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	<title>Ujamaa - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T08:19:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ujamaa&amp;diff=463596&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2026-04-09T05:35:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ujamaa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der [[Swahili (Sprache)|Swahili]]-Begriff für „Dorfgemeinschaft, Familie, Familiensinn und Gemeinschaftssinn“. Er bezeichnet ein vom ersten Präsidenten [[Tansania]]s, [[Julius Nyerere]], geprägtes Gesellschaftsmodell, das bis 1985 in Tansania angewendet wurde. &amp;#039;&amp;#039;Ujamaa&amp;#039;&amp;#039; wird oft gleichgesetzt mit dem Begriff [[Afrikanischer Sozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ujamaa-Sozialismus ==&lt;br /&gt;
Mit der [[Arusha-Deklaration]] 1967 stellte Nyerere erstmals seine Ideen von einem afrikanischen Sozialismus vor. Als zwei Schlagworte hierfür wurden &amp;#039;&amp;#039;Ujamaa&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Self-reliance]]&amp;#039;&amp;#039; (Swahili: &amp;#039;&amp;#039;kujitegemea&amp;#039;&amp;#039;, deutsch etwa: „Selbstverantwortung, Eigenständigkeit“) geprägt.&lt;br /&gt;
Während die Idee des Ujamaa national beschränkt blieb, verbreitete sich die Idee der &amp;#039;&amp;#039;Self-reliance&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;kujitegemea&amp;#039;&amp;#039;) relativ rasch auch über die Grenzen Tansanias hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nyerere, der als [[Häuptling]]ssohn aufwuchs, später studierte und Lehrer wurde, war von seiner Vergangenheit sehr geprägt. Bereits in seiner Zeit als Lehrer (etwa 1949 bis 1952) setzte er sich dafür ein, gesellschaftliche Klassenunterschiede zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ujamaa bedeutete für Nyerere, [[Dorfgemeinschaft]]en entstehen zu lassen, da er die bäuerliche Lebensweise der traditionellen afrikanischen Gesellschaft als [[Klassenlose Gesellschaft|klassenlos]] ansah.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jacob Mabe|Jacob Emmanuel Mabe]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das kleine Afrika-Lexikon. Politik, Gesellschaft, Wirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; Bundeszentrale für Politische Bildung, Bonn 2004, ISBN 978-3-89331-538-3, S.&amp;amp;nbsp;204.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenige Menschen oder Großfamilien, die oft weit voneinander entfernt wohnen, sollten sich zu großen Dorfgemeinschaften zusammentun. Dabei sollen folgende Richtlinien beachtet werden:&lt;br /&gt;
* Gegenseitige Achtung&lt;br /&gt;
* Gemeinsames Eigentum&lt;br /&gt;
* Verpflichtung zur Arbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Familien sollte dies viele Vorteile haben, etwa den Ausbau der Technologie in der Landwirtschaft, Arbeitsteilung und die Planung der Produktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Nyerere 1968 noch davon sprach, dass der Übergang keineswegs durch Zwang oder gar Gewalt erfolgen dürfe, zeigte sich in der Realität ein anderes Bild:&lt;br /&gt;
Bis 1970 fand eine freiwillige [[Umsiedlung]] statt.&lt;br /&gt;
1970 bis 1973 gab es einen so genannten „Frontal Approach“ (deutsch: „frontales Vorgehen“). Da 1973 nach sechs Jahren erst 15 Prozent, rund zwei Millionen, der Bevölkerung in den Ujamaa-Dörfern lebte, wurden bis 1977 elf Millionen Menschen teils durch militärische Gewalt zum Umzug in die Ujamaa-Dörfer gezwungen. Viele mussten dabei die Dörfer erst selbst errichten und monate- oder sogar jahrelang unter einfachen Verhältnissen leben. Durch die Zwangsumsiedlungen brachen die Exporte im landwirtschaftlichen Bereich so stark ein, dass die Verwaltungskosten bei manchen Produkten die Exporterlöse überstiegen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Der Spiegel&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel&amp;#039;&amp;#039;. 16, 2007, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Maßnahmen des Ujamaa-Sozialismus waren die [[Verstaatlichung]] der Banken sowie [[Bildung]]s- und [[Landreform]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vonseiten der [[muslim]]ischen Bevölkerung gab es anfangs große Unterstützung für den Ujamaa-Sozialismus.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu Westerlund.&amp;lt;/ref&amp;gt; Infolge der wirtschaftlichen Probleme, die Tansania in den 1970er und 1980er Jahren erlebte, machte sich jedoch bei ihnen später große Enttäuschung über diese Politik breit und die Unterstützung dafür sank.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Abdin N. Chande: &amp;#039;&amp;#039;Islam, Ulamaa and Community Development in Tanzania. A Case Study of Religious Currents in East Africa.&amp;#039;&amp;#039; San Francisco (u.&amp;amp;nbsp;a.): Austin &amp;amp; Winfield 1998. S. 238–245.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer 1979 veröffentlichten Arbeit der Soziologin [[Michaela von Freyhold]] werden die Probleme des Ujamaa-Experimentes deutlich gemacht&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tzaffairs.org/category/obituaries/ Obituaries: Michaela von Freyhold (Übersetzung aus dem Englischen)]&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Sie zeigte, wie junge Beamte auf Anweisung der Regierung einen Job erfüllten, der ihnen nicht gefiel, in Dörfern, von denen sie wenig verstanden. Die Fallstudien zeigen, dass viele Dorfbewohner bereit waren, sich auf das Ujamaa-Experiment einzulassen, aber dass sie immer wieder von unfreundlichen Handlungen der Regierungsbeamten enttäuscht wurden oder durch die Art der Hilfe, die sie nicht angefordert hatten und die für sie nicht prioritär war.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik der Self-Reliance ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Motto der Self-reliance oder auch &amp;#039;&amp;#039;Kujitegemea&amp;#039;&amp;#039; strebte Nyerere ein unabhängiges Tansania an, das weitgehend autonom sein sollte und damit unabhängig von wirtschaftlichen und sonstigen Hilfen anderer Länder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieses Programm im Bildungssektor umgesetzt werden konnte, scheiterte es im wirtschaftlichen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
Die [[Alphabetisierungsrate]] von Erwachsenen stieg von 10 Prozent im Jahre 1960 auf 79 Prozent im Jahre 1979.&lt;br /&gt;
Die Einschulungsrate an Primarschulen stieg von 25 Prozent (1960) auf etwa 94 Prozent (1979).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regierungszeit Nyereres gab es so gut wie keine sozialen [[Klassenunterschied]]e. Die Ideen der Gleichheit und der Gemeinschaft wurden von der breiten Bevölkerung akzeptiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
Die wirtschaftliche Situation Tansanias verschlechterte sich während der Dauer des Ujamaa-Projekts kontinuierlich.&lt;br /&gt;
Schließlich kam es 1985 zu einer Konfrontation mit der [[Weltbank]]. Nyerere zog sich freiwillig vom Präsidentenamt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Entwicklungshilfe]] für Tansania:&lt;br /&gt;
* 1970: Etwa 50 Millionen US-Dollar&lt;br /&gt;
* 1974: 200 Milliononen US-Dollar&lt;br /&gt;
* 1975: 380 Millionen US-Dollar&lt;br /&gt;
* 1980: 680 Millionen US-Dollar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese wachsende Abhängigkeit Tansanias von ausländischer Hilfe stand im Gegensatz zur Idee der &amp;#039;&amp;#039;Self-reliance&amp;#039;&amp;#039;. Belastender Faktor war insbesondere der [[Uganda-Tansania-Krieg]] 1978, der Tansania innerhalb der [[Organisation für Afrikanische Einheit]] vorübergehend isolierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Paul Collier (Ökonom)|Paul Collier]]: &amp;#039;&amp;#039;Labour and Poverty in Rural Tanzania, Ujamaa and Rural Development in the [[Tansania|United Republic of Tanzania]]&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, New York 1991, ISBN 0-198283156.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Karl Engelhard (Geograph)|Karl Engelhard]] |Hrsg=Harald Leisch |Titel=Tansania – Das Scheitern des Ujamaa-Sozialismus und die Folgen |Sammelwerk=Perspektiven der Entwicklungsländerforschung. Festschrift für Hans Hecklau |Reihe=Trierer Geographische Studien |BandReihe=Band 11 |Verlag=Geographische Gesellschaft |Ort=Trier |Datum=1995 |ISBNformalFalsch=3-921599-22-2 |Seiten=103–114}}&lt;br /&gt;
* [[Michaela von Freyhold]]: &amp;#039;&amp;#039;Ujamaa Villages in Tanzania: Analysis of a Social Experiment&amp;#039;&amp;#039;, Heinemann, London 1979.&lt;br /&gt;
* David Westerlund: &amp;#039;&amp;#039;Ujamaa na dini: a study of some aspects of society and religion in Tanzania, 1961 - 1977.&amp;#039;&amp;#039; Stockholm 1980.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.africavenir.com/publications/student-papers/JungiusNyerere.pdf Seminararbeit „Nyereres Konzept des Ujamaa als Modell kulturspezifischer Entwicklungsstrategie“] (englisch; PDF-Datei; 209 kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Tansania)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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