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	<title>Umar al-Baschir - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T07:54:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Umar_al-Baschir&amp;diff=194369&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ulanwp: /* Ehen */ Fehlenden Sprachparameter eingefügt</title>
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		<updated>2025-10-24T08:58:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ehen: &lt;/span&gt; Fehlenden Sprachparameter eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:The Prime Minister, Shri Narendra Modi meeting the President of Sudan, Mr. Omar al-Bashir, in New Delhi on October 30, 2015 (cropped2).jpg|mini|hochkant|Umar al-Baschir (2015)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Umar Hasan Ahmad al-Baschir&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, häufig &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Omar al-Baschir&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|عمر حسن أحمد البشير&amp;amp;lrm;|d=ʿUmar Ḥasan Aḥmad al-Bašīr}}; * [[1. Januar]] oder [[7. Januar]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Kimani Kuria |url=https://eafeed.com/omar-al-bashir-biography-education-career-personal-life/ |titel=Omar al-Bashir Biography, Education, Career, Personal Life |werk=The East African Feed |datum=2021-12-22 |sprache=en-GB |abruf=2023-04-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[1944]] in [[Hosh Bannaga]] bei [[Schandi]], [[Anglo-Ägyptischer Sudan]]), ist ein ehemaliger [[sudan]]esischer [[Politiker]], [[Putsch]]ist, [[Diktatur|Diktator]] und [[Offizier]]. Er war von 1993 bis zu seiner [[Militärputsch im Sudan 2019|Absetzung durch das Militär im April 2019]] der [[Autoritarismus|autoritär]] regierende [[Liste der Präsidenten des Sudan|Staatspräsident des Sudan]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=ORF at/Agenturen red |url=https://orf.at/stories/3118417/ |titel=Sudan: Langzeitmachthaber Baschir zurückgetreten |datum=2019-04-11 |abruf=2019-04-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=tagesschau.de |url=https://www.tagesschau.de/ausland/sudan-baschir-105.html |titel=Sudan: Putsch gegen Al-Baschir? |abruf=2019-04-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kam 1989 nach einem unblutigen [[Militärputsch]] im Sudan an die Macht und regierte das Land nach einer [[Islamischer Fundamentalismus|islamisch-fundamentalistischen]] Haltung. Wegen [[Völkermord]]es, [[Verbrechen gegen die Menschlichkeit]] und [[Kriegsverbrechen]] im [[Darfur-Konflikt]] hat der [[Internationaler Strafgerichtshof|Internationale Strafgerichtshof]] (IStGH) in [[Den Haag]] [[Haftbefehl]] gegen al-Baschir – und damit erstmals gegen einen amtierenden Staatschef – erlassen. Aufgrund fehlender Kooperation des UN-Sicherheitsrates mit dem IStGH wurden die Ermittlungen mangels Aussicht auf Erfolg im Dezember 2014 zeitweilig eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ronen Steinke: [https://www.sueddeutsche.de/politik/den-haag-sieg-ueber-die-weltjustiz-1.2266655 &amp;#039;&amp;#039;Sieg über die Weltjustiz.&amp;#039;&amp;#039;] Süddeutsche Zeitung, 15. Dezember 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; 2020 gab die sudanesische Übergangsregierung bekannt, dass Baschir an den IStGH ausgeliefert werde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.africanews.com/2020/02/11/sudan-ready-to-surrender-bashir-to-icc-for-war-crimes/ &amp;#039;&amp;#039;Sudan ready to surrender Bashir to ICC for war crimes.&amp;#039;&amp;#039;] africanews.com vom 11. Februar 2020 (englisch), abgerufen am 11. Februar 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; Bisher (Stand September 2025) kam es allerdings nicht zur Auslieferung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.africanews.com/2024/09/24/sudans-ousted-ex-leader-omar-al-bashir-moved-to-merowe-hospital-along-with-former-official/ |titel=Sudan&amp;#039;s ousted ex-leader Omar al-Bashir moved to Merowe hospital, along with former officials |werk=Africa News |hrsg=Africa News |datum=2024-09-24 |sprache=en |abruf=2024-10-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
Al-Baschir stammt von einer alten Familie im islamisch dominierten Norden ab. 1960 trat er in die [[Sudan People’s Armed Forces|Armee]] ein und absolvierte [[Militärakademie]]n in [[Ägypten]], [[Malaysia]], [[Pakistan]] und 1988 auch in den [[Vereinigte Staaten|USA]]. Der überzeugte [[Panarabismus|arabische Nationalist]] machte in der Armee schnell Karriere bis zum [[Generalleutnant]]. Er verfügt zudem über militärische Erfahrungen als Fallschirmjäger im [[Jom-Kippur-Krieg]] 1973 gegen [[Israel]] auf ägyptischer Seite.&amp;lt;ref&amp;gt;Roman Deckert, Tobias Simon: &amp;#039;&amp;#039;Sudan: Baschir forever?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Inamo]] 80&amp;#039;&amp;#039;. Winter 2014, S. 57&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seiner Rückkehr aus Ägypten war er im Kampf der Regierungstruppen gegen die &amp;#039;&amp;#039;[[Sudanesische Volksbefreiungsarmee (1983-2011)|Sudanesische Volksbefreiungsarmee]]&amp;#039;&amp;#039; (SPLA) im Süden des Landes eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sudan war er seit den 1980er Jahren Verfechter einer islamisch-fundamentalistischen Haltung und stärkte damit den Norden gegen die [[christlich]]-[[Animismus (Religion)|animistisch]] geprägten südlichen Landesteile. Al-Baschir förderte in seinem Herrschaftsbereich die Anwendung der [[Scharia]] tatkräftig. Wenn er den Eindruck hatte, dass einzelne Islamisten im eigenen Lager seine Macht gefährdeten, ging er auch gegen diese Glaubensgenossen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Putsch ===&lt;br /&gt;
Am 30. Juni 1989 übernahm al-Baschir mit einer Gruppe Offiziere die Macht im Sudan nach einem unblutigen [[Militärputsch]] gegen die Regierung von Ministerpräsident [[Sadiq al-Mahdi]]; der Putsch wurde von der [[Iran|Islamischen Republik Iran]] unterstützt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fr-online-16600528&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Tom Schimmeck]] |url=https://www.fr.de/politik/macht-sudans-praesident-broeckelt-11329814.html |titel=Sudan : Macht von Sudans Präsident bröckelt |datum=2012-07-12 |abruf=2014-12-18 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er gründete den &amp;#039;&amp;#039;Revolutionären Kommandorat zur Errettung der Nation&amp;#039;&amp;#039; (RCC), ernannte sich zum Oberkommandierenden der Streitkräfte und zum Staatsoberhaupt. Mit seinem Revolutionären Kommandorat errichtete er ein repressives islamisch-fundamentalistisches Regime und führte gegen den Süden des Landes einen erbitterten Feldzug. Der christlich und [[Ethnische Religion|ethnoreligiös]] geprägte Süden, bestehend aus drei Südprovinzen, fühlte sich bereits in der Kolonialzeit vernachlässigt und seit der Unabhängigkeit des Landes am 1. Januar 1956 vom Norden unterdrückt. Der [[Südsudan]] verlangte eine weitreichende Autonomie, die auch al-Baschir nicht zusicherte. Umar al-Baschir regierte das Land als Alleinherrscher mit seiner [[Nationale Kongresspartei|Nationalen Kongresspartei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Ab 1993 wurde al-Baschir auch formell Staatspräsident und in dieser Funktion bei Wahlen 1996 und 2000 im Amt bestätigt. 1999 unterband al-Baschir eine von [[Hasan at-Turabi]] als Gesetz in die Nationalversammlung eingebrachte Verfassungsänderung, welche seine Macht beschnitten hätte, durch Auflösung des [[Parlament]]s. Die USA setzten den Sudan in den 1990er Jahren auf ihre Liste der [[Schurkenstaat]]en. [[Osama bin Laden]] konnte sich unter al-Baschir problemlos bis 1996 im Lande aufhalten. Nach den [[Terroranschläge auf die Botschaften der Vereinigten Staaten in Daressalam und Nairobi|Terroranschlägen]] am 7. August 1998 auf die US-Botschaften in [[Nairobi]]/[[Kenia]] und [[Daressalam]]/[[Tansania]] führten die Vereinigten Staaten Militäraktionen auch gegen [[Khartum]] durch, weil im Sudan Unterstützer der Terroristen vermutet wurden. Der Raketenangriff zerstörte die [[Asch-Schifa-Arzneimittelfabrik]] in [[al-Chartum Bahri]]. Dies führte zum Bruch al-Baschirs mit der westlichen Weltmacht. Nach den [[Terroranschläge am 11. September 2001|Terroranschlägen des 11. September 2001]] beteiligte sich al-Bashir jedoch an den von den USA initiierten Anti-Terror-Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2003 ging al-Baschir gegen separatistische Bewegungen der sudanesischen Provinz [[Darfur]] vor, wo sich mehrere Rebellengruppen im [[Darfur-Konflikt]] gegen das autoritäre Regime in Khartum auflehnen. Die Erlaubnis, den Vertriebenen und Hungernden helfen zu dürfen, ließ sich al-Baschir von internationalen [[Nichtregierungsorganisation]]en mit hohen Gebühren und Zahlungen aller Art bezahlen.&amp;lt;ref&amp;gt;Linda Polman: &amp;#039;&amp;#039;Die Mitleidsindustrie. Hinter den Kulissen internationaler Hilfsorganisationen&amp;#039;&amp;#039;. Campus, Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3-593-39233-2, S. 150–152.&amp;lt;/ref&amp;gt; So wurden die Hilfsorganisationen zu den „Milchkühen“ seiner Diktatur.&amp;lt;ref&amp;gt;Linda Polman: &amp;#039;&amp;#039;Die Mitleidsindustrie. Hinter den Kulissen internationaler Hilfsorganisationen&amp;#039;&amp;#039;. Campus, Frankfurt am Main 2010, S. 150.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 beendete al-Baschirs Regime den Krieg gegen die Südprovinzen des Landes. Mit dem im Januar 2005 geschlossenen Friedensvertrag wurde eine gemeinsame nordsudanesisch-südsudanesische Übergangsregierung gebildet. Über die Teilung der Einnahmen aus den Ölquellen wurde dabei nicht endgültig entschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 2011 gab al-Baschir bekannt, bei der nächsten Präsidentschaftswahl nicht mehr zu kandidieren,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://orf.at/stories/2043398/ |titel=Sudan: Al-Baschir verzichtet auf Wiederkandidatur |werk=[[ORF]] |datum=2011-02-21 |abruf=2011-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; nahm jedoch seine Aussage zurück und stellte sich im April 2015 den Präsidentschaftswahlen,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aljazeera.com/indepth/interactive/2015/04/sudan-elections-2015-150409142920212.html Sudan: Elections 2015 Omar al-Bashir]&amp;lt;/ref&amp;gt; die er am 27. April mit 94 Prozent der Stimmen gewann.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sudantribune.com/spip.php?article54765 &amp;#039;&amp;#039;Bashir receives congratulations from world leaders on his election victory.&amp;#039;&amp;#039;] Sudan Tribune, 28. April 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Offiziell gingen 46,4 Prozent der Bürger zur Wahl, während Wahlbeobachter der Afrikanischen Union lediglich 30 bis 35 Prozent Wahlbeteiligung schätzten.&amp;lt;ref&amp;gt;Khalid Abdelaziz: {{Webarchiv|url=http://www.reuters.com/article/2015/04/27/us-sudan-election-idUSKBN0NI0V620150427 |wayback=20151013024402 |text=&amp;#039;&amp;#039;Sudanese President Bashir re-elected with 94 percent of vote.&amp;#039;&amp;#039; }} Reuters, 27. April 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haftbefehl des IStGH ===&lt;br /&gt;
Am 14. Juli 2008 kündigte der Chefankläger des [[Internationaler Strafgerichtshof|Internationalen Strafgerichtshofes]] (IStGH) in Den Haag, [[Luis Moreno Ocampo]], gegen al-Baschir [[Haftbefehl]] wegen Völkermordes, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen im anhaltenden Darfur-Konflikt an. Dies war der erste Fall, bei dem der Chefankläger des IStGH einen Haftbefehl gegen einen amtierenden Staatschef beantragte. Die Vorverfahrenskammer des IStGH erließ das beantragte Rechtsmittel am 4. März 2009. Die Anklage wegen Völkermordes wurde durch Mehrheitsentscheid (bei einem Sondervotum der lettischen Richterin [[Anita Ušacka]]) nicht eingeschlossen, da für diesen keine hinreichenden Beweise vorgelegt worden seien; eine spätere Erweiterung des Haftbefehls um diesen Vorwurf behielt sich das Gericht jedoch ausdrücklich vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPON-611323&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.spiegel.de/politik/ausland/verdacht-auf-kriegsverbrechen-tribunal-erlaesst-haftbefehl-gegen-sudans-praesidenten-a-611323.html |titel=Verdacht auf Kriegsverbrechen: Tribunal erlässt Haftbefehl gegen Sudans Präsidenten |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2009-03-04 |abruf=2014-12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.icc-cpi.int/iccdocs/doc/doc639078.pdf |wayback=20130908213625 |text=www.icc-cpi.int }} (PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits ein Jahr später, am 12. Juli 2010, stellte die Vorverfahrenskammer des IStGH einen zusätzlichen Haftbefehl wegen Völkermords aus. Al-Baschir wird angelastet, er habe die Absicht gehabt, insbesondere die Ethnien der [[Fur (Volk)|Fur]], [[Masalit (Volk)|Masalit]] und [[Zaghawa]] zu vernichten, indem er sie getötet, verwundet oder lebensbedrohlichen Bedingungen ausgesetzt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://allafrica.com/stories/201007121245.html &amp;#039;&amp;#039;Sudan: Darfur - ICC Charges Sudanese President With Genocide.&amp;#039;&amp;#039; allAfrica.com, 12. Juli 2010] und [http://www.sudantribune.com/spip.php?article35652 &amp;#039;&amp;#039;ICC judges endorse genocide charges against Sudanese president.&amp;#039;&amp;#039; Sudan Tribune, 13. Juli 2010]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kritiker des Haftbefehls (zum Beispiel die [[Volksrepublik China]], [[Russland]], die [[Arabische Liga]], [[Afrikanische Union]]) bezeichneten die Anklagen des IStGH als Hindernis für Friedensverhandlungen in [[Darfur]]. Im Juli 2009 verabschiedete die Afrikanische Union eine Resolution, den Haftbefehl gegen al-Baschir zu missachten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/8133925.stm &amp;#039;&amp;#039;African Union in rift with court.&amp;#039;&amp;#039; BBC News, 3. Juli 2009]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kongress der Afrikanischen Union, der im Jahr 2012 in [[Malawi]] stattfinden sollte, musste jedoch nach [[Äthiopien]] verlegt werden, nachdem sich Malawis Präsidentin [[Joyce Banda]] geweigert hatte, al-Baschir zu empfangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bbc.com/news/world-africa-18407396 |titel=Ethiopia to host Africa Union summit after Omar al-Bashir Malawi row |hrsg=BBC News |datum=2012-06-12 |sprache=en |abruf=2015-06-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2013 besuchte al-Baschir ungehindert die Volksrepublik China, den [[Iran]], Äthiopien und [[Nigeria]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;BBC2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bbc.com/news/world-africa-33140917 |titel=Where can Sudan’s President Omar al-Bashir go now? |hrsg=BBC News |datum=2015-06-15 |sprache=en |abruf=2015-06-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus Nigeria musste er allerdings vorzeitig abreisen, nachdem dortige Menschenrechtsaktivisten vor Gericht gegangen waren, um seine Verhaftung zu erwirken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bbc.com/news/world-africa-23327830 |titel=Sudan’s President Bashir leaves AU summit in Nigeria |hrsg=BBC News |datum=2015-06-15 |sprache=en |abruf=2015-06-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. Dezember 2014 teilte die Chefanklägerin [[Fatou Bensouda]] dem UN-Sicherheitsrat mit, dass sie ihre Ermittlungen mangels Aussicht auf Erfolg einstellen müsse. Denn die afrikanischen Staaten, die Al-Baschir nach der Ausstellung des internationalen Haftbefehls bereist hatte, waren nicht bereit, diesen zu vollstrecken. Es sei, „als fahnde man nach [[Al Capone]] – aber bloß mit der höflichen Bitte an Capone, ob er sich nicht selbst stellen wolle, sowie mit der Bitte an andere mächtige Gruppen, ob sie ihn nicht einfangen und abgeben könnten“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ronen Steinke]]: [https://www.sueddeutsche.de/politik/den-haag-sieg-ueber-die-weltjustiz-1.2266655 &amp;#039;&amp;#039;Sieg über die Weltjustiz.&amp;#039;&amp;#039;] Süddeutsche Zeitung, 15. Dezember 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. Juni 2015 entschied der [[südafrika]]nische [[Gauteng Division of the High Court of South Africa|North Gauteng High Court]] in [[Pretoria]], dass al-Baschir, der sich zu diesem Zeitpunkt wegen eines Gipfeltreffens der Afrikanischen Union in Südafrika aufhielt, das Land nicht verlassen dürfe, bis über das Festnahme-Ersuchen des IStGH entschieden worden sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.southernafricalitigationcentre.org/1/wp-content/uploads/2015/06/Interim-interdict.pdf | wayback=20150617171309 | text=High Court of South Africa, Gauteng Division, Pretoria: Interim Order vom 14. Juni 2015, Case No. 27740/15 (Southern Africa Litigation Center v. Minister of Justice and Constitutional Development et al.)}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Südafrika ist Mitgliedsstaat des [[Römisches Statut des Internationalen Strafgerichtshofs|Römischen Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://derstandard.at/2000017434015/Sudans-Praesident-darf-Suedafrika-nicht-verlassen Sudans Präsident darf Südafrika nicht verlassen]&amp;#039;&amp;#039;. Artikel auf [[derStandard.at]] vom 14. Juni 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 15. Juni 2015 reiste al-Baschir jedoch, unter Missachtung der Anordnung des südafrikanischen Gerichts, aus Südafrika in den Sudan aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BBC1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bbc.com/news/world-africa-33135562 |titel=Wanted Sudan leader Bashir avoids South Africa arrest |hrsg=BBC News |datum=2015-06-15 |sprache=en |abruf=2015-06-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Südafrika weitete sich die ungehinderte Ausreise von al-Baschir zu einer Verfassungskrise aus. Er war mit Polizeieskorte, also offensichtlich mit Wissen der südafrikanischen Regierung, zum Flughafen gebracht worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/africaandindianocean/sudan/11676513/Wanted-president-Omar-al-Bashir-arrives-home-in-Sudan-as-South-Africa-faces-backlash-for-letting-him-leave.html |titel=Wanted president Omar al-Bashir arrives home in Sudan as South Africa faces backlash for letting him leave |hrsg=The Telegraph |datum=2015-06-15 |sprache=en |abruf=2015-06-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; UN-Generalsekretär [[Ban Ki-moon]] erklärte, dass Länder, die die Statuten des Internationalen Strafgerichtshofs anerkannt hätten, dessen Haftbefehle auch ausführen müssten. Im heimatlichen Khartum wurde al-Baschir von jubelnden Anhängern begrüßt. Offizielle sudanesische Regierungssprecher verspotteten die missglückte Aktion gegen ihn als „lahm und bedeutungslos“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BBC1&amp;quot; /&amp;gt; Der IStGH verurteilte das Vorgehen der südafrikanischen Regierung per einstimmigem Richterbeschluss.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://allafrica.com/stories/201707070269.html Anita Powell: &amp;#039;&amp;#039;South Africa failed obligations by not aresting Sudan’s Bashir.&amp;#039;&amp;#039;] allafrica.com vom 7. Juli 2017 (englisch), abgerufen am 7. Juli 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 11. Februar 2020 gab die sudanesische Übergangsregierung bekannt, dass Baschir an den IStGH ausgeliefert werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sturz ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Militärputsch im Sudan 2019}}&lt;br /&gt;
Am 11. April 2019 wurde al-Baschir nach [[Proteste im Sudan 2018–19|Protesten der Bevölkerung]], die im Jahr 2018 begannen, durch das Militär gestürzt. An der Spitze des Sudan folgte zunächst der Verteidigungsminister [[Ahmed Awad Ibn Auf]]. Al-Baschir wurde an einem unbekannten Ort festgehalten und am 17. April ins [[Kobar-Gefängnis]] im Norden Khartums gebracht. In seinem Haus wurde bei einer anschließenden Durchsuchung Bargeld in unterschiedlichen Währungen im Wert von rund sieben Millionen Euro gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.handelsblatt.com/politik/international/sudan-ermittler-finden-bei-sudans-ex-praesidenten-al-baschir-millionen/24241026.html &amp;#039;&amp;#039;Sudan: Ermittler finden bei Sudans Ex-Präsidenten Al-Baschir Millionen.&amp;#039;&amp;#039;] [[Handelsblatt|handelsblatt.com]] vom 21. April 2019, abgerufen am 21. April 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die sudanesische Staatsanwaltschaft ermittelt seitdem wegen des Verdachts auf [[Geldwäsche]] und des unerlaubten Besitzes ausländischer Währungen gegen ihn.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sn.at/politik/weltpolitik/sudans-justiz-ermittelt-gegen-al-bashir-wegen-geldwaesche-69083605 &amp;#039;&amp;#039;Sudans Justiz ermittelt gegen al-Bashir wegen Geldwäsche.&amp;#039;&amp;#039;] sn.at vom 20. April 2019, abgerufen am 26. April 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juni 2019 wurde er wegen Korruption angeklagt und am 14. Dezember desselben Jahres deswegen schuldig gesprochen und zu zwei Jahren Haft verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=tagesschau.de |url=https://www.tagesschau.de/ausland/urteil-al-baschir-101.html |titel=Sudans Ex-Präsident al-Baschir wegen Korruption verurteilt |abruf=2019-12-14 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-06/sudan-omar-al-baschir-ex-praesident-korruption-staatsanwaltschaft &amp;#039;&amp;#039;Sudan: Ehemaliger Präsident Omar al-Baschir wird der Korruption beschuldigt.&amp;#039;&amp;#039;] [[Zeit Online]] vom 13. Juni 2019, abgerufen am 14. Juni 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im November 2019 wurde seine Nationale Kongresspartei verboten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/ausland/sudan-staerkt-frauenrechte-und-verbietet-baschir-partei-a-1298814.html &amp;#039;&amp;#039;Sudan stärkt Frauenrechte und verbietet Baschir-Partei.&amp;#039;&amp;#039;] [[Spiegel Online]] vom 29. November 2019, abgerufen am 6. Dezember 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | autor=Thilo Thielke | url=https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/sudans-frueherer-machthaber-al-baschir-zu-zwei-jahren-haft-verurteilt-16535997.html | titel=Schweigend im Gitterkäfig | werk=[[FAZ.net]] | datum=2019-12-14 |abruf=2024-01-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Ende 2019 saß er durchgehend in Haft. Im September 2024 wurde er wegen Herzproblemen nach [[Merowe]] verlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://apnews.com/article/sudan-war-al-bashir-darfur-military-rsf-3486ebe1f9c563ae46d7fc38ca204bb9 |titel=Sudan’s jailed former strongman Omar al-Bashir is taken to a hospital in the north for better care |datum=2024-09-25 |sprache=en |abruf=2025-09-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=AMB |url=https://www.dabangasudan.org/en/all-news/article/deposed-sudan-dictator-al-bashir-moved-to-merowe-for-medical-treatment |titel=Deposed Sudan dictator Al Bashir ‘moved to Merowe for medical treatment’ |werk=Dabanga Radio TV Online |datum=2024-09-22 |sprache=en-GB |abruf=2025-09-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehen ==&lt;br /&gt;
Umar al-Baschir ist mit seiner Cousine Fatima Khalid verheiratet. Später heiratete er als [[Vielehe|Zweitfrau]] Widad Babiker Omer, deren erster Ehemann bei einem Hubschrauberabsturz gestorben war. Widad Babiker Omer hat mehrere Kinder aus ihrer ersten Ehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baschir hat keine Kinder.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news |author=Fred Bridgland |url=http://thescotsman.scotsman.com/world/President-Bashir-you-are-hereby.4287299.jp |title=President Bashir, you are hereby charged … |work=[[The Scotsman]] |date=2008-07-14 |accessdate=2019-04-12 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Paul Moorcraft: &amp;#039;&amp;#039;Omar Al-Bashir and Africa’s Longest War.&amp;#039;&amp;#039; Pen &amp;amp; Sword Military, South Yorkshire 2015, ISBN 978-1-4738-2823-0.&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000019182|Omar Hassan Ahmad al-Bashir||in: &amp;#039;&amp;#039;Internationales Biographisches Archiv&amp;#039;&amp;#039; 17/2012 vom 24. April 2012}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Omar al-Bashir|Umar al-Baschir}}&lt;br /&gt;
* Webseite IStGH (engl.): [https://www.icc-cpi.int/darfur/albashir Al Bashir Case : The Prosecutor v. Omar Hassan Ahmad Al Bashir] (ICC-02/05-01/09)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Präsidenten von Sudan}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119502615|LCCN=nb/2008/23327|VIAF=251919553}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Baschir, Umar al}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsident (Sudan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Putschist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesuchter des Internationalen Strafgerichtshofs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sudanese]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Baschir, Umar al-&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=al-Baschir, Umar Hasan Ahmad; al-Bashir, Omar Hassan Ahmad; عمر حسن احمد البشير (arabisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=sudanesischer Politiker, Staatspräsident (1993–2019)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Januar 1944 oder 7. Januar 1944&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Hosh Bannaga bei [[Schandi]], [[Sudan]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ulanwp</name></author>
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