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	<title>Ulrichsbrunnen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ulrichsbrunnen&amp;diff=1409830&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo, form</title>
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		<updated>2026-03-23T17:28:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo, form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit einem Quellenheiligtum. Für den &amp;#039;&amp;#039;Ulrichsbrunnen&amp;#039;&amp;#039; in Braunschweig siehe [[Kohlmarktbrunnen]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ulrichsquelle Paterzell.jpg|mini|hochkant|Ulrichsbrünnlein in Paterzell, Oberbayern]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ulrichsquelle Eresing.jpg|links|mini|Ulrichskapelle und Brunnenhaus bei Eresing, Oberbayern]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ulrich Eresing.jpg|links|mini|Der heilige Ulrich mit Fisch und Stab. Figur des Altars der Ulrichskapelle zu Eresing, Oberbayern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ulrichsbrunnen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Ulrichsbrünnlein&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ulrichsbründl&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ulrichsquelle&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Heilige Quelle|Quellheiligtum]], das dem [[Ulrich von Augsburg|heiligen Ulrich von Augsburg]] gewidmet ist. Ulrichsbrunnen sind vornehmlich in [[Österreich]], [[Bayern]], [[Schwaben]] und [[Elsass]] verbreitet, wo der Heilige besonders verehrt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrzahl von ihnen stammt noch aus mittelalterlicher Zeit. Das gilt insbesondere für viele Quellen, die das Grundwort &amp;#039;&amp;#039;Brunnen&amp;#039;&amp;#039; im Namen haben, denn &amp;#039;&amp;#039;Brunnen&amp;#039;&amp;#039; war bis in [[frühneuhochdeutsch]]e Zeit ein gängiges Wort für Quelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Layer 1973, S. 95, 113&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Quellen in [[Möggers]] in [[Vorarlberg]] und [[Habach]] in [[Oberbayern]] waren nach Urkunden schon 1005 beziehungsweise 1073 Ulrich gewidmet.&amp;lt;ref&amp;gt;Layer 1973, S. 113&amp;lt;/ref&amp;gt; Das bedeutet, dass sie dem Heiligen bereits zu einem Zeitpunkt gewidmet wurden, als die Erinnerungen an den lebendigen Ulrich noch sehr frisch waren. Ulrich war 973 gestorben und 993 heiliggesprochen worden. Viele Quellen haben diese Widmung im Laufe der Zeit wieder verloren (zum Beispiel in [[Bad Wörishofen]]), manche existieren auch nicht mehr (zum Beispiel in [[Kissing]] oder [[Eurasburg (Schwaben)|Eurasburg]]), dennoch hält sich die Tradition zäh. Noch in heutiger Zeit wurden dem Heiligen Brunnenanlagen geweiht ([[Adelberg]], [[Rettenbach (Landkreis Günzburg)|Rettenbach]], [[Augsburger Dom]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Layer 1973, S. 112&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Quell steht oft ein [[Gedenkstein]], ein Brunnenhaus oder eine [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]]. Zum Teil hat sich auch Brauchtum bewahrt. Am Todestag des Heiligen, dem [[4. Juli]], finden Prozessionen zur Quelle statt ([[Eresing]], Habach, Möggers, [[Seibranz]]) oder volkstümliche Festlichkeiten ([[Heiligenkreuz am Waasen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulrichsquellen gelten als heilige Quellen. Dem Quellwasser sagt man oft Heilkraft nach.&amp;lt;ref&amp;gt;Eine Ausnahme hiervon ist zum Beispiel die Ulrichsquelle in [[Grafrath]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Manche sollen – wie viele andere heilige Quellen auch – insbesondere bei Augenleiden helfen. Andere sollen das Fieber lindern.&amp;lt;ref&amp;gt;Layer 1973, S. 113&amp;lt;/ref&amp;gt; Selbst in den heißesten Sommern sollen Ulrichsbrunnen nicht versiegen. So ruft man den heiligen Ulrich auch bei Wassermangel an. Wasser wird an seinem Tag geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;HdA 8, Sp. 1296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum Ulrich zum bedeutenden Quellenheiligen wurde, ist nicht geklärt. Sein Attribut, der Fisch in der Hand, offenbart eine eindeutige Wassersymbolik, doch steht der Fisch wahrscheinlich dafür, dass Ulrich auf Fleisch verzichtete.&amp;lt;ref&amp;gt;Josefa Margarete Sauerteig: &amp;#039;&amp;#039;Die Überlieferung der deutschsprachigen Ulrichslegende im späten Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;ZHV Schwaben (Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben und Neuburg), Bd. 67.&amp;#039;&amp;#039; 1973, S. 93 [http://periodika.digitale-sammlungen.de/schwaben/Blatt_bsb00010310,00049.html?prozent= Online]&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus ist der Fisch nicht vor dem 14. Jahrhundert als Attribut Ulrichs belegt. Bezüge zum Wasser weist durch das Wertachwunder und den Schiffbruch auf der Donau auch die Heiligenvita auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Layer 1973, S. 96&amp;lt;/ref&amp;gt; Aber dadurch werden die zahlreichen Quellenheiligtümer nicht erklärt, zu denen oft Legenden erläutern, auf welche Weise der heilige Ulrich die Quelle ins Leben rief. Insbesondere im Raum der [[Diözese Augsburg]]&amp;lt;ref&amp;gt;Layer 1973, S. 113&amp;lt;/ref&amp;gt; wird erzählt, dass der Heilige auf einer Reise an einem heißen Sommertag rastete und durch [[Gebet]] oder seinen [[Bischofsstab]] die Quelle entspringen ließ, weil ihn dürstete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältere Forschung sieht hinter diesen Quellenmythen eine germanische Glaubensvorstellung, die den Gewittergott [[Thor|Donar]] als Urheber der Quelle ansah. Donar war als Gottheit des Gewitters durch den Gewitterregen auch eine Gottheit der Fruchtbarkeit. Dort, wo sein [[Blitz]] auf die Erde traf, entsprang demnach eine heilige Quelle. In der [[Mythensprache]] entspricht dabei der Bischofsstab des heiligen Ulrich, der ihm als anderes Attribut zugewiesen ist, dem Blitz. Vorchristliche Bedeutung hat in diesem Zusammenhang auch Ulrichs Verehrungstag, der 4. Juli. Dieser Tag war von alters her Abschlusstag der Sonnenwendfeiern des [[Mittsommerfest|Mittsommerkreises]] mit Brunnen- und Quellenfesten – auch in Landstrichen, in denen Ulrich keine Bedeutung hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Weinhold, zum Teil auch HdA 8, Sp. 1296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Weinhold (Mediävist)|Karl Weinhold]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Verehrung der Quellen in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; 1898. [http://www.heilige-quellen.de/Ordner_Wasser_Volkskunde/Weinhold_Verehrung_d_Quellen_Seite.html Online].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens]], Bd. 8.&amp;#039;&amp;#039; 1937, Sp. 1296&amp;amp;nbsp;f., Stichwort „Ulrich, hl.“&lt;br /&gt;
* [[Adolf Layer]]: &amp;#039;&amp;#039;Ulrichsbrunnen in Süddeutschland und Österreich. Ein Beitrag zur religiösen Volkskunde.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;ZHV Schwaben (Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben und Neuburg), Bd. 67.&amp;#039;&amp;#039; 1973, S. 95–115. [http://periodika.digitale-sammlungen.de/schwaben/Blatt_bsb00010310,00097.html Online].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiligenbrunnen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilige Quelle|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Legende]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ulrich von Augsburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quellheiligtum|!]]&lt;/div&gt;</summary>
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