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	<title>Umbrien - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Umbrien&amp;diff=29961&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dušan Kreheľ: Änderung 265865149 von Dušan Kreheľ rückgängig gemacht;</title>
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		<updated>2026-04-09T07:40:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/265865149&quot; title=&quot;Spezial:Diff/265865149&quot;&gt;265865149&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Du%C5%A1an_Krehe%C4%BE&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Dušan Kreheľ&quot;&gt;Dušan Kreheľ&lt;/a&gt; rückgängig gemacht;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Region (Italien)&lt;br /&gt;
|BILD-FLAGGE= Flag of Umbria.svg&lt;br /&gt;
|BILD-WAPPEN= Regione-Umbria-Stemma.svg&lt;br /&gt;
|BILD-KARTE= Umbria in Italy.svg&lt;br /&gt;
|BILD-KARTE-GRÖSSE= 300&lt;br /&gt;
|HAUPTSTADT= [[Perugia]]&lt;br /&gt;
|PROVINZEN= [[Provinz Perugia|Perugia]] und [[Provinz Terni|Terni]]&lt;br /&gt;
|FLÄCHE= 8456.04&lt;br /&gt;
|FLÄCHE-RANG= 16&lt;br /&gt;
|WEB= [http://www.regione.umbria.it/ www.regione.umbria.it]&lt;br /&gt;
|ID= IT-55&lt;br /&gt;
|PRÄSIDENT= [[Stefania Proietti]] (parteiunabhängig)&lt;br /&gt;
|Reliefkarte= Reliefkarte Umbrien 2019.png&lt;br /&gt;
|Politkarte= Karte Umbrien 2025.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Umbrien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Italienische Sprache|italienisch]] &amp;#039;&amp;#039;Umbria&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Italienische Regionen|Region]] [[Italien]]s, die zwischen der [[Toskana]], [[Latium]] und den [[Marken]] liegt. Sie umfasst eine Fläche von 8456&amp;amp;nbsp;km², wobei 6334 auf die [[Provinz Perugia]] und 2122&amp;amp;nbsp;km² auf die [[Provinz Terni]] entfallen. Umbrien hat {{EWZ|IT-55|IT-55}} Einwohner (Stand {{EWD|IT-55}}), die sich auf 92 Kommunen verteilen. Hauptstadt ist [[Perugia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist die einzige Region Italiens, die weder eine Meeresküste noch eine Grenze zum Ausland hat. Umbrien birgt den viertgrößten See Italiens, den [[Trasimenischer See|Trasimenischen See]] (128&amp;amp;nbsp;km²), und erheblich kleinere wie den Lago di Piediluco (10,5&amp;amp;nbsp;km²) oder den [[Lago di Corbara (See)|Lago di Corbara]] (1,58&amp;amp;nbsp;km²). Durch Umbrien fließt der Fluss [[Tiber]], der fast alle Gewässer der Region aufnimmt; die nächstlängsten Flüsse sind die [[Nera (Tiber)|Nera]] mit einer Länge von 116&amp;amp;nbsp;km, der [[Chiascio]] (82&amp;amp;nbsp;km) und der [[Topino]] (77&amp;amp;nbsp;km) sowie der [[Nestore (Fluss)|Nestore]] (64&amp;amp;nbsp;km). Umbrien besteht zu etwa 70 % aus Hügellandschaften, 29,3 % des Gebietes wird von Gebirgen eingenommen. Der höchste Berg ist die &amp;#039;&amp;#039;Cima del Redentore&amp;#039;&amp;#039;, deren 2446&amp;amp;nbsp;m hoher Gipfel auf der Grenzlinie mit der Region Marken liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Hauptstadt Perugia mit über 166.000 Einwohnern sowie [[Terni]] mit über 111.000 fällt die nächstgrößte Gemeinde [[Foligno]] mit über 57.000 Einwohnern bereits weit ab. Es folgen [[Città di Castello]] (40.000), [[Spoleto]] (über 38.000), [[Gubbio]] (mehr als 32.000), [[Assisi]] (über 28.000), [[Bastia Umbra]] (knapp 22.000), [[Orvieto]] (rund 21.000), [[Marsciano]] (knapp 19.000) und [[Todi]] (knapp 17.000).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Region geht auf die [[Umbrer]] zurück, das erste namentlich bekannte Volk des Gebietes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Lage, Ausdehnung und Grenzen ===&lt;br /&gt;
Umbrien, die einzige Region Italiens, die weder am Meer liegt noch eine Grenze zum Ausland hat, befindet sich auf der [[Apenninhalbinsel]] in [[Mittelitalien]] und grenzt an die Regionen [[Toskana]] im Nordwesten, [[Marken]] im Nordosten und [[Latium]] im Süden. Von der Gesamtfläche von 8456&amp;amp;nbsp;km² entfallen 29,3 % auf die Gebirge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologie und Landschaftsgliederung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:South Ridge - Monte Vettore.JPG|mini|Südrücken des Monte Vettore]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Cascatemarmore.jpg|mini|[[Cascata delle Marmore]]]]&lt;br /&gt;
Umbrien ist von ausgedehnten Bergrücken mit Weidewirtschaft und Ackerbau geprägt, von Beckenlandschaften und Tälern mit intensiver Landwirtschaft und den ausgedehnten Gebirgszügen des [[Apennin|Umbrischen Apennins]] im Osten, der im [[Monte Vettore]] 2476 m erreicht. Dabei erstreckt sich der Umbrische Apennin von der Bocca Trabaria bis zur Forca Canapine, wobei er auch die Berge, wie den Monte Catria, Pennina und Vettore umfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entlang der Grenze zu den [[Marken]] erhebt sich eine Reihe von Bergrücken, von denen der östlichste sich von der Serra di Burano (1020 m) über den [[Monte Cucco]] (1566 m) und den [[Monte Penna]] (1735 m) bis zur [[Valnerina]] erstreckt. Zu den höchsten Bergen dieses Gebietes zählen neben dem [[Monte Coscerno]] (1685 m) der [[Monte Patino]] (1884) und der Monte Pozzoni (1904 m).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Südosten befinden sich die [[Sibillinische Berge|Monti Sibillini]], die über 2000 m aufragen. Dort beginnt der [[Nationalpark Monti Sibillini]], der bis weit in die Marken reicht und ein Gebiet von 70.000 [[Hektar]] umfasst. Die höchste dieser Erhebungen ist die [[Cima del Redentore]] mit 2448 m. Benachbart sind die Bergketten um [[Gubbio]] und weiter südlich um [[Gualdo Tadino]] und [[Nocera Umbra]]. Sie sind Reste von Seen, die im Quartär zugeschüttet worden sind. Zu diesen zählt der riesige Tiberino-See, der sich von [[Sansepolcro]] bis Terni erstreckte. Weiter im Südwesten findet sich das Tal des [[Topino]], von wo der Monte Subasio bis auf 1290 m aufsteigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter südlich schließen sich die Monti di Folignate, dann die des Spoletino und der [[Valnerina|Valnerina Ternana]] an, von denen der Monte Brunette (1429 m), der Fionchi (1337 m) und der Solenne (1288 m) die höchsten Berge sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Westlich von diesen Bergketten befindet sich eine Hügel- und Ebenenlandschaft, die zu den alpinen Regionen in starkem Kontrast steht. Dabei sind die bedeutendsten Täler die des [[Tiber]], der Umbrien von [[Città di Castello]] bis [[Todi]] durchfließt, dann das [[Valle Umbra]], beides Täler, die seit langer Zeit das ökonomische Rückgrat Umbriens bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An ihrem Rande wiederum erheben sich die [[Monti Martani]] mit dem Monte Martano (1094 m), der [[Torre Maggiore]] (1121 m), der die [[Conca Ternana]] beherrscht, ein ausgedehntes Tal mit einer Fläche von 650&amp;amp;nbsp;km². Nördlich von Perugia schließen sich die Monti Perugini an, die allerdings deutlich niedriger sind. Der Monte Terzio erreicht 910&amp;amp;nbsp;m, der Acuto 926&amp;amp;nbsp;m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Grenzen zur [[Toskana]] und zu [[Latium]] erhebt sich von Norden nach Süden eine Hügellandschaft, in der auch der [[Trasimenischer See|Trasimenische See]], der viertgrößte See Italiens, liegt, dann das Val di Chiana romana, das Val di Paglia und ein Teil des Tibertals am Fuß der Monti amerino-narnesi&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Silvia Petetti |url=https://www.chedonna.it/2024/05/03/vuoi-fare-una-fuga-romantica-ecco-i-5-posti-perfetti-in-umbria/ |titel=Vuoi fare una fuga romantica? Ecco i 5 posti perfetti in Umbria |werk=CheDonna.it |datum=2024-05-03 |sprache=it |abruf=2024-05-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hydrographie ===&lt;br /&gt;
Umbrien verfügt über mehrere Flusssysteme: den lebhaften Oberlauf des [[Tiber]], den aus dem zerklüfteten Apennin kommenden [[Topino]], der sich mit dem durch weitgehend unbewohnte Flächen ziehenden [[Chiascio]] vereinigt, und die [[Nera (Tiber)|Nera]], deren Tal ([[Valnerina]]) durch hügelige Landschaften geprägt ist. Nordwestlich der Hauptstadt Perugia, nahe der nördlichen Grenze, liegt der 128&amp;amp;nbsp;km² große [[Trasimenischer See|Trasimenische See]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biogeographie: Flora und Fauna, Schutzgebiete ===&lt;br /&gt;
Zwischen 2001 und 2011 sind nicht nur die Flächen der Bodenbearbeitung drastisch zurückgegangen – so wurden die Flächen mit Fruchtwechsel um 8 % vermindert, die der durchgängigen Nutzung ohne Weinanbau um 20 %, die von Winzern bearbeiteten Flächen um 18, die Weideflächen gar um 31 % –, sondern auch die Menge der Haustiere. So fiel die Zahl der Rinder und Kühe um 10 %, die der Schafe um 16 %.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Giordano: &amp;#039;&amp;#039;Vegetation and Land Use&amp;#039;&amp;#039;, in: Edoardo A.C. Costantini, Carmelo Dazzi (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Soils of Italy&amp;#039;&amp;#039;, Springer, 2013, S. 57–92, hier: S. 79.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltungsgliederung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Map of region of Umbria, Italy, with provinces-it.svg|mini|Die Provinzen der Region Umbrien]]&lt;br /&gt;
Zur Region Umbrien gehören die folgenden beiden Provinzen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Provinz bzw. &amp;#039;&amp;#039;Metropolitanstadt&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
! Hauptstadt&lt;br /&gt;
! ISO&lt;br /&gt;
! Gemeinden&lt;br /&gt;
! Einwohnerzahl&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;({{EWD|IT-52}})&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Fläche (km²)&lt;br /&gt;
! Bevölkerungs-&amp;lt;br /&amp;gt;dichte (Einw./km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Provinz Perugia|Perugia]]&lt;br /&gt;
| [[Perugia]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| IT-PG&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 59&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| {{EWZ|IT-55|IT-PG}}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 6.334,09&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| {{#expr:{{Metadaten Einwohnerzahl IT-55|IT-PG}}/6334 round 0 }}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Provinz Terni|Terni]]&lt;br /&gt;
| [[Terni]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| IT-TR&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 33&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| {{EWZ|IT-55|IT-TR}}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 2.127,18&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| {{#expr:{{Metadaten Einwohnerzahl IT-55|IT-TR}}/2127 round 0 }}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Umbrien&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Perugia&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| IT-55&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 92&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| {{EWZ|IT-55|IT-55}}&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 8.456,04&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| {{#expr:{{Metadaten Einwohnerzahl IT-55|IT-55}}/8456 round 0 }}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ur- und Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
[[Altsteinzeit|Paläolithische]] [[Artefakt (Archäologie)|Artefakte]], die zeitlich etwa 500.000 bis 200.000 Jahre zurückreichen, sammeln sich fast ausschließlich im [[Archäologisches Nationalmuseum Umbrien|Archäologischen Nationalmuseum Umbrien]] in Perugia. Unter diesen befinden sich Steinwerkzeuge aus dem Grabungen am Monte Peglia,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Marcello Piperno]]: &amp;#039;&amp;#039;The Monte Peglia lithic industry&amp;#039;&amp;#039;, in: Quaternaria XVI (1972) 53-65.&amp;lt;/ref&amp;gt; die von [[Neandertaler]]n angefertigt wurden, deren Anwesenheit vor allem um Perugia, Norcia und Gubbio belegbar ist. In der älteren der beiden Schichten am [[Monte Peglia]], die auf tropisches Klima hindeuten, fanden sich Überreste von &amp;#039;&amp;#039;Leptobos etruscus&amp;#039;&amp;#039; aus der Familie der [[Rinderartige]]n, &amp;#039;&amp;#039;Ursus etruscus&amp;#039;&amp;#039; aus der Familie der [[Bären]], dann die [[Wolf]]sarten &amp;#039;&amp;#039;Canis etruscus&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Canis arnensis&amp;#039;&amp;#039;, sowie &amp;#039;&amp;#039;Homotherium crematidens&amp;#039;&amp;#039;, eine Art der [[Säbelzahnkatzen]]. Um Perugia sind vor allem die Freilandstätten um Pila, San Martino in Colle, Badiola, Bosco und San Biagio della Valle zu nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um San Vito in Monte fanden sich Spuren des &amp;#039;&amp;#039;Homo sapiens&amp;#039;&amp;#039;, der, aus Afrika zugewandert und vor über 40.000 Jahren in Italien ansässig geworden, in Umbrien überwiegend erst im Epi-[[Gravettien]] (etwa 13.000 bis 11.000 v. Chr.) nachweisbar ist. Die bedeutendsten Überreste entdeckte man in den Höhlen von Tane del Diavolo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zuwanderung gelangte die Bodenbearbeitung und die Viehhaltung aus dem Nahen Osten nach Italien. Diese Epoche, das [[Neolithikum]] oder die Jungsteinzeit, eine bäuerliche und viehhalterische Kulturengruppe, löste die bis in das 7. Jahrtausend v. Chr. dominierende Zeit der Jäger, Sammler und Fischer nach und nach ab. Die Neuankömmlinge brachten neben Getreide und Vieh Keramik mit; kennzeichnend ist zudem das Dorf. Aus dem Neolithikum ragen Fundstücke aus dem unterirdischen, [[labyrinth]]artigen Komplex der [[Pozzi della Piana]] bei Orvieto heraus, wo sich zwischen dem 6. und 5. Jahrtausend v. Chr. aus religiösen Gründen Gruppen aus weitem Umkreis versammelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kupferzeit]] ist in Umbrien kaum belegt, sieht man vom Grab von San Biagio della Valle ab. Aus der [[Bronzezeit]], eine Epoche, die durch eine starke hierarchische Gliederung der Gesellschaften geprägt war, sind die Funde aus der [[Höhle von Cetona]] hervorzuheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus [[Frühgeschichte|protohistorischer]] Zeit ist die erste Bezeichnung des Siedlungsgebietes der [[Umbrer]] zwischen [[Etrurien]] und [[Adriatisches Meer|Adriaküste]] gelegen überliefert. Die Umbrer waren ein Stamm der [[Italiker]] und man nahm an, dass sie gegen 1200 v. Chr. eingewandert seien. Städte der Umbrer waren Ameria ([[Amelia (Umbrien)|Amelia]]), Ariminum ([[Rimini]]), Tifernum Tiberinum ([[Città di Castello]]), Asisium ([[Assisi]]), Iguvium ([[Gubbio]]), Interamna ([[Terni]]), Perusia (Perugia), Spoletium ([[Spoleto]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Etrusker ===&lt;br /&gt;
Ab etwa 1000 v. Chr. verstärkte sich der [[Etrusker|etruskische]] Einfluss. Perusia war um 400 v. Chr. Mitglied des etruskischen [[Zwölfstädtebund]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leptobos etruscus 1.JPG|&amp;#039;&amp;#039;Leptobos etruscus&amp;#039;&amp;#039;, Archäologisches Museum Florenz&lt;br /&gt;
Cippo perugino, con iscrizione in lingua etrusca su un atto giuridico tra le famiglie dei velthina e degli afuna, 02.jpg|Der Perugia-Stein mit etruskischer Inschrift&lt;br /&gt;
Tavole iguvine, in lingua umbra III-I secolo ac. ca., 05.JPG|Eine der [[Iguvinische Tafeln|Iguvinischen Tafeln]] des 3. bis 1. Jahrhunderts v. Chr.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Teil des Römerreiches, Romanisierung, Christianisierung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Central States of the Church c 1430.png|mini|hochkant|Der zentrale Kirchenstaat um 1430]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als bedeutendes Monument des Übergangs von der umbrischen zur lateinischen Schrift gelten die eine Zeit lang auch Eugubinische Tafeln genannten [[Iguvinische Tafeln|Iguvinischen Tafeln]] des 3. bis 1. Jahrhunderts v. Chr., die 1444 in Gubbio entdeckt wurden. Nach der [[Schlacht bei Sentino]], in der die Römer die verbündeten Etrusker, Samniten und Gallier-Senonen besiegt hatten, wurde Umbrien zunehmend romanisiert. Dies spiegelt sich etwa im Verschwinden der umbrischen Sprache und Schrift, aber auch im Städte- und Straßenbau wider. Die umbrische Bevölkerung erhielt 90 v. Chr. das [[Römisches Bürgerrecht|römische Bürgerrecht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Odoaker, Ostgoten, Ostrom, Langobarden, Karl der Große, Kirchenstaat ===&lt;br /&gt;
In der [[Schlacht von Busta Gallorum]] in Umbrien unterlagen die Ostgoten 552 der oströmischen Armee; ihr König [[Totila]] kam dabei ums Leben. Anschließend gehörte der Großteil Umbriens zum [[Langobarden|langobardischen]] [[Herzogtum Spoleto]], ein Streifen um die [[Via Flaminia]] verblieb bei Byzanz ([[Exarchat Ravenna]]); ein kleinerer Teil im Norden gehörte zum langobardischen [[Herzogtum Tuszien]]. Die Gebiete wurden im 9. Jahrhundert von [[Karl der Große|Karl dem Großen]] erobert und waren danach Teil des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]]. Die umbrischen Städte gerieten im 12. und 13. Jahrhundert zunehmend unter päpstliche Kontrolle, und seit dem 14. Jahrhundert gehörte Umbrien bis zum [[Risorgimento]] kontinuierlich zum römischen [[Kirchenstaat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Teil Italiens ===&lt;br /&gt;
Bei den Abstimmungen über die Frage nach dem Anschluss an Italien entschied sich die Bevölkerung am 4. und 5. November 1860 mit 97.040 Ja- gegen 380 Neinstimmen für den Anschluss.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Fisch: &amp;#039;&amp;#039;Das Selbstbestimmungsrecht der Völker oder die Domestizierung einer Illusion&amp;#039;&amp;#039;, Beck, München 2010, S. 125, „Tabelle 3: Die Plebiszite im Zusammenhang mit der italienischen Einigung, 1860–1870“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 2015 lag das regionale [[Bruttoinlandsprodukt]] je Einwohner, ausgedrückt in [[Kaufkraftstandard]]s, bei 85 % des Durchschnitts der [[EU-27|EU-28]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/7962764/1-30032017-AP-DE.pdf/4e9c09e5-c743-41a5-afc8-eb4aa89913f6 |titel=Eurostat |werk= |hrsg= |datum= |format=PDF |abruf=2018-04-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit einem Wert von 0,889 erreicht Umbrien Platz 12 unter den 20 Regionen Italiens im [[Index der menschlichen Entwicklung]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://hdi.globaldatalab.org/areadata/shdi/ |titel=Sub-national HDI - Area Database - Global Data Lab |sprache=en |abruf=2018-08-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stefania Proietti (cropped).png|mini|hochkant|Regionalpräsidentin Stefania Proietti]]&lt;br /&gt;
Die Region besitzt eine eigene Regionalregierung (ital. &amp;#039;&amp;#039;Giunta regionale&amp;#039;&amp;#039;) und ein eigenes Parlament, den [[Consiglio regionale|Regionalrat]] (ital. &amp;#039;&amp;#039;Consiglio regionale&amp;#039;&amp;#039;). Die ersten Regionalratswahlen fanden [[Regionalwahl in Umbrien 1970|1970]] statt. Die Legislaturperiode dauert fünf Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Spitze der Regierung (Exekutive) steht der Regionalpräsident, der seit  [[Regionalwahl in Umbrien 2000|2000]] durch [[Direktwahl]] gewählt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www1.interno.gov.it/mininterno/site/it/sezioni/servizi/old_servizi/legislazione/elezioni/legislazione_83.html |titel=Elezioni {{!}} Legge costituzionale 22 novembre 1999, n. 1 |werk=interno.gov.it |sprache=it |abruf=2025-11-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regionalpräsidenten ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Präsidenten des Regionalausschusses der Region Umbrien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regionalrat ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Regionalwahl in Umbrien 2024}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelleneditionen ==&lt;br /&gt;
* [[Hendrikus Hubertus Janssen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Oscan and Umbrian Inscriptions with a Latin Translation&amp;#039;&amp;#039;, Leiden: Brill 1949.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Angela Baldanza, Angela Bertinelli, Roberto Bizzarri, Paolo Monaco, Guido Parisi: &amp;#039;&amp;#039;Lungo la costa del Mar Tirreno... due milioni di anni fa&amp;#039;&amp;#039;, Perugia, o. J. ([http://s3.amazonaws.com/academia.edu.documents/43497991/Lungo_la_costa_del_Mar_Tirreno_due_milio20160308-24873-1f9uv3p.pdf?AWSAccessKeyId=AKIAJ56TQJRTWSMTNPEA&amp;amp;Expires=1473735394&amp;amp;Signature=4lDFcFKAXxBcmsvdv4BRSHBQ3K4%3D&amp;amp;response-content-disposition=inline%3B%20filename%3DLungo_la_costa_del_Mar_Tirreno_due_milio.pdf online], PDF)&lt;br /&gt;
* Patrizia Argenti: &amp;#039;&amp;#039;Plio-quaternary mammal fossiliferous sites of Umbria&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Geologica Romana&amp;#039;&amp;#039; 37 (2003–2004) 67-78. ([http://tetide.geo.uniroma1.it/dst/grafica_nuova/pubblicazioni_DST/geologica_romana/Volumi/VOL%2037/2-ARGENTI.pdf online], PDF)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Umbrien}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Umbria|Umbrien|audio=1|video=1}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage|Umbrien}}&lt;br /&gt;
* [https://www.sibillini.net/ Nationalpark Monti Sibillini]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Verwaltungseinheitsgründung 1948]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dušan Kreheľ</name></author>
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