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	<title>U&#039;u - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;ⵓ: Vorlage {{rp}} mit S. ersetzt Vorlage {{rp}} mit S. ersetzt/+ →</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Vorlage {{&lt;a href=&quot;/index.php?title=Vorlage:Rp&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Vorlage:Rp (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;rp&lt;/a&gt;}} mit S. ersetzt Vorlage {{&lt;a href=&quot;/index.php?title=Vorlage:Rp&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Vorlage:Rp (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;rp&lt;/a&gt;}} mit S. ersetzt/+ &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:%E2%B5%93/ARreplace&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:ⵓ/ARreplace (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;→&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Hieb- und Stichwaffen&lt;br /&gt;
|Bild = [[Datei:U&amp;#039;u, Akau Too - Marquesas.jpg|250px|U&amp;#039;us]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Abschnitt allgemeine Angaben --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Waffenart = Keule&lt;br /&gt;
|Bezeichnungen = U&amp;#039;u, Akau Too&lt;br /&gt;
|Verwendung = Waffe, Standeswaffe&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit = &lt;br /&gt;
|Einsatzzeit = &lt;br /&gt;
|Ursprungsregion/Urheber = [[Marquesas]]-Inseln, Ethnien der Marquesas-Inseln&lt;br /&gt;
|Verbreitung = Marquesas-Inseln&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Abschnitt Maße und Material --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Gesamtlänge = etwa 150 cm&lt;br /&gt;
|Klingenlänge = &lt;br /&gt;
|Klingenbreite = &lt;br /&gt;
|Klingenstärke = &lt;br /&gt;
|Gewicht = &lt;br /&gt;
|Griffstück = Holz&lt;br /&gt;
|Besonderheiten = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;U&amp;#039;u–Kriegskeule&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (der Ethnologe [[Edward Smith Craighill Handy|E. S. Cragihill Handy]] verwendet auch den Namen &amp;#039;&amp;#039;akau too&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;E.S. Craighill Handy: &amp;#039;&amp;#039;The Native Culture in the Marquesas&amp;#039;&amp;#039;, Bernice P. Bishop bulletin 9, Honolulu 1923, S. 129.&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist die charakteristische [[Schlagwaffe]] der Krieger der [[Marquesas]]-Inseln. Obwohl in manchen Veröffentlichungen die U&amp;#039;u als „Zeremonialwaffe“ bezeichnet wird, war sie tatsächlich, wie Gebrauchsspuren an zahlreichen Museumsexemplaren beweisen, sowohl Kriegswaffe als auch Statussymbol der Kriegerkaste (&amp;#039;&amp;#039;toa&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Adam Johann von Krusenstern]], ein früher Besucher der Marquesas zu Beginn des 19. Jahrhunderts, beschreibt die U&amp;#039;u –Kolbenkeule sehr allgemein wie folgt:&amp;lt;ref&amp;gt;Ivan Fedorovich Krusenstern: &amp;#039;&amp;#039;Reise um die Welt in den Jahren 1803, 1804, 1805 und 1806 auf Befehl Seiner Kaiserlichen Majestät Alexander des Ersten auf den Schiffen Nadeshda und Newa unter dem Commando des Capitains von der Kaiserlichen Marine I. F. v. Krusenstern,&amp;#039;&amp;#039; St. Petersburg 1811, S. 232.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;„Ein Streitkolben, ungefähr 5’ lang, sehr massiv, nicht weniger als 10 Pfund wiegend, an einem Ende ein Menschenkopf geschnitzt.“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Aussehen der fein polierten Keulen folgt zwar einem vorgegebenen Muster, jede Waffe ist jedoch individualisiert, denn sie wurde für den Träger speziell hergestellt. Die Länge richtete sich nach den Körpermaßen des Kriegers, sie reichte vom Boden bis zur Achselhöhle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyer&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;506&amp;quot;&amp;gt;Anthony JP Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Ozeanische Kunst,&amp;#039;&amp;#039; Könemann Verlagsgesellschaft, Köln 1995.&amp;lt;/ref&amp;gt; Spezifisch für jede Waffe sind auch die Muster der Schnitzarbeit, obwohl sie einem einheitlichen Schema folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das obere Ende der Keule trägt einen massiven [[Januskopf]], dessen Gesicht auf beiden Seiten gleich ist. Er steht stellvertretend für den oder die mythischen Vorfahren, deren spirituelle Kraft &amp;#039;&amp;#039;([[Mana]])&amp;#039;&amp;#039; für das Wohlergehen des Clans Sorge trägt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.prm.ox.ac.uk/weapons/index.php/tour-by-region/oceania/oceania/arms-and-armour-oceania-185 Bild und Beschreibung im Pitt Rivers Museum (engl., eingesehen am 12. November 2009)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gesichtszüge werden dominiert von den übergroßen, tellerförmigen Hauptaugen, deren Pupillen als erhaben geschnitzte Köpfchen ausgebildet sind. Die [[Polynesier]] bezeichnen sie als „[[Tiki (Schnitzkunst)|Tiki]] des Auges“ und glauben, darin spiegele sich die Seele.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steinen&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;267&amp;quot;&amp;gt;Karl von den Steinen: &amp;#039;&amp;#039;Die Marquesaner und ihre Kunst, Band 2: Plastik,&amp;#039;&amp;#039; Dietrich Reimer, Berlin 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Wimpernkranz, der die Pupillen strahlenförmig umgibt, findet sein Pendant in der Augentätowierung der Krieger. In der Tätowierkunst nennt man das Motiv „Ipu-Augen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl von den Steinen: &amp;#039;&amp;#039;Die Marquesaner und ihre Kunst, Band 1: Tatauierung,&amp;#039;&amp;#039; Dietrich Reimer, Berlin 1928, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Uu Kriegskeule1.png|mini|links|U´u-Kriegskeule, Schemazeichnung]]&lt;br /&gt;
Der Nasengrat ist nur angedeutet und endet in dem Nasenköpfchen. Die Mundpartie ist nicht ausgearbeitet. Unterhalb der Augen ragen beiderseits die Schulterzapfen heraus, denen das kleine Nasenköpfchen aufsitzt. Darunter befinden sich zwei Zierbänder (Armplatten sowie Sockelband) mit komplizierten Mustern, die die etwas kleineren Unteraugen, geformt wie ein Brillengestell, einrahmen. Der Kopf geht harmonisch in den langen, runden Schaft über, der am unteren Ende mit einem unverzierten Knauf abschließt. Bei einigen wenigen Museumsexemplaren ist am Griffstück noch die Umflechtung aus Pflanzenfasern erhalten, in die manchmal kleine, herausstehende Büschel aus Tier- oder Menschenhaar eingeflochten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
Das für die U&amp;#039;u verwendete Material ist das auf den Marquesas weit verbreitete [[Eisenhölzer|Eisenholz]] (&amp;#039;&amp;#039;Metrosideros&amp;#039;&amp;#039;), gelegentlich auch das Holz der [[Schachtelhalmblättrige Kasuarine|Kasuarine]] (&amp;#039;&amp;#039;Casuarina equisetifolia&amp;#039;&amp;#039;). Metrosideros-Wälder wachsen in den unzugänglichen Bergregionen der Inseln, in Höhen über 600&amp;amp;nbsp;m. Die mittelgroßen Bäume liefern ein dichtes, dunkelbraunes Holz von außerordentlicher Härte und Festigkeit, das die Ureinwohner für zahlreiche Geräte des täglichen Gebrauchs (Paddel, [[Dechsel|Dexel]]-Stiele) und eben auch Waffen verarbeiteten. Als Werkzeuge wurden in voreuropäischer Zeit Haifischzähne oder scharfe [[Obsidian]]splitter verwendet. Zum Nachdunkeln grub man die fertigen Keulen in ein [[Taro]]feld ein, dadurch erhielten sie ihre charakteristische tiefschwarze Farbe. Eine anschließende Politur mit [[Kokosnussöl]] vollendete das Werk.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyer&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;506&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
Die Schlagwaffe wurde so geführt, dass die Schmalseite mit dem vorspringenden Schulterzapfen oder der scharfen Kante des Gesichtes den Schädel des Feindes zerschmetterte. Die Keule konnte aber auch geworfen werden, sodass die sattelförmige Vertiefung des Januskopfes den Rücken des Feindes traf. Auch für die Menschenopfer auf den &amp;#039;&amp;#039;[[marae]]&amp;#039;&amp;#039; wurde die Kolbenkeule benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkt man die Verzierungen weg, liegt es nahe, dass die Form der U&amp;#039;u-Keule von einem Paddel inspiriert wurde. Tatsächlich gab es auf den Marquesas lange Ruderkeulen,&amp;#039;&amp;#039; parahua&amp;#039;&amp;#039; genannt, die bei Seegefechten benutzt wurden. Auch sie waren manchmal mit eingeritzten Gesichtern verziert. Die U&amp;#039;u-Keule hingegen wurde nur bei Zweikämpfen an Land verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steinen&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;54&amp;quot; /&amp;gt; Mit Einführung der europäischen Feuerwaffen Mitte des 19. Jahrhunderts verlor die Waffe ihre Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parallelen ==&lt;br /&gt;
Mit Gesichtern bzw. Köpfen verzierte Schlagwaffen sind aus zahlreichen polynesischen Kulturen bekannt, so zum Beispiel die Ua-Stäbe der [[Osterinsel]] (siehe [[Holzschnitzkunst der Osterinsel]] → Ua), die [[Taiaha]]-Keulen der {{lang|mi|[[Māori]]}} oder die Wurfkeulen der [[Fidschi]]-Inseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name U&amp;#039;u könnte von dem [[samoa]]nischen &amp;#039;&amp;#039;ulu&amp;#039;&amp;#039; abstammen, das „Kopf eines Tieres oder Menschen“ bedeutet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steinen&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;55&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sammlungsexemplare ==&lt;br /&gt;
Die Schlagwaffen der Marquesas waren begehrte Sammlerstücke der frühen europäischen Besucher auf den Marquesas. Daher kommt es, dass in den Völkerkundemuseen der Welt noch über 200 Exemplare erhalten sind. Die schönsten Stücke stammen aus dem frühen 19. Jahrhundert. In Deutschland sind Uu-Keulen u.&amp;amp;nbsp;a. in den Sammlungen des [[Überseemuseum]]s Bremen, des [[Ethnologisches Museum (Berlin)|Ethnologischen Museums]] in Berlin und des [[Museum für Völkerkunde zu Leipzig|Völkerkundemuseums Leipzig]] zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fotogalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Eastern Pacific lands; Tahiti and the Marquesas islands (1910) (14591559368).jpg|U&amp;#039;u Schlagkopf.&lt;br /&gt;
 War club, Marquesas Islands, 19th century.JPG|U&amp;#039;u-Kriegskeule, National Museum of Scotland, [[Edinburgh]].&lt;br /&gt;
 Mouina, Chief warrior of the Tayehs Wellcome L0040399.jpg|Stammesführer mit seiner U&amp;#039;u.&lt;br /&gt;
 Nuku Hiva Warrior1.jpg|[[Nuku Hiva]]s tätowierter Krieger mit seiner U&amp;#039;u.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[George Cameron Stone]], Donald J. LaRocca: &amp;#039;&amp;#039;A Glossary of the Construction, Decoration and Use of Arms and Armor: in All Countries and in All Times&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Courier Dover Publications, 1999, ISBN 978-0-486-40726-5.&lt;br /&gt;
* Anne D&amp;#039;Alleva: &amp;#039;&amp;#039;Perspectives Arts of the Pacific islands&amp;#039;&amp;#039;, Verlag H.N. Abrams, 1998, ISBN 978-0-8109-2722-3.&lt;br /&gt;
* Hope B. Werness: &amp;#039;&amp;#039;The Continuum Encyclopedia of Native Art: Worldview, Symbolism, and Culture in Africa, Oceania, and North America&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Continuum International Publishing Group, 2003, ISBN 978-0-8264-1465-6, S. 314.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Club (weapon)|Keulen}}&lt;br /&gt;
* [http://www.superstock.com/stock-photos-images/866-4187 Bild aus dem Auktionshaus Christies/London]&lt;br /&gt;
* [http://web.archive.org/web/20090915183524/http://www.tribalmania.com/UU.PREVIEW.htm und Beschreibung bei Tribalmania]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlag- und Stoßwaffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ozeanische Waffe (historisch)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ⵓ</name></author>
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