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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Umesterung</id>
	<title>Umesterung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T20:13:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Umesterung&amp;diff=1507803&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-15391-14: angepasst: Umesterung ist sowohl basen- als auch säurekatalysiert eine reversible Reaktion</title>
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		<updated>2026-03-11T09:35:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;angepasst: Umesterung ist sowohl basen- als auch säurekatalysiert eine reversible Reaktion&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Umesterung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[chemische Reaktion]], bei der ein [[Ester]] in einen anderen übergeführt wird. Bei der Umesterung wird der Alkoholrest eines Esters durch einen anderen Alkoholrest ersetzt. Die Reaktion kann [[Katalyse | säurekatalytisch]] und mit Überschüssen des freien Alkohols oder aber durch Verwendung der sehr viel [[Nucleophil|nucleophileren]] [[Alkoholat]]e vorgenommen werden. Die Umesterung ist eine [[Gleichgewichtsreaktion]] und unterliegt damit dem [[Massenwirkungsgesetz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen ==&lt;br /&gt;
Bei einer Umesterung handelt es sich um den Angriff eines Alkoholat-Ions als Nucleophil auf einen Ester der gleichen oder einer anderen Alkohol-Komponente eines Esters. So erfolgt irgendwann die Einstellung eines Gleichgewichtes zwischen den konkurrierenden Alkoholat-Ionen. Die Reaktion ist auch unter anderem als [[Zemplén-Reaktion]] bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl W. Rosenmund, Felix Zymalkowski, Eckart Güssow: &amp;#039;&amp;#039;Über die Verwendung von Aluminium-Alkoholaten zu Umesterungs- und Verseifungsreaktionen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv der Pharmazie.&amp;#039;&amp;#039; 286, 1953, S.&amp;amp;nbsp;324–330, {{DOI|10.1002/ardp.19532860704}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der säurekatalysierten Umesterung wird das Carbonyl-Sauerstoffatom protoniert, der Alkohol kann am stark positivierten Carbonyl-Kohlenstoffatom mit seinem Sauerstoff-Atom angreifen. Dabei muss aufgrund des Massenwirkungsgesetzes entweder mit großen Überschüssen der Alkoholkomponente gearbeitet werden oder aber der entstehende Alkohol entfernt werden, z. B. durch [[Destillation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Transesterification (Principle).png | thumb | center | 300px | Säurekatalysierte Umesterung durch Alkoholyse: der Alkoxyrest OR&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; wird durch den Alkoxyrest OR&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; ersetzt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es können auch zwei unterschiedliche [[Carbonsäureester]] eingesetzt werden, welche dann unter Säurekatalyse ihre Alkoholreste austauschen. Diese Vorgehensweise hat aber in der Praxis eine geringe Bedeutung, da man hier in der Regel Stoffgemische erhält:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[[Datei:Umesterung gekreuzt-v1.svg|rahmenlos|hochkant=2.8|ohne|säurekatalysierte Umesterung von zwei Carbonsäuren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der säurekatalysierten Umesterung von zwei Carbonsäureestern werden die Alkoholreste R&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; in blau und R&amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt; in lila gegeneinander ausgetauscht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mechanismus ===&lt;br /&gt;
Eine Umesterung (Alkoholyse) kann sowohl durch Säuren wie auch durch Basen katalysiert werden. Es handelt sich um eine [[Gleichgewichtsreaktion]]. Im Sauren beginnt die Reaktion mit der Protonierung des Carbonyl-Sauerstoffatoms, gefolgt von einem Angriff des Alkohols auf das [[Carbonylgruppe|Carbonyl]]-Kohlenstoffatom. Im Basischen wird zunächst der Alkohol [[Protonierung|deprotoniert]]. Dann greift er als [[Alkoholate|Alkoholat]]-Anion das positiv polarisierte Carbonyl-Kohlenstoffatom des Esters an, siehe Abbildung:&amp;lt;ref name=Vollhardt&amp;gt;{{bibISBN|9783527327546|Seite=1006}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[[Datei:Umesterung MB-v2.svg|rahmenlos|hochkant=3.0|ohne|Genereller Mechanismus der Umesterung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Beispiel wird als Alkoholat das Methanolat gewählt, somit entsteht ein [[Methylester]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FAME Synthesis V.1.png|mini|hochkant=1.7|Beispiel für die säurekatalysierte Umesterung eines  natürlichen Triglycerids (oben) in Fetten und Ölen. Der &amp;lt;span style=&amp;quot;color:blue;&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;blau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/span&amp;gt; markierte Fettsäurerest ist gesättigt, der &amp;lt;span style=&amp;quot;color:green;&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;grün&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/span&amp;gt; markierte ist einfach, der &amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;rot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/span&amp;gt; markierte dreifach [[Ungesättigte Verbindungen|ungesättigt]]. Bei der Gleichgewichtsreaktion wird [[Glycerin]] abgespalten und es entsteht FAME (Biodiesel, unten), ein Gemisch von Fettsäuremethylestern, im Beispiel drei verschiedene.]]Die Umesterung wird bei folgenden technischen Produkten eingesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Herstellung von [[Biodiesel]]: Aus [[Triacylglycerid]]en ([[Pflanzenöle|pflanzliche Fette oder Öle]]) werden durch Umesterung mit Methanol sogenannte &amp;#039;&amp;#039;FAME&amp;#039;&amp;#039; ([[Fettsäuremethylester]], z. B. [[Rapsmethylester]], RME) erzeugt. Als Nebenprodukt entsteht unter anderem der dreiwertige Alkohol [[Glycerin]]. In Deutschland wird in [[Umesterungsanlage]]n Biodiesel im industriellen Maßstab erzeugt.&lt;br /&gt;
* Herstellung von [[Polyethylenterephthalat]] aus [[Dimethylterephthalat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung in der Nahrungsmittelindustrie ==&lt;br /&gt;
Die Umesterung wird in der Lebensmittelchemie zur Herstellung von:&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Römpp - Lebensmittelchemie.&amp;#039;&amp;#039; 9. Auflage, Thieme, Stuttgart 1995, ISBN 3-13-736601-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Margarine]]&lt;br /&gt;
* [[Zuckertenside]]n&lt;br /&gt;
* [[Acylglycerine|Monoglyceriden aus Triglyceriden]]&lt;br /&gt;
* Rapsölmethylestern aus Rapsöl-Triglyceriden&lt;br /&gt;
verwendet.&lt;br /&gt;
Das  getrocknete und entsäuerte Fett wird dafür bei 80–100 °C mit [[Natriummethanolat]] als [[Katalysator]] gerührt.&amp;lt;ref name=belitz&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor  = Hans-Dieter Belitz, Peter Schieberle, Werner Grosch&lt;br /&gt;
| Titel  = Lehrbuch Der Lebensmittelchemie⁵&lt;br /&gt;
| Verlag = Springer&lt;br /&gt;
| Jahr   = 2001&lt;br /&gt;
| Online =&lt;br /&gt;
  {{Google Buch&lt;br /&gt;
  | BuchID   = RvrzXp4m1uUC&lt;br /&gt;
  | Seite    = 645&lt;br /&gt;
  | Hervorhebung = Umesterung&lt;br /&gt;
  }}&lt;br /&gt;
 | Seiten = 645&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit [[Lipase]]n kann eine positionsspezifische Umesterung erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Analytik ==&lt;br /&gt;
Besonders in der [[Gaschromatographie]] werden weniger flüchtige Ester wie Fettsäureester oft in besser flüchtige [[Methylester]] umgeestert, um sie hier zugänglich zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Charles E. Mortimer: &amp;#039;&amp;#039;Chemie – Das Basiswissen der Chemie.&amp;#039;&amp;#039; Thieme Verlag, Stuttgart 2007, 9. überarbeitete Auflage, 766 S.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4222675-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemisch-technisches Verfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lipid-Methode]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-15391-14</name></author>
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