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	<title>Tyndall-Effekt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T09:20:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tyndall-Effekt&amp;diff=49866&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-12648-99: Im Bild ist ein Wolke aus Nebeltröpfchen über einem Behälter mit Flüssigkeit gezeigt, in welcher Laserstrahlung gestreut wird. Wäre es ein Dampf, so wäre nicht die gezeigte Streuung wirksam, sondern eine Lichtbrechung aufgrund eines Dichtegradienten der Dampfwolke gegenüber der Umgebungsluft.</title>
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		<updated>2026-02-26T16:11:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Im Bild ist ein Wolke aus Nebeltröpfchen über einem Behälter mit Flüssigkeit gezeigt, in welcher Laserstrahlung gestreut wird. Wäre es ein Dampf, so wäre nicht die gezeigte Streuung wirksam, sondern eine Lichtbrechung aufgrund eines Dichtegradienten der Dampfwolke gegenüber der Umgebungsluft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:SonneNebel.jpg|mini|Sonnenstrahlen in leichtem Nebel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Aerosol Laser.jpg|mini|Laserstrahl in Nebeltröpfchen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Watzmann with shadows in the air.jpg|mini|Durch den Tyndall-Effekt sind die Strahlen der tiefstehenden Sonne am [[Watzmann]] sichtbar.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tyndall-Effekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ˈtɪndl-}}] beschreibt die [[Lichtstreuung|Streuung von Licht]] an weniger als 1 μm großen Schwebeteilchen in einem transparenten Medium, die Farberscheinungen hervorrufen, wenn sie kleiner sind als die Wellenlänge des Lichts, und das Medium weißlich trüb erscheinen lassen, wenn sie größer sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zawischa&amp;quot;&amp;gt;Dietrich Zawischa: [https://farbeinf.de/static_html/streuung.html &amp;#039;&amp;#039;Streuung – Die Farben des Himmels&amp;#039;&amp;#039;], Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Der Tyndall-Effekt&amp;#039;&amp;#039;. Abgerufen im August 2023. In: ferbeinf.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sichtbares Licht]] hat eine Wellenlänge von 400 bis 750 nm. Der Tyndall-Effekt tritt üblicherweise in [[Dispersion (Chemie)|Dispersionen]] ([[Suspension (Chemie)|Suspensionen]]) mit Teilchengrößen von etwa 40 bis 900 nm auf.&lt;br /&gt;
Licht längerer Wellenlänge (Rottöne) wird dabei weniger gestreut als kurzwelliges bläuliches Licht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Cite web |last=Helmenstine |first=Anne Marie |date=2020-02-03 |title=Tyndall Effect Definition and Examples |url=https://www.thoughtco.com/definition-of-tyndall-effect-605756 |access-date= |website=ThoughtCo |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerichtetes Licht erscheint dadurch in Richtung des Lichtstrahls eher rötlich, während das [[Streulicht]] quer zum Strahl eher bläulich wirkt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zawischa&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Effekt ist nach seinem Entdecker [[John Tyndall]] benannt, der die Streuung von Licht in [[kolloid]]en Lösungen untersucht hat. Als Messgerät dient ein [[Tyndalloskop]] bzw. ein [[Nephelometer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prinzip ==&lt;br /&gt;
Durch die [[Mie-Streuung]] des Lichts werden Strahlenbündel seitlich heraus [[Streuung (Physik)|gestreut]]. Dadurch wird der gesamte Lichtstrahl auch von der Seite her sichtbar. So nimmt man beispielsweise bei Sonnenschein im Dunst oder [[Nebel]] sogenannte [[Strahlenbüschel]] wahr oder sieht nachts die Lichtkegel (Tyndall-Kegel) von Scheinwerfern in Nebel oder [[Wolke]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Effekt mit abnehmender [[Wellenlänge]] an Intensität zunimmt, ist das Streulicht häufig bläulicher gefärbt als das hindurchtretende Primärlicht. Der Effekt ist allerdings selbst nicht für die blaue Farbe des Himmels verantwortlich. [[John William Strutt, 3. Baron Rayleigh]], postulierte 1899 als erster, dass keine kolloiden Teilchen für das Blau des Himmels benötigt werden, dass vielmehr auch reine Luft die entsprechende Streuung, die nach ihm genannte [[Rayleigh-Streuung]], verursacht. Erst 1918 gelang es seinem Sohn [[Robert Strutt, 4. Baron Rayleigh]] (1875–1947), das [[Himmel (planetär)#Das Himmelsblau|Himmelsblau]] in einem Versuch nachzuweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen ==&lt;br /&gt;
[[Brandmelder#Optische und photoelektrische Rauchmelder|Optische Rauchmelder]] nutzen den Tyndall-Effekt, indem bei Anwesenheit von [[Rauch]]-[[Teilchen|Partikeln]] Licht aus einem Lichtbündel heraus auf einen lichtempfindlichen [[Sensor]] gestreut wird. Bei reiner [[Luft]] findet keine Streuung statt und der Sensor kann dementsprechend kein Streulicht detektieren. Ein [[Alarm]] wird ausgelöst, sobald das Sensor[[signal]] einen definierten [[Schwellenwert (Elektronik)|Schwellenwert]] überschreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Augenheilkunde]] wird dieser Streu-Effekt zur [[Differenzialdiagnose|Differenzialdiagnostik]] genutzt: Wenn man im Augeninneren die Streuung des zur Untersuchung eingesetzten [[Spaltlampe]]nlichtes beobachtet, stellt dies einen &amp;#039;&amp;#039;positiven Tyndall-Effekt&amp;#039;&amp;#039; dar. Er weist auf Schwebeteilchen im [[Kammerwasser|Augenkammerwasser]] hin, beispielsweise können sich dort [[Protein]]e ansammeln infolge eines [[Entzündung|entzündlichen]] Prozesses der angrenzenden Gewebestrukturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tyndall nutzte den nach ihm benannten Effekt, um im Jahr 1871 die [[London]]er [[Luftverschmutzung]] nachzuweisen und zu quantifizieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Möhlmann: &amp;#039;&amp;#039;Staubmesstechnik – damals bis heute.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Gefahrstoffe – Reinhaltung der Luft|Gefahrstoffe – Reinhalt. Luft]].&amp;#039;&amp;#039; 65, Nr. 5, 2005, {{ISSN|0949-8036}}, S.&amp;amp;nbsp;191–194.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Kontrolle von [[Lösung (Chemie)|Lösungen]] gibt der Tyndall-Effekt Auskunft darüber, dass ein Stoff nicht vollständig gelöst ist.&amp;lt;ref&amp;gt;DIN ISO 14887:2010-03 &amp;#039;&amp;#039;Probenvorbereitung; Verfahren zur Dispergierung von Pulvern in Flüssigkeiten (ISO 14887:2000).&amp;#039;&amp;#039; Beuth Verlag, Berlin, S.&amp;amp;nbsp;22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Opaleszenz]]&lt;br /&gt;
* [[Louche-Effekt]]&lt;br /&gt;
* [[Pándy-Reaktion]] (Liquordiagnostik)&lt;br /&gt;
* [[Nephelometrie]] (Turbidimetrie)&lt;br /&gt;
* [[Trübung der Atmosphäre]]&lt;br /&gt;
* [[Dunst (Atmosphäre)]]&lt;br /&gt;
* [[Sichtweite unter Wasser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4186510-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Optischer Effekt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Photometeor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitssymptom in der Augenheilkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:John Tyndall als Namensgeber]]&lt;/div&gt;</summary>
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