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	<title>Ulrich Scheuner - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ulrich Scheuner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Dezember]] [[1903]] in [[Düsseldorf]]; † [[25. Februar]] [[1981]] in [[Bonn]]) war ein deutscher [[Staatsrecht (Deutschland)|Staats-]] und [[Staatskirchenrecht]]ler. Er hat mit seinem Wirken diese Rechtsgebiete stark beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Scheuner wurde als Sohn des [[Karl Scheuner]] (1857–1934, Regierungsvizepräsident) und seiner Gemahlin Hedwig Emmi von Staff (1879–1960) geboren. Er wurde 1927 an der [[Universität Münster]] mit einer Arbeit unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Die Lehre vom echten Parlamentarismus. Ein Beitrag zur Systematisierung der Erscheinungsformen des parlamentarischen Regierungssystems&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]] und [[Habilitation|habilitierte]] sich als Schüler von [[Rudolf Smend (Rechtswissenschaftler)|Rudolf Smend]] und [[Heinrich Triepel]] 1928 an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Universität Berlin]] mit einer staatsrechtlichen Arbeit unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Der Rechtsstaatsgedanke in der Weimarer Reichsverfassung&amp;#039;&amp;#039;. 1933 erhielt er eine ordentliche Professur für [[Öffentliches Recht]] an der [[Friedrich-Schiller-Universität Jena|Universität Jena]]. Am 16. Juni 1937 beantragte er die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.553.703).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/37241026&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einem Intermezzo an der [[Georg-August-Universität Göttingen|Universität Göttingen]] 1940/41 wurde er 1941 an die im besetzten [[Elsass]] neu gegründete [[Reichsuniversität Straßburg]] berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Archiv des öffentlichen Rechts]]&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichte er 1934 (N.S., Band 24, 1933/34) einen größeren Aufsatz unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Die [[nationale Revolution]]. Eine staatsrechtliche Untersuchung&amp;#039;&amp;#039;. Dort beschrieb er die nationalsozialistische „[[Machtergreifung]]“ als spezifisch deutsche Form der Revolution. Er bejahte die [[Legitimität]] und [[Legalität]] des Vorgangs, insbesondere der [[Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat|Reichstagsbrandverordnung]] vom 28. Februar 1933 und des [[Ermächtigungsgesetz]]es vom 23. März 1933. Es handele sich dabei um die Abwendung von den Grundsätzen eines [[Liberalismus|liberalen]] [[Rechtsstaat]]s Weimarer Prägung. In dem Aufsatz hat Scheuner dies entschieden gebilligt. Der [[Nationalsozialismus]] sei die Überwindung des [[Individualismus]] durch Betonung des Gemeinschafts- und [[Volk]]sgedankens. Scheuner betonte dabei das vertiefende Verständnis für die im [[Volkstum]] wirkenden Kräfte [[Blut und Boden|blutsmäßiger Abstammung]] und sah die nationale Einheit des Volkes durch die Idee des Volkstums und der Rasse hergestellt. Damit stellte Scheuner sich auf den Boden der nationalsozialistischen [[Rassentheorien|Rassenideologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage des [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|nationalsozialistischen Deutschen Reichs]] war Scheuner von 1947 bis 1949 beim Zentralbüro des [[Evangelisches Hilfswerk|Evangelischen Hilfswerks]] in [[Stuttgart]] beschäftigt. Seit 1950 lehrte er an der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Universität Bonn]] und leitete das Institut für Völkerrecht von 1958 bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1972. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit war Scheuner in den 1960er Jahren einer der wichtigsten völkerrechtlichen Berater der Bundesregierung und Völkerrechtsberater von Bundeskanzler Adenauer. Er war zudem als Prozessvertreter für Bundes- und Landesregierungen, Rechtsberater beider großen Kirchen und als Vorsitzender der Parteienrechtskommission der Bundesregierung tätig. In seinem wissenschaftlichen Werk befasste er sich u.&amp;amp;nbsp;a. mit der „Kollektiven Sicherung des Friedens“. Scheuner gehörte zum Beraterkreis sowohl des &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuchs des Völkerrechts&amp;#039;&amp;#039; als auch später der &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of Public International Law&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.jura.uni-bonn.de/institut-fuer-voelkerrecht/geschichtehistory/ |titel=Geschichte/History – Institut für Völkerrecht |werk=jura.uni-bonn.de |abruf=2021-08-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Scheuner war Mitglied des Geschäftsführenden Präsidiums und Gesamtpräsidiums, sowie Mitglied des Wissenschaftlichen Direktoriums der [[Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik|Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik]] von 1961 bis 1980.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=50 Jahre deutsche Gesellschaft für auswärtige Politik e. V. |Ort=Bonn / Berlin |Datum=2005 |Seiten=10, 30, 65, 68, 71, 73 |Online=https://dgap.org./sites/default/files/50_jahre_dgap.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Scheuners wissenschaftlichen europarechtlichen Werken sind insbesondere seine Beiträge zur Verfassungsentwicklung in der Europäischen Einigung, u.&amp;amp;nbsp;a. als Mitglied der „Groupe Vedel“ mit ihrem Bericht vom 25. März 1972 zu nennen. Scheuners staatsrechtliche Werke galten insbesondere der staatlichen Einwirkung auf die Wirtschaft. Von seinen kirchenrechtlichen Werken ist insbesondere das 1974/75 zusammen mit Ernst Friesenhahn herausgegebene zweibändige &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Staatskirchenrechts der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (1994 in 2. Auflage herausgegeben von [[Joseph Listl]] und [[Dietrich Pirson]]) zu nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die nationale Revolution. Eine staatsrechtliche Untersuchung.&amp;#039;&amp;#039; Mohr, Tübingen 1934.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das europäische Gleichgewicht und die britische Seeherrschaft&amp;#039;&amp;#039;. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg 1944.&amp;lt;ref&amp;gt;Seit 1933 war dies ein NS-beeinflusster Verlag.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Mehrheitsprinzip in der Demokratie. Vorträge.&amp;#039;&amp;#039; Westdeutscher Verlag, Opladen 1973, ISBN 3-531-07191-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Vereinten Nationen als Faktor der internationalen Politik&amp;#039;&amp;#039;. Westdeutscher Verlag, Opladen 1976, ISBN 3-531-07210-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Kontrolle der Staatsmacht im demokratischen Staat. Die Eingrenzung der Macht in der Verfassungsordnung der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Niedersächsische Landeszentrale für Politische Bildung, Hannover 1977.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Beitrag der deutschen Romantik zur politischen Theorie.&amp;#039;&amp;#039; Westdeutscher Verlag, Opladen 1980.&lt;br /&gt;
* [[Christian Tomuschat]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schriften zum Völkerrecht.&amp;#039;&amp;#039; [[Duncker &amp;amp; Humblot]], Berlin 1984, ISBN 3-428-05608-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter Häberle]]: &amp;#039;&amp;#039;Staatsrechtslehre als universale Jurisprudenz. Zum Tode von Ulrich Scheuner am 25. Februar 1981.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für evangelisches Kirchenrecht]]&amp;#039;&amp;#039; 26 (1981), S. 105–129.&lt;br /&gt;
* [[Joseph H. Kaiser]]: &amp;#039;&amp;#039;Einige Umrisse des deutschen Staatsdenkens seit Weimar. Ulrich Scheuner zum Gedenken.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Archiv des öffentlichen Rechts]]&amp;#039;&amp;#039; 108 (1983), S. 5–25.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783596160488}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|22|713|714|Scheuner, Ulrich|[[Peter Landau]]|118607332}}&lt;br /&gt;
* [[Joseph Listl]]: &amp;#039;&amp;#039;Staat und Kirche bei Ulrich Scheuner (1903–1981).&amp;#039;&amp;#039; In: Joseph Listl, [[Herbert Schambeck]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Demokratie in Anfechtung und Bewährung. Festschrift für Johannes Broermann.&amp;#039;&amp;#039; Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 1982, S. 827–906, ISBN 3-428-05239-0.&lt;br /&gt;
* Martin Otto: &amp;#039;&amp;#039;Vom „Evangelischen Hilfswerk“ zum „Institut für Staatskirchenrecht“. Ulrich Scheuner (1903–1981) und sein Weg zum Kirchenrecht&amp;#039;&amp;#039;. In: Thomas Holzner, [[Hannes Ludyga]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Entwicklungstendenzen des Staatskirchen- und Religionsverfassungsrechts&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kirchen- und Staatskirchenrecht.&amp;#039;&amp;#039; Band 15). [[Verlag Ferdinand Schöningh|Ferdinand Schöningh]], Paderborn 2013, ISBN 978-3-506-77633-4, S. 551–569.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Rüfner]]: &amp;#039;&amp;#039;Ulrich Scheuner (1903–1981).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Peter Häberle]], [[Michael Kilian (Jurist)|Michael Kilian]], [[Heinrich Amadeus Wolff|Heinrich Wolff]]: &amp;#039;&amp;#039;Staatsrechtslehrer des 20. Jahrhunderts. Deutschland, Österreich, Schweiz&amp;#039;&amp;#039;. De Gruyter, Berlin/Boston (2. Auflage) 2018, S. 777–790, ISBN 978-3-11-054145-8.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Schlaich]]: &amp;#039;&amp;#039;Von der Notwendigkeit des Staates. Das wissenschaftliche Werk Ulrich Scheuners.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Staat]]&amp;#039;&amp;#039; 21 (1982), S. 1–24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118607332}}&lt;br /&gt;
* [[Christian Waldhoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Ulrich Scheuner.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Internetportal Rheinische Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen unter: [https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/ulrich-scheuner/DE-2086/lido/57c946bdc9fa65.12942273 online] (abgerufen am 17. Mai 2019)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118607332|LCCN=n/81/97778|VIAF=108803116}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Scheuner, Ulrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkerrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europarechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Reichsuniversität Straßburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatskirchenrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1981]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Scheuner, Ulrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Staats- und Staatskirchenrechtler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Dezember 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Februar 1981&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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