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	<title>Ulrich Finsterwalder - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T16:26:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ulrich_Finsterwalder&amp;diff=477147&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bildungsbürger: /* Leben */</title>
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		<updated>2025-08-12T19:36:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Bauingenieur. Zum Schiff siehe [[Ulrich Finsterwalder (Schiff)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ulrich Finsterwalder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. Dezember]] [[1897]] in [[München]]; † [[5. Dezember]] [[1988]] ebenda) war ein deutscher [[Bauingenieur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Basel - Markthalle.jpg|mini|Markthalle Basel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Betonowiec - panoramio.jpg|mini|Wrack der &amp;#039;&amp;#039;[[Ulrich Finsterwalder (Schiff)|Ulrich Finsterwalder]]&amp;#039;&amp;#039; (ehemaliger Betontanker der [[Hydrierwerke Pölitz AG]]) im [[Dammscher See|Dammschen See]], 2008]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulrich Finsterwalder, Sohn des Geodäten und Professors für Mathematik [[Sebastian Finsterwalder]] und Bruder des Architekten Eberhard Finsterwalder sowie des Geodäten [[Richard Finsterwalder]], legte 1916 sein Abitur ab. Es folgte die Teilnahme am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]. Von 1918 bis 1920 war er in französischer Kriegsgefangenschaft und  studierte anschließend bis 1923 an der [[Technische Universität München|Technischen Hochschule München]] [[Bauingenieurwesen]]. Nach dem Diplom 1923 begann er seine berufliche Tätigkeit als [[Tragwerksplaner]] und Konstrukteur bei [[DYWIDAG|Dyckerhoff &amp;amp; Widmann]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dic&amp;quot;&amp;gt;Cengiz Dicleli: &amp;#039;&amp;#039; Ulrich Finsterwalder – Ingenieur aus Leidenschaft&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Bauzeitung&amp;#039;&amp;#039;, Heft 10/06, S. 76–80.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Franz Dischinger]] beschäftigte sich Finsterwalder zuerst vor allem mit dünnen [[Kuppelschale]]n und Tonnendächern, die unter anderem bei den [[Carl Zeiss (Unternehmen)|Zeisswerken]] in [[Jena]] und bei der großen [[Markthalle Basel|Markthalle in Basel]] (60 m Spannweite) in Anwendung kamen. 1930 promovierte er bei [[Ludwig Föppl]] mit einem Thema zur Verformungsberechnung von Kreissegmentschalen. Nach der Berufung von Dischinger an die Technische Hochschule Berlin-Charlottenburg wurde Finsterwalder 1933 dessen Nachfolger als Leiter des Konstruktionsbüros von Dyckerhoff &amp;amp; Widmann, ab 1941 gehörte er der Geschäftsleitung an und war ab 1949 persönlich haftender Gesellschafter&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dic&amp;quot;/&amp;gt; des von 1933 bis 1944/45 in Berlin ansässigen Unternehmens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kriewitz&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde Finsterwalder auf Antrag seines Arbeitgebers vom Kriegsdienst freigestellt. Er war maßgeblich an der Herstellung von [[Seeleichter Wiking Motor|Bootskörpern]] aus [[Leichtbeton]] in [[Schale (Technische Mechanik)|Schalenbauweise]] beteiligt.&lt;br /&gt;
1944 wurde ihm von der Berliner Gauleitung die Silberne Nadel des [[Fritz Todt#Posthum|Dr.-Fritz-Todt-Preises]] für die Entwicklung des Betonschiffbaues verliehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kriewitz&amp;quot;&amp;gt;[https://www.ingbaukunst.ch/file/440/UlrichFinsterwalder-GesellschaftspolitischerKontext-April2014.pdf Jutta Kriewitz: &amp;#039;&amp;#039;Ulrich Finsterwalder. Sein Lebenswerk im gesellschaftspolitischen Kontext&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] und dem Umzug des Unternehmens nach München entwickelte er unter anderem mit den Dywidag-Spannverfahren den Spannbetonbau weiter. Aufsehen erregte das von ihm 1953 entworfene freitragende Schalendach aus Spannbeton der [[Schwarzwaldhalle]] in Karlsruhe, mit einer flächenmäßigen Ausdehnung von 46 zu 73 Metern. Den Ende der 1940er ergangenen Ruf auf den Lehrstuhl für Massivbau der TH München lehnte er ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Brückenbau war er maßgeblich an der Entwicklung des [[Freivorbau]]s von [[Spannbeton]]brücken beteiligt. 1951 wurde nach seinem Entwurf die 62 m weit gespannte [[Lahnbrücke in Balduinstein]] als erste Spannbetonbrücke im freien Vorbau errichtet. Schon zwei Jahre später entwarf er mit dem gleichen Bauverfahren als erste Spannbetonbrücke über den Rhein die [[Nibelungenbrücke Worms|Nibelungenbrücke]] bei [[Worms]], die eine maximale Spannweite von 114 m hat. Bekannt ist auch die [[Mangfallbrücke]], eine Spannbeton-Fachwerkkonstruktion, die als [[Plattenbalken]]brücke auch im Freivorbau errichtet wurde. Der Höhepunkt war die 1965 fertiggestellte [[Bendorfer Brücke]] über den [[Rhein]] mit einer damaligen Rekordspannweite für Spannbetonbalkenbrücken von 208 m. 1973 schied er nach 50 Jahren bei Dyckerhoff &amp;amp; Widmann aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Brückenbauten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rheinbrücke-Bendorf1.jpg|mini|Die Bendorfer Brücke über den Rhein bei [[Koblenz]]]]&lt;br /&gt;
Unter Mitwirkung von Ulrich Finsterwalder entstanden unter anderem noch folgende Bauwerke&lt;br /&gt;
* [[Gänstorbrücke]] über die Donau, Ulm&lt;br /&gt;
* [[Dyckerhoff-Brücke]] über die Einfahrt in den [[Schiersteiner Hafen]], Wiesbaden&lt;br /&gt;
* [[Elztalbrücke]] mit [[Herbert Schambeck (Bauingenieur)|Herbert Schambeck]]&lt;br /&gt;
* [[Nibelungenbrücke Worms]] mit [[Gerd Lohmer]] – Wiederaufbau der kriegszerstörten Brücke über den Rhein&amp;lt;ref&amp;gt;Cengiz Dicleli: &amp;#039;&amp;#039;Die Nibelungenbrücke. Finsterwalder, Lohmer und die technische Innovation des Freivorbaus&amp;#039;&amp;#039;. [[Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz]], Direktion Landesdenkmalpflege, u. a. (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Nibelungenbrücke in Worms. Zur Zukunft eines bedeutenden Ingenieurbauwerks&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Denkmalpflege in Rheinland-Pfalz. Aus Forschung und Praxis&amp;#039;&amp;#039; Bd. 6. Michael Imhof, Petersberg 2023. ISBN 978-3-7319-1278-1, S. 31–43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
1963 erhielt Finsterwalder das [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Große Verdienstkreuz]] der Bundesrepublik Deutschland und wurde 1970 mit der [[Freyssinet-Medaille]] der Fédération Internationale de la Précontrainte geehrt. 1977 wurde er mit dem [[Award of Merit in Structural Engineering]] der Internationalen Vereinigung für Brückenbau und Hochbau IVBH ausgezeichnet. 1950 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der [[TU Darmstadt|TH Darmstadt]] und 1968 die der TU München verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle zwei Jahre lobt der Verlag [[Ernst &amp;amp; Sohn]] den [[Ulrich Finsterwalder Ingenieurbaupreis]] aus, der für herausragende Leistungen im Konstruktiven Ingenieurbau an ein Projektteam für ein ausgezeichnetes Bauwerk vergeben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schüler ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Herbert Schambeck (Bauingenieur)|Herbert Schambeck]]&lt;br /&gt;
* [[Hubert Rüsch]]&lt;br /&gt;
* [[Herbert Kupfer]]&lt;br /&gt;
* [[Anton Tedesko|Anton Tedesco]]&lt;br /&gt;
* [[Leonhard Obermeyer]]&lt;br /&gt;
* [[Georg Knittel]]&lt;br /&gt;
* [[Dieter Jungwirth]]&lt;br /&gt;
* [[Helmut Bomhard]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hubert Rüsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Ulrich Finsterwalder zu seinem fünfzigsten Dienstjubiläum&amp;#039;&amp;#039;. In: Festschrift Ulrich Finsterwalder: 50 Jahre für DYWIDAG. Hrsg. Dyckerhoff &amp;amp; Widmann, Braun, Karlsruhe 1973.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Stiglat]]: &amp;#039;&amp;#039;Bauingenieure und ihr Werk&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Ernst &amp;amp; Sohn, Berlin, ISBN 3-433-01665-8, Berlin 2004; S. 145.&lt;br /&gt;
* Cengiz Dicleli: [https://www.db-bauzeitung.de/db-themen/technik/ingenieurportraet-ulrich-finsterwalder/ &amp;#039;&amp;#039;Ingenieurporträt: Ulrich Finsterwalder.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Bauzeitung]]&amp;#039;&amp;#039; Heft 10, 2. Oktober 2006, S. 76–80.&lt;br /&gt;
* Cengiz Dicleli: &amp;#039;&amp;#039;Ulrich Finsterwalder 1897–1988. Ein Leben für den Betonbau.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Beton- und Stahlbetonbau]] Band 108, September 2013, Heft 9, S. 662–673, {{DOI|10.1002/best.201300042}}.&lt;br /&gt;
* Heinz Rausch: &amp;#039;&amp;#039;Ulrich Finsterwalder – Mensch – Werk – Impulse&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Wegbereiter der Bautechnik&amp;#039;&amp;#039;, Reihe Klassiker der Technik, VDI Gesellschaft für Bautechnik, Düsseldorf 1990&lt;br /&gt;
* [[Karl-Eugen Kurrer]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Baustatik. Auf der Suche nach dem Gleichgewicht&amp;#039;&amp;#039;, 2., stark erw. Auflage, [[Ernst &amp;amp; Sohn]], Berlin 2016, ISBN 978-3-433-03134-6, S. 729 ff und 973 f (Biografie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|123799279}}&lt;br /&gt;
* Constance Müller, Anja Schrödter: [https://www.b-tu.de/great-engineers-lexikon/ingenieure/finsterwalder-ulrich-1897-1988 &amp;#039;&amp;#039;Ulrich Finsterwalder (1897-1988).&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Great-Engineers&amp;#039;&amp;#039;, 2011.&lt;br /&gt;
* {{structurae |Typ=personen |ID=1000011}} (mit Biografie, Werkliste und Bibliografie, Auszug des Artikels von Cengiz Dicleli 2013).&lt;br /&gt;
* [http://ulrich-finsterwalder-ingenieurbaukunst.de Ulrich Finsterwalder Ingenieurbaukunst]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123799279|LCCN=n89636735|VIAF=30454445}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Finsterwalder, Ulrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauingenieur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1988]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Carl-Friedrich-Gauß-Medaille]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Finsterwalder, Ulrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bauingenieur (Stahlbeton-Schalenbau und Spannbeton)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. Dezember 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Dezember 1988&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bildungsbürger</name></author>
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