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	<title>Twa - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T03:37:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Twa&amp;diff=283930&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-01-27T15:34:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Für Bedeutungen der Abkürzung siehe [[TWA]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bandera poble Batwa.svg|thumb|Flagge der Batwa]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Batwa2.jpg|thumb|Mutwa mit traditionellem Pfeil und Bogen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Batwa women in Burundi.jpg|thumb|Batwa in Burundi mit Töpferwaren]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Batwa Uganda.jpg|thumb|Batwa während einer Tanzvorführung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Twa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Batwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind eine [[Ethnie]], die vor allem in [[Ruanda]], daneben auch in den angrenzenden Distrikten [[Distrikt Kabale|Kabale]], [[Kanungu]], [[Kisoro]] und [[Rukungiri]] in [[Uganda]], in [[Burundi]] und der [[Demokratische Republik Kongo|DR Kongo]] ansässig ist. Sie zählen zu den als „[[Pygmäen]]“ bezeichneten Volksgruppen. Die Bezeichnung für eine einzelne Twa-Person lautet &amp;#039;&amp;#039;Omutwa&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Mutwa&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ruanda und Burundi sprechen sie jeweils die Sprache der Mehrheitsbevölkerung, das [[Kinyarwanda]] bzw. das [[Kirundi]]. Ihre Zahl liegt Schätzungen zufolge zwischen 69.500 und 87.000 (30.000–40.000 in Burundi, 20.000–27.000 in Ruanda, 16.000 in der DR Kongo und 3.500–4.000 in Uganda),&amp;lt;ref name=MRG&amp;gt;Minority Rights Group International: &amp;#039;&amp;#039;Twa Women, Twa Rights in the Great Lakes Region of Africa&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; womit sie einen sehr kleinen Anteil der Gesamtbevölkerung in der Region ausmachen. Bei der Volkszählung durch die [[Belgien|belgische]] Kolonialverwaltung im Jahre 1931 lag ihre Zahl bei etwa 15.000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gelten als die älteste Bevölkerungsschicht in Ruanda und Burundi, die dort vor den [[Hutu]] und [[Tutsi]] gelebt hat. Ihre traditionelle Lebensweise als Jäger und Sammler besteht kaum mehr, seit der Großteil der Waldfläche zugunsten der Landwirtschaft gerodet wurde und im 20. Jahrhundert die wenigen verbliebenen Wälder unter Schutz gestellt wurden. Mit dem Schwinden der Waldflächen verlegten sich die Batwa früh auf andere Tätigkeiten wie die Töpferei, zudem wurden sie an den Königshöfen als Bedienstete beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Traditionelle Lebensweise ==&lt;br /&gt;
Traditionell waren die Batwa [[Jäger und Sammler]] in den hoch gelegenen Wäldern des Gebietes. Sie wohnten in Siedlungen mit etwa zehn Häusern, in welchen 20 bis 30 Menschen lebten. Die Bewohner waren eng verwandte Männer mit ihren Familien, den Eltern ihrer Frauen und Männern ihrer Schwestern. Die Hütten aus [[Sorghum]]halmen, getrockneten Bananenblättern und Grashalmen wurden von den Frauen errichtet. Der Clanälteste war üblicherweise auch der Chef des Dorfes, und jeder Besucher des Dorfes stattete ihm einen [[Höflichkeitsbesuch]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wald war ihre Nahrungsquelle, ihr Gott, ihre Welt. Sie hatten umfassendes Wissen über sein Ökosystem, kannten viele Heilpflanzen und weitere nützliche Pflanzen. Batwa-Männer trugen einfache Tierhäute, um ihre intimen Stellen zu bedecken und um ihre Arme zu dekorieren. Ihre Frauen trugen Perlenketten, Arm- und Fußringe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben ihren Fertigkeiten im Bogenschießen waren sie als gute Tänzer und begabte Harfenspieler bekannt. An den Höfen Ruandas und Burundis waren sie als Unterhalter und Soldaten geschätzt. Bis heute leben größere Gruppen von Batwa an den Orten der früheren Königshöfe in [[Muramvya (Provinz)|Muramvya]] in Burundi und in [[Nyanza (Ruanda)|Nyanza]] in Ruanda.&amp;lt;ref name=MRG/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere als die Waldflächen und damit ihre traditionellen Lebensgrundlagen schwanden, verlegten sich manche Twa-Gemeinschaften auf die Töpferei, die heute von einem Großteil der Batwa ausgeübt wird. Am burundischen Ufer des [[Tanganjikasee]]s und auf der Insel [[Idjiwi]] im [[Kivusee]] gibt es Gemeinschaften von Batwa, die Fischerei betreiben.&amp;lt;ref name=MRG/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Situation ==&lt;br /&gt;
Das traditionelle Leben der Batwa als Jäger und Sammler besteht heute kaum mehr. Der Siedlungsdruck durch umliegende größere Volksgruppen (z. B. [[Bakiga]] in Uganda oder [[Banyarwanda]]) reduzierte die Waldfläche, ihren traditionellen Lebensraum. Viele Batwa leben heute als Landarbeiter oder Kleinbauern mit meist sehr wenig Land. Sie sind weiterhin von [[Diskriminierung]] durch Teile der Mehrheitsbevölkerung betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Uganda wurden zwei ihrer letzten Rückzugsgebiete von der Regierung zu Nationalparks erklärt, um die [[Berggorilla]]s zu schützen. Obschon sowohl die Regierung als auch nichtstaatliche Organisationen sie beim Übergang zu einem sesshaften Lebensstil unterstützten (z. B. durch Landkäufe), ist ihre Situation schwierig.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Tag, an dem Kanyabikingyi in seinen Wald zurückkehrte&amp;#039;&amp;#039; in: [[Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung]] vom 27. Mai 2012, Seiten V4 und V5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Region des [[Bunyonyi-See]]s gab es heftige Kämpfe zwischen den [[Bakiga]] und den Batwa, in welchen die Überlegenheit von Pfeil und Bogen der Batwa über die Speere der Bakiga zum Ausdruck kam. Trotz dieser Kämpfe organisierte dabei Katuregye (ein Mitglied der Bakiga) am Anfang des 20. Jahrhunderts eine Batwa-Armee gegen die britischen Kolonisatoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ruanda wurden die Batwa in den 1970er Jahren zwangsweise aus den [[Virunga-Vulkane|Virunga]]-Wäldern ausgesiedelt, nachdem die Regierung auf Betreiben der Primatenforscherin [[Dian Fossey]] Jagd und Sammlerei verboten und Nationalparks eingerichtet hatte. Seit dem [[Völkermord in Ruanda]] 1994 – bei dem neben Hunderttausenden Tutsi und gemäßigten Hutu auch etwa ein Drittel der ruandischen Batwa-Bevölkerung getötet wurde – verfolgt die neue Regierung Ruandas eine Versöhnungspolitik, die eine gemeinsame Identität aller Ruander propagiert. Die Batwa stehen daher unter Druck, sich nicht mehr als eigene oder „indigene“ Volksgruppe zu bezeichnen. So muss sich die Batwa-Organisation &amp;#039;&amp;#039;Communauté des Autochtones Rwandais&amp;#039;&amp;#039; CAURWA („Gemeinschaft der autochthonen Ruander“) in &amp;#039;&amp;#039;Communauté des Potiers Rwandais&amp;#039;&amp;#039; COPORWA („Gemeinschaft der ruandischen Töpfer“) umbenennen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.caurwa.org/index.html |wayback=20090429171326 |text=caurwa.org: CAURWA becomes COPORWA}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 2016 warnte das »Komitee zur Abschaffung von Rassendiskriminierung der Uno« davor, dass das Pygmäenvolk der Batwa in Ruanda vom Aussterben bedroht sei.&amp;lt;ref&amp;gt; Committee on the Elimination of Racial Discrimination: [http://www.ohchr.org/EN/NewsEvents/Pages/DisplayNews.aspx?NewsID=19908&amp;amp;LangID=E Committee on the Elimination of Racial Discrimination examines report of Rwanda] - abgerufen am 7. Mai 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Richard Ntakirutimana |Titel=Twa Communities in Rwanda. Advocating against the Impact of the Volcanoes National Park |Hrsg=Fredson Guilengue |Sammelwerk=Action Matters. Six Success Stories of Struggles for Commons in Africa |Verlag=[[Rosa-Luxemburg-Stiftung]] |Ort=Berlin |Datum=2020-03 |Reihe=Materialien |NummerReihe=33 |Seiten=37–41}}&lt;br /&gt;
* Stef Vandeginste: &amp;#039;&amp;#039;[https://journals.sub.uni-hamburg.de/giga/afsp/article/view/712/710 Political Representation of Minorities as Collateral Damage or Gain. The Batwa in Burundi and Rwanda.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Africa Spectrum&amp;#039;&amp;#039;, Band 49, Nr. 1, 2014, S. 3–25.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.coporwa.org/ COPORWA, früher CAURWA], Organisation der Batwa in Ruanda (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.irinnews.org/InDepthMain.aspx?InDepthId=9&amp;amp;ReportId=58604 Dossier] auf IRIN News über afrikanische Pygmäen mit Artikeln zu Batwa in [http://www.irinnews.org/InDepthMain.aspx?InDepthId=9&amp;amp;ReportId=58633&amp;amp;Country=Yes Ruanda] und [http://www.irinnews.org/InDepthMain.aspx?InDepthId=9&amp;amp;ReportId=58632&amp;amp;Country=Yes Burundi] (engl.)&lt;br /&gt;
* Minority Rights Group International (MRG): [http://www.minorityrights.org/?lid=1056 Batwa Pygmies of the Great Lakes Region], 2000 (engl.)&lt;br /&gt;
* MRG: [http://www.minorityrights.org/?lid=1066 Twa Women, Twa Rights in the Great Lakes Region of Africa], 2003 (engl.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* zu Batwa und Bakiga in Uganda: [http://www.edirisa.org/ Edirisa] (vgl. [http://www.edirisa.org/index.php?category=73])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Afrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Burundi]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Ruanda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Uganda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indigenes Volk in Afrika]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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