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	<title>Ukrainisierung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T16:08:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ukrainisierung&amp;diff=2740085&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;AxelHH: /* Geschichte */ das zitat ist eindeutig viel zu lang</title>
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		<updated>2026-03-22T19:19:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; das zitat ist eindeutig viel zu lang&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ukrainisierung.jpg|mini|Straßenschild in der Ukraine, an dem die russischen Ortsnamen durch Ukrainische ersetzt wurden; in der lateinischen Umschrift ist hier allerdings die russische Form erhalten geblieben]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Here is Ukrainian spoken.jpg|mini|„Wir sprechen ukrainisch“. Tafel an der Poliklinik [[Lwiw]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Meeting in Kharkov.jpg|mini|Demonstranten fordern die Anerkennung des Russischen als regionale Amtssprache in [[Charkiw]] (2006)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ukrainisierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ukS|українізація|IPA=ʊkrɐjinʲiˈzat͡sʲijɐ|Audio=LL-Q8798 (ukr)-Tohaomg-українізація.wav}}/&amp;#039;&amp;#039;ukrajinisazija&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet meist eine von ungesteuerten [[Transkulturation]]sprozessen zu unterscheidende [[Assimilationspolitik]] und [[Sprachpolitik|Sprachenpolitik]], Maßnahmen des [[Nation-Building|Nation Building]] oder Maßnahmen zur [[Ethnisierung]], die den Gebrauch der [[Ukrainische Sprache|ukrainischen Sprache]] und mit ihr die Wirkung der [[Ukrainische Kultur|ukrainischen Kultur]] verstärken und erweitern. Zur Zeit der [[Sowjetunion]] wechselten mehrere Phasen der Ukrainisierung und teilweise aggressive [[Russifizierung]] miteinander ab, die den Zusammenhalt der Sowjetunion und ihre Akzeptanz stärken sollten. Seit dem Konflikt mit Russland ab 2014 hat der Begriff eine neue Komponente gewonnen (Westbindung, Demokratisierung und Abgrenzung zu Russland). Der Ukrainisierung entspricht meist eine Entrussifizierung oder Rückgängigmachung früherer Russifizierungsmaßnahmen. Ukrainisierung ist grundsätzlich mit Minderheitenschutz und der Anerkennung offizieller [[Zweitsprache]]n oder [[Regionalsprache]]n nach der [[Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen|Europäischen Charta für Minderheiten- und Regionalsprachen]] vereinbar, kann aber auch den Charakter der Unterdrückung und Diskriminierung von Minderheitensprachen annehmen wie durch die Aufhebung des Minderheitensprachengesetzes 2012 der Regierung Asarow-Janukovic durch die Regierung Jasenjuk – Turtschinov 2014.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Territorium der heutigen Ukraine stand seit Jahrhunderten unter dem Einfluss verschiedener Großreiche, zunächst [[Polen-Litauen]]s, später [[Österreich-Ungarn]]s und insbesondere [[Russisches Kaiserreich|Russlands]]. Die verschiedenen Regionen des heutigen ukrainischen Staates erlebten daher zum Teil lang andauernde Phasen der [[Polonisierung]] und später der [[Russifizierung]]. Da große Teile im Osten und Süden des Landes zum [[Russisches Kaiserreich|Russischen Kaiserreich]] gehörten, waren sie aggressiven Russifizierungsmaßnahmen der zaristischen Regierung ausgesetzt. Zwischenzeitlich war die ukrainische Schriftsprache durch den [[Emser Erlass]] im russischen Teil der Ukraine sogar gänzlich verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Herausbildung der Sprachbezeichnung „Ukrainisch“ wurden sowohl die späteren Ukrainer als [[Kleinrussland|Kleinrussen]] als auch das Ukrainische als „kleinrussische Sprache“ bezeichnet. Kleinrussisch wurde in [[Meyers Konversations-Lexikon|&amp;#039;&amp;#039;Meyers Konversationslexikon&amp;#039;&amp;#039;]] von 1907 als gegenüber dem Russischen eigenständige standardisierte [[Mundart]] mit reichhaltiger Literatur und eigener dialektaler Gliederung eingeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Meyers-1905 |Lemma=Kleinrussische Sprache und Literatur |Band=11 |Seite=122 |SeiteBis=124 |zenoID=2000690145X}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zwischenzeitliche Blüte erlebte die [[ukrainische Sprache]] und Kultur zwischen 1923 und 1931. Im Rahmen der [[Korenisazija]]-Politik der [[Sowjetunion]] kam es im Gebiet der [[Ukrainische SSR|Ukrainischen SSR]] zu einer vorübergehenden starken Ukrainisierungsphase.&amp;lt;ref&amp;gt;Wasyl Iwanyschyn, Jaroslaw Radewytsch-Wynnyzyj: &amp;#039;&amp;#039;Mowa i Naziya&amp;#039;&amp;#039;. Drohobytsch, Vidrodzhennya 1994, ISBN 5-7707-5898-8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Sowjetunion beabsichtigte, die Ukrainer so nachträglich in die Sowjetunion zu integrieren. Die ukrainische Sprache wurde explizit gefördert, die [[Alphabetisierung (Lesefähigkeit)|Alphabetisierungsrate]] stieg stark an, das Schulsystem wurde nahezu vollständig auf Ukrainisch umgestellt und die ukrainische Presse entwickelte sich, auf Grund staatlicher Förderung, in einem nie dagewesenen Ausmaß. Der Einfluss des Russischen wurde gleichzeitig stark zurückgedrängt. Bereits zu dieser Zeit gab es Widerstand gegen die Ukrainisierung, die von ihren Gegnern als diskriminierend und „zu hart“ angesehen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=С. А. Цвілюк |Titel=Українізація України |TitelErg=Тернистий шлях національно-культурного відродження доби сталінізму |Verlag=Маяк |Ort=Odessa |Datum=2004 |ISBNformalFalsch=996-587-115-3 |Sprache=uk}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Beginn der 1930er Jahre kam die Sowjetunion unter [[Josef Stalin]] von der Ukrainisierungspolitik wieder ab und favorisierte erneut das Russische gegenüber dem Ukrainischen. Nach einer kurzen Phase in der [[Tauwetter-Periode]] um 1960, in der die gesellschaftliche Stellung der ukrainischen Sprache wieder gestärkt wurde, kehrte die politische Führung unter [[Leonid Iljitsch Breschnew|Breschnew]] wieder zur Förderung des Russischen zurück. Vor allem im Bildungssektor wurde die ukrainische Sprache zurückgedrängt. Ukrainisch war zwar während der gesamten sowjetischen Epoche nominell gleichberechtigt, tatsächlich besaß die Sprache aber nur geringes Prestige, während die Benutzung des Russischen auf allen Ebenen implizit gefördert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lenore A. Grenoble |Titel=The ukrainian SSR |Sammelwerk=Language Policy in the Soviet Union |Verlag=Kluwer |Ort=Dordrecht |Datum=2003 |ISBN=1-4020-1298-5 |Kapitel=Chaper three |Seiten=83–86 |Online=[https://books.google.de/books?id=Nn3xDTiL0PQC&amp;amp;pg=PA83&amp;amp;lpg=PA83&amp;amp;dq=Ukrainian+language+Soviet+Union&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=BYC4OqS7Lg&amp;amp;sig=thD35bVU7p3ZRskVKvc_NPGkv5U&amp;amp;hl=nl&amp;amp;ei=mL8TStjLNYqc-ga08_WvDw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=5#v=onepage&amp;amp;q=Ukrainian%20language%20Soviet%20Union&amp;amp;f=false Google Books] |Abruf=2014-09-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Politik änderte sich erst, als 1989 ein Sprachengesetz erlassen wurde, in dem Ukrainisch zur alleinigen [[Amtssprache]] erklärt wurde. In der [[Westukraine]], die erst 1939 Teil der Sowjetunion wurde, blieb der Einfluss der ukrainischen Sprache größer.&amp;lt;ref&amp;gt;Karoline Pemwieser: &amp;#039;&amp;#039;Ukrainisch kontra Russisch. Die Sprachsituation in der Ukraine&amp;#039;&amp;#039;. Diplomarbeit, Grin, München 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Ukraine 1991 unabhängig wurde, sprach ein signifikanter Teil der ukrainischen Bevölkerung, namentlich in der Ostukraine, bevorzugt Russisch, einigen Statistiken zufolge tat dies sogar mehr als die Hälfte der Bevölkerung.&amp;lt;ref&amp;gt;Gertjan Dijkink: [https://books.google.com/books?id=3RRJr-5q1H0C&amp;amp;pg=PA359 &amp;#039;&amp;#039;The Territorial Factor: Political Geography in a Globalising World&amp;#039;&amp;#039;.] Vossiuspers Amsterdam University Press, Amsterdam 2001, ISBN 90-5629-188-2, S. 359.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seitdem begann erneut eine Phase der Ukrainisierung, auch in mehrheitlich russischsprachigen Gebieten. Ukrainisch wurde bereits 1991 landesweit verbindliches Prüfungsfach an allen Schulen und Hochschulen, während Russisch kurz darauf als Pflichtfach abgeschafft wurde. Bis 2004 wurden rund zwei Drittel aller russischsprachigen Schulen in ukrainischsprachige Einrichtungen umgewandelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.igpi.ru/info/people/malink/1111152776.html igpi.ru]&amp;lt;/ref&amp;gt; so dass Russisch im Bildungssystem heute deutlich unterrepräsentiert ist. Der Anteil ukrainischsprachiger Schulen wurde von 45 % im Jahr 1989 auf über 80 % im Jahr 2009 gesteigert.&amp;lt;ref&amp;gt;Inna Sawhorodnja: {{Webarchiv |url=http://ukrainianweek.com/Society/40874y |text=&amp;#039;&amp;#039;How to Bring Up a Ukrainian-Speaking Child in a Russian-speaking or bilingual environment&amp;#039;&amp;#039;. |archive-is=20130205073318}} UkrainianWeek.com, 2. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurden Gesetze erlassen, die den Gebrauch des Russischen einschränkten, etwa in Kinos, im Radio und im Fernsehen. 2008 riefen einige Kulturschaffende die Regierung zu einem Boykott auf, um russische Fernsehprogramme gänzlich aus dem Angebot des Kabelfernsehens zu entfernen und stattdessen einheimische Produktionen zu fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ukraine-nachrichten.de/ukrainische-kulturschaffende-fordern-radikale-ukrainisierung_435_gesellschaft Ukraine-Nachrichten, 7. Mai 2008]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Ukrainisierung des Rundfunks wurde schon 2004–2006 weitgehend mit administrativen Mitteln umgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/article9JSLK-1.244415 |titel=«Ukrainisierung» des ukrainischen Rundfunks |werk=[[Neue Zürcher Zeitung|NZZ]] |datum=2004-04-23 |abruf=2014-09-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Rundfunk- und Fernsehgesetz schrieb ausgewogene Quoten und die Untertitelung bzw. [[Synchronisation]] nicht-ukrainischer Filme vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sprachverhältnisse in der Ukraine verschoben sich seitdem zugunsten des Ukrainischen, wenn auch Russisch bis heute in einigen Regionen der Ukraine die dominierende Sprache ist. In jenen Landesteilen spricht sich eine Mehrheit der Bevölkerung für die Einführung des Russischen als gleichberechtigte zweite Amtssprache aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.kyivpost.com/content/ukraine/poll-over-half-of-ukrainians-against-granting-official-status-to-russian-language-318212.html |titel=Poll: Over half of Ukrainians against granting official status to Russian language |werk=Kyiv Post |datum=2012-12-27 |sprache=en |abruf=2014-09-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Umsetzung führte zu einer politischen Konfrontation. Im Präsidentschaftswahlkampf 2010 nahm der Sprachkonflikt viel Raum ein, danach auch wieder anlässlich der Parlamentswahlen 2012; die Sprache wurde nach Darstellung von [[Gerhard Simon (Slawist)|Gerhard Simon]] (2007) sowohl von der Opposition als auch den Regierungsparteien inszeniert und instrumentalisiert, „um auf dem ideologischen Feld Wähler zu mobilisieren“, und „um die zum Teil enttäuschten Stammwähler im Osten und Süden der Ukraine von realen und relevanten Themen abzulenken“;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerhard Simon |Titel=Ukrainisch – Russisch: Sprachen, Sprachgebrauch, Sprachenkonflikte in der Ukraine |Sammelwerk=Ukraine-Analysen |Nummer=19 |Datum=2007-02-13 |Seiten=6–11 |Online=https://www.laender-analysen.de/ukraine-analysen/19/ukrainisch-russisch-sprachen-sprachgebrauch-sprachenkonflikte-in-der-ukraine/ |Abruf=2022-07-19 |DOI=10.31205/UA.019.02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; nach einer Umfrage der Stiftung Demokratische Initiative vom 6. Juni 2012 stellte der Status der russischen Sprache für die Bevölkerung auch im Osten der Ukraine eines der geringsten Probleme dar und lag in dieser Umfrage auf Rang 31 von 34 Problemen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Matthias Guttke, Hartmut Rank |url=http://www.bpb.de/internationales/europa/ukraine/144396/analyse-mit-der-sprachenfrage-auf-stimmenfang-zur-aktuellen-sprachgesetzgebung-in-der-ukraine |titel=Mit der Sprachenfrage auf Stimmenfang |hrsg=[[Bundeszentrale für Politische Bildung]] |datum=2012-09-14 |abruf=2015-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Regierung berief sich auf die [[Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen]], obschon das Russische kaum eine „allmählich zu verschwinden drohende […] Regional- oder Minderheitensprache“ gemäß der Präambel der Charta ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bpb.de/themen/europa/ukraine/144396/analyse-mit-der-sprachenfrage-auf-stimmenfang-zur-aktuellen-sprachgesetzgebung-in-der-ukraine/ |titel=Analyse: Mit der Sprachenfrage auf Stimmenfang. Zur aktuellen Sprachgesetzgebung in der Ukraine |hrsg=[[Bundeszentrale für Politische Bildung]] |sprache=de |abruf=2022-07-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. August 2012 trat unter der Regierung [[Wiktor Janukowytsch]]s das neue Sprachgesetz „Zu den Grundlagen der staatlichen Sprachpolitik“ in Kraft. Dieses Gesetz regelte u.&amp;amp;nbsp;a., dass in Gebieten mit einem Anteil von wenigstens 10 Prozent Muttersprachlern einer anerkannten Minderheitensprache diese Sprache zur [[Regionalsprache]] erhoben werden kann. Diese Bestimmung führte dazu, dass der russischen Sprache in 13 der 27 Verwaltungseinheiten des Landes ein offizieller Status zugestanden wurde. Daher wurde das neue Gesetz vor allem als Aufwertung der russischen Sprache angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=K. Savin, A. Stein |url=http://www.boell.de/weltweit/europanordamerika/europa-nordamerika-ukraine-sprachenstreit-14927.html |titel=Der Sprachenstreit in der Ukraine |hrsg=[[Heinrich-Böll-Stiftung]] |datum=2012-06-22 |abruf=2014-09-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Matthias Guttke, Hartmut Rank |url=http://www.bpb.de/internationales/europa/ukraine/144396/analyse-mit-der-sprachenfrage-auf-stimmenfang-zur-aktuellen-sprachgesetzgebung-in-der-ukraine?p=all |titel=Analyse: Mit der Sprachenfrage auf Stimmenfang. Zur aktuellen Sprachgesetzgebung in der Ukraine |hrsg=[[Bundeszentrale für politische Bildung]] |datum=2012-09-14 |abruf=2014-09-30}} {{&amp;quot; |Das am 10. August 2012 in Kraft getretene neue ukrainische Sprachengesetz »Über die Grundlagen der staatlichen Sprachenpolitik« löst das »Gesetz der Ukrainischen Sowjetrepublik ›Über die Sprachen‹« ab.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wäre auch die Förderung weiterer Minderheitensprachen, darunter [[Rumänische Sprache|Rumänisch]], [[Bulgarische Sprache|Bulgarisch]] und [[Ungarische Sprache|Ungarisch]], möglich gewesen, doch wurde nie ein entsprechender Entscheid gefällt. Die Debatte und die Abstimmung über das Sprachgesetz im Parlament im Mai 2012 war von Tumulten und Schlägereien begleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/politik/ausland/politiker-in-der-ukraine-liefern-sich-schlaegerei-im-parlament-a-835170.html |titel=Ukrainische Politiker lassen die Fäuste sprechen |werk=[[Spiegel Online]] |abruf=2014-09-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Euromaidan]]-Revolution beschloss das ukrainische Parlament mit knapper Mehrheit die Aufhebung des Sprachgesetzes. Während der [[Krieg in der Ukraine seit 2014|Ukraine-Krise 2014]] kam es zu Unruhen im Osten des Landes, so dass Übergangspräsident [[Oleksandr Turtschynow]] die Parlamentsentscheidung blockierte und das Gesetz weiterhin in Kraft blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Konflikt mit Russland 2014 hat der Begriff eine politische Komponente gewonnen (Westbindung, Demokratisierung und Abgrenzung zu Russland).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bpb.de/themen/europa/ukraine/187150/kommentar-ukrainisierung-krise-und-krieg-fuehren-das-land-zusammen/ |titel=Kommentar: Ukrainisierung: Krise und Krieg führen das Land zusammen |hrsg=[[Bundeszentrale für Politische Bildung]] |sprache=de |abruf=2022-07-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ukrainisierungsmaßnahmen haben aber nach Aussagen einiger Kritiker auch das Ziel, das Russische aus der Öffentlichkeit zu verdrängen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Kerstin Holm |url=https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/ukraine-neues-sprachgesetz-soll-das-russische-zurueckdraengen-17736397.html |titel=Ukraine-Russland-Konflikt: Das Russische abwürgen |werk=[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ.net]] |datum= |abruf=2022-07-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Veraltet|seit=2019}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Ukraine)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkulturation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ukrainische Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachpolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Ukraine)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russisch-ukrainische Beziehungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;AxelHH</name></author>
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