<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ulrich_Ammon</id>
	<title>Ulrich Ammon - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ulrich_Ammon"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ulrich_Ammon&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T21:15:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ulrich_Ammon&amp;diff=1692863&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf „Jakob Ebner (Sprachwissenschaftler)“; Kleinkram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ulrich_Ammon&amp;diff=1692863&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-14T19:59:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf „Jakob Ebner (Sprachwissenschaftler)“; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ulrich Ammon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. Juli]] [[1943]] in [[Backnang]]; † [[3. Mai]] [[2019]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-due.de/germanistik/ &amp;#039;&amp;#039;Aktuelles&amp;#039;&amp;#039; vom 3. Mai 2019] auf uni-due.de (abgerufen am 9. Mai 2019).&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher germanistischer [[Linguist]] mit dem Schwerpunkt [[Soziolinguistik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ammon wurde in Backnang geboren und verbrachte seine Jugend in [[Oppenweiler]]. Der Schriftsteller [[Daniel Ammon]] war sein Großvater. Nach dem Studium wirkte er lange Jahre an der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg (später [[Universität Duisburg-Essen]]). 1974 wurde er Wissenschaftlicher Rat und [[Professor]] und 1980 Lehrstuhlinhaber für Germanistische Linguistik mit dem Schwerpunkt Soziolinguistik; mehrfach wirkte er als [[Dekan (Hochschule)|Dekan]]. Nach seiner [[Emeritierung]] 2008 blieb er weiter tätig. Er hatte zahlreiche [[Gastprofessur]]en inne und hielt sich längere Zeit in [[Australien]] (Univ. of Sydney; Australian Nat. Univ., Canberra), [[USA]] (Wesleyan Univ., Middletown/Conn; Univ. of North Carolina, Chapel Hill), [[Japan]] (Dokkyo-Univ., Soka) und [[Österreich]] ([[Wien]]) auf. Kurzzeitgastprofessuren hatte er überdies in [[Ägypten]], [[China]], [[Griechenland]], [[Indien]], [[Italien]], Japan, [[Lettland]], [[Namibia]], [[Russland]], [[Türkei]] und [[Ungarn]]. Studium hauptsächlich in [[Tübingen]], aber auch in [[Göttingen]], [[Frankfurt am Main]] und [[Middletown (Connecticut)|Middletown / Conn.]], USA (Fulbright-Stip. Wesleyan Univ.); in Tübingen und an der Wesleyan Univ. wirkte er auch in Lehre und Forschung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptsächliche Forschungsgebiete waren Soziolinguistik und [[Sprachsoziologie]], Internationalsprachenforschung, [[Sprachenpolitik]], [[Dialektologie]], neuere Geschichte der deutschen Sprache, [[Sprachdidaktik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ammon war Verfasser oder Mitautor von 14 [[Monographie]]n, zirka 300 Aufsätzen und über 100 [[Rezension]]en, Herausgeber von zirka 30 Büchern und 3 Buchreihen, Mitherausgeber und Mitglied im Editorial Board mehrerer Zeitschriften. Er war Mitglied in mehreren wissenschaftlichen Organisationen und von 2003 bis 2006 Präsident der Gesellschaft für Angewandte Linguistik (GAL).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsschwerpunkte ==&lt;br /&gt;
In den früheren Jahren, beginnend mit der [[Dissertation]], befasste sich Ammon hauptsächlich mit der [[soziale Herkunft|sozialen Herkunft]] von Dialektsprechern und ihren sprachbedingten Schwierigkeiten in Schule und Beruf (zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;Dialekt, [[soziale Ungleichheit]] und Schule&amp;#039;&amp;#039; 1972/73; &amp;#039;&amp;#039;Schulschwierigkeiten von Dialektsprechern&amp;#039;&amp;#039; 1978), woraus auch unterstützende Lehrmaterialien für die Schule hervorgingen (&amp;#039;&amp;#039;[[Schwäbischer Dialekt|Schwäbisch]].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Dialekt]]/[[Standardvarietät|Hochsprache]] – kontrastiv, Sprachhefte für den Deutschunterricht 4&amp;#039;&amp;#039; 1977, zusammen mit Uwe Loewer). Im Kontext seiner umfangreichen [[empirische Forschung|empirischen Forschungen]] zu diesem Themenkomplex entwickelte Ammon verschiedene einschlägige Messtechniken, wie zum Beispiel des „[[Dialektniveau]]s“ (quantitative Abbildung von Redeäußerungen auf Skalen, die sich zwischen Dialekt und [[Standardsprache]] erstrecken) oder der Einstellung zu Dialekt und Standardsprache und ihren Sprechern. Er trug zu einem europaweiten Interesse an Fragen von „Dialekt als Sprachbarriere“ und Dialektsoziologie bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den dialektsoziologischen Fragestellungen aus entwickelte Ammon ein allgemeines Interesse an Fragen der Stellung von Varietäten und Sprachen in Gesellschaften mit mehreren [[Varietät (Linguistik)|Varietäten]] oder Sprachen und den Konsequenzen für ihre Sprecher (vgl. zum Beispiel den Band &amp;#039;&amp;#039;Status and Function of Languages and Language Varieties&amp;#039;&amp;#039; 1989), wofür er verschiedene Beschreibungsmodelle konstruierte. – Von hier aus führte der Weg zur gründlichen Untersuchung der internationalen Stellung von Sprachen, vor allem des [[Deutsche Sprache|Deutschen]] (dazu zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;Die internationale Stellung der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039; 1991). In diesen Zusammenhang gehören auch umfangreiche Untersuchungen zur Rolle von Deutsch in der internationalen [[Wissenschaftskommunikation]], zu seiner Zurückdrängung durch Englisch und zu den heutigen Schwierigkeiten nicht-anglophoner Wissenschaftler in der internationalen Kommunikation (zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;Ist Deutsch noch internationale Wissenschaftssprache? Englisch auch für die Hochschullehre in den deutschsprachigen Ländern&amp;#039;&amp;#039; 1998; &amp;#039;&amp;#039;English as an Academic Language in Europe&amp;#039;&amp;#039; 2002, zusammen mit Grant McConnell; &amp;#039;&amp;#039;Linguistic Inequality in Scientific Communication Today&amp;#039;&amp;#039; 2007, zusammen mit Augusto Carli) sowie die Weiterentwicklung von Theorieansätzen für das „globale Sprachensystem“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Dialektsoziologie heraus entwickelte Ammon auch eine soziolinguistische Theorie der Standardisierung von Sprachen, spezieller zu den sozialen Kräften, die den Standard von Sprachen festlegen, also entscheiden, welche Formen als korrekt gelten (dazu mehrere Aufsätze). Dies sind vor allem die Sprachkodifizierer, die Modellsprecher und -schreiber, die Sprachexperten und die Sprachnormautoritäten. Der erste Entwurf dieser Theorie der Standardisierung findet sich im Kap. A.4 des Buches &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Sprache in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Problem der nationalen Varietäten&amp;#039;&amp;#039; (1995). Vor allem aber wird Deutsch in diesem Buch erstmals umfassend als „[[plurizentrische Sprache]]“ konzipiert und beschrieben. Plurizentrisch ist eine Sprache, die für verschiedene Nationen oder Regionen standardsprachliche Besonderheiten – verschiedene, nebeneinander geltende, vor Ort jeweils korrekte Formen – ausgebildet hat. Bei Deutsch trifft dies zu für verschiedene Nationen (zum Beispiel Deutschland und Österreich) und für verschiedene Regionen (zum Beispiel Nord- und Süddeutschland). Aus seinen hierzu einschlägigen Forschungen heraus hat Ammon das theoretische Fundament bereitgestellt für das &amp;#039;&amp;#039;[[Variantenwörterbuch des Deutschen]]&amp;#039;&amp;#039; (2004), das er initiiert und zusammen mit Forschern aus [[Österreich]] ([[Jakob Ebner (Sprachwissenschaftler)|Jakob Ebner]], [[Hans Moser (Germanist)|Hans Moser]] und anderen) und der [[Schweiz]] ([[Hans Bickel (Linguist)|Hans Bickel]], [[Heinrich Löffler (Germanist)|Heinrich Löffler]] und anderen) verfasst hat. Es ist das erste [[Wörterbuch]] weltweit, das für eine ganze Sprache sämtliche nationalen und regionalen standardsprachlichen Besonderheiten und nur sie enthält und für jede Variante den genauen nationalen und regionalen Geltungsbereich angibt. Hierfür musste eine spezielle Artikelstruktur erarbeitet werden, die in Zukunft auch als Modell entsprechender Wörterbücher für andere plurizentrische Sprachen dienen kann ([[Englische Sprache|Englisch]], [[Französische Sprache|Französisch]], [[Spanische Sprache|Spanisch]], [[Portugiesische Sprache|Portugiesisch]], [[Chinesische Sprache|Chinesisch]], [[Arabische Sprache|Arabisch]], [[Niederländische Sprache|Niederländisch]] und andere).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
; Als Autor&lt;br /&gt;
* 2016. [Zusammen mit Hans Bickel und Alexandra Lenz] &amp;#039;&amp;#039;Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz, Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol sowie Rumänien, Namibia und Mennonitensiedlungen.&amp;#039;&amp;#039; Völlig neu bearb. 2. Aufl. Berlin/Boston: de Gruyter (916 + LXXVIII S.). [Erstaufl. 2004 ohne Rumänien, Namibia und Mennonitensiedlungen].&lt;br /&gt;
* 2015. &amp;#039;&amp;#039;Die Stellung der deutschen Sprache in der Welt.&amp;#039;&amp;#039; Berlin/München/Boston: de Gruyter (1295 + XVII S.). Englische Ausgabe: 2019. &amp;#039;&amp;#039;The Position of the German Language in the World&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von David Charlston. New York: Routledge (646 S.)&lt;br /&gt;
* 2002. [Zusammen mit Grant McConnell] &amp;#039;&amp;#039;English as an Academic Language in Europe. A Survey of its Use in Teaching&amp;#039;&amp;#039; (Duisburger Arbeiten zur Sprach- und Kulturwissenschaft 48). Frankfurt a. M. usw.: Lang (204 S.)&lt;br /&gt;
* 1998. &amp;#039;&amp;#039;Ist Deutsch noch internationale Wissenschaftssprache? Englisch auch für die Hochschullehre in den deutschsprachigen Ländern.&amp;#039;&amp;#039; Berlin/New York: de Gruyter (339 S.)&lt;br /&gt;
* 1995. &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Sprache in Deutschland, Österreich und der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;. Das Problem der nationalen Varietäten. Berlin / New York: de Gruyter (575 S.)&lt;br /&gt;
* 1991. &amp;#039;&amp;#039;Die internationale Stellung der deutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; Berlin / New York: de Gruyter (633 S.)&lt;br /&gt;
* 1991. &amp;#039;&amp;#039;Studienmotive und Deutschenbild australischer Deutschstudenten und -studentinnen.&amp;#039;&amp;#039; Wiesbaden/Stuttgart: Steiner (= &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Sprache in Europa und Übersee&amp;#039;&amp;#039; 14) (196 S.)&lt;br /&gt;
* 1972. &amp;#039;&amp;#039;Dialekt, soziale Ungleichheit und Schule.&amp;#039;&amp;#039; Weinheim/Basel: Beltz (= &amp;#039;&amp;#039;Beltz-Studienbuch, Pragmalinguistik&amp;#039;&amp;#039; 2) [Erw. Aufl. 1973] (193 S.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Als Herausgeber&lt;br /&gt;
* 2004–2006 [Zusammen mit Nobert Dittmar, [[Klaus J. Mattheier]], Peter Trudgill] &amp;#039;&amp;#039;Sociolinguistics: An International Handbook of the Science of Language and Society. Soziolinguistik: ein internationales Handbuch der Wissenschaft von Sprache und Gesellschaft,&amp;#039;&amp;#039; 3 Bde. 2., vollst. neu bearb. Aufl. Berlin/New York: de Gruyter (= &amp;#039;&amp;#039;Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft&amp;#039;&amp;#039; 3) (2622 S.)&lt;br /&gt;
* 2001. &amp;#039;&amp;#039;The Dominance of English as a Language of Science. Effects on the Non-English Languages and Language Communities.&amp;#039;&amp;#039; Berlin / New York: Mouton de Gruyter (= &amp;#039;&amp;#039;Contributions to the Sociology of Language&amp;#039;&amp;#039; 84) (478 S.)&lt;br /&gt;
* 1989. &amp;#039;&amp;#039;Status and Function of Languages and Language Varieties.&amp;#039;&amp;#039; Berlin / New York: de Gruyter (665 S.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.uni-due.de/2019-05-14-ulrich-ammon-verstorben Nachruf der Universität Duisburg (Ulrike Bohnsack)]&lt;br /&gt;
* [https://gal-ev.de/nachruf-prof-dr-ulrich-ammon/ Nachruf der Gesellschaft für Angewandte Linguistik]&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|107917335}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ulrichammon.de/ Homepage von Ulrich Ammon] (inkl. vollständiges Literaturverzeichnis)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=107917335|LCCN=n/50/21596|VIAF=4963821}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ammon, Ulrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanistischer Linguist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachdidaktiker (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Duisburg-Essen, Campus Duisburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Duisburg-Essen, Campus Essen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2019]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ammon, Ulrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher germanistischer Linguist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Juli 1943&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Backnang]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Mai 2019&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
	</entry>
</feed>