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	<title>Ulrich Gmelin - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Grubenhagener am 29. April 2026 um 18:59 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ulrich Wilhelm Oskar Gmelin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. Oktober]] [[1912]] in [[Tübingen]]; † am [[30. Juni]] [[1944]] bei [[Mahiljou|Mogiljow]]) war ein deutscher [[Historiker]], [[Germanist]], [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischer]] [[Funktionär]] und [[Sturmabteilung|SA-Mann]]. Er war der Bruder des Juristen [[Hans Gmelin (Politiker)|Hans Gmelin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Als Sohn des Amtsgerichtsdirektors Oskar Gmelin und seiner Ehefrau Martha Gauger besuchte er in Tübingen von Herbst 1919 bis Ostern 1931 eine Vorschule und ein Humanistisches Gymnasium. Danach nahm er ein Studium der [[Germanistik]], der Geschichte und der [[Klassische Philologie|Klassischen Philologie]] auf. Zuerst studierte er vier Semester in Tübingen und anschließend sechs Semester in Berlin von 1931 bis 1936.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Grüttner]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Wissenschafts- und Universitätsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). Synchron, Heidelberg 2004, ISBN 3-935025-68-8, S. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon im ersten Studienjahr wurde er Mitglied in der [[Burschenschaft|burschenschaftlichen]] [[Verbindung Normannia Tübingen]] (1934–1935 [[Verbindung Normannia Tübingen|Burschenschaft Normannia Tübingen]] in der [[Deutsche Burschenschaft|DB]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willy Nolte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1934, S. 1100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Jahr danach nahm er die Position eines Zugführers der Hochschulgruppe des &amp;#039;&amp;#039;[[Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten|Stahlhelm]]&amp;#039;&amp;#039; ein. Am 15. Oktober 1933 trat er der [[Sturmabteilung|SA]] bei. Am Historischen Seminar in Berlin war er von 1934 bis 1937 als Assistent tätig. Zum 1. Mai 1937 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 3.972.654).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/11180907&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 2: &amp;#039;&amp;#039;F–H.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 1999, ISBN 3-8253-0809-X, S. 147.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1935/36 und 1937/38 ging er in den jeweiligen [[Reichsberufswettkampf|Reichsberufswettkämpfen]] als sogenannter &amp;#039;&amp;#039;Reichssieger&amp;#039;&amp;#039; hervor. Im Oktober 1936 erlangte er in Berlin die [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zum Dr. phil. mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Auctoritas. Römischer Princeps und päpstlicher Primat&amp;#039;&amp;#039;. Die Referenten zu dieser Arbeit waren [[Erich Caspar (Historiker)|Erich Caspar]] und nach dessen Tod [[Robert Holtzmann]]. Ferner konnte ihm der Althistoriker [[Wilhelm Weber (Historiker)|Wilhelm Weber]] Hinweise zu dem Thema gaben. Noch 80 Jahre nach der Veröffentlichung der Arbeit nannte der Mediävist [[Harald Müller (Historiker)|Harald Müller]] sie hinsichtlich der Erforschung der historischen Verwendung des Begriffs &amp;#039;&amp;#039;auctoritas&amp;#039;&amp;#039; „grundlegend“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Harald Müller (Historiker)|Harald Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Autorität und Krise. Der Verlust der Eindeutigkeit und seine Folgen am Beispiel der mittelalterlichen Gegenpäpste – einleitende Gedanken.&amp;#039;&amp;#039; In: ders. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Verlust der Eindeutigkeit. Zur Krise päpstlicher Autorität im Kampf um die Cathedra Petri.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter Oldenbourg, München 2017, S. 1–18, hier&amp;amp;nbsp;8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1937 kehrte Gmelin an die [[Universität Tübingen]] zurück und war dort bis 1939 am historischen Seminar der Universität tätig. Durch Befürwortung des [[Reichsstudentenführer]]s [[Gustav Adolf Scheel]] wurde er 1938 zum &amp;#039;&amp;#039;Beauftragten für Vorstudienausbildung&amp;#039;&amp;#039; ernannt. Damit war er auch ab dem 1. September 1938&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Schulz, Dieter Zinke: &amp;#039;&amp;#039;Die Generäle der Waffen-SS und der Polizei&amp;#039;&amp;#039;. Band 4, Bissendorf 2009, S. 448.&amp;lt;/ref&amp;gt; Leiter des [[Langemarck-Studium]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;Im sogenannten Langemarck-Studium wurden ausgewählte Anwärter eines Studiums aus dem Stand der Arbeiter, Handwerker und Bauern, die kein Abiturzeugnis hatten, durch eine 18 Monate dauernde Vorstudienausbildung auf das Hochschulstudium vorbereitet. Voraussetzung war bei den Anwärtern eine im Sinne des NS-Regimes hervorragende Haltung und gute Begabung.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1939 wurde Gmelin zum [[zur besonderen Verwendung|z.&amp;amp;nbsp;V.-Führer]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;zur besonderen Verwendung&amp;#039;&amp;#039; laut [http://www.zeno.org/Geschichte/M/Der+N%C3%BCrnberger+Proze%C3%9F/Hauptverhandlungen/Zweihundertzweiter+Tag.+Dienstag,+13.+August+1946/Nachmittagssitzung Aussage] von [[Max Jüttner]] (OSAF) als [[Liste der Zeugen im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher|Zeuge im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher]] vom 13. August 1946.&amp;lt;/ref&amp;gt; der [[Oberste SA-Führung|Obersten SA-Führung]] (OSAF) ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1940 wurde er mit der Leitung des Verbindungsamtes der Reichsstudentenführung betraut. Gleichzeitig betätigte er sich im &amp;#039;&amp;#039;Erziehungsamt der Obersten SA-Führung&amp;#039;&amp;#039;. Ab April 1941 wurde er im Amt Wissenschaft im [[Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung]] nebenamtlicher Referent. Auch in dieser Position nahm er Aufgaben für das [[Langemarck-Studium]] wahr. Im Mai 1941 erfolgte seine Ernennung zum Vertreter des Reichsstudentenführers im Kriege. Damit war auch eine Stellung als Reichsamtsleiter verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1943 wurde er zur [[Wehrmacht]] eingezogen und in den [[Reichskommissariat Ostland|besetzten Gebieten]] der [[Sowjetunion]] eingesetzt. Am 30. Juni 1944 kam er als Oberfähnrich in der Nähe der Stadt Mogiljow (heute [[Belarus]]) zu Tode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Auctoritas. Römischer Princeps und päpstlicher Primat&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1936.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Römische Herrscheridee und päpstliche Autorität&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1937.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geistige Grundlagen römischer Kirchenpolitik&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1937.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Papsttum und Germanenwelt im frühen Mittelalter: Anspruch und Methode des heiligen Petrus&amp;#039;&amp;#039;. 1937/1938 Tübingen (Arbeit im Reichsberufswettkampf der deutschen Studenten 1937/38 der Universität Tübingen, Fachgruppe Kulturwissenschaften, Fachabteilung Geschichte).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Entstehung der Idee des Papsttums&amp;#039;&amp;#039;. In: Deutsches Archiv für  Geschichte des Mittelalters, 2 (1938), S. 509.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Langemark-Studium der Reichsstudentenführung&amp;#039;&amp;#039;. München 1939.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Begabtenförderung durch Langemarck-Studium&amp;#039;&amp;#039;. In: Der Altherrenbund, 3. Jahrgang 1940/41, Folge 7/8 (Januar / Februar).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Langemarck-Studium der Reichsstudentenführung: Berichte aus der Arbeit im Kriege&amp;#039;&amp;#039; mit Hans Bernhard von Grünberg, Dresden 1941.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Recht auf Lebensraum&amp;#039;&amp;#039;. Prag 1944 (Unterlagen für die weltanschauliche Erziehung in der SA-Standarte Feldherrnhalle).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Staat und Volksgenosse&amp;#039;&amp;#039;. Prag 1944 (Unterlagen für die weltanschauliche Erziehung in der SA-Standarte Feldherrnhalle).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grossdeutschland, das Reich aller Deutschen&amp;#039;&amp;#039;. Prag 1944 (Unterlagen für die weltanschauliche Erziehung in der SA-Standarte Feldherrnhalle).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Recht auf Bildung im völkischen Sozialstaat&amp;#039;&amp;#039;. Prag 1944 (Unterlagen für die weltanschauliche Erziehung in der SA-Standarte Feldherrnhalle).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Schriften Erich Caspars&amp;#039;&amp;#039;. In: Erich Ludwig Eduard Caspar, Das Papsttum unter fränkischer Herrschaft, 1956, S. 180.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitgliedschaft ==&lt;br /&gt;
* 1934 [[Nationalsozialistischer Deutscher Dozentenbund]] (NSDDB)&lt;br /&gt;
* 1936 [[Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund]] (NSDStB)&lt;br /&gt;
* 1936 [[Nationalsozialistische Volkswohlfahrt]] (NSV)&lt;br /&gt;
* 1936 [[Deutsche Arbeitsfront]] (DAF)&lt;br /&gt;
* 1937 [[Nationalsozialistischer Altherrenbund]] der Deutschen Studenten (Nr. 5725)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dienstgrade in der SA ==&lt;br /&gt;
* 1938 [[SA-Sturmführer]]&lt;br /&gt;
* 1939 [[SA-Obersturmführer]]&lt;br /&gt;
* 1940 [[SA-Hauptsturmführer]]&lt;br /&gt;
* 1941 [[SA-Sturmbannführer]]&lt;br /&gt;
* 1942 [[SA-Obersturmbannführer]]&lt;br /&gt;
* 1943 [[SA-Standartenführer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 2: &amp;#039;&amp;#039;F–H.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 1999, ISBN 3-8253-0809-X, S. 147–148.&lt;br /&gt;
* [[Michael Grüttner]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039;, Heidelberg 2004, S. 61f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.audiovis.nac.gov.pl/obraz/47810/h:388/ Bild von Ulrich Gmelin und Leonardi Conti in Polen – November 1942 (poln.)]&lt;br /&gt;
* [http://www.audiovis.nac.gov.pl/obraz/47813/h:388/ Ulrich Gmelin und  Leonardi Conti in Polen – November 1942 (poln.)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1049570944|VIAF=306183580}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gmelin, Ulrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Stahlhelm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDStB-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter (Studentenverbindung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Familie Gmelin|Ulrich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gmelin, Ulrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gmelin, Ulrich Wilhelm Oskar (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Historiker und Germanist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Oktober 1912&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Tübingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Juni 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=bei [[Mahiljou|Mogiljow]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Grubenhagener</name></author>
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