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	<title>Uedemer Hochwald - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T10:24:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Uedemer_Hochwald&amp;diff=489776&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thgoiter am 17. September 2024 um 17:27 Uhr</title>
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		<updated>2024-09-17T17:27:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Uedem - Uedemer Hochwald 01 ies.jpg|mini|Nordteil des Uedemer Hochwalds im Landschaftsschutzgebiet &amp;#039;&amp;#039;Balberger Höhenrücken mit den Waldgebieten Uedemer Hochwald und Tüschenwald&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rundsuchradar HADR (Hughes Air Defence Radar) - Hochwald bei Xanten-Marienbaum (Labbecker Straße)-hms(1).jpg|mini|Blick von Xanten-Marienbaum zum Hochwald mit der [[Radar-Gerätestellung Marienbaum]].]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Uedemer Hochwald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch nur &amp;#039;&amp;#039;Hochwald&amp;#039;&amp;#039; genannt) ist ein rund 9,5&amp;amp;nbsp;km² großes{{GeoQuelle|DE-NW|TIM}} [[Wald]]gebiet am [[Niederrhein (Region)|Niederrhein]], das sich nahezu vollständig im Gemeindegebiet von [[Uedem]] im [[Kreis Kleve]] befindet. Lediglich sehr kleine Randbereiche des Waldes liegen in den Nachbargemeinden [[Sonsbeck]] und [[Xanten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochwald gehört zum [[Niederrheinischer Höhenzug|Niederrheinischen Höhenzug]], einem [[Endmoräne]]nwall der [[Saaleeiszeit]]. Er wird von der [[Liste der Landesstraßen im Regierungsbezirk Düsseldorf#L 5|Landesstraße&amp;amp;nbsp;5]] zwischen Uedem und Xanten-[[Marienbaum]] gequert. Im östlichen Teil des Waldes befindet sich die [[Radar-Gerätestellung Marienbaum]], eine weithin sichtbare [[HADR (Radar)|Radaranlage]] zur [[Luftraumüberwachung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schutzgebiete ==&lt;br /&gt;
Der große Nordwestteil des Waldes liegt im Uedemer [[Landschaftsschutzgebiet]] &amp;#039;&amp;#039;Balberger Höhenrücken mit den Waldgebieten Uedemer Hochwald und Tüschenwald&amp;#039;&amp;#039;. Im Norden und Nordosten liegen kleine Randbereiche im Xantener Landschaftsschutzgebiet &amp;#039;&amp;#039;Niederung Körvesley/Marienbaumergraben&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Der Südostteil des Hochwalds ist als [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiet]] &amp;#039;&amp;#039;[[Naturschutzgebiet Uedemer Hochwald|Uedemer Hochwald]]&amp;#039;&amp;#039; (ca. 424 [[Hektar|ha]]) ausgewiesen, das mit nahezu identischem Flächenzuschnitt auch als [[FFH-Gebiet]] DE-4304-301 &amp;#039;&amp;#039;Uedemer Hochwald&amp;#039;&amp;#039; unter Schutz steht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{NSG-NRW|KLE-020|KLE-020 Uedemer Hochwald}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Natura2000-NRW|DE-4304-301}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Naturschutzgebiet liegen außerdem die [[Naturwaldreservat|Naturwaldzellen]] &amp;#039;&amp;#039;Hochwald I&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Hochwald II&amp;#039;&amp;#039; (zusammen ca. 41,4 ha) mit [[Altholz|alt]]- und [[totholz]]reichen [[Rotbuche|Buchen]]- und [[Traubeneiche]]nbeständen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [https://www.wald-und-holz.nrw.de/wald-in-nrw/naturwaldzellen/hochwald-i/ NWZ 12: Hochwald I] und [https://www.wald-und-holz.nrw.de/wald-in-nrw/naturwaldzellen/hochwald-ii/ NWZ 65: Hochwald II]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die hohen Totholzanteile und offene Strukturierung hat insbesondere das Naturschutzgebiet eine große Bedeutung für verschiedene Vogelarten wie [[Kleinspecht]]e, [[Schwarzspecht]]e, [[Hohltaube]]n und [[Dohle]]n sowie [[Habicht]]e, [[Sperber (Art)|Sperber]], [[Mäusebussard]]e, [[Wespenbussard]]e und [[Waldkauz|Waldkäuze]]. In Tümpeln und Wasserlachen laichen [[Bergmolch]]e, [[Erdkröte]]n und [[Grasfrosch|Grasfrösche]]. Neben [[Damwild]] gibt es umfangreiche [[Rotfuchs]]- und [[Feldhase|Hasenvorkommen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;baeumen 1&amp;quot;&amp;gt;vgl. [http://baeumen.de/nsg-kleve/uedemer_hochwald.html Naturschutz im Kreis Kleve: NSG Uedemer Hochwald]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Waldentwicklung ===&lt;br /&gt;
Bis zum Beginn des [[17. Jahrhundert]]s war der Hochwald ein reines [[Laubwald]]gebiet, das über Kleinwälder und Heideflächen an den [[Klever Reichswald|Reichswald]] bei [[Kleve]] angeschlossen war; im Süden schließt der [[Tüschenwald]] an. Durch diverse Aufforstungsmaßnahmen bis ins [[19. Jahrhundert]] nahmen [[Kiefern]]bestände einen hohen Flächenanteil ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;baeumen 1&amp;quot; /&amp;gt; Die bis heute erhaltenen älteren Laubwaldbestände des Hochwalds liegen ausnahmslos im Bereich des Naturschutzgebietes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;baeumen 1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 18. und 19. Januar 2007 traf der [[Orkan Kyrill|Orkan „Kyrill“]] den Uedemer Hochwald sehr stark. Besonders im Bereich nordöstlich von Schmachtdarm (im Landschaftsschutzgebiet) entstanden große [[Windbruch|Windbrüche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Großes Hügelgräberfeld ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Uedem - Uedemer Hochwald - Hügelgräber 03 ies.jpg|mini|Hügelgräber im Westteil des Waldes]]&lt;br /&gt;
Im Westteil des Hochwalds befindet sich ein bedeutendes [[Hügelgrab|Hügelgräberfeld]], vermutlich aus der [[Hallstattzeit]] zwischen 800 und 450 v.&amp;amp;nbsp;Chr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;vgl. [http://baeumen.de/nsg-kleve/grabhugel.html Naturschutz im Kreis Kleve: Grabhügel]&amp;lt;/ref&amp;gt;  Läuft man vom Parkplatz der Straße Am Hochwald in nordöstliche Richtung, läuft man nach rund 300 Metern auf das Waldstück zu. Weiter nach Nordosten gehend passiert man mehr als 40 mit Dünensand aufgeschüttete Grabhügel, die im Wald abseits des Weges zu erkennen sind. Zwischen ihnen befinden sich weitere kleine, kaum noch erkennbare Erderhebungen, so dass von einer Gesamtzahl von über 200 Gräbern ausgegangen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Bislang (2023) fehlen Informationstafeln, die das Auffinden erleichtern und die Bedeutung im Ausgang der [[Niederrheinische Grabhügelkultur|Niederrheinischen Grabhügelkultur]] erläutern könnten. Pläne einzelne Hügel zur Anschauung freizuschneiden und wie beispielsweise in [[Archäologiepark Belginum|Belginum]] wieder mit Gras zu bepflanzen, sind bislang nicht bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schützengräben aus dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:UedemerHochwaldWestSchützengrabenLIDAR.jpg|alternativtext=Schwarze Zickzacklinien zeigen den Verlauf der Schützengräben|mini|Das Zickzack der Schützengräben ist am besten im Nordwesten des Hochwaldes auf der Ostseite des am Waldrand verlaufenden Weges zu finden.]]&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde ein Großteil des Waldgebietes zerstört oder zumindest aufgelichtet. Nachdem die Alliierten immer weiter von Westen zur Reichsgrenze vorrückten wurden auch im Uedemer Hochwald unter Einsatz von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern [[Feldbefestigung]]en angelegt. Die im Zickzack verlaufenden [[Schützengraben|Schützen]]- und [[Laufgraben (Grabenkrieg)|Laufgräben]] sowie Unterstände sind noch heute entlang des gesamten Westrandes des Hochwaldes im Gelände zu erkennen. Immer einige Meter vom Waldrand entfernt und nur noch als flacher Graben, da sie nach dem Krieg zugeschüttet wurden. Nördlich von [[Uedem]], am Uedemer Totenhügel, wurden die kanadischen Truppen unter [[Henry Crerar|General Crerar]] in die schwerste Panzerschlacht ihrer Geschichte verwickelt. Am 3. März vereinten sie sich in Berendonk bei [[Geldern]] mit der [[Ninth United States Army|9. US-Armee]]. În der Hochwaldschneise, der „Hau“, die im Süden den Hochwald gegen den Tüschenwald abgrenzt, fanden vom 27.&amp;amp;nbsp;Februar bis zum 4.&amp;amp;nbsp;März 1945 im Rahmen der [[Operation Blockbuster]] schwere Gefechte zwischen den vorrückenden alliierten Truppen (Kanadier unter Generalleutnant [[Guy Simonds]]) und der deutschen Wehrmacht statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://canadianheroes.org/loren/hochwald.htm &amp;quot;The Hochwald Gap&amp;quot; at Canadianheroes.org]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Operation diente dazu, die [[Schlacht im Reichswald]] zu gewinnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Beleg? siehe Diskussionsseite&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europaweit einzigartig erhaltene römische Übungs-Marschlager ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Römische Kastelle Uedemer Hochwald.jpg|mini|Römische Übungslager – Die Rechtecke mit abgerundeten Ecken liegen zwischen den rechtwinkligen Forstwegen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Römisches Übungslager im Uedemer Hochwald.jpg|alternativtext=Flacher Wall und Graben unter Laub und Bäumen sind ein römisches Übungslager|mini|Flacher Wall (Mitte) und Graben (rechts) eines gut  vom Weg aus zu sehenden Übungslagers]]&lt;br /&gt;
Im November 2012 wurden im Wald durch einen niederländischen Archäologen Wälle und Gräben von insgesamt 13 römischen  Übungslagern gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. {{Internetquelle |url=https://rp-online.de/nrw/staedte/kevelaer/uedemer-hochwald-koennte-weltkulturerbe-werden_aid-20575645 |titel=Uedemer Hochwald könnte Weltkulturerbe werden |autor=Anja Settnik |werk=[[Rheinische Post|rp-online.de]] |datum=2015-11-10 |zugriff=2016-10-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wurden von vermutlich in [[Xanten]] ([[Vetera|Vetera Castra]]) stationierten römischen Soldaten im Rahmen von Manövern zwischen dem 1. und 3. Jahrhundert erbaut, bei denen das Anlegen von [[Römisches Militärlager|Marschlagern]] geübt wurde. Dabei wird um ein rechteckiges Areal ein [[Römischer Spitzgraben|Spitzgraben]] ausgehoben und der Auswurf auf der Innenseite zu einem Wall aufgeschüttet. Auf den Wall wurden zusätzlich angespitzte Holzpfähle ([[Pilum murale]]) gesteckt und untereinander verbunden. Charakteristisch für die Lager sind die abgerundeten Ecken und ein Eingang mit vorgelagertem Wallknick, der ein Stürmen der Tore verhinderte. Eine Besonderheit hier ist nicht nur die Anzahl von 13 Übungslagern, sondern der weitgehend hervorragende Erhaltungszustand, der einmalig auf dem Gebiet des ehemaligen Römischen Reiches ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://bodendenkmalpflege.lvr.de/de/aktuelles/veranstaltungen/archaeologische_wanderung_im_hochwald.html |titel=Archäologische Wanderung im Hochwald - Einzigartig erhaltene römische Lager und ein altes Gräberfeld |werk=LVR |sprache=de |abruf=14.08.2023}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und selbst nach fast 2000 Jahren Erosion noch bis zu 0,5 m hohe, flache Wälle zeigt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.roemer.nrw/uedem-hochwald |titel=Uedem-Hochwald8 - 13 Übungslager |sprache=De |abruf=27.08.2023}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Aus diesem Grund sind seit 2021 15&amp;amp;nbsp;Kerngebiete sowie das sie umgebende Gelände als Teil des [[UNESCO-Welterbe|Welterbes]] „[[Niedergermanischer Limes]]“ unter Schutz der [[UNESCO]] gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://whc.unesco.org/en/list/1631/documents/ Karten] des ausgewiesenen UNESCO-Welterbe-Gebiets (S.&amp;amp;nbsp;53–68); abgerufen am 2. Oktober 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vom Staatsforst NRW wurden Rückegassen verlegt, um Beschädigungen auch in Zukunft zu vermeiden&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=HVV Uedem |url=https://hvv-uedem.de/2021/07/28/roemische-kastelle-im-hochwald-2/ |titel=Römische Kastelle im Hochwald |datum=2021 |sprache=de |abruf=27.08.2023}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ein relativ gut vom Weg aus zu erkennender Wall mit Graben liegt an der Südwestecke der ersten Wegkreuzung des Forstweges, der vom Nordwestrand des Waldes bis zu dem Parkplatz am Bohrloch führt&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;. Ein weiteres liegt am nächsten querenden Forstweg in rund 250 m Richtung Hügelgräberfeld. Trotzdem fehlen an diesem europaweit bedeutenden Kulturgut bislang (2023) Hinweisschilder, die Wandernden dieses Kulturdenkmal erläutern. Die Erschließung der Fundplätze durch Vermittlungs- und Präsentationsangebote ist jedoch in Vorbereitung&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.roemer.nrw/uedem-hochwald |titel=Uedem-Hochwald {{!}} Römer in Nordrhein-Westfalen |sprache=de |abruf=2023-08-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Pläne, eines der Lager oder ein Stück Spitzgraben mit Wall und Pilum murale zu touristischen Zwecken zu rekonstruieren, gibt es bislang nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Uedemer Hochwald}}&lt;br /&gt;
* [http://www.niederrhein-seiten.de/uedemer_hochwald.html Karte vom Uedemer Hochwald]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51/40/27/N |EW=6/21/49/E |type=landmark |region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldgebiet in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldgebiet in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Uedem)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thgoiter</name></author>
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