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	<title>Ulrich Schulz-Buschhaus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2023-12-10T10:56:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ulrich Schulz-Buschhaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. Juni]] [[1941]] in [[Plettenberg]], [[Westfalen]]; † [[5. November]] [[2000]] in [[Graz]]) war ein bedeutender [[Romanistik|Romanist]] im deutschsprachigen Raum und gilt als einer der wichtigsten [[Rezension|Rezensenten]] auch über die romanische [[Literaturwissenschaft]] hinaus. Er verfasste zahlreiche Aufsätze aus dem Bereich der italienischen, französischen und spanischen Literaturwissenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulrich Schulz-Buschhaus studierte Romanistik und [[Germanistik]] an den Universitäten in [[Hamburg]], [[Aix-en-Provence]], [[Florenz]] und [[Sevilla]]. Nach dem Abschluss seines Studiums mit einer Dissertation zur italienischen Lyrik unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Das [[Madrigal (Literatur)|Madrigal]]. Zur Stilgeschichte der italienischen [[Lyrik]] zwischen [[Renaissance]] und [[Barock]]&amp;#039;&amp;#039; wurde er zum wissenschaftlichen Assistenten in Hamburg ernannt. 1971  kam er als Assistenzprofessor an die Universität von [[Trier]]; zwei Jahre später ernannte man ihn zum Professor. 1976 wurde Schulz-Buschhaus an die Universität [[Klagenfurt]] berufen. 1989 erhielt er einen Ruf an die [[Universität Graz]], an der er bis an sein Lebensende wirkte. 1993 wurde er zum Mitglied der [[Österreichische Akademie der Wissenschaften|Österreichischen Akademie der Wissenschaften]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen herausragenden Stellenwert im Schaffenswerk von Schulz-Buschhaus nehmen seine zahlreichen Rezensionen ein. Bereits in seinen ersten Rezensionen wird sein Interesse an den Zusammenhängen zwischen literarischen Formen und Weltsichten deutlich ersichtlich. Schulz-Buschhaus wehrt sich gegen [[Dichotomie|dichotomische]] Systeme und zeitgenössische Partikularisierungstendenzen innerhalb der Romanistik. Innerhalb seines Rezensionswerkes ergeben sich mehrere Grundforderungen an die Literaturwissenschaft:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) die [[Philologie|philologischen]] Elementarqualitäten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) die antiautoritäre Haltung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) die wechselseitige Erhellung historisch-[[Hermeneutik|hermeneutischer]] und [[Strukturalismus|strukturalistisch]]-analytischer Betrachtungsweisen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den im engeren Sinn literaturgeschichtlichen Forschungsobjekten, die er sich nacheinander erarbeitet und nebeneinander gepflegt hat, gehören neben dem Madrigal der [[Petrarkismus]] in der Romania die [[Pastorale]], die Geschichte der [[Satire]] von der Renaissance bis zur [[Aufklärung]] mit einem Schwerpunkt auf der Trias [[Nicolas Boileau|Boileau]]–[[Voltaire]]–[[Giuseppe Parini|Parini]], die italienischen und französischen Manierenschriften, die [[Moralistik]] in [[Spanien]] und [[Frankreich]], der [[Realismus (Literatur)|Realismus]] des 19. Jahrhunderts mit der Leitfigur [[Gustave Flaubert|Flaubert]], die Literatur des [[Fin de Siècle]] in [[Italien]] und Frankreich sowie einige herausragende Erzähler der [[Moderne]], auch sie programmatisch über mehrere romanische Literaturen verteilt: allen voran [[Marcel Proust|Proust]], [[Jorge Luis Borges|Borges]], [[Mario Vargas Llosa|Vargas Llosa]] und [[Italo Calvino|Calvino]], über den er neben zahlreichen kleineren Schriften 1997 auch eine selbstständige Publikation mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Zwischen „resa“ und „ostinazione“: Zu Kanon und Poetik Italo Calvinos&amp;#039;&amp;#039; vorgelegt hat. Dazu kommt – für alle jene verwunderlich, die seine [[Ästhetik|ästhetische]] Neugier auf den Bereich der Hochliteratur eingeschränkt glaubten – ein ausgesprochenes Interesse für die nicht gerade als kanonisch geltende Gattung der [[Kriminalroman|Kriminal]]- oder Detektiverzählung, der er schon 1975 die Monographie &amp;#039;&amp;#039;Formen und Ideologien des Kriminalromans: Ein gattungsgeschichtlicher Essay&amp;#039;&amp;#039; gewidmet hat, die thematisch weit über die Romania hinausgreift und [[Erkenntnistheorie|epistemologisch]] durchaus einen Bogen von der [[Trivialliteratur]] zu Strukturen des [[Avantgarde]]-Romans schlägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben standen immer auch allgemeine [[Literaturtheorie|literaturtheoretische]] Fragestellungen im Mittelpunkt seines Interesses: Probleme der Epochenbestimmung und Epochenabgrenzung, vor allem in den Bereichen Renaissance/[[Manierismus]]/Barock sowie Klassische Moderne/ „Postavantgarde“ (wie er zur Vermeidung des [[Polysemie|polysemen]] „[[Postmoderne]]“-Begriffs gern sagte); die gerade in der [[Italianistik]] nach [[Benedetto Croce|Croce]] dringend gebotene Neudiskussion der Gattungs[[poetik]]; [[Kanon der Literatur|Kanonbildung]] und Kanon-Evolution in der Literaturwissenschaft; die Reflexion [[Literaturdidaktik|literaturdidaktischer]] Ansätze und ihrer [[Ideologie|ideologischen]] Implikationen; schließlich die Entwicklung der [[Literaturgeschichte|Literaturgeschichtsschreibung]] und, damit eng verbunden, die Selbstreflexion des Fachs, seiner wechselnden [[Methodik|Methoden]], [[Begriff|Konzepte]] und Fokussierungen. Das ist ein ungewöhnlich breit gefächertes und doch auch wieder kohärentes Themenspektrum, das im Fokus eines individuellen Bewusstseins die „Multiplizität der Kultur und Einheit des Lebens“ – dies der programmatische Obertitel eines seiner letzten großen Aufsätze – exemplarisch vereinigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vielfalt seiner Interessen entspricht auch das Gesamtbild seiner Publikationen: relativ wenige [[Monographie]]n, aber weit über zweihundert Aufsätze und fast dreihundert wissenschaftliche Rezensionen. Damit war er in seinem Fach frühzeitig als Meister des wissenschaftlichen Aufsatzes und der Rezension anerkannt, wobei allerdings viele seiner Beiträge so umfangreich ausfielen, dass sie bisweilen fast den Umfang von Monographien erreichten. Die Konzentration auf die editorisch unselbstständigen wissenschaftlichen Gattungen hatte allerdings zur Folge, dass diese Publikationen über Fachzeitschriften, Sammelbände und [[Festschrift]]en verstreut und damit in ihrem Charakter als Teile eines wissenschaftlichen Gesamtwerks weniger erkennbar sind, als es ihrer Bedeutung entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibliographie ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Madrigal. Zur Stilgeschichte der italienischen Lyrik zwischen Renaissance und Barock.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Ars poetica&amp;#039;&amp;#039;). Gehlen, Bad Homburg 1969.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Formen und Ideologien des Kriminalromans. Ein gattungsgeschichtlicher Essay.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schwerpunkte Romanistik.&amp;#039;&amp;#039; 14). Athenaion, Frankfurt am Main 1975.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Kanon der romanistischen Literaturwissenschaft. Wissenschaftsgeschichtliche Bemerkungen zum Wandel von Interessen und Methoden.&amp;#039;&amp;#039; NCO-Verlag, Trier 1975.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Literarische Erziehung – wozu.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Klagenfurter Universitätsreden.&amp;#039;&amp;#039; 4). Carinthia, Klagenfurt 1976&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Flaubert. Die Rhetorik des Schweigens und die Poetik des Zitats.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Ars Rhetorica.&amp;#039;&amp;#039; 6). LIT, Münster 1995.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zwischen „resa“ und „ostinazione“. Zu Kanon und Poetik Italo Calvinos.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften und Vorträge des Petrarca-Instituts Köln/Neue Folge.&amp;#039;&amp;#039; 1). Narr, Tübingen 1997.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Moralistik und Poetik.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Ars Rhetorica.&amp;#039;&amp;#039; 8). LIT, Hamburg 1997.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Il sistema letterario nella civiltà borghese.&amp;#039;&amp;#039; Edizioni Unicopli, Mailand 1999.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* W. Helmich, H. Meter, A. Poier-Bernhard: &amp;#039;&amp;#039;Poetologische Umbrüche. Studien zu Ehren von Ulrich Schulz-Buschhaus.&amp;#039;&amp;#039; Fink, München 2001.&lt;br /&gt;
* K.-D. Ertler, W. Helmich: [https://books.google.at/books?id=DqOP6R_mXikC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=rezensionswerk&amp;amp;sig=-mQFyiWzsCo9EfwWW8lmsMs1PQc&amp;amp;hl=de &amp;#039;&amp;#039;Das Rezensionswerk von Ulrich Schulz-Buschhaus. Eine Gesamtausgabe.&amp;#039;&amp;#039;] Narr, Tübingen 2005.&lt;br /&gt;
* K.-D. Ertler, W. Helmich: [https://gams.uni-graz.at/usb &amp;#039;&amp;#039;Ulrich Schulz-Buschhaus - Das Aufsatzwerk. Eine digitalisierte Gesamtausgabe.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118161679}}&lt;br /&gt;
* [https://gams.uni-graz.at/usb/ Gesammeltes Aufsatzwerk von Ulrich Schulz-Buschhaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Romanistik in Graz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118161679|LCCN=n/84/188781|VIAF=24724996}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schulzbuschhaus, Ulrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Graz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1941]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2000]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schulz-Buschhaus, Ulrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Romanist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Juni 1941&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Plettenberg]], Westfalen&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. November 2000&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Graz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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