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	<title>Ulf Leonhardt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T00:58:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ulf_Leonhardt&amp;diff=1501829&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Commons hinzugefügt, ISBN-Format</title>
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		<updated>2024-11-28T20:37:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Commons hinzugefügt, ISBN-Format&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ulf-Leonhardt.jpg|mini|Ulf Leonhardt]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ulf Leonhardt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. Oktober]] [[1965]] in [[Schlema]]) ist ein deutscher [[Physiker]], der sich mit [[Metamaterial]]ien, optischen Analoga zu [[Schwarzes Loch|Schwarzen Löchern]] und anderen optischen Phänomenen sowie mit Quanten-[[Levitation (Technik)|Levitation]] beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ulf Leonhardt studierte an der [[Friedrich-Schiller-Universität]] in [[Jena]] (Diplom 1990), der [[Lomonossow-Universität]] in [[Moskau]] und an der [[Humboldt-Universität zu Berlin]], wo er 1993 mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Quantum theory of simple optical instruments&amp;#039;&amp;#039; promoviert wurde, die den [[Tiburtius-Preis - Preis der Berliner Hochschulen|Tiburtius-Preis]] des Berliner Senats erhielt. 1994/5 war er Mitglied der Forschungsgruppe Nichtklassische Strahlung der [[Max-Planck-Gesellschaft]] in Berlin. 1995/96 war er Gastwissenschaftler am Oregon Center for Optics in [[Eugene (Oregon)]]. 1996 bis 1998 habilitierte er sich an der [[Universität Ulm]] (&amp;#039;&amp;#039;Quantenmechanische Zustandsmessung&amp;#039;&amp;#039;). 1998 bis 2000 war er an der [[Königlich Technische Hochschule Stockholm|Königlich Technischen Hochschule Stockholm]]. Von 2000 bis 2012 war Leonhardt Professor für theoretische Physik an der [[University of St. Andrews]] in [[Schottland]]. Seit Herbst 2012 ist er Professor am [[Weizmann-Institut für Wissenschaften]] in Israel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonhardt erhielt die [[Otto-Hahn-Medaille]] der &amp;#039;&amp;#039;Max-Planck-Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; und den &amp;#039;&amp;#039;Wolfson Research Merit Award&amp;#039;&amp;#039; der [[Royal Society]]. 2006 erhielt er den &amp;#039;&amp;#039;Scientific American 50 Award&amp;#039;&amp;#039; für seine Arbeit über Unsichtbarkeits-Phänomene in der [[Optik]]. Seit März 2009 ist Ulf Leonhardt Mitglied der [[Royal Society of Edinburgh]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Leonhardt erregte Aufmerksamkeit mit seinem Vorschlag, in der Optik Analoga von Schwarzen Löchern aus der [[Gravitationsphysik]] zu konstruieren, indem spezielle optische Materialien und Geometrien verwendet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor = Thomas G. Philbin, Chris Kuklewicz, Scott Robertson, Stephen Hill, Friedrich König, Ulf Leonhardt | Titel = Fiber-Optical Analog of the Event Horizon | Sammelwerk = Science | Band = 319 | Datum = 2008-03-07 | Nummer = 5868 | Seiten = 1367–1370 | DOI= 10.1126/science.1153625 | PMID = 18323448}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Schwarzes-Loch-Analogon|Analoga schwarzer Löcher]] in Wellenphänomenen wurden schon vorher von [[William Unruh]] (im akustischen Bereich) vorgeschlagen und unabhängig von [[Grigori Wolowik|Grigori Volovik]] und Matt Visser&amp;lt;!--und wie geht&amp;#039;s hier weiter?--&amp;gt;. Es gibt auch einfache hydrodynamische Beispiele, wie [[Wechselsprung|hydraulische Sprünge]]: ein Wasserstrahl trifft senkrecht auf eine flache Ebene, wo das Wasser erst glatt nach außen fließt und sich erst ab einem bestimmten Radius Wellen ausbilden, nachdem die Strömungsgeschwindigkeit unter die Wellengeschwindigkeit des Wassers gefallen ist (Analogon eines „Weißen Lochs“). Leonhardt realisierte diese in [[Faseroptik (Fachbereich)|optischen Fasern]]. Um Ereignishorizonte in Analogie zu Schwarzen Löchern zu konstruieren, muss die [[Lichtgeschwindigkeit]] im Medium, die vom [[Brechungsindex]] abhängt und frequenzabhängig ist, unter die Geschwindigkeit der Signalausbreitung im Medium fallen, die mit der sogenannten [[Gruppengeschwindigkeit]] erfolgt. Durch nichtlineare optische Effekte erhöhen [[Laser]]-Lichtpulse in Faseroptiken den Brechungsindex ([[Kerr-Effekt]]). Wird ein vorlaufender Lichtimpuls von nachfolgenden [[Impuls]]en unterschiedlicher Frequenz und damit unterschiedlicher lokaler Lichtgeschwindigkeit eingeholt, wirkt diese Erhöhung des Brechungsindex wie ein Ereignishorizont – einem schwarzen Loch an der Vorderfront des erzeugenden Pulses entsprechend und einem Weißen Loch am Hinterende. Von Leonhardt und seinen Mitarbeitern wurden in diesen Experimenten auch die Analoga zur [[Hawking-Strahlung]] beobachtet. Sie tritt auch ständig bei den zu Kommunikationszwecken verwendeten Laser-Pulsen in Faseroptiken auf, ist aber für alle praktischen Zwecke von vernachlässigbarer Größe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 entwickelte er theoretische Ideen, Objekte unsichtbar zu machen, wieder unter Verwendung spezieller Materialien und Geometrien (die Leonhardt mit Hilfe [[Konforme Abbildung|konformer Abbildungen]] konstruiert), die ähnlich funktionieren wie bei Luftspiegelungen („[[Fata Morgana]]“), wo eine Hintergrundansicht durch die geänderten Lichtbrechungs-Bedingungen in erhitzter Luft ein Objekt im Vordergrund verdeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor = Ulf Leonhardt | Titel = Notes on conformal invisibility devices | Sammelwerk = New Journal of Physics | Band = 8 | Datum = 2006-07 | Nummer = 7 | Seiten = 118–118 | DOI= 10.1088/1367-2630/8/7/118}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor = Ulf Leonhardt | Titel = Optical Conformal Mapping | Sammelwerk = Science | Band = 312 | Datum = 2006-06-23 | Nummer = 5781 | Seiten = 1777–1780 | DOI= 10.1126/science.1126493 | PMID = 16728596}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor = Awatif Hendi, Julian Henn, Ulf Leonhardt | Titel = Ambiguities in the Scattering Tomography for Central Potentials | Sammelwerk = Physical Review Letters | Band = 97 | Datum = 2006-08-14 | Nummer = 7 | Seiten = 073902 | DOI= 10.1103/PhysRevLett.97.073902}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ähnliche Vorschläge machte etwa gleichzeitig [[John Pendry]]. Erste Experimente dazu wurden von David Smith ([[Duke University]]) und Mitarbeitern&amp;lt;ref&amp;gt;David Smith u.&amp;amp;nbsp;a., Science Express, 19. Oktober 2006&amp;lt;/ref&amp;gt; unter Verwendung von künstlich hergestellten Metamaterialien durchgeführt. Sie erzeugen – allerdings nur für kleine Frequenzbereiche (in diesem Fall im [[Mikrowellen]]-Bereich) – einen „Unsichtbarkeitseffekt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 zeigte er theoretisch&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor = Ulf Leonhardt, Thomas G. Philbin | Titel = Quantum levitation by left-handed metamaterials | Sammelwerk = New Journal of Physics | Band = 9 | Datum = 2007-08 | Nummer = 8 | Seiten = 254–254 | DOI= 10.1088/1367-2630/9/8/254}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, dass bei Verwendung von speziellen Materialien der [[Casimir-Effekt]] zwischen zwei Leiter-Platten, der normalerweise anziehend ist und auf den durch die Platten veränderten Randbedingungen für Quantenfluktuationen des Vakuums beruht, abstoßend gemacht werden könnte (Levitation). Die dazu nach Leonhardt benötigten, zwischen den Leiterplatten platzierten Materialien haben negativen [[Brechungsindex]] (statt des üblichen positiven wie in Glas oder Wasser).&amp;lt;ref&amp;gt;Theoretisch vorgeschlagen vom russischen Physiker [[Wiktor Georgijewitsch Wesselago|Wesselago]] 1968. Vorschläge zur Realisierung durch Metamaterialien machte John Pendry 1999, realisiert wurden sie erstmals in der Arbeitsgruppe von David Smith 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Essential quantum optics - from quantum measurements to black holes&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge University Press 2010, ISBN 0-521-14505-8&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Measuring the quantum state of light&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge Studies in Modern Optics, Cambridge University Press 1997&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Slow Light&amp;#039;&amp;#039; in Grigori Volovik, Matt Visser, Mario Novello (Herausgeber): &amp;#039;&amp;#039;Artificial Black Holes&amp;#039;&amp;#039;, World Scientific 2002&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Schwarze Löcher im Labor&amp;#039;&amp;#039;, Physik in unserer Zeit, 2009, Heft 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
*{{DNB-Portal|113958463}}&lt;br /&gt;
*{{Webarchiv | url=http://www.st-andrews.ac.uk:80/~ulf/ | wayback=20160701053446| text=Homepage in St.Andrews mit ausführlicher Beschreibung seiner Arbeiten, in Englisch}}&lt;br /&gt;
*[https://ulfleonhardt.weizmann.ac.il/ Homepage beim Weizmann-Institut für Wissenschaften]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=113958463|LCCN=n/96/95030|VIAF=115679498}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Leonhardt, Ulf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physiker (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (St. Andrews)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Königlich Technische Hochschule Stockholm)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Royal Society of Edinburgh]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1965]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Leonhardt, Ulf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Physiker, Hochschullehrer in St. Andrews&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Oktober 1965&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Schlema]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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