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	<title>Ua Pou - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-08-11T22:10:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Insel. Zur Gemeinde siehe [[Ua Pou (Gemeinde)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Insel&lt;br /&gt;
|NAME=Ua Pou&lt;br /&gt;
|BILD1=Ua Huka satellite.jpg&lt;br /&gt;
|BILD1-TEXT=Satellitenbild von Ua Pou&lt;br /&gt;
|BILD2=Baie d&amp;#039;Hakahau (Ua Pou), vue du nord-ouest.jpg&lt;br /&gt;
|BILD2-TEXT=Bucht und Hafen von Hakahau&lt;br /&gt;
|GEWAESSER=Pazifischer Ozean&lt;br /&gt;
|GRUPPE=[[Marquesas]]&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD= 9/25//S&lt;br /&gt;
|LAENGENGRAD=140/05//W&lt;br /&gt;
|REGION-ISO=FR-PF&lt;br /&gt;
|KARTE=&lt;br /&gt;
|POSKARTE=Französisch-Polynesien Marquesas&lt;br /&gt;
|LAENGE=28&lt;br /&gt;
|BREITE=25&lt;br /&gt;
|FLAECHE=125&lt;br /&gt;
|ERHEBUNG=[[Mont Oave]]&lt;br /&gt;
|HOEHE=1232&lt;br /&gt;
|HOEHE-BEZUG=&lt;br /&gt;
|EINWOHNER=2157&lt;br /&gt;
|HAUPTORT=Hakahau&lt;br /&gt;
|ZENSUS=2007&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ua Pou&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Roapoa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Uapou&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ua Pu&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, alte Namen: Île Marchand, Adams Island (Joseph Ingraham), Trevennen Island, Jefferson Island) ist eine im südlichen [[Pazifik]] gelegene Insel in der Nordgruppe der [[Marquesas]], die politisch zu [[Französisch-Polynesien]] gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Die etwa 125&amp;amp;nbsp;km²&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Nau: Das Insellexikon. Heel Verlag, Königswinter 2002, ISBN 3-89880-220-5, S. 251&amp;lt;/ref&amp;gt; große Insel ist die drittgrößte der Marquesas. Das spektakuläre Landschaftsbild wird geprägt von steilen, an Kirchtürme oder Zuckerhüte erinnernde Gipfel. Sie rechtfertigen den Namen Ua Pou, übersetzt „Zwei Säulen“. Der Name geht auf eine Legende zurück: Bei der Errichtung der „Erde der Männer“ (polynesisch: &amp;#039;&amp;#039;te fenua enata&amp;#039;&amp;#039;, der alte polynesische Name für die Marquesas) schufen die Götter als erstes die Säulen des großen irdischen Hauses: die Berge von Ua Pou.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ua Pou - Tapageuse.jpg|mini|links|Profil von Ua Pou, Bucht von Hakahau]]&lt;br /&gt;
Das atemberaubende Profil der Insel inspirierte den Sänger [[Jacques Brel]], der von 1975 bis 1978 auf den Marquesas lebte, zu seinem Chanson &amp;#039;&amp;#039;La Cathédrale&amp;#039;&amp;#039;. Höchster Berg der Insel ist der [[Mont Oave]] mit 1.232 Metern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein steiler Felsgrat teilt Ua Pou von Nordwest nach Südost und bildet eine [[Wasserscheide]]. Fließgewässer haben tiefe Taleinschnitte gegraben, die sich zur Küste hin aufweiten. In diesen Bereichen liegen die Ansiedlungen. Das gebirgige Inselinnere und der Südosten sind unbewohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Insel wird nicht von einem [[Korallenriff|Saumriff]] geschützt, sodass die starke Brandung die Küste unmittelbar erreicht. Vor der Südspitze liegt die spärlich bewachsene, nur 1,1&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;0,5&amp;amp;nbsp;km große [[Nebeninsel]] Motu Oa (auch Motu Ua geschrieben), heute ein Vogelschutzgebiet. Weitere vorgelagerte Inselchen sind Motu Takaae, Motu Mokohe und Motu Akua.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologie ===&lt;br /&gt;
Geologisch gehört Ua Pou zur &amp;#039;&amp;#039;Marquesas linear volcanic chain&amp;#039;&amp;#039;, die sich aus einem [[Hotspot (Geologie)|Hotspot]] der Pazifischen Platte gebildet hat und sich mit einer Geschwindigkeit von 103–118 mm pro Jahr in Richtung WNW bewegt.&amp;lt;ref&amp;gt;C. Doglioni, M. Cuffaro: [https://www.mantleplumes.org/Hotspots.html &amp;#039;&amp;#039;The hotspot reference frame and the westward drift of the lithosphere&amp;#039;&amp;#039;.] mantleplumes.org&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Magma|magmatischen Gesteine]] der Insel sind 2,54 bis 4,86&amp;amp;nbsp;Mill. Jahre alt.&amp;lt;ref&amp;gt;V. Cloutard, A. Bonneville: &amp;#039;&amp;#039;Ages of seamounts, islands and plateaus on the Pacific plate&amp;#039;&amp;#039;. Paris 2004, S. 18–19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Ua Pou liegt im [[Tropen]]gürtel der Erde. Das Klima variiert von feucht-heiß in den Küstenbereichen bis zu feucht-kühl in den Bergregionen mit häufigen und ergiebigen Regenfällen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flora ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Marquesasflora.jpg|mini|links|hochkant|Rest ursprünglicher Vegetation in einem abgelegenen Seitental]]&lt;br /&gt;
Die Flora Ua Pous ist im Vergleich zu den anderen großen Inseln der Marquesas (Nuku Hiva und Hiva Oa) relativ artenarm. Es wurden nur 90 [[Indigene Pflanzen|indigene Spezies]] – davon 2 [[Endemismus|endemische]] – sowie 71 fremde festgestellt. Dies könnte jedoch mit der unzureichenden Zahl bisher gesammelter Exemplare zusammenhängen, die steilen, unzugänglichen Gipfel haben sich vorläufig jeder systematischen botanischen Untersuchung entzogen.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Florence und D. Lorence: &amp;#039;&amp;#039;Introduction to the Flora and Vegetation of the Marquesas Islands&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Albertonia&amp;#039;&amp;#039;. Vol. 7, Februar 1997, S. 230&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausbildung der Flora wird wesentlich von den Passatwinden beeinflusst, die zur Temperatursenkung beitragen und für reichlich Regen sorgen. Die Küstenbereiche in den Taleinschnitten sind bis in mittlere Höhen üppig bewachsen, wobei die Jahrhunderte der menschlichen Besiedlung und des intensiven Anbaus von Nutzpflanzen die Anzahl der indigenen Pflanzen erheblich reduziert und somit den [[Hemerochorie|anthropochoren]] Pflanzen ein Übergewicht verschafft haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mittleren Regionen sind von indigenen, trockenen bzw. [[semi]]-trockenen Pflanzengemeinschaften geprägt. Auf den hohen Gipfeln dominieren niedrig wachsende Büsche, mehrheitlich [[Eisenhölzer|&amp;#039;&amp;#039;Metrosideros&amp;#039;&amp;#039;]]. Im Norden, im Wind- und Regenschatten der Berge, gibt es größere [[Arides Klima|aride]] Flächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fauna ===&lt;br /&gt;
Die Fauna der Marquesas-Inseln ist artenarm und beschränkt sich auf Land- und Seevögel, Insekten, Schmetterlinge und Spinnen. Die Insel hat ihren Namen einer [[Baldachinspinnen]]gattung (Linyphiidae) gegeben, die auf Ua Pou endemisch ist. Für den Menschen gefährliche Tiere gibt es nicht. Äußerst unangenehm sind die im Landesinnern vorkommenden &amp;#039;&amp;#039;Nono-Fliegen&amp;#039;&amp;#039;, eine [[Kriebelmücken]]art.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer von Hakahau durch eine Halbinsel getrennten Bucht (Anahoa Beach) legen [[Suppenschildkröte|grüne Meeresschildkröten (Chelonia mydas)]] ihre Eier ab. Leider ist dieser Bereich bisher nicht geschützt, er ist der attraktivste Badestrand der Insel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Marquesas#Geschichte|titel1=Geschichte der Marquesas}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühesten polynesischen Siedler auf Ua Pou wohnten unter Felsüberhängen, wie Ausgrabungen ab 1982 am Anapua Rock Shelter unweit des Dörfchens Hakatao im Süden der Insel bewiesen haben. Ihre Hauptnahrung war Fisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Foss Leach et al.: &amp;#039;&amp;#039;The fishermen of Anapua Rock Shelter, Ua Pou, Marquesas Islands&amp;#039;&amp;#039; in Asian Perspectives – the Journal of Archaeology for Asia and the Pacific, Vol. 36, 1997, S. 51–66.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Marquesashaus.jpg|mini|Traditionelles Haus der Marquesas (Rekonstruktion)]]&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahrhunderten bildeten sich in den Taleinschnitten unabhängige [[Stammesgesellschaft|Stammesfürstentümer]] heraus, heute noch zu erkennen an der Lage der Dörfer. Zunächst wurden nur die Küstenregionen mit Zugang zu der wichtigen Nahrungsquelle Meer besiedelt, mit zunehmender Bevölkerungsdichte wuchsen die Siedlungen die Täler hinauf. Von der Stammesgesellschaft Ua Pous ist bisher nur wenig erforscht, der deutsche [[Ethnologie|Ethnologe]] [[Karl von den Steinen]] leistete hier in den Jahren 1897/98 Pionierarbeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl von den Steinen: &amp;#039;&amp;#039;Die Marquesaner und ihre Kunst: Studien über die Entwicklung primitiver Südseeornamentik nach eigenen Reiseergebnissen und dem Material der Museen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin, 1925–1928, (3 Bände)&amp;lt;/ref&amp;gt; Bedeutende Stammesfürstentümer, deren bauliche Hinterlassenschaften heute noch sichtbar sind, lagen in den Tälern von Hakamoui und Paumea. Die Insulaner bauten ihre Häuser und Ritualbauten auf kunstvoll geschichteten, steinernen und bis zu 3 m hohen Plattformen (paepae). Die eigentliche Häuser bestanden aus vergänglichen Materialien und hatten ein steiles Satteldach aus Palmblättern, dessen hintere Tafel bis auf dem Boden reichte. Die Vorderseite war offen, das Dach stützten üppig verzierte, formvollendet geschnitzte Pfosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. April 1791 segelte der Amerikaner [[Joseph Ingraham (Entdecker)|Joseph Ingraham]] auf dem Weg nach [[China]] an der Nordwestgruppe der Marquesas vorüber,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nzetc.org/tm/scholarly/tei-BucExpl-t1-body-d18-d2.html nzetc.org]&amp;lt;/ref&amp;gt; ohne sie jedoch zu betreten. Der in der Ferne sichtbaren Insel Ua Pou gab er den Namen „Adam“ oder „Adams Island“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als eigentlicher europäischer Entdecker gilt der französische Weltumsegler [[Étienne Marchand]] (1755–1793), der nur wenig später, am 20. Juni 1791, mit seinem Schiff &amp;#039;&amp;#039;Solide&amp;#039;&amp;#039; zunächst in der Bucht von Vaiehu an der Westküste und anschließend vor Hakahau ankerte. Er hielt sich insgesamt drei Tage vor der Insel auf, die Kontakte mit den Bewohnern während der kurzen Landgänge waren jedoch begrenzt. Marchand taufte die Insel nicht ganz unbescheiden „Île Marchand“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ankunft des amerikanischen [[Walfang]]schiffes &amp;#039;&amp;#039;Tuscan&amp;#039;&amp;#039; aus [[Nantucket]] am 4. März 1835 war der Auftakt für weitere Begegnungen mit Walfängern, Abenteurern und zwielichtigen Händlern in den folgenden Jahren, die den Stämmen Feuerwaffen und Alkohol brachten.&amp;lt;ref&amp;gt;Frederick D. Bennett: &amp;#039;&amp;#039;Narrative of a whaling voyage round the globe, from the year 1833 to 1836. Comprising sketches of Polynesia, California, the Indian Archipelago, etc. with an account of southern whales, the sperm whale fishery, and the natural history of the climates visited&amp;#039;&amp;#039;, London, 1840. Wie aus dem Text zu schließen ist, gab es bereits frühere Kontakte mit Walfangschiffen, aber dies ist der erste tradierte Bericht eines solchen Ereignisses.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ua Pou-Hakamouital.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Te Menaha Takaoa&amp;#039;&amp;#039;, Residenz des Häuptlings Heato, im Hakamoui-Tal]]&lt;br /&gt;
Die französisch-katholische Mission der Marquesas ab 1838/39 im Gefolge des Admirals [[Abel Aubert Dupetit-Thouars]] blieb für Ua Pou zunächst folgenlos. Im Hakamoui-Tal lebte der als göttlich verehrte Häuptling Heato (&amp;#039;&amp;#039;atua heato&amp;#039;&amp;#039; = Gott Heato),&amp;lt;ref&amp;gt;Karl von den Steinen, Band 2: S. 71&amp;lt;/ref&amp;gt; ein Anhänger der alten Religion mit [[Menschenopfer]]n und rituellem [[Kannibalismus]]. Er leistete heftigen Widerstand gegen die europäischen Besatzer und Missionare. Angeblich soll er eine Vorliebe für [[Tätowierung|untatauiertes]] Menschenfleisch gehabt haben, ein Gerücht, das für Europäer einen längeren Aufenthalt wenig erstrebenswert erscheinen ließ. Erst nach dem Tod von Heato 1846 konnten die Missionare Fuß fassen. Hakahetau rühmt sich, die erste, 1859 gebaute steinerne Kirche der Marquesas zu besitzen. Sie ist dem heiligen Josef geweiht. Heatos Tochtersohn und Nachfolger Teiki Teiuao gelang es 1860 mithilfe europäischer Feuerwaffen alle Stämme der Insel unter seiner [[Hegemonie]] zu vereinen. Eine Pockenepidemie entvölkerte jedoch die Insel nahezu vollständig und bereitete seinen imperialen Bestrebungen ein jähes Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Jahr der endgültigen Unterwerfung Ua Pous unter die französische Herrschaft gilt 1880, als Konteradmiral [[Abel Bergasse Dupetit-Thouars]] (der Adoptivsohn von Abel Aubert Du Petit-Thouars), die letzten Widerstände gewaltsam beseitigte. Die Marquesas wurden französische [[Kolonie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Verwaltung ==&lt;br /&gt;
Heute gehört die Insel politisch zum [[Französisches Übersee-Territorium|französischen Überseeland]] (Pays d’outre-mer – POM) [[Französisch-Polynesien]] und ist damit der [[Europäische Union|EU]] angegliedert. Sie wird von einer Unterabteilung (&amp;#039;&amp;#039;Subdivision administrative des Îles Marquises&amp;#039;&amp;#039;) des Hochkommissariats von Französisch-Polynesien (&amp;#039;&amp;#039;Haut-commissariat de la République en Polynésie française&amp;#039;&amp;#039;) mit Sitz in [[Papeete]] verwaltet. Ua Pou bildet eine eigenständige Gemeinde (&amp;#039;&amp;#039;[[Ua Pou (Gemeinde)|Commune de Ua Pou]]&amp;#039;&amp;#039;) mit 2.157 Einwohnern,&amp;lt;ref name=&amp;quot;POP&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.ispf.pf/(k1aciwf4z0fyap45ghzhgm55)/stat/demo/rp2007/pdfs/poplegales_commass2007.pdf | wayback=20080229183317 | text=Institut Statistique de Polynésie Française (ISPF) – Recensement de la population 2007}}, Stand 2007&amp;lt;/ref&amp;gt; die Bevölkerungsdichte beträgt rund 20 Ew./km².&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtssprache ist Französisch. Währung ist (noch) der an den Euro gebundene [[CFP-Franc]]. Hauptort und Sitz der lokalen Verwaltung ist das Dorf Hakahau an der Nordwestküste. Weitere Orte sind Hakatao, Hakamaii, Hakahetau, Hohoi und Haakuti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Uapou-Hakahaubucht.jpg|mini|Ua Pou, Blick auf die Bucht von Hakahau]]&lt;br /&gt;
Im Hauptort Hakahau gibt es ein medizinisches Zentrum, eine Station der [[Gendarmerie nationale]], die Hafenbehörde, einige kleine Läden, eine [[Bank]], eine Post (mit [[Satellitentelefon]]), einige [[Pension (Unterkunft)|Privatpensionen]], [[Restaurant]]s, eine katholische und eine protestantische [[Kirche (Bauwerk)|Kirche]], eine [[Schule]] mit Vor- und Grundschule (&amp;#039;&amp;#039;école maternelle et primaire&amp;#039;&amp;#039;) sowie einer Sekundarstufe (&amp;#039;&amp;#039;collège&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dörfer sind mit nur zum Teil befestigten Straßen verbunden. Einige Ansiedlungen sind nach wie vor nur mit dem Boot zu erreichen (Stand 2001).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Norden der Insel, zwischen den Dörfern Hakahau und Hakahetau, befindet sich in einem engen Taleinschnitt die asphaltierte, 830 m lange Landebahn ([[IATA-Flughafencode]]: UAP). Der Flugplatz gilt als schwierig, da die Landebahn direkt am Meeressaum beginnt, vor einem Berg endet und erhebliches Gefälle aufweist. Ua Pou wird von Zubringerflugzeugen der [[Air Tahiti]] angeflogen (über Atuona auf der Insel [[Hiva Oa]]). Der Flugplatz ist mit dem Dorf Hakahau mit einer steilen und kurvenreichen, 10 km langen Straße verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bucht von Hakahau hat einen von einer Mole geschützte Hafen, der auch das Anlaufen mit kleineren Kreuzfahrtschiffen erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Die Einwohner leben überwiegend von der [[Subsistenzwirtschaft]]. Hauptnahrungsmittel sind nach wie vor Fische und andere Meerestiere sowie [[Yams]], [[Taro]], [[Brotfruchtbaum|Brotfrüchte]], [[Kokosnuss|Kokosnüsse]], [[Bananen]] und andere tropische und subtropische Früchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Tourismus]] spielt, obwohl es einige private Gästehäuser mit bescheidenem Komfort gibt, wirtschaftlich nur eine untergeordnete Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
* In Hakahau gibt es ein kleines &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Museum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; mit einer Sammlung von Kunst und Kultgegenständen der Insel. Daneben ist ein traditionelles Wohnhaus der Marquesas (&amp;#039;&amp;#039;tenai paepae&amp;#039;&amp;#039;) auf einer Wohnplattform rekonstruiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das bemerkenswerteste Gebäude von Hakahau ist die 1981 gebaute, dem heiligen Stefan geweihte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eglise Saint Étienne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Die moderne Kirche ist in Anlehnung an den traditionellen polynesischen Stil errichtet. Die Innenausstattung zeigt den hohen Stand der Schnitzkunst auf den Marquesas. Die außergewöhnliche, bootsförmige Kanzel ist aus dem im Boden verwurzelten [[Baumstumpf|Stumpf]] eines riesigen tropischen Baumes geschnitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Marquesas Tiki.jpg|mini|Tikikopf aus hellem Tuffstein im Hakamoui-Tal]]&lt;br /&gt;
* In mehreren Tälern befinden sich die Reste von Ansiedlungen der polynesischen Ureinwohner, die an ihren dicht überwachsenen &amp;#039;&amp;#039;paepae&amp;#039;&amp;#039; (Hausplattformen) zu erkennen sind. Nur wenig davon ist freigelegt oder restauriert. Die Wohnsiedlung des als göttlich verehrten Häuptlings Heato und seines Clans liegt im &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hakamoui-Tal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, das mit Kokos- und Fächerpalmen, [[Mango]]-, Kastanien-, [[Schraubenbäume|Pandanus-]] und riesigen [[Banyan-Feige|Banyan-Bäumen]] wildromantisch überwachsen ist. Die weitverzweigte Anlage bedeckt das ganze Tal, obwohl die im dichten Bewuchs versteckten Wohn- und Zeremonialplattformen nicht leicht zu erkennen sind. Die dazugehörigen Bauten aus kurzlebigen Materialien sind längst vergangen. Karl von den Steinen glaubte die Zeremonialplattform ([[marae]]) identifizieren zu haben, in der Häuptling Heato bestattet wurde. Er fotografierte die Skelettreste von dessen Enkel Teiki Teiuao, die in einer (vorläufigen) [[Himmelsbestattung]] auf dem steinernen Postament abgelegt worden waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl von den Steinen, Band 2, S. 71&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein ausgezeichnetes Beispiel für die hochentwickelte Steinmetzkunst der Insel ist ein ausdrucksstarker Tiki-Kopf aus hellem Ke´etu-[[Tuff]]stein an der Vorderfront einer Wohnplattform am „Platz der jungen Frauen“ (&amp;#039;&amp;#039;mata´aute´a&amp;#039;&amp;#039;). Eine weitere sehenswerte Fundstätte liegt im &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paaumea-Tal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im Westen der Insel. Interessant, jedoch in dem dichten Bewuchs nicht leicht zu identifizieren, sind die Überreste eines &amp;#039;&amp;#039;tohua&amp;#039;&amp;#039;, einer Art von politischem und rituellem Zentrum mit Häuptlingsresidenz, Versammlungsplatz und -haus (&amp;#039;&amp;#039;ha´e ko´o´ua&amp;#039;&amp;#039; oder Altmännerhaus), Haus der Krieger (&amp;#039;&amp;#039;ha´e toa&amp;#039;&amp;#039;), Tätowierungshaus (&amp;#039;&amp;#039;ha´e patu tiki&amp;#039;&amp;#039;) und Kochplatz (&amp;#039;&amp;#039;ha´e kuki&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Auf Ua Pou kann man sogenannte „Blumensteine“ finden (oder kaufen, denn die Einheimischen kennen die Fundstätten besser). Das sind seltene [[Trachyt]]steine mit dekorativen, wie Blüten aussehenden Einschlüssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ua Pou ist bekannt für seine exzellenten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Holzschnitzer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. In Hakahau gibt es mehrere talentierte Künstler, die sich bei der Arbeit zusehen lassen und deren Kunstwerke man erwerben kann. Seit 1987 das erste Kunstfestival der Marquesas auf Ua Pou stattfand, ist dies eine regelmäßige Einrichtung geworden, die sich an jährlich wechselnden Veranstaltungsorten ereignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Inseln der Marquesas}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4267995-3|VIAF=246198700}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Französisch-Polynesien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Pazifischer Ozean)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Australien und Ozeanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Marquesas-Inseln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ua Pou (Gemeinde)]]&lt;/div&gt;</summary>
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