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	<title>Tyskerbarn - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T01:25:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tyskerbarn&amp;diff=949096&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Drucker03: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
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		<updated>2025-11-06T22:52:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tyskerbarna&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („Deutschenkinder“) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Krigsbarna&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („Kriegskinder“), auch &amp;#039;&amp;#039;Tyskerunger&amp;#039;&amp;#039;, werden in [[Norwegen]] die während der [[Norwegen unter deutscher Besatzung|deutschen Besetzung des Landes]] im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zwischen 1940 und 1945 von Deutschen und Österreichern mit Norwegerinnen gezeugten [[Besatzungskind]]er bezeichnet. Ihre Mütter bezeichnete man in Norwegen mit dem [[Schimpfwort]] &amp;#039;&amp;#039;[[Tyskertøs]]&amp;#039;&amp;#039; („Deutschenflittchen“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Schätzungen wurden bis zu 12.000 Kinder gezeugt, wovon ca. 8.000 später im Rahmen des [[Lebensborn]]-Programmes betreut wurden. Die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] hatten eigens [[Lebensborn#Norwegen|acht Lebensborn-Heime in Norwegen]] einrichten lassen (ein neuntes ging nicht mehr in Betrieb), so viele wie in keinem anderen Land außerhalb des sogenannten deutschen [[Altreich (Deutschland)|Altreiches]], weil ihnen Norwegerinnen für die „Aufnordung“ des „germanischen Blutes“ entsprechend ihrer [[Rassenideologie]] am geeignetsten erschienen und für die Kinder aus [[Fraternisierung (Krieg)#Norwegen|Fraternisierungen]] Betreuungseinrichtungen gebraucht wurden. Eines der bekanntesten Deutschenkinder ist die in Norwegen geborene und in Schweden aufgewachsene Sängerin der Popgruppe [[ABBA]] [[Anni-Frid Lyngstad]].&amp;lt;ref&amp;gt;Reiner Gatermann: [https://www.welt.de/print-welt/article396135/Deutsche-Blagen-nehmen-wir-nicht.html &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Blagen nehmen wir nicht&amp;#039;&amp;#039;]. In &amp;#039;&amp;#039;[[Welt Online]]&amp;#039;&amp;#039; vom 24. Juni 2002, abgerufen am 18. April 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit ==&lt;br /&gt;
1945 erwog eine „Kriegskinderkommission“, alle „Kriegskinder“ nach [[Australien]] zu verfrachten. Eine Ärztekommission kam zu dem Ergebnis, dass diese Personengruppe „minderwertige Gene“ habe, von denen eine permanente Gefahr für die norwegische Gesellschaft ausgehen könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Wolff: [http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=au&amp;amp;dig=2004%2F07%2F05%2Fa0128&amp;amp;cHash=a97eb605d6/ &amp;#039;&amp;#039;Spätes Bekenntnis zur Verantwortung&amp;#039;&amp;#039;]. In &amp;#039;&amp;#039;[[die tageszeitung|taz.de]]&amp;#039;&amp;#039; vom 5. Juli 2004, abgerufen am 18. April 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wurden vor allem in Norwegen eine große Anzahl dieser Kinder [[Kindesmisshandlung|misshandelt]], sexuell missbraucht, [[Psychiatrisierung|psychiatrisiert]] und zwangsadoptiert, was nicht wenige in den [[Suizid]] getrieben hat. In Norwegen attestierte ein Oberarzt allen „Deutschkindern“ aus den Lebensbornheimen nach Ende der Okkupation kollektiv die Diagnose „schwachsinnig und abweichlerisches Verhalten“. Die Begründung: Frauen, die mit Deutschen [[Fraternisierung (Krieg)|fraternisiert]] hätten, seien im Allgemeinen „schwach begabte und asoziale [[Psychopathie|Psychopathen]], zum Teil hochgradig schwachsinnig“. Es sei davon auszugehen, dass ihre Kinder dies geerbt hätten. „Vater ist Deutscher“ genügte zur Einweisung. Teilweise waren sie auch medizinischen Versuchen mit [[LSD]] und anderen Rauschgiften ausgesetzt. Ihre Ausweispapiere wurden vernichtet, gefälscht oder bis 1986 als „Geheimmaterial“ zurückgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1959 zahlte die [[Deutschland|Bundesrepublik Deutschland]] im Rahmen der [[Deutsche Wiedergutmachungspolitik|Wiedergutmachungspolitik]] für diese Kinder 50 Millionen [[Deutsche Mark|Mark]] an Norwegen. Bei den Betroffenen kam nichts davon an; der Verbleib der Gelder ist bis heute ungeklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufarbeitung und Kampf um Entschädigung ==&lt;br /&gt;
Nach jahrzehntelanger weitgehender [[Tabuisierung]] des Themas in der norwegischen Öffentlichkeit wurden seit Mitte der 1980er Jahre immer mehr Bücher und Berichte über die Behandlung der Kriegskinder veröffentlicht. Bahnbrechend war hier der Roman &amp;#039;&amp;#039;Det stumme rommet&amp;#039;&amp;#039; („Der stumme Raum“) der norwegischen Schriftstellerin [[Herbjørg Wassmo]], der erstmals 1983 erschien und das Schicksal eines „tyskerbarn“ behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1998 lehnte eine Mehrheit des [[Storting|norwegischen Parlaments]] die Einsetzung einer Untersuchungskommission als „unnötig“ ab. Zwar wurden im Jahr 1996 Opfer von [[Lobotomie]]versuchen entschädigt und im Jahr 1999 von Norwegen enteignetes jüdisches Eigentum ersetzt, doch eine Entschädigung der „Deutschenkinder“ wurde abgelehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Statsminister (Norwegen)|Staatsminister]] [[Kjell Magne Bondevik]] bat 1998 für die Diskriminierung der „tyskerbarn“ und ihrer Mütter in Norwegen um Entschuldigung. Am 1. Januar 2000 entschuldigte sich Bondevik in seiner Ansprache zum Jahrtausendwechsel „im Namen des norwegischen Staates“ bei den Betroffenen für die Diskriminierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben „Kriegskinder“ verklagten 2001 die norwegische Regierung. Sie unterlagen aber, da die [[Verjährung]]sfrist in den 1980er Jahren abgelaufen sei. Das Parlament wies die Regierung jedoch 2002 an, sich mit den Betroffenen zu einigen. Tatsächlich hat Norwegen mehr als 59&amp;amp;nbsp;Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erstmals Entschädigungszahlungen an sogenannte Kriegskinder angekündigt. Die bis zu 12.000&amp;amp;nbsp;Kinder von norwegischen Müttern und deutschen Besatzungssoldaten sollten je 20.000 bis 200.000&amp;amp;nbsp;[[Norwegische Krone|Kronen]] (umgerechnet bis zu 23.600&amp;amp;nbsp;[[Euro]]) erhalten, schlug der norwegische Justizminister [[Odd Einar Dørum]] in Oslo vor. Entschädigt werden sollen sie für ihre nach Kriegsende erlittene Diskriminierung. „Kriegskinder“, die Dokumente über besonders schwere Misshandlungen vorlegen können, sollen die Höchstsumme von 200.000&amp;amp;nbsp;Kronen bekommen. Wer keine Papiere dieser Art vorweisen kann, soll die Mindestsumme erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 erschienen in Norwegen erstmals zwei umfangreiche Studien über das Schicksal der Wehrmachtskinder und die Mitverantwortung des norwegischen Staates.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Klagen Betroffener auf Wiedergutmachung vor den höchsten norwegischen Gerichten letztinstanzlich wegen „Verjährung“ oder „mangels übergeordnetem rechtlichen Interesses“ abgewiesen wurden, reichten im Jahr 2007 159 Deutschenkinder beim [[Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte|Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte]] (EGMR) gegen Norwegen Klage ein. Der EGMR hielt die Ansprüche der Kläger ebenfalls für verjährt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,494344,00.html &amp;#039;&amp;#039;Richter lehnen Entschädigung für Lebensborn-Kinder ab&amp;#039;&amp;#039;]. In &amp;#039;&amp;#039;[[Spiegel Online]]&amp;#039;&amp;#039; vom 13. Juli 2007, abgerufen am 18. April 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Herbjørg Wassmo]]: &amp;#039;&amp;#039;Der stumme Raum. Roman.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Norwegischen von [[Ingrid Sack]]. Deutsche Erstausgabe, 1.&amp;amp;nbsp;Auflage. Droemer Knaur, München 1985, ISBN 3-426-08037-0 (norwegisch &amp;#039;&amp;#039;Det stumme rommet.&amp;#039;&amp;#039; Gyldendal, Oslo 1983).&lt;br /&gt;
* Veslemøy Kjendsli: &amp;#039;&amp;#039;Kinder der Schande. Ein „Lebensborn-Mädchen“ auf der Suche nach ihrer Vergangenheit&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Sammlung Luchterhand&amp;#039;&amp;#039;, Band&amp;amp;nbsp;1072). Aus dem Norwegischen von [[Gabriele Haefs]]. Luchterhand Literaturverlag, Hamburg 1992, ISBN 3-630-71072-7 (norwegisch &amp;#039;&amp;#039;Skammens barn.&amp;#039;&amp;#039; Metope, Oslo 1986).&lt;br /&gt;
* [[Ebba D. Drolshagen]]: &amp;#039;&amp;#039;Nicht ungeschoren davongekommen. Die Geliebten der Wehrmachtssoldaten im besetzten Europa&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Propyläen-Taschenbuch&amp;#039;&amp;#039;, Band&amp;amp;nbsp;26709). Econ-Ullstein-List-Verlag, München 2000, ISBN 3-612-26709-4.&lt;br /&gt;
* Kåre Olsen: &amp;#039;&amp;#039;Vater: Deutscher. Das Schicksal der norwegischen Lebensbornkinder und ihrer Mütter von 1940 bis heute.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Norwegischen von Ebba D.&amp;amp;nbsp;Drolshagen. Campus-Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-593-37002-6 (norwegisch &amp;#039;&amp;#039;Krigens barn. De norske krigsbarna og deres mødre.&amp;#039;&amp;#039; Forum Aschehoug, Oslo 1998);&amp;lt;br /&amp;gt;als vollständige Taschenbuchausgabe unter dem Titel: &amp;#039;&amp;#039;Schicksal Lebensborn. Die Kinder der Schande und ihre Mütter.&amp;#039;&amp;#039; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2004, ISBN 3-426-77724-X.&lt;br /&gt;
* Ebba D. Drolshagen: &amp;#039;&amp;#039;Wehrmachtskinder. Auf der Suche nach dem nie gekannten Vater.&amp;#039;&amp;#039; Vollständige Taschenbuchausgabe. Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2007, ISBN 978-3-426-77881-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medien ==&lt;br /&gt;
* Erika Fehse: &amp;#039;&amp;#039;Mein Vater, der Feind: Deutschenkinder in Norwegen&amp;#039;&amp;#039;. Reihe WDR-dok. VHS-Video (Fernsehmitschnitt), 45 Min., 2006&lt;br /&gt;
* Georg Maas (Regie): &amp;#039;&amp;#039;[[Zwei Leben (2012)|Zwei Leben]]&amp;#039;&amp;#039;. Deutsch-Norwegischer Spielfilm, 97 Min., 2012 (Kinostart in Deutschland: 19. September 2013).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*{{Webarchiv | url=http://www.nkbf.no/Tysk/haupt_tysk.htm | wayback=20050306194853 | text=Norges Krigsbarnforbund/Norwegischer Kriegskindverband (NKBF)}}, mit weiterführenden Links&lt;br /&gt;
*{{Webarchiv | url=http://www.justissekretariatene.no/Deutch.html | wayback=20061211223330 | text=Offizielle Infoseite zur Billigkeitsentschädigung des norwegischen Staates}}&lt;br /&gt;
*[http://edoc.hu-berlin.de/nordeuropaforum/2005-2/maerz-susanne-43/XML/ Landesverrat versus Widerstand. Stationen und Probleme der „Vergangenheitsbewältigung“ in Norwegen], von Susanne Maerz&lt;br /&gt;
=== Medienberichte ===&lt;br /&gt;
*[http://www.tagesspiegel.de/politik/schuldig-geboren/820334.html Schuldig geboren?], Tagesspiegel, 9. März 2007&lt;br /&gt;
*[http://search.salzburg.com/display/41-903533210032007 Die geächteten Kriegskinder], Salzburger Nachrichten, 10. März 2007 &lt;br /&gt;
*{{Webarchiv | url=http://www.krigsboern.dk/dkbf/kriegskinder.htm | wayback=20110807180922 | text=Leila, das Deutschenkind}}, Süddeutsche Zeitung, 26. September 2002 &lt;br /&gt;
*{{Webarchiv | url=http://www.krigsboern.dk/artikler/kiki.htm | wayback=20101118050719 | text=Ihr Verbrechen: das Kind eines Deutschen zu sein}}, Brigitte-Reportage, 2001 &lt;br /&gt;
*[http://www.abendblatt.de/daten/2002/04/08/10774.html Hamburger Abendblatt, 8. April 2002], mit weiteren Links&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Norwegen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Besetzung Norwegens 1940–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kindheit und Krieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transnationalität und Familie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europäische Geschichte (Nachkriegszeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kind (Bezeichnung)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:War children#Norway]]&lt;/div&gt;</summary>
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