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	<title>Ulrich Sitzinger - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T08:33:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ulrich_Sitzinger&amp;diff=815499&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Klammern korrigiert</title>
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		<updated>2025-08-09T08:23:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Klammern korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ulrich Sitzinger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. April]] [[1525]] in [[Worms]]; † [[31. Oktober]] [[1574]] in [[Sulzbach-Rosenberg|Sulzbach (Oberpfalz)]]) war ein deutscher [[Jurist]], [[Politiker]] und [[Reformator]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sitzinger.jpg|hochkant=1.5|mini|Bild der Familie des Ulrich Sitzinger (1. von links)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sitzinger OeNB.png|mini|Portrait von Ulrich Sitzinger (Quelle: Öster. Nationalbibliothek, Portraitsammlung)]]&lt;br /&gt;
Ulrich Sitzinger war der Sohn des Wormser Priesters Ulrich Sitzinger d.&amp;amp;nbsp;Ä., der sich 1523 als einer der ersten Wormser Geistlichen verheiratete und damit einen Skandal und einen langwierigen Rechtsstreit auslöste. Während die Bürgerschaft und verschiedene Geistliche Sitzinger und damit der [[Reformation]] den Rücken stärkten (u.&amp;amp;nbsp;a. durch die Herausgabe einer Druckschrift mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Eine getrewe vermanung eins liebhabers der Evangelischen warheyt an gemeyne pfaffheit, nit zu widderfechten den Ehelichen standt, so ein Erßamer Priester zu Wormbs (im von got im neüwen unnd Alten Testament zugelassen) an sich genommen hat. Worms 1523&amp;#039;&amp;#039;), versuchte Bischof [[Reinhard von Rüppurr]] ihn aus dem Amt zu drängen. Dies gelang ihm nicht, worauf er als Oberhirte zurücktrat.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedhelm Jürgensmeier]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Bistum Worms von der Römerzeit bis zur Auflösung 1801&amp;#039;&amp;#039;, Echter Verlag, Würzburg, 1997, ISBN 3-429-01876-5, S.&amp;amp;nbsp;154–162.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulrich d.&amp;amp;nbsp;J. besuchte in Worms die Lateinschule und zeigte dabei so große Begabungen, dass ihn seine Eltern (zusammen mit seinem jüngeren Bruder Samuel) zum weiteren Unterricht nach Nürnberg zu [[Johannes Ketzmann]] und [[Veit Dietrich]] schickten. Von dort wechselte er 1544 zum Studium an die Universität [[Lutherstadt Wittenberg|Wittenberg]], wo er u.&amp;amp;nbsp;a. auch bei [[Martin Luther]] und [[Philipp Melanchthon]] studierte, vor allem [[Philosophie]], [[Geschichte]], [[Astronomie]] und [[Theologie]]. 1548 erwarb er den Magistergrad und heiratete Melanchthons Nichte Anna (gest. 1567), die Tochter von [[Sebaldus Münsterer]]. Danach spezialisierte er sich auf ein Jura-Studium, hielt auch juristische Vorlesungen an der Universität und erwarb 1551 den Titel eines Dr. iur. utr. (Doktor beider Rechte, also [[römisches Recht|weltliches (römisches) Recht]] und [[Kirchenrecht]]). Noch im selben Jahr kehrte er in seine Heimatstadt Worms zurück und ließ sich dort als Rechtsgelehrter nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1551 berief ihn Herzog [[Wolfgang (Pfalz-Zweibrücken)|Wolfgang von Pfalz-Zweibrücken]] als &amp;#039;&amp;#039;Rat&amp;#039;&amp;#039;, 1555 machte er ihn zu seinem [[Kanzler (Mittelalter)|Kanzler]]. In dieser Funktion war er maßgeblich an der Einführung der Reformation in [[Pfalz-Zweibrücken]] beteiligt: 1556 verfasste er die [[Kirchenordnung]] für das Herzogtum, die bis ins 18. Jahrhundert mehrmals nachgedruckt und auch in anderen Fürstentümern eingeführt wurde. 1558 veranlasste er eine umfassende [[Visitation]] des Fürstentums und führte die Umwandlung der ehemaligen [[Kloster|Klöster]] in höhere Schulen (etwa heutigen [[Gymnasium|Gymnasien]] vergleichbar) durch. 1559 wurde er auch Kanzler für [[Pfalz-Neuburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1560 schien sein Stern in Zweibrücken allerdings zu sinken, was letztlich an der steigenden konfessionellen Spannung zwischen [[Evangelisch-lutherische Kirchen|Lutheranern]] und [[Calvinismus|Calvinisten]] in der benachbarten [[Kurpfalz]] lag: Während die Kurpfalz offen zum calvinistischen Lager überwechselte, steuerte Herzog Wolfgang einen strikt lutherischen Kurs. Dem konnte Sitzinger als Melanchthon-Schüler wahrscheinlich nicht zustimmen; zudem entpuppte sich der einst auf Sitzingers Empfehlung eingestellte Hauslehrer der Söhne Wolfgangs als heimlicher Calvinist. Sitzinger musste seinen Abschied als Kanzler nehmen und zog sich 1561 auf den Posten eines Landrichters in Sulzbach (Oberpfalz) zurück. Trotzdem war sein juristischer und politischer Sachverstand oft gefragt, und Herzog Wolfgang setzte ihn auch nach 1561 oft in diplomatischer Mission und als Gesandten ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Zeit war Sitzinger auch im Auftrag anderer Fürsten und Herren oft unterwegs, u.&amp;amp;nbsp;a. war er als Rat für [[Kaiser]] [[Maximilian II. (HRR)|Maximilian II.]], für die [[Herzog|Herzöge]] von Württemberg, die Grafen von [[Oettingen (fränkisch-schwäbisches Adelsgeschlecht)|Öttingen]] und die [[Freie Reichsstadt|Reichsstädte]] [[Augsburg]] und [[Nürnberg]] unterwegs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sitzinger starb 1574 auf seinem Schloss [[Holnstein (Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg)|Holnstein]] und wurde in der Kirche zu Sulzbach beigesetzt. Dort ließ ihm seine zweite Frau Helena ein prächtiges Grabmal errichten, auf dem eine [[Bibel|biblische Szene]] zu sehen ist. Im Vordergrund sieht man Sitzinger, seinen einzigen Sohn Ulrich (1551–1587), seine beiden Frauen sowie die drei überlebenden Töchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* David Chytraeus: Oratio de Ulrico Sitzingero i.u.d., cancellario inclyti principis Wolfgangi, Palatini Rheni, ducis Bavariae etc. (1577). In: Ders.: De illustrissimo prioncipe Wolfgango, Palatino Rheni duce Bavariae etc. oratio. Wittenberg 1580.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Sitzinger, Ulrich |Hrsg=[[Heinz Scheible]] |Sammelwerk=Melanchthons Briefwechsel |Band=Bd. 15, Personen S |Ort=Stuttgart–Bad&amp;amp;nbsp;Cannstatt |Datum=2021 |Seiten=320–321}}&lt;br /&gt;
* Emil Sehling: Die evangelischen Kirchenordnungen des 16. Jahrhunderts. Band 18: Rheinland-Pfalz I. Bearbeitet von Thomas Bergholz. Tübingen 2006.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz  Drescher: Der Zweibrücker Kanzler Ulrich Sitzinger. Ein Leben für die Einigung der Protestanten. In: Blätter für pfälzische Kirchengeschichte und Volkskunde 45, 1978, S. 186–207.&lt;br /&gt;
* {{ADB|34|424|429|Sitzinger, Ulrich|Johann Schneider|ADB:Sitzinger, Ulrich}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629123539/http://www.bautz.de/bbkl/s/sitzinger_u.shtml |autor=Thomas Bergholz|artikel=Sitzinger, Ulrich d.Ä|band=28|spalten=1446-1450}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{SaarBiogr |91 |Sitzinger von Holnstein Ulrich}}&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-mannheim.de/mateo/desbillons/anotatio.html Mitschrift einer Vorlesung Sitzingers über das römische Recht]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=104144971|VIAF=34884268}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sitzinger, Ulrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformator]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanzler (deutsche Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Frühen Neuzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1525]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1574]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sitzinger, Ulrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist, Politiker und Reformator&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. April 1525&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Worms]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=31. Oktober 1574&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Sulzbach-Rosenberg|Sulzbach (Oberpfalz)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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