseffekte und Effektivität europäischer Sozialtransfersysteme]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4121808-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einkommen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerechtigkeitsforschung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politikwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialstaat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ungleichheitsforschung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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