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	<title>Ulrich Schiegg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Mogadir: /* Leben */ Bild getauscht</title>
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		<updated>2024-05-18T20:12:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Bild getauscht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Schiegg.jpg|mini|hochkant|Ulrich Schiegg]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ulrich Schiegg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;andere Schreibweisen des Familiennamens waren &amp;#039;&amp;#039;Schiekh&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Schickh&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Schick&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Schieck&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Schickgg&amp;#039;&amp;#039; und schließlich ab 1758 „Schiegg“ wobei das „e“ hörbar gesprochen wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Nach [[Alexander von Reitzenstein]] war der Familienname, der sich von einem &amp;#039;&amp;#039;der schief geht&amp;#039;&amp;#039; ableitet, seit dem 13. Jahrhundert im [[Ravensburg]]er Raum gebräuchlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; (* [[3. Mai]] [[1752]] in [[Gosbach]], [[Kurfürstentum Bayern]]&amp;lt;ref&amp;gt;Von 1642 bis 1806&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[4. Mai]] [[1810]] in [[München]], [[Königreich Bayern]]) war ein deutscher [[Benediktiner]], [[Mathematiker]], [[Astronom]] und [[Geodät]] sowie [[Generalökonom]] der [[Reichsabtei Ottobeuren]]. 1784 gelang ihm der erste [[Heißluftballon]]start in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenkstein Ulrich Schiegg bei Ottobeuren.jpg|mini|hochkant=0.7|Gedenkstein für Pater Ulrich Schiegg westlich von Ottobeuren]]&lt;br /&gt;
Joseph Schiekh wurde – vermutlich am Tag seiner Geburt – in der Gosbacher St.-Magnus-Pfarrkirche getauft. Seine Eltern waren der Schuster bzw. [[Gärtner#Der Gärtner als Kleinbauer|Kleinbauer]] Laurentius Schiekh und Maria Anna Hagenmayer&amp;lt;ref&amp;gt;† 1760 oder 1873&amp;lt;/ref&amp;gt; aus [[Mühlhausen im Täle]], deren erstgeborener Sohn er war. Nach dem Schulbesuch der benediktinischen [[Kloster Zwiefalten|Reichsabtei Zwiefalten]] und später des Lyceums (&amp;#039;&amp;#039;Collegium Benedictinum Ehinganum&amp;#039;&amp;#039;) in [[Ehingen (Donau)|Ehingen]] folgte er seiner [[Berufung (Religion)|Berufung]] und trat im Herbst 1770 in das [[Reichsabtei Ottobeuren|Benediktinerstift Ottobeuren]] ein. Dort legte er am 29. September 1771 er die [[Ordensgelübde]] ab und nahm zugleich den Ordensvornamen &amp;#039;&amp;#039;Ulrich&amp;#039;&amp;#039; an. Anschließend studierte er vier Jahre Theologie an der ordenseigenen Lehranstalt. Nach der [[Weihesakrament#Presbyterat|Priesterweihe]] am 23. September 1775 übernahm er eine Stelle als Lehrer an der Klosterschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1784 beschäftigte er sich im Zuge der Vermessung des klösterlichen Grundbesitzes mit [[Geodäsie]] und [[Kartografie]]. Zugleich experimentierte er unter dem Eindruck der Versuche der [[Gebrüder Montgolfier]] mit Heißluftballons. Am  22. Januar 1784 gelang ihm der erste (&amp;#039;&amp;#039;unbemannte&amp;#039;&amp;#039;) Ballonstart Deutschlands. Von 1791 bis 1800 lehrte er Mathematik, Astronomie, Physik und Landwirtschaft an der [[Alte Universität (Salzburg)|Universität Salzburg]]. Dort war er in den Jahren 1794–1795, 1796–1797 und 1800–1801 [[Dekan (Hochschule)|Dekan]] der Philosophischen Fakultät.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ubs-Die Deka&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.ubs.sbg.ac.at/uniarchiv/dekane_phl.htm |titel=Die Dekane der Philosophischen Fakultät |werk=ubs.sbg.ac.at |zugriff=2015-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zugleich oblag ihm die Leitung über die Errichtung von [[Blitzableiter]]n an über 140 Privatgebäuden in der Stadt Salzburg.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Ammerer]], in: [[Heinz Dopsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Salzburgs: Stadt und Land. 2, Neuzeit und Zeitgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Pustet, 1991, ISBN 978-3-7025-0275-1 ({{Google Buch |BuchID=RMnNoAEACAAJ}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; 1800 nahm er mit seinem Schüler [[Valentin Stanič]] an der Expedition zur Erstbesteigung des [[Großglockner]]s unter der Leitung des [[Diözese Gurk|Gurker]] [[Fürstbischof]]s [[Franz II. Xaver von Salm-Reifferscheidt-Krautheim]] teil. Er war zwar nicht unter den Erstbesteigern, konnte jedoch zusammen mit Stanič einen Tag später den Gipfel erreichen. Dort führte er Höhenmessungen durch. Bei seinen Vermessungen des [[Untersberg]]s kombinierte er [[Barometer|barometrische]] Höhenmessung mit [[Trigonometrie|trigonometrischen]] Methoden. 1801 kehrte Schiegg ins Stift Ottobeuren zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Säkularisation in Bayern|Auflösung]] des Klosters 1802 ging er als Astronom an den [[Kurfürstentum Bayern|Münchner Hof]] und errichtete im Nordwestturm des ehemaligen [[Alte Akademie|Jesuitenkollegs]] an der [[Neuhauser Straße]] ein kleines [[Observatorium]] – die erste [[Sternwarte]] Münchens. 1803 wurde er als ordentliches Mitglied in die [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Kurfürstliche Akademie der Wissenschaften]] aufgenommen, die in demselben Gebäude untergebracht war.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://badw.de/data/footer-navigation/personentreffer.html?tx_badwdb_badwperson%5Bper_id%5D=2735&amp;amp;tx_badwdb_badwperson%5BpartialType%5D=BADWPersonDetailsPartial&amp;amp;tx_badwdb_badwperson%5Baction%5D=show&amp;amp;tx_badwdb_badwperson%5Bcontroller%5D=BADWPerson Akademiemitglied]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Topographisches Bureau (Bayern)|Königliche Topographische Bureau]] übertrug ihm wichtige astronomische Ortsbestimmungen. Die Zusammenarbeit mit deren französischen Geodäten verlief allerdings nicht immer problemlos und als er berechtigterweise auf Unstimmigkeiten in deren Messungen aufmerksam machte, wurde er auf Betreiben der Franzosen im März 1805 seines Amtes enthoben. Den ihm angebotenen Lehrstuhl für Astronomie und Mathematik an der [[Universität Würzburg]] lehnte er ab, weil er einen Auftrag zu weiteren Vermessungsarbeiten in Bayern anstrebte. Stattdessen wurde er überraschend zum Leiter der Landesvermessung in [[Franken (Region)|Franken]] ernannt, das im gleichen Jahr teilweise dem [[Königreich Bayern]] eingegliedert wurde. Seine herausragende Leistung dabei war die im Jahr 1807 erfolgte Messung der knapp 13,8 km langen fränkischen Basis zwischen [[St. Johannis (Nürnberg)|Nürnberg–St. Johannis]] und [[Bruck (Erlangen)|Bruck]] mit Hilfe einer in der [[Mathematisch-Feinmechanisches Institut|Reichenbachschen]] Werkstatt angefertigten Messvorrichtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1807 erlitt er bei einem Unfall mit seiner Pferdekutsche schwere Verletzungen, von denen er sich nicht mehr erholte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zu seinem Tod 1810 gehörte er der [[Bayerische Uraufnahme|Königlichen Steuervermessungskommission]] an, die 1808 von König [[Maximilian I. Joseph (Bayern)|Maximilian I. Joseph]] gegründet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beigesetzt wurde er am [[Alter Südfriedhof (München)|Alten Südfriedhof]] in München. Die Grablege ist nicht mehr bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Nach Ulrich Schiegg sind die Grundschule und eine Straße in Gosbach, eine Straße in Augsburg und ein Filmfestival sowie die Schieggstraße im Münchner Stadtteil [[Solln]] benannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;learnweb-USS-Die&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.learnweb.de/uss/Schulges.html |titel=USS: Die Schule-Schulgeschichte |werk=learnweb.de |zugriff=2015-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;gosbache-11. Inte&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.gosbacher-filmtage.de/ |titel=11. Internationales Ulrich-Schiegg-Filmfestival 2013 - Der Ulrich-Schiegg-Filmpreis in Gold |werk=gosbacher-filmtage.de |datum=2012-11-10 |zugriff=2015-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* Nachricht über einen Aerostatischen Versuch, welcher in dem Reichsstifte Ottobeuren vorgenommen worden den 22. Jenner 1784. Ottobeuren 1784 ([[doi:10.3931/e-rara-15479]])&lt;br /&gt;
* Positiones ex universa Philosophia, quas sub gratios, auspiciis Rss. perill. ac amplissimi DD. Honorati S.R. Imperii Praelati, liberi imperialis exempti et antiquissimi Monasterii Ottoburani Ord. S. Ben. Abbatis vigilantissimi propugnabunt: Multum Relig. Fratres Honorius Pfeffer, Alexander Ziegler, Felix Martin, Vitalis Hoefelmayr, Sylvanus Hanser ejusdem Ordinis ac Monasterii Professi necnon Vincentius Rotach et Coelestinus Herberger philosophiae Candidati Mensi Aug. 1785, Ottoburae 1785&lt;br /&gt;
* Kurze Anleitung zur gründlichen Erlernung der Rechenkunst; der studirenden Jugend gewidmet. Ottobeuren 1790; Anleitung zu Holzersparnissen bei Bräupfannen, Branntweinhäfen und Waschkesseln. Ottobeuren 1791&lt;br /&gt;
* Ueber Reibung und Steifigkeit der Seile als Hindernis der Bewegung bey Maschinen nebst Sätzen aus der angewandten Mathematik, Physik, praktischen Philosophie, Moral und Naturrecht. Salzburg 1796&lt;br /&gt;
* Physikalische, astronomische und geodätische Messungen, in: Molls Jahrbuch für Berg- und Hüttenkunde 5 (1801), 404–432 und in: Franz Michael Vierthaler&amp;#039;s Literaturzeitung 2. Jg., Band 3, Salzburg 1801, 369–396, 401–414&lt;br /&gt;
* Über die Vermessung von Bayern. Auszug aus einem Briefe des Professors Schiegg vom 2. Juli 1804&lt;br /&gt;
* Breite von Regensburg, hergeleitet aus beobachteten Scheitel-Abständen der Sonne, in: (Franz X. Zachs) Monatliche Correspondenz 11 (1805), 24–36; Astronomische Nachrichten aus Bayern, in: (Franz X. Zachs) Monatliche Correspondenz 12 (1805), 357–366&lt;br /&gt;
* Karte des gesamten Territoriums des freien und exemten Reichsstifts Ottobeuren als Beilage, in: [[Maurus Feyerabend]], (Des ehemaligen Reichsstiftes Ottenbeuren Benediktiner Ordens in Schwaben) Sämmtliche Jahrbücher IV, Ottenbeuren 1816&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Festschrift zum 250. Geburtstag von Pater Ulrich Schiegg OSB. Herausgegeben von der Marktgemeinde Ottobeuren und der Benediktinerabtei Ottobeuren. Ottobeuren 2002.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Wolfgang Torge]] |Titel=Geschichte der Geodäsie in Deutschland |Verlag=Walter de Gruyter |Datum=2007 |ISBN=978-3-11-019056-4 |Seiten=108–109 |Online={{Google Buch | BuchID=mj0tm2iz9AYC | Seite=108 | Hervorhebung=&amp;quot;ulrich schiegg&amp;quot; -schule}}}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|31|180|183|Schiegg, Ulrich|[[Karl Maximilian von Bauernfeind]]|ADB:Schiegg, Ulrich}}&lt;br /&gt;
* {{BoslBayerBio|1|674|674|Schiegg, Ulrich|autor=RAM}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629132441/http://www.bautz.de/bbkl/s/s1/Schiegg.shtml |autor=[[Johannes Schaber]]|band=14|spalten=1419-1425}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|22|738||Schiegg, Ulrich|Daniel Schlögl|117228516}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.heissluft-ballon.de/Geschichte.html |titel=Geschichte des ersten deutschen Ballonfahrers |hrsg=heissluft-ballon.de |zugriff=2009-03-13}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117228516|VIAF=30307926}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schiegg, Ulrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ordensangehöriger (römisch-katholisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Benediktiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Luftfahrtpionier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronom (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematiker (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geodät]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Alte Universität Salzburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schullehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1752]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1810]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schiegg, Ulrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schiekh, Joseph (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Benediktiner, Luftfahrtpionier, Mathematiker, Astronom und Geodät sowie Generalökonom der Reichsabtei Ottobeuren&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Mai 1752&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gosbach]], [[Kurfürstentum Bayern]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Mai 1810&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]], [[Königreich Bayern]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mogadir</name></author>
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