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	<title>Ulugh Beg - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T00:09:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ulugh_Beg&amp;diff=204554&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Daronedur: /* Leben */ Sprachlich geglättet</title>
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		<updated>2026-03-10T18:07:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Sprachlich geglättet&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:1987 CPA 5876.jpg|mini|Ulugh Beg und sein Observatorium auf einer sowjetischen Briefmarke von 1987]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ulugh Beg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Persische Sprache|persisch]]: {{fa|میرزا محمد طارق بن شاه رخ الغ&amp;amp;zwnj;بیگ&amp;amp;lrm;|Mīrzā Muhammad Tāriq ibn Schāh-Ruch Ulugh-Beg}}{{fa|میرزا محمد طارق بن شاه رخ الغ&amp;amp;zwnj;بیگ&amp;amp;lrm;|Mīrzā Muhammad Tāriq ibn Schāh-Ruch Ulugh-Beg}}; *&amp;amp;nbsp;[[22. März]] [[1394]] in [[Soltanije]], [[Iran]]; † [[27. Oktober]] [[1449]] in [[Samarkand]]; andere Schreibweisen &amp;#039;&amp;#039;Uluğ Bey&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ulugh Bek&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Uluġ Beg&amp;#039;&amp;#039;) war ein [[Timuriden]]-Fürst in Samarkand. Er ist bekannt als [[Astronom]] und als Verteidiger der Wissenschaft gegen Religion und Herrschaft. Der Name Ulugh Beg ist eigentlich ein Titel und bedeutet im [[Turksprachen|Allgemeintürkischen]] &amp;#039;&amp;#039;Großer Herrscher&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ulugh Beg war ein Sohn [[Schah-Ruch]]s und dessen kunstsinniger Frau [[Gauhar-Schad]] und damit einer der Enkel des Eroberers [[Timur Lenk]] (Tamerlan). Sein Vater setzte sich 1407 in den Nachfolgekämpfen unter den Erben Timurs durch und machte 1409 [[Herat]] zu seiner Hauptstadt. Um die ursprüngliche Hauptstadt nicht aufzugeben, wurde der 15-jährige Ulugh Beg als Statthalter in [[Samarkand]] eingesetzt, zunächst unter erprobter Vormundschaft. Ulugh Beg waltete weitestgehend selbständig: er stellte seinem Vater zwar Truppen, besuchte ihn aber selten und setzte sogar einen [[Khan]] als Nominalherrscher ein. Seine Münzen trugen aber den Namen Schah-Ruchs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Samarkand-06.JPG|mini|Eingang zum Ulugh-Beg-Observatorium (heute Museum) in Samarkand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ulugh Beg&amp;#039;s Astronomic Observatory.jpg|mini|[[Mauerquadrant]] im Innern des Observatoriums]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulugh Beg beschäftigte sich mit [[Mathematik]] und [[Astronomie]]. Danach kam Kunst, Poesie und das Studium des [[Koran]]s. 1417/20 gründete er die [[Ulugbek-Medrese (Samarkand)|Ulugh-Beg-Madrasa]] (höhere Lehranstalt, mit 60 bis 70 Gelehrten) in Samarkand, 1428 das [[Ulugh Beg-Observatorium]]. Die Wissenschaftler [[Dschamschid Masʿud al-Kaschi|al-Kaschi]], [[Qadi Zada]] und Ulugh Beg kalkulierten das [[Siderisches Jahr|siderische Jahr]] zu 365&amp;amp;nbsp;Tagen, 6&amp;amp;nbsp;Stunden, 10&amp;amp;nbsp;Minuten und 8&amp;amp;nbsp;Sekunden (mit einem Fehler von 58 Sekunden verglichen mit dem heutigen Wert). Auch die Schiefe der Ekliptik wurde mit 23° 30&amp;#039; 17&amp;quot; (der tatsächliche Wert betrug damals 23° 30&amp;#039; 48&amp;quot;) und die Breite von Samarkand mit 39° 37&amp;#039; 33&amp;quot; N (moderner Wert: 39° 40&amp;#039;) bestimmt. Außerdem wurden die meisten Exzentrizitäten und Epizykelradien der Planeten neu ermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor= Virginia Trimble, Thomas R. Williams, Katherine Bracher, Richard Jarrell, Jordan D. Marché,  F. Jamil Ragep| Titel=Biographical Encyclopedia of Astronomers -  Band IV| Auflage=2. | Verlag= Springer | Ort=Berlin, Heidelberg, New York  |Datum= 2009 | ISBN=978-0-387-35133-9 | Seiten=2193}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren wurde zwischen 1420 und 1437 der Sternenkatalog &amp;#039;&amp;#039;[[Zīdsch-i Sultānī|Zidsch-i-Sultani]]&amp;#039;&amp;#039; mit den Positionsangaben von 1018 bzw. 992 Sternen erstellt. Ulugh Beg baute auf der Arbeit von [[Al-Chwarizmi|Muhammad ibn Musa al-Chwarizmi]] (ca. 780–850 Mathematik, Astronomie) und [[Ptolemäus]] (ca. 90–160 Astronomie) auf. 1830 ehrte [[Johann Heinrich von Mädler]] seine astronomischen Arbeiten durch die Benennung des [[Ulugh Beigh (Mondkrater)|Ulugh-Beigh]]-Mondkraters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Herrscher war Ulugh Beg allerdings weniger erfolgreich. Nach dem Tod seines Vaters Schah Ruch 1447 kam er in Schwierigkeiten, denn die Machtübernahme in Herat verlief nicht glatt. Sämtliche Prinzen spielten in unklaren Fronten gegeneinander, das Land wurde geschädigt und der Loyalität seines Sohnes Abd al-Latif konnte er sich auch nicht sicher sein. Zwischen den beiden kam es mehrfach zum Streit. Äußere Feinde nutzten die Unruhe: Die Timuriden verloren das [[Syrdarja|Syr-Darja]]-Gebiet an den Gründer des [[Usbeken-Khanat]]s, [[Abu&amp;#039;l-Chair|Abu&amp;#039;l-Chair Khan]], der damals bis Samarkand vordrang und Ulugh Begs Truppen am [[Amu-Darja]] überfiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die volksnahe Geistlichkeit ([[Sufismus|Sufis]], [[Derwisch]]e) war nicht begeistert, denn Ulugh Beg stellte die Wissenschaft über den Glauben und sicherlich auch über seine Pflichten als Sultan. Dazu kamen zahlreiche ausufernde Feierlichkeiten. Sein Sohn Abd al-Latif (ermordet 1450) ließ ihn auf Anstiftung des [[Hodscha]]s [[Ubaidullah Ahrar]] (†&amp;amp;nbsp;1490), ein Freund der Kleinbauern und Armen, absetzen. Ulugh Beg wurde bei Samarkand besiegt, nachdem die Geistlichkeit offenbar wiederholt Unruhe in der Stadt angestiftet hatte. Er fand keine Zuflucht in Samarkand, ergab sich und wurde auf eine Pilgerreise geschickt, auf der er aber festgenommen und hingerichtet wurde.&lt;br /&gt;
Das Observatorium wurde zerstört, doch konnte ein Astronom mit den Sternentafeln entkommen. Das Gelände des Observatoriums wurde 1908 von russischen Archäologen entdeckt und ausgegraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulugh Beg wird das Zitat zugeschrieben: „Die Religionen zerstreuen sich wie Nebel, die Zarenreiche zerstören sich von selbst, aber die Arbeiten des Gelehrten bleiben für alle Zeiten. Das Streben nach Wissen ist die Pflicht eines jeden!“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach: {{Internetquelle |autor=[[Frank-Walter Steinmeier]] |url=http://www.eu2007.de/de/News/Speeches_Interviews/Juni/0630SteinmeierZAS.html |titel=Begrüßung und Eröffnungsrede … beim Troika-Treffen EU-Zentralasien in Berlin am 30. Juni 2007 |werk=eu2007.de |datum=2007-06-30 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20080405225634/http://www.eu2007.de/de/News/Speeches_Interviews/Juni/0630SteinmeierZAS.html |archiv-datum=2008-04-05 |abruf=2024-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1961 wurde der Mondkrater [[Ulugh Beigh (Mondkrater)|Ulugh Beigh]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{PlanetaryNames|6207}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1983 der Asteroid [[(2439) Ulugbek]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Google Buch |BuchID=VoJ5nUyIzCsC |Linktext=Dictionary of Minor Planet Names, Band 1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und 2022 der [[Carcharodontosauridae|Carcharodontosaurier]] &amp;#039;&amp;#039;[[Ulughbegsaurus]]&amp;#039;&amp;#039; nach ihm benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Tanaka Kohei et al. 2021. &amp;#039;&amp;#039;A new carcharodontosaurian theropod dinosaur occupies apex predator niche in the early Late Cretaceous of Uzbekistan.&amp;#039;&amp;#039; R. Soc. open sci 8 (9): 210923; [[doi:10.1098/rsos.210923]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Barthold]]: &amp;#039;&amp;#039;Ulug Beg und seine Zeit&amp;#039;&amp;#039;. Deutsche Bearbeitung von Walther Hinz (übersetzt nach der Ausgabe Petrograd 1918). Brockhaus, Leipzig 1935 (&amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen für die Kunde des Morgenlandes&amp;#039;&amp;#039; 21, 1, {{ISSN|0567-4980}}), (Nachdruck: Institute for the History of Arabic-Islamic Science, Frankfurt am Main 1998, (&amp;#039;&amp;#039;Publications of the Institute for the History of Arabic-Islamic Science – Islamic mathematics and astronomy&amp;#039;&amp;#039; 54, {{ZDB|2235058-5}})).&lt;br /&gt;
* Adyl Jakubow: Die Schätze des Ulugh-Beg. Verlag Neues Leben, Berlin 1983, Reihe „Spannend erzählt“ Band 175&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Kevin Krisciunas |url=http://vlib.iue.it/carrie/texts/carrie_books/paksoy-2/cam6.html |titel=The Legacy of Ulugh Beg |werk=Central Asian Monuments |hrsg=Hrsg. von H. B. Paksoy. Carrie Books. ISIS Press, Beylerbeyi Istanbul |datum=1992 |kommentar=ISBN 975-428-033-9 |sprache=en |abruf=2024-02-07 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Anthony R. Curtis |url=http://www.spacetoday.org/DeepSpace/Telescopes/Observatories/Afghanistan/AfghanAstronomerPrince.html |titel=The Astronomer-Prince of Afghanistan |werk=Space Today Online |datum=2001 |sprache=en |abruf=2024-02-07 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Kevin Krisciunas |url=http://afghanland.com/history/biography/astro.html |titel=Afghanistan’s Astronomer Prince: A Look at Ulug Beg |werk=afghanland.com |datum=1988-08 |sprache=en |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170204162317/http://www.afghanland.com/history/biography/astro.html |archiv-datum=2017-02-04 |abruf=2024-02-07 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{MacTutor|id=Ulugh_Beg}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.muslimheritage.com/day_life/default.cfm?ArticleID=237&amp;amp;Oldpage=3 |titel=The Legacy of Ulugh Beg |werk=MuslimHeritage.com |hrsg=Foundation for Science Technology and Civilisation |datum=2003 |sprache=en |archiv-url=https://web.archive.org/web/20101127135834/http://www.muslimheritage.com/day_life/default.cfm?ArticleID=237&amp;amp;Oldpage=3 |archiv-datum=2010-11-27 |abruf=2024-02-07 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|101926820}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor= |url=http://visitsamarkand.travel/en/ulugbek-observatory |titel=Ulugbek observatory |werk=visitsamarkand.travel |datum=2003 |sprache=en |archiv-url=https://web.archive.org/web/20191027123708/http://visitsamarkand.travel/en/ulugbek-observatory/ |archiv-datum=2019-10-27 |abruf=2024-02-07 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Uwe Springfeld |url=https://avdlswr-a.akamaihd.net/swr/swr2/wissen/sendungen/wissen/swr2wissen-20230113-ulugh-bek-gescheiterter-aufklaerer-des-islam.m.mp3 |titel=Ulugh Bek – Gescheiterter Aufklärer des Islam |werk=[[SWR2 Wissen]] |datum=2023-01-12 |format=mp3-Audio; 26 MB; 28 Minuten |abruf=2024-02-07 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=101926820|LCCN=n84134433|VIAF=66844656}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronom (15. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematiker (Blütezeit des Islam)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sultan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Timuride (Timuridenreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Samarqand)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1394]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1449]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Mondkrater]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ulugh Beg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Mīrzā Muhammad Tāriq bin Schāhruch Ulugh Beg; Taragay, Muhammad; Uluğ Bey; Ulugh Bek; Uluġ Beg&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Timuriden-Fürst in Samarkand, Astronom und Märtyrer der Wissenschaft&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. März 1394&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Soltanije]], [[Iran]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Oktober 1449&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Samarkand]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Daronedur</name></author>
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