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	<title>Ulli Nitzschke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T12:38:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: /* Weblinks */ Commons hinzugefügt</title>
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		<updated>2024-12-01T11:08:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Commons hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Boxer&lt;br /&gt;
|name= Ulli Nitzschke&lt;br /&gt;
|bild= Bundesarchiv Bild 183-30225-0003, Nitzschke, Stubnick (Ulli Nitzschke).jpg&lt;br /&gt;
|bildunterschrift= Ulli Nitzschke (1955)&lt;br /&gt;
|realname= Ulrich Nitzschke&lt;br /&gt;
|gewicht= [[Schwergewicht]]&lt;br /&gt;
|nationalität= {{DEU|2=Deutsch}}&lt;br /&gt;
|geburtstag= 25. Juli 1933&lt;br /&gt;
|geburtsort= [[Quedlinburg]]&lt;br /&gt;
|todestag= 23. Juli 2013&lt;br /&gt;
|todesort= &lt;br /&gt;
|stil= Linksausleger&lt;br /&gt;
|größe= &lt;br /&gt;
|kämpfe= 30 (professionell)&lt;br /&gt;
|siege= 23&lt;br /&gt;
|KO= 15&lt;br /&gt;
|niederlagen= 6&lt;br /&gt;
|unentschieden= 1&lt;br /&gt;
|keine_wertung= &lt;br /&gt;
|boxrec_id= 28315&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-30225-0003, Nitzschke, Stubnick.jpg|mini|Ulli Nitzschke (rechts) mit Erich Stubnick (1955)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ulrich „Ulli“ Nitzschke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. Juli]] [[1933]] in [[Quedlinburg]]; † [[23. Juli]] [[2013]] in [[Chemnitz]]) war ein deutscher [[Boxen|Boxer]]. Er war [[Europameister]] der Amateure 1953 und Vize-Europameister der Amateure 1955 jeweils im Halbschwergewicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
=== Amateurlaufbahn ===&lt;br /&gt;
Ulli Nitzschke begann im Jahre 1948 bei der BSG Deutsche Saatzucht-Gesellschaft Quedlinburg mit dem Boxen. Er erwies sich als technisch hoch begabter Boxer, der sehr schnelle Fortschritte machte. Bereits mit 18 Jahren wurde er Meister von [[Sachsen-Anhalt]] und [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]-Meister im Mittelgewicht. Er siegte auch bei den in [[Berlin]] ausgetragenen Studenten-Weltmeisterschaften, die im Rahmen der [[Weltfestspiele der Jugend und Studenten]] ermittelt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulli Nitzschke wurde auch 1952 wieder DDR-Meister, allerdings eine Gewichtsklasse höher, im Halbschwergewicht. Er startete nunmehr für die BSG „Motor“ Ost [[Halle (Saale)|Halle]] und später für den SC „Wissenschaft“ Halle. Die Trainer, die dabei mit ihm arbeiteten, waren Willi Franke, Hans Borowski und der ehemalige Europameister bei den Berufsboxern [[Arno Kölblin]], der zu jener Zeit Trainer der DDR-Auswahlmannschaft war. An den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki konnte Ulli Nitzschke nicht teilnehmen, weil zwischen den verantwortlichen Sportgremien in der BRD und DDR kein gemeinsamer Nenner für eine gesamtdeutsche Mannschaft gefunden werden konnte. Dass er schon in Helsinki für eine Medaille gut gewesen wäre, bewies er in einem Länderkampf am 8. März 1952 in [[Moskau]], wo er den starken polnischen Meister im Halbschwergewicht [[Tadeusz Grzelak]] überlegen nach Punkten besiegte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1953 besiegte Ulli Nitzschke bei der DDR-Meisterschaft im Halbschwergewicht Hans Roback aus [[Cottbus]] nach Punkten und holte sich seinen dritten DDR-Meistertitel. Inzwischen war die DDR als eigenständiges Mitglied in den Europäischen Amateur-Box-Verband aufgenommen worden. Ulli Nitzschke konnte deshalb bei der Europameisterschaft dieses Jahres in [[Warschau]] teilnehmen. Er zeigte im Halbschwergewicht hervorragende Leistungen und besiegte im Viertelfinale den Ungarn Szabo und im Halbfinale den bundesdeutschen Starter [[Helmut Pfirrmann]] aus [[Weinheim]] jeweils sicher nach Punkten. Auch im Finale gegen Tadeusz Grzelak war er stets Herr im Ring und gewann klar nach Punkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1954 war Ulli Nitzschke öfters verletzt. Er fehlte deshalb auch bei der DDR-Meisterschaft. In einem Länderkampf der DDR-Staffel gegen Polen besiegte er am 25. April 1954 in Wrocław im Schwergewicht Bogdan Wegrzyniak durch K.&amp;amp;nbsp;o. in der 1. Runde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der DDR-Meisterschaft 1955 startete Ulli Nitzschke im Schwergewicht. Er besiegte dabei im Finale Werner Kohnert vom SC Aufbau [[Magdeburg]] wegen zu großer Überlegenheit durch Abbruch in der 2. Runde. In einem Länderkampf gegen [[Österreich]] schlug er anschließend im Halbschwergewicht Frauenlob aus [[Salzburg]] nach Punkten und gewann auch in einem weiteren Länderkampf in [[Leipzig]] im Schwergewicht über Szabo nach Punkten. Bei der in Berlin (West) stattfindenden Europameisterschaft der Amateure war Ulli Nitzschke im Halbschwergewicht haushoher Favorit. Er kämpfte sich auch sicher in das Finale, in dem er dem bundesdeutschen Starter [[Erich Schöppner]] aus [[Witten]] gegenüberstand. Ulli Nitzschke kam mit dem fast einen Kopf kleineren Schöppner überhaupt nicht zu Rande. Er konnte seine Reichweitenvorteile nicht nutzen und wurde von Schöppner nach allen Regeln der Faustkampfkunst ausgeboxt. Europameister wurde deshalb Erich Schöppner und für Ulli Nitzschke blieb nur die EM-Silbermedaille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1956 war zwar Ulli Nitzschke bei der DDR-Meisterschaft nicht am Start. Er war aber bei der Ausscheidung für die erstmals zustande gekommene gesamtdeutsche Olympiamannschaft dabei. Er siegte dort im Halbschwergewicht über [[Georg Krenz]] aus [[Essen]] und Hans Roback und qualifizierte sich damit für [[Melbourne]]. In Melbourne erschien Ulli Nitzschke überraschenderweise als Schwergewichtler. Obwohl er für diese Gewichtsklasse gar nicht qualifiziert war, durfte er starten. Er verlor aber schon seinen ersten Kampf gegen den Italiener [[Giacomo Bozzano]] nach Punkten und musste ohne Medaille ausscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1957 war Ulli Nitzschke bei der Europameisterschaft in [[Prag]] wieder im Schwergewicht am Start. Er besiegte dort in der 1. Runde den Franzosen Labaj durch Abbruch in der 2. Runde und traf im Viertelfinale auf den sowjetischen Riesen [[Andrei Wassiljewitsch Abramow|Andrei Abramow]], der ca. 105&amp;amp;nbsp;kg auf die Waage brachte. Nitzschke kämpfte gegen Abramow hervorragend und erzielte in den ersten beiden Runden einen knappen Punktvorsprung, den er aber durch Konditionsmängel in der 3. Runde wieder verspielte. Die fünf Punktrichter entschieden daraufhin mit 3:2 Richterstimmen zugunsten von Abramow. Für Nitzschke war das eine sehr unglückliche Niederlage, die sein Ausscheiden bewirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 musste Ulli Nitzschke in der DDR wegen eines Verkehrsdeliktes eine viermonatige Haftstrafe absitzen und [[Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR|flüchtete am 15. August 1958 nach West-Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Profilaufbahn ===&lt;br /&gt;
In Berlin unterzeichnete er bei Manager Fritz Gretzschel einen Profivertrag und bestritt bereits am 4. Oktober 1958 in Berlin im Schwergewicht seinen ersten Profikampf gegen Bobby Warmbrunn, den er in der 4. Runde durch K. o. besiegte. Es folgten zwölf weitere Siege. Zunächst gegen Aufbaugegner, aber auch schon gegen sehr starke und bekannte Boxer wie [[Hans Friedrich (Boxer)|Hans Friedrich]] aus [[Dortmund]], den er am 30. Mai 1959 in [[Wolfsburg]] auspunktete, [[Francis Magnetto]] aus [[Frankreich]], den er am 26. Dezember 1959 in [[Köln]] in der 2. Runde vorzeitig besiegte und [[Ilkka Koski]] aus [[Finnland]], den er am 23. Januar 1960 in Berlin in der 1. Runde k. o. schlug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. Februar 1960 traf Ulli Nitzschke in Frankfurt/Main auf den US-amerikanischen Olympiasieger von 1956 [[Pete Rademacher]], der später als Profi und Herausforderer von [[Muhammad Ali|Cassius Clay]] einen guten Kampf lieferte. Rademacher traf Nitzschke in der 7. Runde in einem bis dahin ausgeglichenen Kampf so hart, dass dieser k. o. ging. Diese Niederlage von Ulli Nitzschke läutete eigentlich schon das Ende seiner Profilaufbahn ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gewann zwar noch u.&amp;amp;nbsp;a. gegen [[Kitione Lave]] aus [[Tonga]] am 19. August 1960 in Berlin durch K. o. in der 2. Runde und besiegte auch [[Ulrich Ritter (Boxer)|Ulli Ritter]] am 27. September 1961 in Frankfurt/Main nach Punkten, musste aber am 7. Oktober 1960 im Kampf gegen [[Albert Westphal]] in der 8. Runde und am 26. Januar 1963 im Kampf gegen [[Gerhard Zech (Boxer)|Gerhard Zech]] in der 7. Runde jeweils nach mehreren Niederschlägen wegen Verteidigungsunfähigkeit aus dem Ring genommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er beendete daraufhin nach dem Kampf gegen Zech seine Profilaufbahn als Boxer. Er war danach als Handelsvertreter in der Pelzbranche tätig und wurde 1967 nach einem schweren Autounfall Invalidenrentner in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Fachzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Box Sport&amp;#039;&amp;#039; aus den Jahren 1951 bis 1963&lt;br /&gt;
* [[Volker Kluge]]: &amp;#039;&amp;#039;Das große Lexikon der DDR-Sportler. Die 1000 erfolgreichsten und populärsten Sportlerinnen und Sportler aus der DDR, ihre Erfolge und Biographien.&amp;#039;&amp;#039; Schwarzkopf &amp;amp; Schwarzkopf, Berlin 2000, ISBN 3-89602-348-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{BoxRec ID|28315}}&lt;br /&gt;
* {{BoxRec Name|Ulli Nitzschke}}&lt;br /&gt;
* {{Olympedia|3566}}&lt;br /&gt;
* Webseite [http://www.amateur-boxing.strefa.pl/ Amateur-boxing.strefa.pl]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Nitzschke, Ulli}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europameister (Boxen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Meister (Boxen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Olympiateilnehmer (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1956]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Boxer (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Boxer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Flüchtling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Quedlinburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1933]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2013]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Nitzschke, Ulli&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Nitzschke, Ulrich (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Boxer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. Juli 1933&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Quedlinburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Juli 2013&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Chemnitz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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