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	<title>Ulrich Greifelt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-04-16T19:07:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ulrich Greifelt.jpg|miniatur|Ulrich Greifelt vor dem Prozess Rasse- und Siedlungshauptamt der SS]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ulrich Heinrich Emil Richard Greifelt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. Dezember]] [[1896]] in [[Berlin]]; † [[6. Februar]] [[1949]] in [[Landsberg am Lech|Landsberg]]) war ein deutscher [[SS-Obergruppenführer|SS-Obergruppenführer und General der Polizei]] und verurteilter [[Kriegsverbrechen|Kriegsverbrecher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Greifelt, Sohn eines Apothekers, nahm als Soldat am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Höhne283&amp;quot;&amp;gt;[[Heinz Höhne]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Orden unter dem Totenkopf – Die Geschichte der SS&amp;#039;&amp;#039;, Augsburg 1998, S. 283.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Kriegsende schied er aus der Armee im Rang eines [[Oberleutnant]]s aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hein295&amp;quot;&amp;gt;[[Bastian Hein]]: &amp;#039;&amp;#039;Elite für Volk und Führer? Die Allgemeine SS und ihre Mitglieder 1925–1945&amp;#039;&amp;#039;, Oldenbourg, München 2012, S. 75.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anschließend gehörte er dem [[Freikorps]] Deutsche Schutzdivision an. Während der [[Weimarer Republik]] war Greifelt Prokurist bei der Berliner Aktiengesellschaft Gebrüder Israel tätig, bis er aufgrund der [[Deutsche Bankenkrise|Bankenkrise in Deutschland]] 1932 entlassen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Alexa Stiller: &amp;#039;&amp;#039;Völkische Politik – Praktiken der Exklusion und Inklusion in polnischen, französischen und slowenischen Annexionsgebieten 1939-1945.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;1, Wallstein, 2022, ISBN 978-3-8353-1985-1, S. 109 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung]] der Nationalsozialisten trat Greifelt zum 1. April 1933 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 1.667.407)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/11820951&amp;lt;/ref&amp;gt; und im Juni 1933 der [[Schutzstaffel|SS]] bei ([[Liste von SS-Mitgliedsnummern|SS-Nummer]] 72.909).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ebbinghaus/Roth92&amp;quot;&amp;gt;Angelika Ebbinghaus und Karl Heinz Roth: &amp;#039;&amp;#039;Kurzbiografien zum Ärzteprozess&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Klaus Dörner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Nürnberger Ärzteprozeß 1946/47. Wortprotokolle, Anklage- und Verteidigungsmaterial, Quellen zum Umfeld.&amp;#039;&amp;#039;, München 2000, S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab August 1933 war Greifelt Referent im Stab des [[Reichsführer SS|Reichsführers SS]] [[Heinrich Himmler]]. Von Anfang März 1934 bis Mitte Juni 1934 war Greifelt geschäftsführend Stabschef des [[SS-Oberabschnitt]]s Mitte/Elbe und anschließend bis Mitte Januar 1935 in selber Funktion beim SS-Oberabschnitt Rhein/Rhein-Westmark/Westmark. Danach leitete er die Zentralkanzlei des [[SS-Hauptamt]]es und wechselte im Februar 1937 zum Stab des [[Reichsführer SS|Reichsführers SS]], wo er die neu errichtete «Dienststelle Vierjahresplan» leitete. Er rühmte sich als Ideengeber der 1938 erfolgten [[Aktion „Arbeitsscheu Reich“|Aktion Arbeitsscheu Reich]], bei der mehr als zehntausend „arbeitsscheue“ und „[[Asoziale (Nationalsozialismus)|asoziale]]“ Menschen in Konzentrationslager verschleppt wurden. Er entwickelte die Idee, [[Volksdeutsche |volksdeutsche Gruppen]] umzusiedeln und in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren. Auf Ersuchen des Reichsarbeitsministeriums wurde er als Vertreter der SS [[Beisitzer]] im Reichsehrengerichtshof.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stiller 110&amp;quot; &amp;gt;Alexa Stiller: &amp;#039;&amp;#039;Völkische Politik – Praktiken der Exklusion und Inklusion in polnischen, französischen und slowenischen Annexionsgebieten 1939–1945.&amp;#039;&amp;#039; S. 110.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Greifelt wurde 1939 mit der Organisation zur [[Option in Südtirol|Aussiedlung von 30.000 Südtirolern]] beauftragt.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Strippel: &amp;#039;&amp;#039;NS-Volkstumspolitik und die Neuordnung Europas – Rassenpolitische Selektion der Einwandererzentralstelle des Chefs der Sicherheitspolizei und des SD (1939–1945).&amp;#039;&amp;#039; Paderborn 2011, ISBN 978-3-506-77170-4, S. 68.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Greifelt im Oktober 1939 zum Leiter der Dienststelle [[Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums]] ernannt. Er war maßgeblich an der „Planung und Durchführung der Bevölkerungsverschiebung im Rahmen des [[Generalplan Ost|Generalplans Ost]]“ beteiligt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ebbinghaus/Roth92&amp;quot;/&amp;gt; So war er 1940 unter anderem Aufsichtsratsmitglied der [[Deutsche Umsiedlungs-Treuhand|Deutschen Umsiedlungs-Treuhand]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43367902.html &amp;#039;&amp;#039;Moskau zahlte&amp;#039;&amp;#039;], in: Der Spiegel 51/1961, S. 58–61.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der [[Wannseekonferenz]] am 20. Januar 1942 konnte er wegen zeitgleicher Verhandlungen in Italien nicht erscheinen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Wildt]]: &amp;#039;&amp;#039;Generation des Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg: Hamburger Edition, 2002, ISBN 3-930908-75-1, S. 634&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der SS stieg Greifelt am 30. Januar 1944 bis zum [[SS-Obergruppenführer]] und General der Polizei auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht|Kriegsende]] wurde Greifelt im [[Prozess Rasse- und Siedlungshauptamt der SS]] als Hauptverantwortlicher für die [[Vertreibung]] von Menschen,  aus [[Slowenien]], [[Elsass]], [[Lothringen]] und [[Luxemburg]], Entführung von Ausländerkindern, Maßnahmen zur Verringerung der Geburtenrate bei Angehörigen gegnerischer Nationalität, Zwangseinbürgerungen von Angehörigen gegnerischer Nationalität, [[Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus|Zwangsarbeit]], [[Plünderung]] öffentlichen und privaten Eigentums und Mitgliedschaft in der verbrecherischen SS am 10.&amp;amp;nbsp;März 1948 zu [[Lebenslange Freiheitsstrafe|lebenslanger Freiheitsstrafe]] verurteilt. Er verstarb im [[Kriegsverbrechergefängnis Landsberg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee198&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2007, S. 198.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-marburg.de/de/icwc/dokumentation/dokumente/nmt/nt_war-criminals_vol-v.pdf &amp;#039;&amp;#039;Trials of War Criminals before the Nuernberg War Tribunals...&amp;#039;&amp;#039;], US Government Printing Office, 1950, Vol. V, S. 154 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Eisernes Kreuz]] (1914) I. und II. Klasse&lt;br /&gt;
* [[Verwundetenabzeichen#Verwundetenabzeichen (1918)|Verwundetenabzeichen]] (1918) in Schwarz&lt;br /&gt;
* [[Kriegsverdienstkreuz]] (1939) II. und I. Klasse mit Schwertern&lt;br /&gt;
* [[SS-Ehrendegen|Ehrendegen des Reichsführers SS]]&lt;br /&gt;
* [[SS-Ehrenring|Totenkopfring der SS]]&lt;br /&gt;
* Abzeichen für Beobachtungsoffiziere Luftwaffe (1914)&lt;br /&gt;
* Ehrenzeichen für Deutsche Volkspflege 2 Kl. Steckkreuz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783596160488}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aus der Anordnung Nr. 67/1 von SS-Gruppenführer Ulrich Greifelt, Chef des Stabshauptamtes des [[Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums|RKF]], vom 19. Februar 1942 zur Eindeutschung von Kindern aus polnischen Familien und Waisenhäusern.&amp;#039;&amp;#039; im Sammelwerk &amp;#039;&amp;#039;Nacht über Europa,&amp;#039;&amp;#039; Hg. Wolfgang Schumann u.&amp;amp;nbsp;a., Bd. 2: &amp;#039;&amp;#039;Die faschistische Okkupationspolitik in Polen 1939 – 1945.&amp;#039;&amp;#039; [[Deutscher Verlag der Wissenschaften]], Berlin 1989 (hier Reihentitel &amp;#039;&amp;#039;Europa unter dem Hakenkreuz&amp;#039;&amp;#039;!) ISBN 3-326-00294-7; 2. Aufl. Pahl-Rugenstein, Köln 1992, ISBN 3-7609-1260-5 (1. Aufl.: Lizenzausgabe, ebd., Köln 1989, ISBN 3-89144-292-0) S. 215 f.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Zum Raub kleiner Kinder (2–6 Jahre) und ihre Übergabe an den [[Lebensborn]], oder an SS-Familien (bei Älteren). Bemerkenswert ist das deutsche Bewusstsein, dass der Kindesraub völkerrechtlich ein Verbrechen war; Greifelt schrieb zur Sprachregelung vor: &amp;quot;deutsche Waisenkinder aus den wiedergewonnenen Ostgebieten&amp;quot; statt der korrekten Bezeichnung &amp;quot;eindeutschungsfähige Polenkinder.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.dws-xip.pl/reich/biografie/lista1/72909.html Kurzbiografie Ulrich Greifelt] (polnisch)&lt;br /&gt;
* Vernehmungen des Ulrich Greifelt im Rahmen der [[Nürnberger Prozesse]]. In: Archiv des [[Institut für Zeitgeschichte]], München, Signatur ZS-0718 ([https://www.ifz-muenchen.de/archiv/zs/zs-0718.pdf online], PDF; Protokolle der Vernehmungen Greifelts im Rahmen der Nürnberger Prozesse).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1024837416|LCCN=no/2008/163048|VIAF=4758653}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Greifelt, Ulrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (Nürnberger Prozesse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Obergruppenführer und General der Polizei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Südtirols]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Jugoslawiens 1941–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Frankreichs 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (elsässische Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Lothringen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Lothringen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Luxemburgs 1940–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1949]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Greifelt, Ulrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Greifelt, Ulrich Heinrich Emil Richard (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Obergruppenführer, Generalleutnant der Polizei und verurteilter Kriegsverbrecher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Dezember 1896&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. Februar 1949&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Landsberg am Lech|Landsberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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