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	<title>Ubier - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ubier&amp;diff=66250&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DerMaxdorfer: gelöschte Belege und Wikilinks aus der Versionsgeschichte zurückgeholt; konfuses Hin und Her etwas sortiert (man muss beim Einfügen von neuem Text auch ein bisschen darauf achten, was die bisherigen Artikelabschnitte aussagen); sprachliche Korrekturen; Kleinigkeiten</title>
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		<updated>2026-01-19T22:32:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;gelöschte Belege und Wikilinks aus der Versionsgeschichte zurückgeholt; konfuses Hin und Her etwas sortiert (man muss beim Einfügen von neuem Text auch ein bisschen darauf achten, was die bisherigen Artikelabschnitte aussagen); sprachliche Korrekturen; Kleinigkeiten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Porträt einer Ubierin.jpg|mini|hochkant=0.75|Porträt einer Ubierin aus Köln. Die Haare verdeckende Hauben waren Teil der Tracht verheirateter Frauen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DM Fannius, natione Ubius, corporis custos.jpg|mini|hochkant=0.75|Grabstein des Ubiers Fannius, Leibwächter &amp;#039;&amp;#039;(corporis custos)&amp;#039;&amp;#039; Kaiser [[Nero]]s; er lebte 28 Jahre und wurde von seinem &amp;#039;&amp;#039;collega&amp;#039;&amp;#039; (Kamerad) in Rom begraben&amp;lt;ref&amp;gt;{{AE|1952|145}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ubier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[latein]]isch &amp;#039;&amp;#039;Ubii&amp;#039;&amp;#039;) waren nach Cäsar, der den Rhein als Kulturgrenze zwischen Kelten und Germanen betrachtete, ein [[Westgermanen|westgermanisches]] Volk, das [[Gaius Iulius Caesar|Caesar]] als bereits zivilisiert beschrieb. Demgegenüber werden die Ubier als Bewohner der sogenannten Übergangs- oder Kontaktzone&amp;lt;ref name=&amp;quot;:12&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bernhard Sicherl |url=https://av.tib.eu/media/57777 |titel=Zwischen vielen Fragezeichen. Zum Nordrand der Mittelgebirgszone im 3.–1. Jahrhundert v. Chr. |werk=TIB AV-Portal |hrsg=Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege |datum=2022 |sprache=de |abruf=2025-02-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ludwig Rübekeil |Hrsg=Verlag der österreichischen Akademie der Wissenschaften |Titel=Diachrone Studien zur Kontaktzone zwischen Kelten und Germanen |Sammelwerk=Sitzungsberichte der philosophisch-historischen Klasse |Nummer=699 |Auflage=1. Auflage |Datum=2002 |ISBN=3-7001-3124-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zwischen Germanen und Kelten heute auch als Mischbevölkerung&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bernhard Schwade |url=https://www.altwege.de/roemer-und-kelten/keltische-und-germanische-siedlungsgebiete.html |titel=Keltische und Germanische Siedlungsgebiete vor der Eroberung Germaniens durch die Römer |werk=Altwege |hrsg=Bernhard Schwade |sprache=de |abruf=2025-02-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siedlungsgebiet ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ubier waren nach Cäsars Definition ein Germanenstamm und bewohnten zunächst das rechte Ufer des [[Rhein]]s, gegenüber den [[Treverer]]n&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Cäsar, Gaius Julius |Hrsg=Otto Schönberger |Titel=Der Gallische Krieg (de Bello gallico). Latein-Deutsch |Verlag=De Gruyter Akademie Forschung |Datum=2012 |ISBN=978-3-05-005753-8 |Seiten=6.8.7, 6.9.5, 6.2.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und südlich bzw. westlich der [[Sugambrer]], lebten also den [[Römisches Reich|römischen]] Begrifflichkeiten nach in der [[Germania magna]]. Die Germanen siedelten nach Cäsar mit Ausnahme der „Germani cisrhenani“ ausnahmslos rechts des Rheins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Gebiet erstreckte sich vor der Ankunft der Römer ziemlich Nord-Süd-ausgedehnt entlang des Rheins, jedenfalls von der Gegend nördlich des heutigen [[Köln]]s, wobei als Nordgrenze überwiegend die [[Ruhr]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bgv-hueckeswagen.de/veroeffentlichungen/aufsatzeblankertz/Die%20Germanen%20des%20Bergischen%20Landes.pdf] Wilhelm Blankertz, Die Germanen des Bergischen Landes und seiner Nachbargebiete zur Römerzeit, abgerufen am 7. Januar 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernhard Rudnik |Hrsg=Walter Melzer |Titel=Römische Funde aus Soest |Sammelwerk=Soester Beiträge zur Archeologie |Band=Imperium Romanum produxit – Römische Sachgüter in Soes und im mittleren Hellwegraum |Nummer=11 |Ort=Soest |Datum=2010 |ISBN= |Seiten=14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und damit der Nordrand der deutschen Mittelgebirge angenommen wird und nach Süden über die [[Sieg (Fluss)|Sieg]] bis herunter zur [[Lahn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet lässt sich anhand von Münzfunden, Landmarken, Bodenbefunden und historischen Schilderungen eingrenzen. So finden sich ubische Münzen (ubische EL/AR-Rbs dlT 9441/F 399 (Mardorf-Typ))&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johannes Heinrichs |Titel=Zur Verwicklung ubische Gruppen in den Ambiorix-Aufstand des Jahres 54 v. Chr. - Eburonische und ubische Münzen im Hortfund Fraire-2 |Sammelwerk=Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik |Nummer=127 |Datum=1999 |Seiten=291, 293}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Königswinter]] (Fundstelle [[Stieldorferhohn|Stieldorfer Hohn]], sog. [[Depotfund|Hortfund]]), aber auch deutlich nördlicher bei [[Beckinghausen]] (kleine Funde) und [[Bochum]] (kleine Funde) und bis in den Süden auf dem [[Dünsberg]] und in [[Heuchelheim an der Lahn|Heuchelheim]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Fundplätze legen die [[Ruhr]] als Gebietsgrenze nahe. [[Cassius Dio]] spricht zudem bei der Schilderung des [[Drusus]]-Feldzuges 11 v. Chr. davon, dass „eine Brücke über die Lippe“ geschlagen wurde und man darüber „in das Land der Sugambrer vorrückte“. Sodann schildert er, dass auf dem Rückweg in die Winterlager „zwischen Lippe und Ruhr im Gebiet der Sugambrer“ ein Militärlager errichtet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Cassius Dio |Titel=Bücher 51 – 60 |Sammelwerk=Römische Geschichte |Band=4 |Ort=Zürich/München |Datum=2007 |ISBN=978-3-7608-3673-7 |Seiten=54, 33, 1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Land der Sugambrer befand sich damit jedenfalls südlich der Lippe und nördlich der Ruhr&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marc Pieper |Hrsg=Walter Melzer |Titel=Untersuchungen zum Import von römischen Waren im mittleren Hellwegraum zur römischen Kaiserzeit |Sammelwerk=Soester Beiträge zur Archeologie |Band=Imperium Romanum produxit – Römische Sachgüter in Soest und im mittleren Hellweraum |Nummer=11 |Datum=2010 |ISBN= |Seiten=116}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, wobei dieses Gebiet als „Kernland“ der Sugambrer betrachtet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marc Pieper |Hrsg=Walter Melzer |Titel=Untersuchungen zum Import von römischen Waren im mittleren Hellwegraum zur römischen Kaiserzeit |Sammelwerk=Soester Beiträge zur Archeologie |Band=Imperium Romanum produxit – Römische Sachgüter in Soest und im mittleren Hellweraum |Nummer=11 |Datum=2010 |ISBN= |Seiten=116}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass das Siedlungsgebiet der Sugambrer nördlich und östlich an das der Ubier angrenzte, ergibt sich aus Caesars Schilderungen in [[De bello Gallico]], dort schildert er anlässlich der Rheinüberquerung (nach heutiger Ansicht kommen Köln, die Siegmündung, Bonn oder Andernach in Betracht) auf dem Weg zu den Sugambrern das Gebiet der Ubier durchqueren musste und sich nach Vernichtung der Felder und Hütten der Sugambrer zu den Ubiern zurückzog („se in fines Ubiorum recepit“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Cäsar, Gaius Julius |Hrsg=Otto Schönberger |Titel=Der gallische Krieg (de bello gallico). Latein-Deutsch |Verlag=De Gruyter Akademie Forschung |Ort=Berlin |Datum=2012 |ISBN=978-3-05-005753-8 |Seiten=4.19.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Caesar ist in seiner Beschreibung der Siedlungsgebiete der Germanenstämme sehr eindeutig; demnach lag das Gebiet der Ubier „am Rhein“. Weiter spricht Caesar vom „ubischen Ufer“ („ripae Ubiorum“),&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6291&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Cäsar, Gaius Julius |Hrsg=Otto Schönberger |Titel=Der gallische Krieg (de Bello Gallico). Latein-Deutsch |Verlag=De Gruyter Akademie Forschung |Datum=2012 |ISBN=978-3-05-005753-8 |Seiten=6.29.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wenn er die rechte Rheinseite meint: Nach der zweiten Rheinüberquerung, die vom Gebiet der Treverer aus und damit deutlich südlicher als beim ersten Mal erfolgte, ließ er seinen Brückenkopf am Ufer der Ubier („quae ripas Ubiorum contingebat“),&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6291&amp;quot; /&amp;gt; wie er es explizit bezeichnet, zurück. Die Ubier bewohnten also ein Gebiet, das direkt an den Rhein angrenzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Ubier war demnach ein rechtsrheinisches Gebiet entlang des Rheines zwischen Lahn und Ruhr und nach Osten hin über das Bergische Land und das Oberbergische Land bis ins Siegerland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ubier waren nach Cäsar der einzige Germanenstamm, der bereits zivilisiert war, und sie verfügten bereits über befestigte Plätze, sog. [[Oppidum (Kelten)|Oppida]] und Wehrburgen, denn Caesar befahl ihnen, zum Schutz diese ihre befestigten Plätze (oppida) aufzusuchen („Ubiis imperat, ut pecora deducant suaque omnia ex agris in oppida conferant“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Cäsar, Gaius Julius |Hrsg=Otto Schönberger |Titel=Der Gallische Krieg (de Bello Gallico). Latein-Deutsch |Verlag=De Gruyter Akademie Forschung |Datum=2012 |ISBN=978-3-05-005753-8 |Seiten=6.10.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Zu den bekannten [[Oppidum (Kelten)|Oppida]] bzw. Befestigungsanlagen auf dem Gebiet der Ubier gehören neben anderen das große [[Oppidum]] auf dem [[Ringwallanlage Dünsberg|Dünsberg]]&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrichs 2003 (hier Münzgeschichte auch des Dünsbergs, zum Beispiel S. 290–291); Eck 2004, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;, das Oppidum [[Dornburg (Oppidum)|Dornburg]] bei [[Limburg an der Lahn|Limburg]], die Wehranlagen [[Erdenburg]] bei [[Bensberg]], [[Petersberg (Siebengebirge)|Petersberg]] bei [[Königswinter]], [[Ringwälle bei Stromberg|Stromberg]] bei [[Windeck]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ubier waren demnach in ihrer Lebensart den Kelten ähnlich, möglicherweise keltisierte Germanen oder jedenfalls Germanen, die keltische Lebensgewohnheiten pflegten. Die Ubier lebten im nördlichen Teil der deutschen Mittelgebirge, und damit in einem Gebiet, welches als Kontakt- oder Zwischenzone&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ludwig Rübekeil |Hrsg=Verlag der österreichischen Akademie der Wissenschaften |Titel=Diachrone Studien zur Kontaktzone zwischen Kelten und Germanen |Sammelwerk=Sitzungsberichte der philosophisch-historischen Klasse |Nummer=699 |Auflage=1. Auflage |Datum=2002 |ISBN=3-7001-3124-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der keltischen und germanischen Kulturen gilt&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bernhard Sicherl |url=https://av.tib.eu/media/57777 |titel=Zwischen vielen Fragezeichen. Zum Nordrand der Mittelgebirgszone im 3.–1. Jahrhundert v. Chr. |werk=TIB AV-Portal |hrsg=Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege |datum=2022 |sprache=de |abruf=2025-02-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, und welches um 275 v. Chr., zur Zeit der nördlichsten Ausdehnung der keltischen Latènekultur, keltisch besiedelt oder jedenfalls stark keltisch beeinflusst war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ubier waren einer der ersten germanischen Stämme, die sich auf regen Handel mit den Römern einließen, ihnen ihre Söhne in die Ausbildung gaben und sich schließlich auch zur Zahlung von Tributen bereit erklärten. Außerdem stellten sie den Römern [[Auxiliartruppen|Hilfstruppen]] (bevorzugt Reiterei) zur Verfügung, die diese gemäß ihrer politischen Devise „[[Divide et impera]]“ benutzten, um andere Germanenstämme zu unterdrücken und tributpflichtig zu unterwerfen. Dieses Verhalten der Ubier brachte ihnen das Misstrauen, den Neid und schließlich auch den Hass der anderen benachbarten Stämme ein, weshalb es in der Folge zu zahlreichen Auseinandersetzungen zwischen den Ubiern und ihren Nachbarn kam. Es wird in der Forschung, ausgehend von Münzfunden und Rückschlüssen aus Cäsars &amp;#039;&amp;#039;„De Bello Gallico“&amp;#039;&amp;#039;, heute teils die Auffassung vertreten, dass die Ubier sich auch an kriegerischen Aktionen gegen die Römer beteiligt haben. Vermutlich waren diese und eine Maßregelung der Ubier sogar der Grund für die zweite Rheinüberquerung Cäsars.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umsiedlung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Germania 70 de.svg|mini|300px|Das römische Gallien und rechtsrheinische Germanien um das Jahr 70 n.&amp;amp;nbsp;Chr.]]&lt;br /&gt;
Die genaue Umstände der Umsiedlung der Ubier auf das linke Rheinufer in die spätere römische Provinz [[Germania inferior]] sind umstritten. Die Angabe bei Tacitus vermerkt als Zeitpunkt der Umsiedlung der unterworfenen Ubier in das Gebiet des heutigen Kölns nur eine Statthalterschaft des [[Marcus Vipsanius Agrippa]]. Ob damit seine erste Statthalterschaft 39/38 v. Chr. oder die zweite 19/18 v. Chr. gemeint ist, wurde unterschiedlich beurteilt. Die Münzfunde des späteren ubischen Siedlungsgebietes scheinen jedoch für das spätere Datum zu sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demnach fand 39/38 v. Chr. durch Agrippa zwar der erste Germanienfeldzug nach Caesar statt, bei dem er den Rhein überschritt und den Stamm der Ubier unterwarf, am rechtsrheinischen Siedlungsgebiet der Ubier scheint sich vorerst aber noch nichts geändert zu haben. Später gerieten sie dann aber unter Druck und zwischen die Fronten der Römer gegen andere [[Germanen]] und drohten aufgerieben zu werden. Daher wurden sie 19/18 v. Chr. von Agrippa während seiner zweiten Statthalterschaft auf das linke Rheinufer umgesiedelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Eck]]: &amp;#039;&amp;#039;Köln in römischer Zeit. Geschichte einer Stadt im Rahmen des Imperium Romanum.&amp;#039;&amp;#039; Greven, Köln 2004, ISBN 3-7743-0357-6, S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Gebiet war zuvor ein Teil-Gebiet der [[Eburonen]], die bis zu deren Vernichtung durch Cäsar zwischen Rhein und dem Gebiet um Brüssel siedelten. Nach Cäsars Genozid an den Eburonen war das Gebiet zwischen [[Rhein]] und [[Maas]] nur noch dünn besiedelt. Agrippa entwickelte das Konzept, die Rheinlinie durch unmittelbare Präsenz von römischen Truppen, vor allem aber durch Ansiedlung zuverlässiger romfreundlicher Stammesgruppen auf dem linken Rheinufer (Ubier und Bataver) sowie durch feste Vertragsbeziehungen zu den rechts des Rheins angrenzenden Stämmen zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis etwa in die Regierungszeit Kaiser [[Domitian]]s war das linke Rheinufer Teil der Provinz [[Gallia Belgica]]. Hier bewohnten sie die Gegend bei [[Bonn]] und [[Köln]], bei [[Aachen]] rechts der [[Wurm (Rur)|Wurm]] sowie das Tal der [[Ahr]]. Das ist deswegen von Bedeutung, da oft behauptet wird, die Ubier seien römerfreundliche, linksrheinische Germanen gewesen. Linksrheinisch wurden sie aber erst durch die römische Umsiedlungspolitik. Der Hauptort der Ubier wurde Ara oder [[Oppidum Ubiorum]], die später von [[Claudius]] zur [[Colonia Claudia Ara Agrippinensium]] ernannte Stadt Köln. Nach ihrer Umsiedlung waren die Ubier, oder zumindest der „kölnische Teil“ des Stammes, auch unter der Bezeichnung „Agrippinenser“ (Agrippinenses) bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nördlichste Grenze des Ubier-Gebietes wurde durch den [[Gelfbach]] markiert (ab dem Mittelalter Mühlenbach), der beim ehemaligen Römerkastell [[Gelduba]] bei [[Gellep-Stratum|Krefeld-Gellep]] in den Rhein mündet. Nördlich dieses Baches siedelten die germanischen [[Cugerner]], eine Teilgruppe der rechtsrheinischen [[Sugambrer]].&amp;lt;ref&amp;gt;Feinendegen/Vogt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Krefeld – die Geschichte der Stadt,&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Christoph Reichmann: Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Die Grenze am Mühlenbach.&amp;#039;&amp;#039; Verlag van Ackeren, Krefeld 1998, ISBN 3-9804181-6-2, S.&amp;amp;nbsp;104&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ende ==&lt;br /&gt;
Die Ubier nahmen an dem Aufstand des [[Iulius Civilis]] in den Jahren 69 und 70 n.&amp;amp;nbsp;Chr. nur gezwungenermaßen und auch nur eine kurze Zeit lang teil. Nach der Expansion der [[Franken (Volk)|Franken]] ab dem 3. Jahrhundert über den Rhein und der späteren Einnahme Kölns gingen die weitgehend romanisierten Nachfahren der Ubier in den [[Rheinfranken]] auf, die nach dem 6. Jahrhundert auch [[Ripuarier]] genannt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Feinendegen/Vogt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Krefeld – die Geschichte der Stadt,&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Renate Pirling: Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Die Frankenzeit – historische Einführung.&amp;#039;&amp;#039; Verlag van Ackeren, Krefeld 1998, ISBN 3-9804181-6-2, S. 206f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
Wie andere westgermanische Völker glaubten die Ubier an mehrere Götter, wie zum Beispiel [[Mercurius Hranno]], [[Hercules Magusanus]] oder [[Hercules Deusoniensis]]. Der rheinische [[Matronen]]-Kult war zumindest in Teilen ubiisch, die Motive des „tanzenden Mannes“ und eines stilisierten Pferdes auf den Münzen der Ubier weisen Ähnlichkeiten zu Darstellungen des Geweihgottes [[Cernunnos]] und der Reitergöttin [[Epona (Mythologie)|Epona]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Werner Eck]]: &amp;#039;&amp;#039;Köln in römischer Zeit. Geschichte einer Stadt im Rahmen des Imperium Romanum&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Köln.&amp;#039;&amp;#039; Band 1). Greven, Köln 2004, ISBN 3-7743-0357-6, S. 31 ff.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Heinrichs (Historiker)|Johannes Heinrichs]]: &amp;#039;&amp;#039;Ubier, Chatten, Bataver. Mittel- und Niederrhein ca. 70–1 v.&amp;amp;nbsp;Chr. anhand germanischer Münzen.&amp;#039;&amp;#039; In: Th. Grünewald: &amp;#039;&amp;#039;Kontinuität und Diskontinuität. Germania Inferior am Beginn und am Ende der römischen Herrschaft.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2003, S. 266 ff.&lt;br /&gt;
* Johannes Heinrichs: &amp;#039;&amp;#039;Civitas ubiorum. Studien zur Geschichte der Ubier und ihres Gebiets.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 2002.&lt;br /&gt;
* [[Karl Strobel]]: &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftsstrukturen zwischen Maas und Rhein in römischer Zeit: Das Werden eines zentralen europäischen Wirtschaftsraumes 50&amp;amp;nbsp;v. bis 500 n.&amp;amp;nbsp;Chr.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Franz Irsigler]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Maas und Rhein: Beziehungen, Begegnungen und Konflikte in einem europäischen Kernraum.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Kliomedia, Trier 2006, S. 82.&lt;br /&gt;
* {{RGA|31|355|361|Ubier|[[Johannes Heinrichs (Historiker)|Johannes Heinrichs]], [[Stefan Zimmer]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.novaesium.de/glossar/ubii.htm Über die Ubier] auf der Seite des Archäologen Jürgen Franssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanischer Stamm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Rheinland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Westgermanen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rheinfranken]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DerMaxdorfer</name></author>
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