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	<title>Udorf - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Udorf&amp;diff=379942&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bubo bubo: Einwohnerzahl aktualisiert</title>
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		<updated>2026-04-22T18:59:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einwohnerzahl aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Udorf&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Marsberg&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = DEU Udorf COA.svg&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 51.4202382&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 8.9409872&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-NW&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 283 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Fläche                 = &lt;br /&gt;
| Einwohner              = 204&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2025-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.marsberg.de/de-wAssets/docs/downloads/bauen-wohnen/Einwohnerentwicklung-Ortsteile-ab-1988.pdf |titel=Einwohnerentwicklung in den Orten der Stadt Marsberg |werk=marsberg.de |datum= |format=PDF |sprache=de |abruf=2026-04-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1975-01-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 34431&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 02993&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Bild                   = Marsberg-Udorf Sauerland-Ost 199.jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = Luftbild (2013)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Udorf.jpg|mini|Udorf (2008)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Udorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Ortsteil|Stadtteil]] der Stadt [[Marsberg]] im [[Hochsauerlandkreis]] in [[Nordrhein-Westfalen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Udorf liegt im Orpetal auf der Erlinghauser Platte in einer ca. 300 m breiten flachen [[Flussaue|Talaue]] mit Wiesen und Äckern zwischen den Orten [[Canstein (Marsberg)|Canstein]] und [[Kohlgrund (Bad Arolsen)|Kohlgrund]] an der Grenze zu [[Hessen]]. Durch den Ortsteil fließt die [[Orpe]]. Südwestlich des Stadtteils befindet sich das [[Naturschutzgebiet Glockengrund]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1106 wurde Udorf als &amp;#039;&amp;#039;Urthorp&amp;#039;&amp;#039; in einer Besitzurkunde des [[Corvey|Klosters Corvey]] erstmals urkundlich erwähnt. Um 1166 verkaufte [[Abt]] Konrad von [[Abtei Marienmünster|Marienmünster]] dem Abt Ufo von [[Kloster Flechtdorf|Flechtdorf]] einen Hof in Udorf. Abt Wedekind von Corvey bekundete um 1191, dass ein gewisser Hildebrand einen Hof in &amp;#039;&amp;#039;Urdorph&amp;#039;&amp;#039; besessen habe und dieser der Kirche zu St. Peter in [[Eresburg]] [[Wachszinsige|wachszinsig]] gewesen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1243 wird bereits eine eigene [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]] erwähnt. 1261/62 schenkten Adam von Aspe sowie der Ritter Appolonius, genannt der Sviderichusen, dem [[Kloster Bredelar]] verschiedene Güter in &amp;#039;&amp;#039;Udorph&amp;#039;&amp;#039;. 1302 erwarb auch das [[Kloster Aroldessen]] hier Besitz. Im Jahre 1336 kam ein Teil des [[Zehnt]]en an die [[Canstein (Adelsgeschlecht)|Herren von Canstein]]. Neben diesen besaßen auch die [[Waldeck|Grafen von Waldeck]] einen Amtshof in Udorf, zu dem alle ihre Ländereien rechts der Orpe gehörten. Auch dieser waldeckische Besitz ging später als [[Lehen]] an die Herren von Canstein, die ihre Rechte in diesem Raum kontinuierlich auszudehnen versuchten. In der Zeit von 1342 bis 1648, d.&amp;amp;nbsp;h. bis zum Ende des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]], entstand immer wieder Streit zwischen den Cansteinern und Waldeckern um die fruchtbaren Böden und reichen Wälder um Udorf. 1453 gründete man eine [[Schützenbruderschaft]]. 1506 wurde Udorf mit verschiedenen anderen Dörfern der Herrschaft Canstein zugesprochen, indem Waldeck in einem Vertrag seine gerichtsherrlichen Ansprüche auf das Dorf aufgab. Von 1538 bis 1566 erfolgte die [[Realteilung|Erbteilung]] der Herrschaft Canstein, nach der Heirat Katharinas von Canstein mit Philipp von [[Spiegel (westfälisches Adelsgeschlecht)|Spiegel]]. Für die Einwohner des Dorfes bedeutete dies, dass sie von [[Bauernhof|Hof]] zu Hof verschiedenen Häusern (Canstein oder Spiegel) [[Lehen|abgabepflichtig]] wurden. In einigen Fällen wurde ein Wechsel durch Gerichtsverfahren bewirkt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort von seit 1646 in [[Obermarsberg]] lagernden Schweden nahezu vollständig zerstört. 1656 wurde [[Gerta die Boltin]] Opfer der [[Hexenverfolgung]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alexander Josef Freiherr von Elverfeldt]]: &amp;#039;&amp;#039;Vom schändlichen Laster der Zauberey. Hexenprozesse im Patrimonialgericht der Herrschaft Canstein in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Canstein 2006&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1792 gehörte die alleinige Herrschaft den Herren von Spiegel. Im Jahre 1820 wird die erste [[Schule]] in Udorf erwähnt. Ab 1826 unterstand Udorf, ebenso wie die umliegenden [[Dorf|Dörfer]], der [[Bürgermeisterei (Königreich Preußen)|Bürgermeisterei]] Marsberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1850 begann Infolge von [[Ernte#Ernteschäden und Missernten|Missernten]] und [[Brand|Feuersbrünsten]] eine [[Auswanderung]]swelle nach [[Amerika]]. Am 30. April 1856 zerstört eine Feuersbrunst 25 Häuser und die Schule. 1857 erfolgt der Neubau der Schule im Bereich der Kirche. Infolge der großen Not gründete man 1862 einen [[Armenverband]] mit den Nachbargemeinden [[Canstein (Marsberg)|Canstein]], [[Leitmar]], [[Borntosten]] und [[Heddinghausen]]. Am 13. Mai 1866 wurden bei erneutem Brand fünfzehn Häuser ein Opfer der Flammen. Anlässlich dieser Katastrophe erbaute man im Jahre 1868 ein [[Feuerwehrhaus|Spritzenhaus]]. 1924 wurde die [[Schützenhaus|Schützenhalle]] in Eigenarbeit errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit des Nationalsozialismus kam es auch in Udorf zu Verfolgungen der jüdischen Einwohner. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die verbliebenen Juden deportiert und ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. März 1945 rollten die ersten US-Panzer aus Richtung Canstein durchs Dorf.&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Cramer: &amp;#039;&amp;#039;Der Landkreis Brilon im zweiten Weltkriege 1939–1945&amp;#039;&amp;#039;. 1955, Abschnitt Udorf, S.&amp;amp;nbsp;90–93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am nächsten Tag wurde Udorf durchsucht, aber nicht besetzt. Einzelne Diebstähle durch die US-Soldaten kamen vor. Sich im Dorf versteckende deutsche Soldaten wurden abtransportiert. In den folgenden Wochen unterstützten die Dorfbewohner deutsche Soldaten, die sich vor den US-Truppen in den Wäldern versteckten, mit Nahrung und Kleidung. Immer wieder kam es zu Überfällen von ehemaligen ausländischen Gefangenen. Insbesondere verschwand immer wieder Vieh von den Weiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] fielen 41 Udorfer als Soldaten, davon die meisten an der [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Ostfront]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Cramer: &amp;#039;&amp;#039;Der Landkreis Brilon im zweiten Weltkriege 1939–1945&amp;#039;&amp;#039;. 1955, Ehrentafel Abschnitt Udorf, S.&amp;amp;nbsp;230–231.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1955 wurde eine neue Schule eingeweiht. Die zweizügige [[Volksschule]] fiel 1957, die Dorfschule 1969 der [[Schulreform]] in Nordrhein-Westfalen zum Opfer. Das ehemalige Schulgebäude wird heute als Festsaal genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1975, mit der [[Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen]], gab Udorf seine Selbständigkeit auf und wurde ein Stadtteil von Marsberg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3170032631|Seite=332}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 2006 beging das kleine Dorf seine 900-Jahr-Feier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grenzänderung zu Hessen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits seit mehreren Jahrzehnten strebte die Stadt Marsberg eine Grenzänderung mit der Stadt [[Bad Arolsen]] an. Einige für Udorf wichtige öffentliche und gemeinschaftliche Einrichtungen wie Teile der Schützenhalle, der Friedhof, das Ehrenmal, der Sportplatz und das ehemalige Jugendheim, heute zu Wohnzwecken genutzt, befanden sich jenseits der Landesgrenze auf [[Hessen|hessischem]] Gebiet im [[Landkreis Waldeck-Frankenberg]]. Im Jahr 2009 wurde ein [[Staatsvertrag]] zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen über einen Gebietstausch geschlossen, der am 1. November des gleichen Jahres in Kraft trat.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_text?anw_nr=2&amp;amp;gld_nr=1&amp;amp;ugl_nr=101&amp;amp;bes_id=12984&amp;amp;aufgehoben=N&amp;amp;menu=0&amp;amp;sg= Text des Staatsvertrages]&amp;#039;&amp;#039; auf recht.nrw.de, abgerufen am 23. Januar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Ausgleich für die an Udorf fallenden Grundstücke erhielt Bad Arolsen Grünlandflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
[[Blasonierung]]: „Gespalten in Silber (Weiß) und Rot über einem goldenen (gelben) Hügel, darin schwebend ein achtzackiger schwarzer Stern; vorn ein goldener (gelber) Wellenpfahl belegt mit einem zehnspeichigen schwarzen Mühlrad und hinten eine goldene (gelbe) bewurzelte Birke mit silbernem (weißem) Stamm.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen wurde nie genehmigt. Ein Grund könnte der Verstoß gegen die [[Tingierung#Heraldische Farbregel|heraldische Farbregel]] sein; darüber hinaus zeigt das Wappen zu viele Symbole ([[Heroldsbild]]).&lt;br /&gt;
Der [[Pfahl (Heraldik)|Wellenpfahl]] steht für die [[Orpe]], das [[Mühlrad (Heraldik)|Mühlrad]] für den Udorfer Eisenhammer, welcher von einer [[Wassermühle]] angetrieben wurde. Die [[Baum (Heraldik)|Birke]] stellt eine für die Gegend typischen Baum dar und weist zugleich auf die Natur hin. Der Stern ist der [[Waldeck#Waldecker Stern|Stern]] des Fürstentums [[Waldeck]], zu dem früher große Gemeindeteile gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Udorfer Hammer ==&lt;br /&gt;
Bereits im 17. gab es zwischen Canstein und Udorf einen [[Eisenhammer]], der 1846 aufgegeben wurde. An seiner Stelle wurde eine [[Ölmühle|Öl-]] und [[Getreidemühle]] erbaut, die bis 1906 in Betrieb blieb. In diesem Jahr baute Freiherr Aloysius [[Elverfeldt (Adelsgeschlecht)|von Elverfeldt zu Langen]] diese zur ersten [[Elektrizitätswerk|Stromerzeugungsanlage]] in der Region um. Die Anlage steht heute unter [[Denkmalschutz]]. Sie arbeitete anfangs mit [[Gleichstrom]] und [[Akkumulator]]en, später erzeugte sie bis 1966 [[Wechselstrom]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturschutzgebiete um Udorf ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Marsberg Naturschutzgebiete Sauerland Ost 455 pk.jpg|mini|Naturschutzgebiete &amp;#039;&amp;#039;Schuberstein&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Kittenberg&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Westlich und südlich von Udorf befinden sich fünf landesweit bedeutsame [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiete]] (NSG). Die Bedeutung zeigt sich darin, dass alle fünf auch als [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|Fauna-Flora-Habitat]] (FFH) im Europäischen Schutzgebietssystem nach [[Natura 2000]] ausgewiesen wurden. Alle Gebiete wurden ausgewiesen, weil sie seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten beheimaten. Zudem wurden sie wegen ihrer naturwissenschaftlichen, erdgeschichtlichen und kulturhistorischen Bedeutung als schützenswert betrachtet. Die Gebiete wurden 2008 mit dem [[Landschaftsplan]] Marsberg vom Kreis, bzw. 2004 von der EU ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordwestlich, westlich und südwestlich liegen das [[Naturschutzgebiet Hummelgrund]], das [[Naturschutzgebiet Glockengrund]] und das [[Naturschutzgebiet Udorfer Mühle]]. Diese drei Schutzgebiete bilden das FFH-Gebiet &amp;#039;&amp;#039;Glockengrund, Glockenrücken und Hummelgrund&amp;#039;&amp;#039;. Bei diesen Gebieten handelt es sich um [[Kalkmagerrasen]]. Auf den Kalk[[magerrasen]] wurden 64 [[Rote Liste gefährdeter Arten|Rote-Liste]]-Arten nachgewiesen. Davon sind 43 Pflanzenarten, 10 Tagfalterarten, drei Schneckenarten, zwei Vogelarten und zwei Reptilienarten. Beispiele sind das [[Dreizähniges Knabenkraut|Dreizähnige Knabenkraut]] (eine [[Orchideen]]art), die [[Wiesen-Schlüsselblume]], die [[Kornblume]], der [[Deutscher Enzian|Deutsche Enzian]], der [[Neuntöter]], die [[Dorngrasmücke]], die [[Zauneidechse]] und die ungiftige [[Schlingnatter]]. Große Teile der Flächen in diesen Naturschutzgebieten wurden von der [[NRW-Stiftung]] und dem Land NRW angekauft. Die Magerrasen werden zum Großteil von einem Schäfer aus Udorf mit seiner Schaf- und Ziegenherde abgehütet. Andere [[Grünland]]flächen werden vom Schäfer als Mähwiesen genutzt und später im Jahr nachbeweidet. Seit den 1990er Jahren finden zudem Pflegearbeiten des [[Verein für Natur- und Vogelschutz im Hochsauerlandkreis|Vereins für Natur- und Vogelschutz im Hochsauerlandkreis]] (VNV) und der [[Biologische Station Hochsauerlandkreis|Biologischen Station Hochsauerlandkreis]] im NSG statt. Insbesondere wurden [[Schwarzdorn]]-Büsche und Stockausschläge mit [[Motorsäge]] und [[Freischneider]] entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Straße nach Canstein liegen auf der rechten Seite das [[Naturschutzgebiet Schuberstein]] und auf der linken Seite das [[Naturschutzgebiet Kittenberg]]. Beide bilden zusammen das FFH-Gebiet &amp;#039;&amp;#039;Kittenberg&amp;#039;&amp;#039;. Diese Kalkbuchenwälder mit Felsen weisen eine seltene Vegetation auf. Dort brüten Arten wie [[Grauspecht]], [[Schwarzspecht]] und [[Rotmilan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirche ==&lt;br /&gt;
Bereits 1243 wird eine eigene [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]] genannt. Nach der [[Reformation]] wurde 1616 eine [[Evangelisch-lutherische Kirchen|lutherische]] Kapelle erbaut, die aber schon 1689 als „ruinös“ bezeichnet wurde. Eine weitere Kirche wurde nach 1689 an gleicher Stelle erbaut. Udorf wurde im 18. Jahrhundert lutherisch, kehrte jedoch bald unter dem Einfluss von Pfarrer Mast aus [[Heddinghausen]] zum [[Römisch-katholische Kirche|katholischen Glauben]] zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== St. Josephkirche ===&lt;br /&gt;
Die heutige Kirche, die St. Josephkirche, wurde 1893 eingeweiht. Die Kapelle wurde im [[Neugotik|neugotischen]] Stil erbaut und ist ein aus [[Backstein]]en errichteter [[Saalkirche|Saalbau]]. Sie entstand anstelle eines baufällig gewordenen Vorgängerbaus. Am 17. Oktober 1929 erhielt sie eine neue Glocke als Ersatz für die im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] eingeschmolzene. Die neue Glocke wiegt 265&amp;amp;nbsp;kg und trägt die Inschrift &amp;#039;&amp;#039;„Hl. Joseph ora pro nobis “&amp;#039;&amp;#039;(&amp;#039;&amp;#039;„Heiliger Joseph bitte für uns“&amp;#039;&amp;#039;). Eine neue [[Orgel]] wurde 1949 eingebaut. 1970 wurde die Kirche grundlegend renoviert; hierbei wurde die geschlossene [[Gotik|gotische]] Innenausstattung entfernt. Auch das gotische [[Gesprenge]] wurde vom [[Hochaltar]] entfernt, und die hölzernen Seitenaltäre gingen verloren. Die geschnitzte [[Kommunionbank]] wurde zersägt und als Altarverkleidung verwendet. Die alten Glasfenster des Altarraumes blieben erhalten. Beim Einbau des Tanks für eine Heizung entdeckte man [[Gebeine]] aus früheren Grabstätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer weiteren Renovierung im Jahr 2003 wurden Hochaltar und Seitenaltäre wiederhergestellt. Sie waren zwar erhalten geblieben, konnten aber aufgrund schlechter Lagerung nicht mehr gerettet werden und wurden nachgebildet. Ein neuer [[Kreuzweg]] wurde angeschafft, und die wertvollen bunten Glasfenster wurden von außen mit klarem Glas geschützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Statue des [[Schutzpatron|Kirchenpatrons]] [[Josef von Nazaret]] ist wesentlich älter als die Kapelle. Sie stammt vermutlich aus einer der Vorgängerkirchen. Die buntbemalte, aus [[Lindenholz]] hergestellte, 85&amp;amp;nbsp;cm hohe [[Plastik (Kunst)|Plastik]] gilt als Kunstschatz und stammt vermutlich aus der &amp;#039;&amp;#039;Papenwerkstatt&amp;#039;&amp;#039;. Ihre Entstehung wird auf das Ende des 17. Jahrhunderts datiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mariengrotte ===&lt;br /&gt;
Am 7. Juli 1935 errichteten die Udorfer eine [[Mariengrotte]] auf dem Kittenberg. Sie wurde auf dem höchsten Punkt erbaut, damit die [[Gottesgebärerin|Gottesmutter]] schützend ihre Hände über den Ort halte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.touristik-marsberg.de/hauptseite/pdf/sehenswuerdigkeiten/Ortsteil_Udorf.pdf Sehenswürdigkeit Mariengrotte Udorf]&amp;#039;&amp;#039; auf touristik-marsberg.de, abgerufen am 24. Januar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Udorf ist überwiegend durch seine landwirtschaftliche Wirtschaftsstruktur charakterisiert. Etwa 60 % der Nutzfläche ist Ackerflur. Südlich des Ortes, auf dem Gelände des ehemaligen [[#Udorfer Hammer|Udorfer Hammers]], befindet sich ein [[Fischzucht]]betrieb, der [[Bachforelle|Bach-]] und [[Regenbogenforelle]]n züchtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
In der &amp;#039;&amp;#039;[[Liste der Baudenkmäler in Marsberg]]&amp;#039;&amp;#039; sind für Udorf sieben [[Baudenkmal]]e aufgeführt, darunter&lt;br /&gt;
* die katholische Kirche St. Josef, ein Backsteinsaalbau aus dem Jahr 1891,&lt;br /&gt;
* der „Stoffelhof“, ein unter Verwendung von Fachwerk aus dem 17. Jahrhundert im Jahre 1802 erbautes [[Fachwerkhaus]],&lt;br /&gt;
* eine „Hofanlage“, bestehend aus einem [[bruchstein]]ernen Haupthaus mit Nebengebäude aus dem Jahr 1849,&lt;br /&gt;
* die „Udorfer Mühle“, eine [[Wasserrad|Wassermühle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereine ==&lt;br /&gt;
Bereits seit 1453 existiert der [[Schützenverein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hugo Cramer: &amp;#039;&amp;#039;Der Landkreis Brilon im zweiten Weltkriege 1939–1945 - Erlebnisberichte vieler Mitarbeiter aus dem ganzen Kreisgebiet.&amp;#039;&amp;#039; Josefs-Druckerei, Bigge 1955.&lt;br /&gt;
* Stefan Kisteneich &amp;amp; Winfried Raffel: &amp;#039;&amp;#039;Die Magerweiden im Glockengrund bei Marsberg-Udorf,&amp;#039;&amp;#039;  in: &amp;#039;&amp;#039;Sauerland - 35&amp;#039;&amp;#039; (2002), S. 160–162&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre Kapelle St. Josef zu Udorf&amp;#039;&amp;#039;, Pfarrei St. Josef, Marsberg, 1993&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.udorf.net/ Homepage von Udorf]&lt;br /&gt;
* [http://www.marsberg.de/Udorf.387.0.html Udorf auf der Website der Stadt Marsberg]&lt;br /&gt;
* [http://www.ikg.uni-bonn.de/nafgi/index.php?id=24&amp;amp;area=13 Naturschutzgebiet Glockengrund]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtteile von Marsberg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4708395-5|VIAF=238786834}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Udorf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Marsberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Hochsauerlandkreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1106]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1975]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bubo bubo</name></author>
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