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	<title>Udestedt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Eriosw: /* Geschichte */</title>
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		<updated>2026-02-28T16:34:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Wappen            = Wappen Udestedt.png&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 51/02/59/N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 11/07/59/E&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Udestedt in SÖM.png&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Thüringen&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Sömmerda&lt;br /&gt;
|Verwaltungsgemeinschaft = Gramme-Vippach&lt;br /&gt;
|Höhe              = 174&lt;br /&gt;
|PLZ               = 99198&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 036203&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 16068055&lt;br /&gt;
|Adresse-Verband   = Erfurter Str. 6&amp;lt;br /&amp;gt;99195 Schloßvippach&lt;br /&gt;
|Website           = &lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Gunnar Dieling&lt;br /&gt;
|Bürgermeistertitel = Bürgermeister&lt;br /&gt;
|Partei            = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Udestedt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Gemeinde (Deutschland)|Gemeinde]] im [[Landkreis Sömmerda]] in [[Thüringen]]. Sie gehört der [[Verwaltungsgemeinschaft Gramme-Vippach]] an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde [[Schloßvippach]] hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Udestedt liegt im südöstlichen Teil des [[Thüringer Becken]]s. Östlich des Ortes verläuft in Richtung Norden der kleine Fluss [[Gramme]]. Udestedt ist umgeben von mehreren etwa 200 m hohen Hügeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dorfanlage ==&lt;br /&gt;
Udestedt ist ein unregelmäßig angelegtes [[Straßendorf]] mit mehreren Weggabelungen, das sich ursprünglich auf eine Talsenke erstreckte. Als Wasserzufuhr wurde eine Ableitung aus der Gramme gelegt, der [[Mühlkanal|Mühlgraben]]. Er beginnt südlich des Ortes flussaufwärts und führt sein Wasser später wieder der Gramme zu. Nördlich des Dorfes liegen sehr ausgedehnte, modernisierte Rinder-Stallanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Umgebung von Udestedt ist uralter Siedlungsboden. Es fanden sich Gräber der [[jungsteinzeit]]lichen Schnurkeramiker aus dem 3. Jahrtausend vor Chr., Bestattungen aus der [[Bronzezeit]] um 1000 vor Chr. und aus der [[Kelten|keltischen]], dann [[Germanen|germanischen]] Zeit von 500 vor bis 400 nach Chr. Im 3. und 4. Jahrhundert bestand eine Siedlung östlich des jetzigen Ortes um den Tafelberg. Der Name des Ortes Udestedt leitet sich ab von einer an der [[Gramme]] gelegenen germanischen Kultstätte &amp;quot;Odinstatt&amp;quot;. 876 wurde zum ersten Mal &amp;quot;Odestat&amp;quot; (lat.) als dem [[Kloster Fulda]] zehntpflichtiges Dorf urkundlich erwähnt. Um 1000 entstand eine kleine Burg in Form einer [[Hochmotte]] im Bereich des Tafelbergs. Es gab Herren von &amp;quot;Utstete&amp;quot;. Im Hochmittelalter bildete sich ein weiterer Siedlungskern, das Oberdorf, mit Marktsiedlung entlang des künstlichen Mühlgrabens. Am südwestlichen Rand dieser Siedlung wurde eine neue, umwallte Burg errichtet, die im Erbfolgekrieg 1309 zerstört und dann wieder aufgebaut worden ist (heute nur noch Reste des Grabens im Gutsbereich). 1219 war zum ersten Mal ein &amp;quot;Ritter von Rudestedt&amp;quot;, nämlich Friedrich von Rudestedt, genannt worden. Verschiedene Adlige, Kirchen und Klöster hatten Besitz in Udestedt. 1345 kaufte die [[Erfurter Staat|Stadt Erfurt]] das Dorf für 500 Mark von &amp;quot;Rudolf von Mellingen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einwohner des westlich von Udestedt gelegenen, zum Kloster [[Georgenthal]] gehörenden Klosterhofs Barkhausen gaben im 14. Jahrhundert den Ort auf, der damit eine [[Wüstung]] wurde, und siedelten nach Udestedt über. Die Steine der Gebäude wurden zum Bau neuer Häuser und der Kirche von Udestedt verwendet. Eine Interessengemeinschaft Udestedter Bürger, die &amp;quot;Gewerkenschaft&amp;quot;, erwarb den größten Teil der Barkhäuser Flur vom Kloster Georgenthal. Von Barkhausen ist oberflächlich nur noch ein einfacher, 6 m hoher und 4 m dicker mittelalterlicher Turm erhalten, der so genannte [[Barkhäuser Turm]]. Die Fundamente der Barkhäuser Gebäude sind durch die landwirtschaftliche Nutzung weitgehend zerstört worden, Kellergewölbe durch Befahren mit schwerer Technik zwischen 1950 und 1970 eingestürzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Udestedt spielte über Jahrhunderte der Anbau der Färberpflanze [[Färberwaid|Waid]] eine große Rolle, viele Bauern aus dem Ort waren im &amp;#039;&amp;#039;Erfurter Waid-Register&amp;#039;&amp;#039; verzeichnet. Zur Zeit der [[Reformation]] wurde der Ort schon früh evangelisch. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] hatte Udestedt schwer zu leiden. 1623 wurde es – nach tapferem Widerstand der Bewohner – von Söldnern des Herzogs [[Friedrich Wilhelm II. (Sachsen-Altenburg)|Friedrich von Altenburg]] geplündert, verwüstet und durch 16 Hinrichtungen und Verschleppungen drangsaliert. 1624 brannten 250 Gebäude ab. 1664 wurde Udestedt zusammen mit Erfurt [[kurmainz]]isch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1802 kam Udestedt mit dem Erfurter Gebiet zu [[Preußen]] und zwischen 1807 und 1813 zum französischen [[Fürstentum Erfurt]]. Mit dem [[Wiener Kongress]] kam Udestedt 1815 mit dem Amt [[Azmannsdorf]] zum Großherzogtum [[Sachsen-Weimar-Eisenach]] ([[Amt Vieselbach]]), zu dessen [[Verwaltungsbezirk Weimar]] es ab 1850 gehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?weimar/weimar.htm |titel=I. Verwaltungsbezirk (Weimar) |titelerg=Gemeindeverzeichnis 1900 |hrsg=Uli Schubert |werk=gemeindeverzeichnis.de |offline=2026-02-28 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20220811024452if_/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?weimar/weimar.htm |archiv-datum=2022-08-11 |abruf=2026-02-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1759 gab es wieder ein ausgedehntes Feuer im Dorf, das 1819 noch von dem &amp;quot;Großen Brand&amp;quot; übertroffen wurde. Dieser vernichtete 100 Wohnhäuser und 150 Wirtschaftsgebäude. Großherzog [[Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1757–1828)|Karl August]] und sein Staatsminister [[Goethe]] inspizierten Udestedt nach dem Unglück. Unter Leitung des Weimarer Hofbaumeisters [[Clemens Wenzeslaus Coudray]] erfolgte der großzügige Wiederaufbau unter besonderer Beachtung der Vorbeugung weiterer Feuersbrünste. Das dankbare Udestedt benannte eine Straße mit &amp;quot;Augustgasse&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Revolutionsjahr 1848 stellte auch Udestedt eine Bürgerwehr auf. 1883 gründete man die [[Freiwillige Feuerwehr]] Udestedt. Das 19. Jahrhundert brachte die [[Auswanderung]] von insgesamt 120 Udestedtern nach Übersee mit sich. Die Abwanderung von &amp;quot;Problem-Personen&amp;quot; wurde dabei durch die Gemeinde finanziell unterstützt, das war auch in anderen Orten üblich. Nach Gründung des Deutschen Kaiserreichs 1871 kam es auch in Udestedt zu einem allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung. 1913 beging die Gemeinde die 100-Jahr-Feier des Sieges über Napoleon in der Völkerschlacht bei Leipzig und weihte bei dieser Gelegenheit ein Kriegerdenkmal ([[Deutsch-Französischer Krieg]] 1870/71) ein. Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde eine Gedenktafel mit den Namen der 45 Gefallenen aus der Gemeinde in die Kirchenwand eingelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] hatte Udestedt evakuierte Familien aus den Luftkriegsgebieten des Reichs und dann Hunderte von [[Heimatvertriebener (Bundesvertriebenengesetz)|Heimatvertriebenen]] aus den Ostgebieten aufzunehmen. Die Einwohnerzahl stieg durch letztere von 855 im Jahre 1939 auf 1.335 im Jahre 1946 an, trotz der Verluste von 76 gefallenen und vermissten Soldaten. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] mussten 81 Frauen und Männer aus [[Polen]], [[Russland]] und der [[Ukraine]] in der Landwirtschaft [[Zwangsarbeit]] verrichten. Ein Gedenkstein auf dem Friedhof erinnert an zwei [[Konzentrationslager|KZ-Häftlinge]], die im April 1945 Opfer eines [[Todesmarsch]]es nach dem [[KZ Buchenwald]] wurden. Ein Einwohner des Ortes hisste am 11. April eine weiße Fahne und rettet das Dorf vor dem Beschuss.&amp;lt;ref&amp;gt;Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Band 8: &amp;#039;&amp;#039;Thüringen.&amp;#039;&amp;#039; VAS – Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 278.&amp;lt;/ref&amp;gt; Udestedt wurde im April 1945 von [[US-Truppen]], Anfang Juli von der [[Rote Armee|Roten Armee]] besetzt. So machte es alle gesellschaftlichen Veränderungen in der [[Sowjetisch besetzte Zone|SBZ]] und später der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] mit. Besonders drückend war für die Landwirte das hohe [[Ablieferungssoll]], später der Zwang zum Eintritt in die [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft|LPG]]. Diesem entzogen sich nicht wenige durch Flucht nach Westdeutschland. 1985 beging Udestedt eine 1111-Jahr-Feier, streng genommen zwei Jahre zu früh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1989 kam es im Rahmen der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Friedlichen Revolution]] in der DDR auch in Udestedt – nach dem Vorbild von Erfurt und [[Weimar]] – zu Andachten in der Kirche mit anschließenden politischen Reden im Freien und danach zu Demonstrationen durch den Ort, auch zu einem &amp;quot;Runden Tisch&amp;quot;. Am 3. Oktober 1990 feierte man den offiziellen Tag der deutschen Wiedervereinigung. Es folgten einschneidende, besonders wirtschaftliche Veränderungen. Im Jahre 2000 wurde der &amp;quot;Kreis-Heimattag&amp;quot; in Udestedt begangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Udestedt-Kirche-1-CTH.JPG|mini|hochkant|St.-Kilian-Kirche]]&lt;br /&gt;
32 % der Einwohner von Udestedt sind evangelisch, nur 2 % katholisch.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ergebnisse2011.zensus2022.de/datenbank/online?operation=abruftabelleBearbeiten&amp;amp;levelindex=1&amp;amp;levelid=1634068778398&amp;amp;auswahloperation=abruftabelleAuspraegungAuswaehlen&amp;amp;auswahlverzeichnis=ordnungsstruktur&amp;amp;auswahlziel=werteabruf&amp;amp;code=1000A-1007&amp;amp;auswahltext=&amp;amp;nummer=6&amp;amp;variable=6&amp;amp;name=GEOGM1&amp;amp;werteabruf=Werteabruf#abreadcrumb Zensus 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die lutherische Kirchengemeinde Udestedt mit ihrer [[St.-Kilian-Kirche (Udestedt)|St.-Kilian-Kirche]] gehört zum Pfarrbereich [[Schloßvippach]]-Udestedt im [[Kirchenkreis Apolda-Buttstädt]] der [[Evangelische Kirche in Mitteldeutschland|Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland]]. Die wenigen Katholiken sind der Pfarrei [[St. Nikolaus (Melchendorf)|St. Nikolaus]] in Erfurt-[[Melchendorf]] ([[Bistum Erfurt]]) zugeordnet, deren nächste Filialkirche [[St. Marien (Vieselbach)|St. Marien]] in Erfurt-[[Vieselbach]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
* In beiden Weltkriegen ist das Dorf baulich unversehrt geblieben. Verschiedene historische Gehöfte sind erhalten geblieben, so das Herrenhaus des Gutshofs vor dem Obertore und die Gaststätte &amp;quot;Weimarischer Hof&amp;quot;. Wenn auch durch Abriss und Umbauten viel verloren gegangen ist, so lassen insbesondere große Hoftore erahnen, was für ein wohlhabendes Bauerndorf Udestedt vor der Kollektivierung gewesen ist.&lt;br /&gt;
* Die evangelische St.-Kilian-Kirche ist ein stattlicher Bau, der vom früheren Wohlstand des Ortes zeugt. Der Turm weist wehrhafte Merkmale auf und stand ehemals frei, er könnte Teil einer Befestigungsanlage gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Köhler: &amp;#039;&amp;#039;Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze.&amp;#039;&amp;#039; 2., erweiterte und überarbeitete Auflage. Jenzig-Verlag Köhler, Jena 2003, ISBN 3-910141-56-0, S. 286.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1575 schenkte ein Erfurter Bürger der Kirche ein wertvolles Holzschnitzwerk &amp;quot;Die Anbetung der Heiligen Drei Könige&amp;quot;. Das Kirchenschiff wurde 1592/94 neu gebaut. 1709 erhielt die Kirche eine Orgel des berühmten Orgelbauers [[Georg Christoph Stertzing]]. 1721 wurde [[Tobias Friedrich Bach]] (1695–1768, Sohn von [[Johann Christoph Bach (Organist, 1671)|Johann Christoph Bach]] aus der berühmten Musikerfamilie) Kantor und Organist. 1817 stifteten Bürger ihrer Kirche das Gemälde &amp;quot;Luther auf dem Reichstag zu Worms&amp;quot; des Weimarer Malers [[Ferdinand Jagemann]]. 1928 wurde eine neue Orgel eingebaut.&lt;br /&gt;
* Der Kirchhof weist noch eine Reihe historischer Grabdenkmäler auf.&lt;br /&gt;
* Das benachbarte Pfarrhaus (Schulplatz 7) ist erneuert, das [[Kantor]]atsgebäude (Schulplatz 5) und andere Wirtschaftsgebäude des großen Pfarrhofs sind im Verfall oder abgerissen.&lt;br /&gt;
* Ebenfalls benachbart (Schulplatz 1) steht das denkmalgeschützte Haus des Kantors [[Tobias Friedrich Bach]], der von 1695 bis 1768 hier gewirkt hat. Bis 1868 war das Kantoratshaus das Schulhaus von Udestedt. Das Gebäude wird derzeit (2016) nicht benutzt und dient lediglich dem Hausmeister der Schule als Gerätelager.&lt;br /&gt;
* Das jetzige Schulgebäude (Schulplatz 3) von 1869 in Backstein-Bauweise trägt über der Pforte den Sinnspruch für die Schüler: &amp;quot;Euern Ein- und Ausgang segne Gott.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* [[Barkhäuser Turm]] des früheren Klosterhofs Barkhausen aus dem Spätmittelalter, westlich des Ortes&lt;br /&gt;
* Der Tafelberg am südöstlichen Ortsrand: Kultstätte aus der germanisch-heidnischen Zeit&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Kulturdenkmale in Udestedt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Von 1953 bis 1960 (in diesem Jahr unter verstärktem Druck als &amp;quot;Sozialistischer Frühling&amp;quot;) wurden drei [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft|LPG]] gegründet. Später wurden daraus im Rahmen der Industrialisierung der Landwirtschaft zwei große, und erfolgreiche, [[Kooperativ]]e gebildet. Diese spielten eine wichtige Rolle für die Dorfbevölkerung, auch durch zahlreiche gesellschaftliche Einrichtungen. Die &amp;#039;&amp;#039;Pflanzenproduktion&amp;#039;&amp;#039; (KAP) baute regional typische Futtermittel und verschiedene Nahrungsmittel an und betrieb in geringem Umfang Geflügel- und Schafszucht. Die &amp;#039;&amp;#039;Tierproduktion&amp;#039;&amp;#039; konnte mit der Bullenmast bis zu 4700 Tiere gleichzeitig halten und gehörte damit zu den großen Mastbetrieben. Schweinezucht wurde nur zur Deckung des Bedarfs der Dorfbevölkerung betrieben. Wirtschaftlich arbeiteten die Genossenschaften insbesondere mit [[Kerspleben]], aber auch anderen Nachbargemeinden zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wende gründete sich 1991 eine &amp;quot;Agrargenossenschaft e.G. Udestedt&amp;quot;. Die Zahl von anfangs 4.000 Bullen konnte nicht gehalten werden, damit und durch die Rationalisierung ging die Zahl der Beschäftigten drastisch zurück. 1993 nahm ein &amp;quot;Wiedereinrichter&amp;quot; (Winzer) auf dem Gut mit 230 ha Fläche die Arbeit auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Udestedt liegt an einer &amp;#039;&amp;#039;Landstraße&amp;#039;&amp;#039; zwischen [[Eckstedt]] und [[Kleinmölsen]]. Westlich verläuft die &amp;#039;&amp;#039;Bundesautobahn 71&amp;#039;&amp;#039; von Erfurt nach Sömmerda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute Radwege verbinden Udestedt mit den Nachbarorten, dem Barkhäuser Turm und dem &amp;#039;&amp;#039;Schwanseer Forst&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Udestedt Pfarrhaus A.JPG|Pfarrhaus&lt;br /&gt;
Udestedt Pfarrhof.JPG|Pfarrhof&lt;br /&gt;
Udestedt Schule.JPG|Schule&lt;br /&gt;
Udestedt Hofgebäude.JPG|Hofgebäude&lt;br /&gt;
Udestedt Denkmal 1913.JPG|Denkmal von 1913&lt;br /&gt;
Udestedt Tafelberg.JPG|Tafelberg, germanische Kultstätte&lt;br /&gt;
Barkhausen Turm.JPG|Barkhäuser Turm&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
Entwicklung der Einwohnerzahl:&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; width=&amp;quot;15%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 1900 – 913&lt;br /&gt;
* 1939 – 855&lt;br /&gt;
* 1946 – 1335&lt;br /&gt;
* 1960 – 1004&lt;br /&gt;
* 1980 – 887&lt;br /&gt;
* 1992 – 810&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; width=&amp;quot;15%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 1994 – 849&lt;br /&gt;
* 1995 – 859&lt;br /&gt;
* 1996 – 845&lt;br /&gt;
* 1997 – 857&lt;br /&gt;
* 1998 – 848&lt;br /&gt;
* 1999 – 842&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; width=&amp;quot;15%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 2000 – 833&lt;br /&gt;
* 2001 – 826&lt;br /&gt;
* 2002 – 830&lt;br /&gt;
* 2003 – 821&lt;br /&gt;
* 2004 – 814&lt;br /&gt;
* 2005 – 810&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; width=&amp;quot;15%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 2006 – 819&lt;br /&gt;
* 2007 – 821&lt;br /&gt;
* 2008 – 820&lt;br /&gt;
* 2009 – 817&lt;br /&gt;
* 2010 – 809&lt;br /&gt;
* 2011 – 792&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; width=&amp;quot;15%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 2012 – 778&lt;br /&gt;
* 2013 – 795&lt;br /&gt;
* 2014 – 796&lt;br /&gt;
* 2015 – 794&lt;br /&gt;
* 2016 – 782&lt;br /&gt;
* 2017 – 790&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; width=&amp;quot;15%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 2018 – 770&lt;br /&gt;
* 2019 – 774&lt;br /&gt;
* 2020 – 782&lt;br /&gt;
* 2021 – 784&lt;br /&gt;
* 2022 – 766&lt;br /&gt;
* 2023 – 757&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; width=&amp;quot;15%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 2024 – 755&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt; Datenquellen: Thüringer Landesamt für Statistik und Ortschronik&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
Der Gemeinderat aus Udestedt setzt sich aus 8 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.&lt;br /&gt;
* Unabhängige Bürgerliste: 8 Sitze&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=GW&amp;amp;wJahr=2014&amp;amp;zeigeErg=GEM&amp;amp;wknr=068&amp;amp;gemnr=68055|titel=Wahlen in Thüringen|autor=Thüringer Landesamt für Statistik|werk=www.wahlen.thueringen.de|zugriff=2016-06-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Stand: [[Kommunalwahl]] am 25. Mai 2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Der ehrenamtliche Bürgermeister ist seit dem 1. Februar 2025 Manfred Bode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* Tobias Friedrich Bach (1695–1768) aus [[Ohrdruf]], ein Neffe von [[Johann Sebastian Bach]], war von 1721 bis 1768 als Kantor in Udestedt tätig.&lt;br /&gt;
* [[Carl Martin Franz Gebhardt]] (1750–1813), evangelisch-lutherischer Pfarrer, Hochschullehrer, Herausgeber und Verfasser geistlicher Lieder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereine ==&lt;br /&gt;
* Geschichtsverein Udestedt e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
* Kegelverein 1991&lt;br /&gt;
* Frauen-Kirchenchor 1994&lt;br /&gt;
* Schützenverein Udestedt e.&amp;amp;nbsp;V. 1994&lt;br /&gt;
* Reit- und Fahrverein 1998&lt;br /&gt;
* Sportverein FSV Udestedt 1991 e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
* Traditions- &amp;amp; Kirmesverein e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
* In der Bevölkerung von Udestedt gibt es mehrere Großfamilien mit dem Namen [[Steinmann]], der im deutschen Sprachraum sonst weniger oft vertreten ist. Während man ursprünglich davon ausging, dass diese ungewöhnliche Häufung nicht auf eine gemeinsame Abstammung zurückging, wurde zwischenzeitlich belegt, dass sämtliche Träger dieses Nachnamens im Ort mit einem Nikolaus Heinrich Steinmann, der am 13. September 1807 in das Dorf einheiratete, in Verbindung stehen, entweder durch direkte Abstammung oder durch Einheiratung in die Familien der Namensträger.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Amtsblatt der VG Gramme-Aue.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 5/2013 vom 30. Mai 2013, S. 24, (Quelle hierfür sind dem Beitrag zufolge die Kirchenbücher der Kirchgemeinde Udestedt).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In Udestedt wurden nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende]] sozialistische Straßennamen nicht umbenannt, sondern beibehalten. So heißt die Hauptstraße &amp;#039;&amp;#039;[[Wilhelm Pieck|Wilhelm-Pieck]]-Straße&amp;#039;&amp;#039; nach dem ersten und einzigen Präsidenten der DDR.&lt;br /&gt;
* Das Pfarrarchiv der Kirchgemeinde Udestedt besitzt eine bedeutende Sammlung von Musikalien (Notenhandschriften und Drucke) des 17. und 18. Jahrhunderts, die heute im Archiv der [[Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar]] aufbewahrt wird.&lt;br /&gt;
* Noch im 19. Jahrhundert zogen neuvermählte Paare zusammen mit der Hochzeitsgesellschaft aus dem Ort unter Musik zum Tafelberg. Dort wurde getanzt und gefeiert. In der heidnischen Zeit hat es sich um einen heiligen Ort gehandelt, auf dem vielleicht besonders der germanischen Göttin [[Freya]] Opfer dargebracht worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolfgang Stolze: &amp;#039;&amp;#039;Dörfliche Musikkultur Thüringens und ihre Sonderstellung in der Musikgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039; Musik und Kirche.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 61, 1991, {{ISSN|0027-4771}}, S. 213–226.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Stolze: &amp;#039;&amp;#039;Thüringer Adjuvantenmusik in Udestedt und seinen Nachbarorten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sömmerdaer Heimathefte.&amp;#039;&amp;#039; 12, 2000, {{ZDB|1170131-6}}, S. 21.&lt;br /&gt;
* Dagmar Blaha, F. Boblenz, Helga Brück, Th. Hildebrand, D. Walter, W. Zeth: &amp;#039;&amp;#039;Udestedt. 876–2001. Festschrift zur 1125-Jahr-Feier vom 18. bis 27. Mai 2001&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Sömmerdaer Heimatheft. Sonderheft.&amp;#039;&amp;#039; 2, {{ZDB|2419870-5}}). Gemeinde Udestedt und Interessengemeinschaft Heimatgeschichte des Landkreises Sömmerda, Udestedt 2001.&lt;br /&gt;
* [[Steffen Voss]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Musikaliensammlung im Pfarrarchiv Udestedt. Untersuchungen zur Musikgeschichte Thüringens im 17. und 18. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften zur Mitteldeutschen Musikgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 10). Verlag für Musikbücher Karl Dieter Wagner, Schneverdingen 2006, ISBN 978-3-88979-095-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Ersterwähnung 876]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eriosw</name></author>
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