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	<title>Ulrich Rauscher - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Rauscher Ulrich.jpg|185px|mini|Ulrich Rauscher (1930)]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ulrich Karl Paul Rauscher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. Juni]] [[1884]] in [[Stuttgart]]; † [[18. Dezember]] [[1930]] in [[St. Blasien]]) war ein deutscher Journalist, Autor und Diplomat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-R08282, Weimar, Regierung Scheidemann.jpg|miniatur|Erste Kabinettssitzung des Kabinetts Scheidemann am 13.&amp;amp;nbsp;Februar 1919 in Weimar. V.l.: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ulrich Rauscher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Pressechef der Reichsregierung, [[Robert Schmidt (Politiker, 1864)|Robert Schmidt]], Ernährung, [[Eugen Schiffer]], Finanzen, [[Philipp Scheidemann]], Reichskanzler, [[Otto Landsberg]], Justiz, [[Rudolf Wissell]], Wirtschaft, [[Gustav Bauer]], Arbeit, [[Ulrich von Brockdorff-Rantzau]], Auswärtiges, [[Eduard David]] ohne Portefeuille, [[Hugo Preuss]], Inneres, [[Johannes Giesberts]], Post, [[Johannes Bell]], Kolonien, [[Georg Gothein]], Schatz, [[Gustav Noske]], Reichswehr]]&lt;br /&gt;
In eine wohlhabende bürgerliche Familie hineingeboren, wurde Rauscher im Alter von sieben Jahren zur [[Waise|Vollwaise]], durch das Erbe jedoch finanziell abgesichert. Die Vormundschaft übernahm der Fabrikant [[Paul Stotz]], der eine bedeutende Kunstgießerei in Stuttgart besaß. Die detaillierten Vormundschaftsakten befinden sich im [[Stadtarchiv Stuttgart]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rauscher studierte [[Rechtswissenschaften]] und war seit dem Jahr 1906 Mitglied des [[Corps Suevia Heidelberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Korps-Listen 1910, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;121&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 915&amp;lt;/ref&amp;gt; Später war er als Korrespondent für die linksliberale [[Frankfurter Zeitung]] in [[Straßburg]] und [[Berlin]] tätig. Er war dabei einer der ersten, die über das Kino als Propagandainstrument schrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=nrTlT3hVRdIC&amp;amp;pg=PA202&amp;amp;dq=ulrich+rauscher&amp;amp;lr=&amp;amp;sig=P9zxoPLK6mR8oBYbs42BSjVK12ENils Freytag, Dominik Petzold (Hrsg.): Das »lange« 19. Jahrhundert: Alte Fragen und neue Perspektiven 2007, S.&amp;amp;nbsp;202]&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem schrieb er für die Schaubühne (später [[Die Weltbühne]] genannt). Er war dabei zeitweise ein enger Mitarbeiter von [[Siegfried Jacobsohn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Jahr 1914 war er im Kriegspresseamt und in der politischen Abteilung des deutschen Generalgouvernements in [[Belgien]] tätig und ein Befürworter einer Annexionspolitik in Bezug auf Belgien&amp;lt;ref&amp;gt;So z.&amp;amp;nbsp;B. in einem Leitartikel in der Vossischen Zeitung vom 5. Januar 1917 (Morgenausgabe), Nr. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Er war die treibende Kraft des so genannten Deutschen Nationalausschusses, ein nach außen hin unabhängiges Gremium, tatsächlich aber eine Propagandastelle der Regierung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=PZieB9ZJQXYC&amp;amp;pg=PA256&amp;amp;lpg=PA256&amp;amp;dq=%22ulrich+rauscher%22&amp;amp;source=web&amp;amp;ots=1qJYE-wKhJ&amp;amp;sig=7JR2cE7e9NjHEW7my59DU-Mmf4s&amp;amp;hl=de#PPA256,M1 Wolfgang J. Mommsen: Max Weber und die deutsche Politik 1890-1920. 2004 S. 256]&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren 1917 und 1918 war er als Unteroffizier Soldat an der Westfront.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich im Jahr 1918 trat Rauscher der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] bei. Im November und Dezember 1918 war er persönlicher Referent von [[Philipp Scheidemann]]. Seit Anfang Januar 1919 war er Pressechef der Reichsregierung und zwischen Oktober 1919 und Juni 1920 Leiter der vereinigten Presseabteilung von Reichsregierung und Auswärtigem Amt. Gegen die Ernennung Rauschers gab es anfangs Proteste von Seiten der [[Arbeiter- und Soldatenrat|Arbeiter- und Soldatenräte]], weil er die deutsche [[Erster Weltkrieg#Verlauf|Besatzungspolitik in Belgien]] unterstützt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Engel (Historiker)|Gerhard Engel]], Bärbel Holtz, Ingo Materna: [http://books.google.de/books?id=KW4LkLk6VhwC&amp;amp;pg=PA217&amp;amp;dq=ulrich+rauscher&amp;amp;lr=&amp;amp;sig=rSt5XlCnOqHJRFmwSurrjN20brUN Großberliner-Arbeiterräte. 1993, S.&amp;amp;nbsp;217]&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des [[Kapp-Putsch]]es im Jahr 1920 entwarf Rauscher den gemeinsamen Aufruf zum [[Generalstreik]] von Reichspräsident, den sozialdemokratischen Ministern und der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Theodor Heuss]], der Rauscher in seinen Erinnerungen als Freund und Landsmann bezeichnete, und andere behaupteten später, dass Rauscher diesen Schritt allein getan hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=yN0ZAAAAIAAJ&amp;amp;q=ulrich+rauscher&amp;amp;dq=ulrich+rauscher&amp;amp;lr=&amp;amp;pgis=1 Theodor Heuss: Erinnerungen 1905-1933, S.&amp;amp;nbsp;195]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Historiker [[Peter-Christian Witt]] hält es angesichts der Bedeutung des Schrittes dagegen für unwahrscheinlich, dass Rauscher dies ohne Absprache mit Reichspräsident [[Friedrich Ebert]] und Reichskanzler [[Gustav Bauer]] getan haben könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter-Christian Witt: Friedrich Ebert: Parteiführer – Reichskanzler – Volksbeauftragter - Reichspräsident, Bonn 1987, Verlag Neue Gesellschaft, ISBN 3-87831-446-9, S. 146&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Heinrich August Winkler]] nimmt in dieser Angelegenheit eine mittlere Position ein. Für ihn ist es sicher, dass zumindest [[Gustav Noske]] und [[Otto Wels]] den Text vor der Veröffentlichung kannten und billigten. Dagegen seien Bauer, Ebert und die übrigen Minister nicht eingeweiht gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich August Winkler: Weimar 1918 – 1933. Die Geschichte der ersten deutschen Demokratie. Beck, München 1993, ISBN 3-406-37646-0, S. 122&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1920 war Rauscher deutscher Gesandter zunächst in [[Georgien]] und seit 1922 bis zu seinem Tod Gesandter in [[Polen]]. Er war dabei einer der wenigen Diplomaten, die nach dem Krieg aus anderen Berufen in das [[Auswärtiges Amt|Auswärtige Amt]] kamen. Eine enge persönliche Beziehung und ähnliche Haltungen in den Auffassungen zur antipolnischen Feindschaft während der Weimarer Republik verbanden ihn mit dem Referatsleiter in der Abteilung IV des Auswärtigen Amtes [[Willy Noebel]] (1887–1965).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Amtszeit in Warschau kritisierte er die antipolnischen Vorbehalte und sprach sich für gutnachbarschaftliche Beziehungen aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=lfiRNgXyncEC&amp;amp;pg=PA28&amp;amp;dq=ulrich+rauscher&amp;amp;lr=&amp;amp;sig=rbESmEuR4GpWQH3BuNl7anDOK0o Roland G. Foerster: Unternehmen Barbarossa. 1993, S.&amp;amp;nbsp;28]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei stand auch für ihn das deutsche Interesse im Vordergrund. Das Leitmotto der Polenpolitik müsse lauten: „Keine Ressentiments, sondern kühlste Interessenpolitik.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Rödder |url=http://www.uni-mainz.de/FB/Geschichte/hist4/Dateien/RoedderFriedensnobelpreisStresemannJuni2007.pdf |titel=Revisionismus und Verständigung |titelerg= |hrsg=Universität Mainz |werk=www.uni-mainz.de |datum= |abruf=2024-08-14 |sprache= |format=PDF |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war maßgeblich am Zustandekommen des [[Deutsch-Polnisches Liquidationsabkommen|Deutsch-Polnischen Liquidationsabkommen]] beteiligt. In seiner polnischen Zeit war Rauscher auch einer der engsten Vertrauten von [[Gustav Stresemann]] und war zeitweise dessen Verbindungsmann zu Friedrich Ebert.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Koszyk: Gustav Stresemann. Der kaisertreue Demokrat. 1989 S. 287&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Armin Danco: &amp;#039;&amp;#039;Das Gelbbuch des Corps Suevia zu Heidelberg,&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage (Mitglieder 1810–1985), Heidelberg 1985, Nr. 888&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ulrich Rauscher&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Franz Osterroth]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon des Sozialismus]]. Verstorbene Persönlichkeiten&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 1. J. H. W. Dietz Nachf., Hannover 1960, S. 245–246.&lt;br /&gt;
* {{NDB|21|211|212|Rauscher, Ulrich Karl Paul|Wolfgang Elz|118749323}}&lt;br /&gt;
* Ulrich Gohl: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.stadtlexikon-stuttgart.de/article/bc82b898-4430-4005-b737-2a0aeaeb3769/1/Ulrich_Rauscher_%281884-1930%29.html Ulrich Rauscher (1884–1930)]&amp;#039;&amp;#039;, publiziert am 24. August 2020, in: [[Stadtarchiv Stuttgart]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.stadtlexikon-stuttgart.de/dts/ Digitales Stadtlexikon]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118749323}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118749323}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/014201}}&lt;br /&gt;
* {{AdR|118749323}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Walther Mühlhausen |url=http://www.auslandsbeamte.de/v204.pdf |titel=riedrich Ebert und die Besetzung der diplomatischen Missionen in der Weimarer Republik |titelerg= |hrsg= |werk=www.auslandsbeamte.de |datum= |abruf=2024-08-14 |sprache= |format=PDF; 2,31 MB |offline=ja |abruf-verborgen=ja}}&lt;br /&gt;
* [https://germanhistorydocs.ghi-dc.org/sub_document.cfm?document_id=702&amp;amp;language=german Teil des Aufsatzes Rauschers: Das Kino (1913)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118749323|LCCN=n/85/91139|VIAF=41829648}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rauscher, Ulrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Botschafter in Polen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1884]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1930]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rauscher, Ulrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Rauscher, Ulrich Karl Paul (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Journalist, Autor und Diplomat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Juni 1884&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Dezember 1930&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[St. Blasien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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