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	<title>Ulcus duodeni - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T20:30:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ulcus_duodeni&amp;diff=88635&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Uwe Gille: /* Ursachen */</title>
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		<updated>2024-11-27T08:32:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ursachen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| AUSRICHTUNG = &lt;br /&gt;
| BREITE = &lt;br /&gt;
| 01-CODE = K26.-&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Ulcus duodeni&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ulcus duodeni&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (eingedeutscht auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Duodenalulkus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Duodenalgeschwür&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zwölffingerdarmgeschwür&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Geschwür ([[Ulcus]]) im Zwölffingerdarm ([[Duodenum]]). Kriterium für die Klassifikation als Ulcus ist ein Substanzdefekt, der die &amp;#039;&amp;#039;Lamina muscularis mucosae&amp;#039;&amp;#039;, d.&amp;amp;nbsp;h. die unter der eigentlichen [[Schleimhaut]] liegende Muskelschicht, überschreitet. Oberflächlichere Läsionen werden als [[Erosion (Medizin)|Erosion]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ulcus duodeni ist seit 1824 bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Epidemiologie ==&lt;br /&gt;
Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts erkannte [[Berkley George Andrew Moynihan, 1. Baron Moynihan|Berkley George Andrew Moynihan]] (1865–1936) die große Häufigkeit des Zwölffingerdarmgeschwürs.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 58.&amp;lt;/ref&amp;gt; Duodenalulzera (von lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Ulcera duodeni&amp;#039;&amp;#039;) sind etwa viermal häufiger als [[Magengeschwür]]e. Sie treten gehäuft im jüngeren bis mittleren Lebensalter vorwiegend bei Personen männlichen Geschlechts (mehr als doppelt so häufig wie bei Frauen&amp;lt;ref&amp;gt;G. Lindell et al.: &amp;#039;&amp;#039;On the natural history of peptic ulcer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Scandinavian Journal of Gastroenterology.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 29, 1994, Heft 11, S. 979–982, {{ISSN|0085-5928}}. PMID 7871377.&amp;lt;/ref&amp;gt;) und bei Personen mit [[Blutgruppe]] 0 auf. Das Auftreten wird vermehrt im Frühling und im Herbst beobachtet. Im Laufe seines Lebens erkrankt etwa jeder Zehnte an einem Ulcus duodeni. Die Inzidenz liegt bei 0,1–0,2 % und ist insgesamt leicht rückläufig.&amp;lt;ref&amp;gt;Gotthard Schettler, [[Heiner Greten]]: &amp;#039;&amp;#039;Innere Medizin. Verstehen, Lernen, Anwenden.&amp;#039;&amp;#039; 9. Auflage. Thieme, Stuttgart 1998, ISBN 3-13-552209-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
An der Entstehung eines Zwölffingerdarmgeschwürs scheinen mehrere Faktoren beteiligt zu sein. Allgemein gesprochen liegt jedem Zwölffingerdarmgeschwür ein Missverhältnis von schleimhautschützenden Faktoren (Schleim, [[Bikarbonat]], [[Prostaglandin]]) und aggressiven Faktoren wie [[Magensäure]], [[Protease]]n und entzündlichen Reaktionen zugrunde. Eine chronische Infektion mit dem Bakterium &amp;#039;&amp;#039;[[Helicobacter pylori]]&amp;#039;&amp;#039; ist seit den 1980er Jahren als einer der wichtigsten Auslöser gesichert. Weitere additiv wirkende Mechanismen sind Hyperazidität (zu niedriger pH-Wert), Durchblutungsstörungen der Darmwand und die Dauereinnahme von Medikamenten, die die Prostaglandinsynthese hemmen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Acetylsalicylsäure]]). Auch [[Psychosomatik|psychosomatische]] Faktoren spielen eine Rolle. Atypisch lokalisierte, multiple (mehrfache) und rezidivierende (nach Ausheilung wiederkehrende) Ulzera weisen auf ein [[Zollinger-Ellison-Syndrom]] hin. In den [[Holy Seven]] beschreibt [[Franz Alexander]] das Ulcus duodeni als [[psychosomatisch]]e Krankheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Morphologie ==&lt;br /&gt;
Der sich unmittelbar an den Magenausgang ([[Pylorus]]) anschließende Bereich (etwa 2&amp;amp;nbsp;cm) wird bevorzugt befallen. Akute Ulzera sind meist kreisrund, liegen im Niveau der Schleimhaut und haben eingezogene Ränder. Chronische Geschwüre sind scharf begrenzt und zeigen oft nach &amp;#039;&amp;#039;oral&amp;#039;&amp;#039; (mundwärts) einen überhängenden Rand, während der Rand nach &amp;#039;&amp;#039;aboral&amp;#039;&amp;#039; treppenartig abgetragen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
Allgemeinsymptome wie [[Übelkeit]], [[Erbrechen]], Druck- und Völlegefühl sowie unregelmäßiger Stuhlgang stehen oft am Anfang. Häufig kann ein ungewollter Gewichtsverlust beobachtet werden. Anders als beim Magengeschwür ist beim Ulcus duodeni der „[[Nüchternschmerz]]“ typisch, der sich erst etwa zwei Stunden nach Nahrungsaufnahme bzw. nachts bemerkbar macht und in der mittleren Oberbauchregion (&amp;#039;&amp;#039;epigastrisch&amp;#039;&amp;#039;) oder um den Bauchnabel herum (&amp;#039;&amp;#039;periumbilikal&amp;#039;&amp;#039;) angegeben wird. Die Symptomatik ist nicht spezifisch, andere Krankheitsprozesse im Bauchraum müssen ausgeschlossen werden. Manchmal verursacht ein manifestes Ulcus auch überhaupt keine Beschwerden und wird erst bei Routineuntersuchungen oder unter anderen Fragestellungen entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Bei der in den meisten Fällen gefundenen Helicobacter-pylori-Infektion wird eine [[Helicobacter pylori#Therapie (Eradikation)|Eradikationstherapie]] durchgeführt, die aus drei bis vier Arzneimitteln (zwei [[Antibiotikum|Antibiotika]], ein [[Protonenpumpenhemmer]] zur Hemmung der Magensäureproduktion und ggf. [[Bismut]]) besteht, die über einen Zeitraum von sieben bis zehn Tagen eingenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von zentraler Bedeutung ist es außerdem, auslösende Faktoren auszuschalten, zu denen insbesondere [[Nichtopioid-Analgetikum|peripher wirksame Schmerzmittel]] wie [[Acetylsalicylsäure]] (ASS, Aspirin) und [[Nichtsteroidales Antirheumatikum|nichtsteroidale Antirheumatika]] (NSAR, z.&amp;amp;nbsp;B. Ibuprofen) gehören. Die sonstige konservative Behandlung versucht, das Gleichgewicht von schleimhautprotektiven und -aggressiven Faktoren wiederherzustellen. Neben Diät, Nikotin- und Alkoholkarenz und Stressvermeidung werden heute vor allem [[Protonenpumpenhemmer]] wie [[Omeprazol]] oder [[Pantoprazol]] verordnet, die je nach Dosierung die Säureproduktion des Magens reduzieren oder vollständig unterbinden. Die Indikation für eine Dauertherapie mit Protonenpumpenhemmern sollte aufgrund des Nebenwirkungspotentials allerdings kritisch gestellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2017/daz-7-2017/wenn-ppi-zu-lange-eingenommen-werden |titel=Wenn PPI zu lange eingenommen werden |datum=2017-02-16 |abruf=2019-01-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konservativ nicht zufriedenstellend behandelbare Geschwüre&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa [[Rudolf Nissen]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Resektion des tiefsitzenden Duodenalulkus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zentralblatt für Chirurgie.&amp;#039;&amp;#039; Band 60, 1933, S. 483 ff., und O. Bsteh: &amp;#039;&amp;#039;Technik der Resektion tiefsitzender Duodenalulzera.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für Klinische Chirurgie.&amp;#039;&amp;#039; Band 175, 1933, S. 114 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; werden heute nur noch selten operiert, da mit der Helicobactereradikation in den meisten Fällen eine Heilung zu erzielen ist. Nur noch selten durchgeführt wird die [[Vagotomie]],&amp;lt;ref&amp;gt;L. R. Dragstedt, F. M. Owens: &amp;#039;&amp;#039;Supradiaphragmatic section of the vagus nerves in the treatment of duodenal ulcer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Proc. Soc. exp. Biol.&amp;#039;&amp;#039; Band 53, 1943, S. 152 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; bei der je nach Variante unterschiedliche Teile des den Magen innervierenden Anteils des [[Nervus vagus]] durchtrennt werden. Ebenfalls nur noch selten erforderlich ist die Durchführung einer [[Magenresektion]],&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Hans Finsterer]]: &amp;#039;&amp;#039;Ausgedehnte Magenresektion bei Ulcus duodeni statt der einfachen Duodenalresektion bzw. Pylorusausschaltung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zentralblatt für Chirurgie.&amp;#039;&amp;#039; Band 45, 1918, S. 434 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; bei der durch Entfernung der hauptsächlich für die Magensäureproduktion verantwortlichen Magenanteile eine Abheilung des Ulcus ermöglicht wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch R. Buchberger, H. Kunz: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der chirurgischen Behandlung des Magen-Zwölffingerdarm-Geschwürs.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bruns’ Beiträge zur Klinischen Chirurgie.&amp;#039;&amp;#039; 1968, S. 216, 184, 280 und 367.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Komplikationen ==&lt;br /&gt;
Das Ulcus duodeni ist eine der Hauptursachen für die [[Obere Gastrointestinale Blutung|obere gastrointestinale Blutung]], ein Viertel bis ein Drittel der Fälle gehen darauf zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Schemmer et al.: &amp;#039;&amp;#039;The vital threat of an upper gastrointestinal bleeding. Risk factor analysis of 121 consecutive patients&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;World Journal of Gastroenterology.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 12, 2006, Heft 22, S. 3597–3601, {{ISSN|1007-9327}}. PMID 16773718.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gregorios A. Paspatis et al.: &amp;#039;&amp;#039;An epidemiological study of acute upper gastrointestinal bleeding in Crete, Greece.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;European Journal of Gastroenterology and Hepatology.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 12, 2000, Heft 11, S. 1215–1220, {{ISSN|0954-691X}}. PMID 11111778.&amp;lt;/ref&amp;gt; Selten ist die [[Perforation#Medizin|Perforation]], die zur lebensbedrohlichen eitrigen [[Peritonitis]] führen kann. Ursache für die Ulcusblutung können auch [[Nichtsteroidales Antirheumatikum|NSAR]] sein. Die gesetzlichen Krankenversicherungen wenden jährlich fast 125 Mio. Euro für die [[Therapie|Behandlung]] gastrointestinaler [[Nebenwirkung]]en der NSAR auf. 1100 bis 2200 Menschen sterben in Deutschland jährlich an gastrointestinalen Komplikationen, u.&amp;amp;nbsp;a. Duodenalblutungen (Schätzungen). Die [[Dunkelziffer]] dürfte deutlich höher liegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach &amp;#039;&amp;#039;Reduziert den Schmerz, schont die Organe.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Allgemeinarzt.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 28, 2007, Heft 9, S. 39, {{ISSN|0172-7249}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach &amp;#039;&amp;#039;tNSAR versus Coxibe: Was ist gesichert? - Rund 2.200 Tote jährlich durch Komplikationen im GI-Trakt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ärztliche Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Band 22 vom 29. Mai 2007, S. 8, {{ISSN|1867-125X}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Yvonne Syha, Laura Popescu, Mario Wurglics, Manfred Schubert-Zsilavecz: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Ulcustherapie&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Pharmazie in unserer Zeit]]. Wissenschaft, Bildung, Weiterbildung.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 34, 2005, Heft 3, S. 188–192, {{ISSN|0048-3664}}.&lt;br /&gt;
* Hans Adolf Kühn: &amp;#039;&amp;#039;Ulcus ventriculi und duodeni (Ulcus pepticum, Ulcus rotundum, angelsächsisch „Peptic ulcer“, französisch „ulcère“).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ludwig Heilmeyer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Inneren Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 786–795.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Gastroenterologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Viszeralchirurgie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dünndarm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[da:Ulcus duodeni]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Uwe Gille</name></author>
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