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	<title>Ulrich Ensinger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ulrich_Ensinger&amp;diff=110214&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Feurio! am 28. Dezember 2025 um 19:30 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-28T19:30:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ulm Muenster.jpg|mini|hochkant|Ulmer Münster: höchster Turm christlicher Kirchen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dom-Mailand BMK.jpg|mini|Fassadendetail des Mailänder Doms]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ulrich Ensinger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Ulrich von Ensingen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Ulricus Fissingen de Ulme&amp;#039;&amp;#039; (* [[1359]] in [[Oberensingen]] (?); † [[10. Februar]] [[1419]] in [[Straßburg]]) war ein Baumeister der süddeutschen [[Gotik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Die Herkunft des Turmbaumeisters ist durch keine [[Quelle (Geschichtswissenschaft)|Quellen]] gesichert, ist aber am ehesten in Oberensingen bei [[Nürtingen]] zu suchen. Der Ort war in früherer Zeit bekannt durch seine [[Werkstein|Werk-]] und [[Mühlstein]]&amp;amp;shy;brüche im [[Stubensandstein]]. Ein weiterer Hinweis auf eine solche Herkunft dürfte der Umstand sein, dass Ulrich von Ensingen im Alter von ungefähr 15 Jahren in der nahen Stadt [[Esslingen am Neckar|Esslingen]] (rund 20 Kilometer entfernt) Arbeit suchte und in der Kirchen[[bauhütte]] auch fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulrich von Ensingen war der Stammvater der [[Ensinger (Werkmeisterfamilie)|Werkmeisterfamilie Ensinger]]. Er war verheiratet mit der Tochter des Hans (* ca. 1390), Sohn des Konrad Glaser (ca. 1325 bis ca. 1393). Ulrich von Ensingen hatte mindestens drei Söhne und zwei Töchter. Die Tochter Anna († 1429) heiratete Hans Kun, der ebenso wie der gemeinsame Sohn Kaspar Kun Werkmeister am Ulmer Münster war. Die Tochter Ursula (1386–1430) ging als [[Konvent (Kloster)|Konventualin]] ins [[Weil (Esslingen am Neckar)|Kloster Weil]]. Seine drei Söhne Kaspar, [[Matthäus Ensinger|Matthäus]] und Mathias erlernten ebenfalls das Steinmetzenhandwerk und arbeiteten sich zu Baumeistern hoch. Matthäus und sein Enkel Moritz setzten sein Werk fort und folgten ihm als Ulmer Dombaumeister. Matthäus und dessen Sohn Vincenz aus erster Ehe setzten den Bau der [[Sehenswürdigkeiten der Stadt Esslingen am Neckar#Frauenkirche|Esslinger Frauenkirche]] fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Eine enge Beziehung zur Stadt [[Esslingen am Neckar]] brachte für Ulrich der Bau der Frauenkirche mit sich. Er trat in die dortige Bauhütte als Geselle ein. In den Esslinger Steuerlisten ist er 1365–1368, 1370–1380, 1390–1393 und 1396–1398 als &amp;#039;&amp;#039;murer&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Stainmetz&amp;#039;&amp;#039; nachgewiesen. Während der fehlenden Jahre von 1381 bis 1389 dürfte er mit größter Wahrscheinlichkeit auf der [[Wanderjahre|vorgeschriebenen Wanderschaft]] gewesen sein. Sehr wahrscheinlich hat Ulrich ab 1389 die Leitung des Baus der Frauenkirche an Stelle des Meisters Heinrich übernommen. 1391 ist er als Meister erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er baute von 1392 bis 1417 am [[Ulmer Münster]], wo er das bereits begonnene [[Langhaus (Kirche)|Langhaus]] bis in halbe Höhe weiterführte und die Planänderung von der ursprünglich vorgesehenen [[Hallenkirche]] zur [[Basilika (Bautyp)|Basilika]] durchsetzte. Sein Entwurf für den Münsterturm ist im Ulmer Stadtmuseum erhalten. Der Riss von 70,4&amp;amp;nbsp;cm Breite und 306,5 Zentimeter, der aus fünf großen und zwei kleinen Blättern besteht, ist eine der bedeutendsten gotischen [[Architekturzeichnung]]en und der einzige bekannte Entwurf von seiner Hand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NDB&amp;quot;&amp;gt;{{NDB|4|537|538|Ensingen, Ulrich von|Roswitha Beyer|122004884}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Lediglich die Untergeschosse des Turmes konnte Ensinger errichten. [[Matthäus Böblinger]] baute nach eigenen Rissen weiter, doch der Westturm blieb im Mittelalter unvollendet (Chortürme und Westturm sind Werke des 19. Jahrhunderts). Von 1394 bis 1395 baute Ensinger am [[Mailänder Dom]]. 1399 berief man ihn nach Straßburg, wo er bis zu seinem Tod den oktogonalen Nordturm auf der Plattform des [[Straßburger Münster]]s bis zum Ansatz des [[Helm (Architektur)|Helmes]] erbaute. Er war auch ab 1400 der Baumeister, der den Turm der Esslinger Frauenkirche entwarf und den Bau begann. 1414 lieferte er den Entwurf für den Georgsturm des [[Basler Münster]]s. Auch der sonst als Werk [[Madern Gerthener]]s geltende, 1415 begonnene Westturm des [[Frankfurter Dom]]es wird ihm in einer 2010 erschienenen Veröffentlichung zugeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Josef Böker, Julian Hanschke: &amp;#039;&amp;#039;Ein Turmriß des Ulrich von Ensingen für den Frankfurter Pfarrturm.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Insitu – Zeitschrift für Architekturgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, 2010, S. 149–160.&amp;lt;/ref&amp;gt; Keines seiner Werke wurde zu seinen Lebzeiten vollendet, vieles in veränderter Form weitergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm des Straßburger Münsters, das {{&amp;quot; |Text=zu den genialsten Turmkonstruktionen der Gotik}} gezählt wird,&amp;lt;ref&amp;gt;Ludger Alscher, Günter Feist, Peter H. Feist (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Kunst. Architektur, Bildende Kunst, Angewandte Kunst, Industrieformgestaltung, Kunsttheorie.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, S. 625.&amp;lt;/ref&amp;gt; gilt als sein Meisterwerk, wenngleich die Vollendung auch hier erst nach seinem Tod geschah. Ulrich von Ensingen gilt als Erfinder der von einer Art Aussichtsgalerie bzw. Halskrause durchbrochenen Turmhelme, die beispielsweise auch an den Türmen der [[Kathedrale von Burgos]] von [[Johannes von Köln (Dombaumeister, 1410)|Johannes von Köln]] umgesetzt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Kehrer: &amp;#039;&amp;#039;Deutschland in Spanien. Beziehung, Einfluss und Abhängigkeit.&amp;#039;&amp;#039; München 1953, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ulm Münster Statue Ulrich von Ensingen.jpg|mini|hochkant=0.5|Statue „Ulrich von Ensingen“ im Ulmer Münster]]&lt;br /&gt;
Der Münchener Bildhauer [[Hermann Lang (Bildhauer)|Hermann Lang]] schuf 1911/12 eine überlebensgroße Statue des Baumeisters, die im Ulmer Münster errichtet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ThiemeBecker |Autor= |Lemma=Lang, Hermann |Band=22 |Seite=317 |SeiteBis=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Stadt Ulm hat eine Schule (Ulrich-von-Ensingen-Gemeinschaftsschule) nach ihm benannt. Seit 2022 trägt ein Straßenbahnwagen der neu in Betrieb genommenen Baureihe [[Siemens Combino|Avenio M]] der [[Straßenbahn Ulm#Avenio M|Straßenbahn Ulm]] seinen Namen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ulmereisenbahnen.de/strassenbahn/strassenbahn_fahrzeuge_avenio.htm Straßenbahn Ulm: Avenio M Tw 68 Ulrich von Ensingen]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Nürtinger Stadtteil Oberensingen wurde eine Straße nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ThiemeBecker |Autor=[[Hans Vollmer (Kunsthistoriker)|Hans Vollmer]] |Lemma=Ensingen, Ulrich von |Band=10 |Seite=563 |SeiteBis=565}} – (Hier mit geboren gegen 1305 in [[Einsingen (Ulm)|Ensingen bei Ulm]], oder Oberensingen bei Nürtingen angegeben).&lt;br /&gt;
* [[Ludger Alscher]], Günter Feist, Peter H. Feist (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Kunst. Architektur, Bildende Kunst, Angewandte Kunst, Industrieformgestaltung, Kunsttheorie.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Verlag Das europäische Buch, Westberlin 1984, ISBN 3-88436-107-4 (Nachdruck der Ausgabe Leipzig 1968).&lt;br /&gt;
* {{NDB|4|537|538|Ensingen, Ulrich von|Roswitha Beyer|122004884}}&lt;br /&gt;
* [[Johann Josef Böker]], Julian Hanschke: &amp;#039;&amp;#039;Ein Turmriss des Ulrich von Ensingen für den Frankfurter Pfarrturm.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[INSITU (Zeitschrift)|INSITU. Zeitschrift für Architekturgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; 2, 2010, S. 191–202.&lt;br /&gt;
* Yves Gallet: &amp;#039;&amp;#039;L’escalier d’Ulrich von Ensingen à la cathédrale de Strasbourg et ses rapports avec l’œuvre de Matthieu d’Arras à la cathédrale de Prague.&amp;#039;&amp;#039; In: Jan Chlíbec, Zoë Opačić (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Setkávání. Studie o středověkém umění věnované Kláře Benešovské.&amp;#039;&amp;#039; Prag, Artefactum / ústav dějin umění, 2015, S. 97–109 ([https://www.academia.edu:443/14790101 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Landkreis Esslingen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Kreis Esslingen.&amp;#039;&amp;#039; Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1978, ISBN 3-8062-0171-4, S. 138–139.&lt;br /&gt;
* [[Karl Stehlin]], [[Rudolf Wackernagel]]: &amp;#039;&amp;#039;Baugeschichte des Basler Münsters.&amp;#039;&amp;#039; Basel 1895.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{archINFORM|arch|20784}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122004884|LCCN=no2007070429|VIAF=231877132}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ensinger, Ulrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baumeister der Gotik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Person (Baden-Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Ulm)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßburger Münster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 14. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1419]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ensinger, Ulrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ensingen, Ulrich von; Ulricus Fissingen de Ulme&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Baumeister der süddeutschen Gotik&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=unsicher: 1362&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Oberensingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Februar 1419&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Straßburg]], [[Elsass]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Feurio!</name></author>
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