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	<title>Uchuraccay - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Uchuraccay&amp;diff=394715&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-06-01T12:15:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort&lt;br /&gt;
|BREITE        = -12.826633&lt;br /&gt;
|LÄNGE         = -74.111056&lt;br /&gt;
|MAPTYPE       = relief&lt;br /&gt;
|NAME          = Uchuraccay&lt;br /&gt;
|POS-KARTE     = Peru&lt;br /&gt;
|VE2-NAME      = [[Provinz Huanta|Huanta]]&lt;br /&gt;
|VE2-ART       = Provinz&lt;br /&gt;
|VE3-NAME      = [[Distrikt Uchuraccay|Uchuraccay]]&lt;br /&gt;
|VE3-ART       = Distrikt&lt;br /&gt;
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|FLÄCHE        = &lt;br /&gt;
|EINWOHNER     = 312&lt;br /&gt;
|STAND         = 2017&lt;br /&gt;
|GRÜNDUNG      = &lt;br /&gt;
|ISO-CODE      = PE-AYA&lt;br /&gt;
|BILD          = &lt;br /&gt;
|BILD-TEXT     = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Uchuraccay&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Hispanisierung|hispanisierte]], offizielle Schreibung), auf [[Chanka-Quechua]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Uchuraqay&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein 312 Einwohner (Zensus 2017) zählender Ort im [[Distrikt Uchuraccay]] der [[Provinz Huanta]] ([[Region Ayacucho]]) im [[Anden]]hochland von [[Peru]], 4010 Meter über dem [[Meeresspiegel]] gelegen. 10 Jahre zuvor betrug die Einwohnerzahl noch 370.&amp;lt;ref name=&amp;quot;citypopulation&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Uchuraccay im bewaffneten Konflikt in Peru ==&lt;br /&gt;
Im Juli 1981 begannen aus [[Huamanga]] (Ayacucho) und [[Huanta]] kommende Aktivisten der maoistischen [[Guerilla]]-Organisation [[Sendero Luminoso]] („Leuchtender Pfad“) mit der politischen Arbeit in Uchuraccay, stießen jedoch überwiegend auf Widerspruch. Im Oktober 1982 wurden die Aktivisten vertrieben und eine kurz zuvor auf einem Berg gehisste Rote Fahne verbrannt. Als „Antwort“ darauf ermordete der Leuchtende Pfad Ende November 1982 als einen der ersten politischen Amtsinhaber in seinem „Volkskrieg“ den Gemeindevorsteher von Uchuraccay, Alejandro Huamán.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[26. Januar]] [[1983]] ermordeten im Zuge des aufflammenden [[Bewaffneter Konflikt in Peru|Bewaffneten Konflikts in Peru]] etwa 40 [[Indigene Völker Südamerikas|indigene]] [[Quechua (Volk)|Quechua]]-Bauern acht peruanische [[Journalist]]en, die aus [[Lima]] gekommen waren, um ein vom Leuchtenden Pfad verübtes [[Massaker]] in einer benachbarten Gemeinde zu untersuchen. Zwei weitere Opfer waren ein indigener Führer und ein Ortsansässiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie spätere Untersuchungen ergaben, wurden die Dorfbewohner, die in panischer Angst vor Übergriffen der Terroristen lebten, von den so genannten &amp;#039;&amp;#039;[[Sinchis]]&amp;#039;&amp;#039;, einer Sondereinheit der gegen den Leuchtenden Pfad kämpfenden [[Guardia Civil (Peru)|Guardia Civil]], aufgefordert, alle zu Land in das Gebiet kommenden Fremden zu töten, da sie selbst aus der Luft (mit dem [[Hubschrauber]]) kämen. Da die Bauern kaum [[Spanische Sprache|Spanisch]] verstanden und die Journalisten kein [[Quechua]] sprachen, war die Kommunikation stark erschwert, obwohl ein Begleiter, Juan Argumedo, die indigene Sprache beherrschte. In der Folge wurden die 10 Opfer auf grausame Weise mit Ackergerät erschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Militärchef des unter [[Ausnahmezustand|Kriegsrecht]] stehenden Departamento Ayacucho, [[Roberto Clemente Noel Moral]], erklärte am 28. Januar, die Journalisten hätten eine rote Fahne bei sich gehabt, weshalb die Dorfbewohner mit dem Blutbad in Verteidigung des Rechts gehandelt hätten. Außerdem vermutete er, die indigenen Bauern hätten möglicherweise die [[Kamera]]ausrüstung der Journalisten als Waffen interpretiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vom peruanischen [[Staatspräsident|Präsidenten]] [[Fernando Belaúnde Terry]] eingesetzte Kommission unter Vorsitz des [[Schriftsteller]]s [[Mario Vargas Llosa]] stellte die Täterschaft der Bauern fest und erklärte die Tat mit der Rückständigkeit der Bauern, ohne die geistige Mittäterschaft der &amp;#039;&amp;#039;Sinchis&amp;#039;&amp;#039; zu benennen. Mario Vargas Llosa wiederholte Noels Vermutung als These, die Bauern hätten Kameras mit Waffen verwechselt. Dies wurde von der Wahrheitskommission später nicht bestätigt. Die Brüder Tipe widerlegen 2015 Behauptungen über die Rückständigkeit von Uchuraccay: Nach ihren Untersuchungen gab es in dem Dorf vier Läden, Plattenspieler, Nähmaschinen und seit den 1950er Jahren eine Schule. Angehörige der Opfer gehen bis heute davon aus, dass &amp;#039;&amp;#039;Sinchis&amp;#039;&amp;#039; in der Zeit des Blutbades vor Ort waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der Bauern wurden in einem späteren Prozess in [[Lima]] zu langen Haftstrafen verurteilt. Insgesamt wurden 17 Dorfbewohner verurteilt, von denen nach Angaben von Tipe und Tipe 2015 nur noch einer am Leben war und verborgen im Urwaldgebiet des Apurímac, Ene und Mantaro lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Folgemonaten kamen in Uchuraccay 135 Dorfbewohner, davon 57 Frauen, ums Leben. Die meisten starben bei vom Leuchtenden Pfad begangenen Massakern. Das Dorf sollte für seinen Widerstand gegen die Guerilla-Organisation bestraft werden. Aber auch Übergriffe der [[Peruanische Streitkräfte|Militärs]] und von regierungsnahen [[Paramilitärs]] kosteten zahlreiche Menschenleben. Die überlebenden Dorfbewohner verließen daher im Laufe des Jahres [[1984]] vollständig das Dorf und flüchteten in den [[Urwald]] der [[Amazonas]]region, in benachbarte Orte und nach Lima.&lt;br /&gt;
Im Oktober [[1993]] wurde das Dorf mit neu errichteten Häusern abseits des früheren Standortes wieder begründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die Ereignisse in Uchuraqay wird in mehreren [[Huaino|Waynus]], meist auf [[Chanka-Quechua]], aus Ayacucho erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Am 26. Januar 1983 getötete Personen ==&lt;br /&gt;
* Eduardo De la Piniella y Pedro Sánchez (Reporter der Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;El Diario de Marka&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Félix Gavilán (Korrespondent der Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;El Diario de Marka&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Willy Retto y Jorge Luis Mendívil (Reporter  der Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;El Observador&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Jorge Sedano (Reporter  der Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;La República&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Amador García (Reporter  der Wochenzeitung  &amp;#039;&amp;#039;Oiga&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Octavio Infante (Reporter  der Tageszeitung  &amp;#039;&amp;#039;Noticias&amp;#039;&amp;#039; von Ayacucho)&lt;br /&gt;
* Juan Argumedo (Führer der Gruppe und Dolmetscher)&lt;br /&gt;
* Severino Huáscar Morales (Bauer aus Uchuraccay, der die Ermordung von Juan Argumedo verhindern wollte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Víctor Tipe Sánchez, Jaime Tipe Sánchez: &amp;#039;&amp;#039;Uchuraccay, el pueblo donde morían los que llegaban a pie&amp;#039;&amp;#039;. G7 Editores, Lima 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;citypopulation&amp;quot;&amp;gt;{{cite web|url= https://www.citypopulation.de/php/peru-ayacucho.php?adm2id=0504 | publisher= www.citypopulation.de | title= Huanta, Province in Ayacucho Region, Locality Uchuraccay | accessdate= 2019-11-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Informe Final de la [[Kommission für Wahrheit und Versöhnung|Comisión de la Verdad]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.cverdad.org.pe/ifinal/pdf/TOMO%20V/SECCION%20TERCERA-Los%20Escenarios%20de%20la%20violencia%20(continuacion)/2.%20HISTORIAS%20REPRESENTATIVAS%20DE%20LA%20VIOLENCIA/2.4%20UCHURACCAY.pdf#search=%22uchuraccay%22 2.4. El caso Uchuraccay].&amp;#039;&amp;#039; Lima 2003.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://idehpucp.pucp.edu.pe/wp-content/uploads/2008/12/suplemento_bilingue_informe_final_CVR.pdf Un pasado de violencia, un futuro de paz 1980 – 2000 20 años de violencia / Qayna ñakariyninchik, paqarintaq hawkalla kawsakuyninchik 20 wata sipinakuy 1980 watamanta 2000 watakama.] Publicación basada en el Informe Final de la [[Kommission für Wahrheit und Versöhnung|Comisión de la Verdad y Reconciliación]] / Kaymi [[Kommission für Wahrheit und Versöhnung|Chiqap Comisión]] riqsichisqan qillqa.&amp;#039;&amp;#039; Instituto de Democracia y Derechos Humanos de la [[Pontificia Universidad Católica del Perú]], Lima 2008. S. 11, 14.&lt;br /&gt;
* Chalena Vásquez R.: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.chalenavasquez.com/almacen/ponencias/uchuraqayenelcantopopularchvasquez.pdf Uchuraqay en el canto popular.]&amp;#039;&amp;#039; Lima, 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Peru]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region Ayacucho]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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