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	<title>Tutursel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T05:00:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tutursel&amp;diff=1555780&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;RStehn am 2. Juni 2025 um 11:51 Uhr</title>
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		<updated>2025-06-02T11:51:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tutursel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (andere Schreibweisen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tutosel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tut-Ursel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tut-Osel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist der Name einer Sagenfigur der [[Deutsche Mythologie|Deutschen Mythologie]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=dutosel |Wortart=f |Band=2 |Sp=1768 |Kommentar={{&amp;quot; |Text=eine nachteule die vor dem wilden jäger herfliegt und ihr uhu! mit seinem huhu! mischt, die dutet}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist zudem die [[Metapher|metaphorische]] Bezeichnung der [[Eulen|Eule]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=tutosel |Wortart=f |Band=222 |Sp=1953}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Unter diesem Namen soll die Ursel, ursprünglich eine heidnische Göttin, in Eulengestalt herumfliegen. Alte Flurbezeichnungen wie Orechel oder Uarschel weisen auf diese Ursel oder Ursula hin. der Orechel oder Uarschel war früher ein rund 40 [[Morgen (Einheit)|Morgen]] umfassendes Waldstück. Hier wurde ein örtlicher Zusammenhang mit einem [[Heiliger Hain|heiligen Hain]] vermutet, der der Göttin [[Nerthus]] oder einer von ihr abgeleiteten Fruchtbarkeitsgöttin geweiht war. Mit der Christianisierung wurde aus dieser die Ursula, die mit der  „[[Wilde Jagd]]“, einem wütenden Geisterheer in Eulengestalt als verwandelte Nonne Ursel umherzieht und als Tutursel (Tut-Orsel) bezeichnet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rupp&amp;quot;&amp;gt;Theophil Rupp: &amp;#039;&amp;#039;Aus der vorzeit Reutlingens und seiner umgegend. Ein Beitrag zur deutschen Alterthumskunde.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1869, S. 86 ({{archive.org|bub_gb_20g-AAAAYAAJ|Blatt=n108}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Germanist [[Oskar Schade]] schreibt dazu in seiner Abhandlung über die &amp;#039;&amp;#039;Sage von der heiligen Ursula und den 11000 Jungfrauen&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Oskar Schade: &amp;#039;&amp;#039;Die Sage von der heiligen Ursula und den 11000 Jungfrauen, ein Beitrag zur Sagenforschung.&amp;#039;&amp;#039; Rümpler, Hannover 1854, S. 109–110 ({{archive.org|diesagevonderhe00schagoog|Blatt=n119}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; dass die heilige [[Ursula von Köln|Ursula]] nichts anderes sei, als eine {{&amp;quot; |Text=katholisirte heidnische Göttin, welche auf die […] Göttinnen der Fruchtbarkeit zurückführt.}} Nahe diesem ehemaligen Wald liegt auch der Urschelberg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rupp&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim lautmalerischen Namen Tutursel ist es – wie bei vielen anderen Sagengestalten – naheliegend, dass zur Erklärung desselben nachträglich eine volkstümliche, aber wenig plausible Namensgebungs-Legende erfunden und tradiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Sage von der Nonne Ursel ==&lt;br /&gt;
In einem Kloster in Thüringen lebte eine Nonne, die Ursel hieß. Sie war keine gute Sängerin und störte mit ihren heulenden Misstönen den Chor. Das trug ihr den Namen Tut-Ursel ein. Nachdem sie nun gestorben war, soll sie ihren Kopf durch ein Loch im Kirchturm gesteckt und von elf Uhr am Abend bis um vier Uhr am Morgen täglich mit scheurigem Heulen in den Gesang der Schwestern eingestimmt haben. Am Morgen des dritten Tages hielten die Nonnen es nicht mehr aus und stürmten angsterfüllt aus der Kirche, weil sie vermuteten, dass dieser Gesang von der toten Ursel stamme. Laut riefen sie „Tut-Ursel, Tut-Ursel!“ und trauten sich nicht mehr die Kirche zu betreten. So wurde ein berühmter Teufelsbanner aus einem Kloster der Kapuziner von der Donau gerufen, der die Tut-Ursel mit einem [[Beschwörung|Bann]] belegte und sie in Gestalt einer [[Ohreulen|Ohreule]] in das [[Harz (Mittelgebirge)|Harzland]] in die [[Domburg im Hakel]] versetzte. Hier soll sie nun dem [[Hanns von Hackelberg]] begegnet sein, mit dem sie seither auf die Luftjagd geht.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Tut-Osel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Sagen]].&amp;#039;&amp;#039; Band 1, S. 400–401  ([[s:Die Tut-Osel|Volltext]] &amp;amp;#91;[[Wikisource]]&amp;amp;#93;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagenversionen ==&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Bechstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Der [[Hanns von Hackelberg|Hackelnberg]] und die Tut-Osel&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Bechstein: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Märchen und Sagen&amp;#039;&amp;#039;, Aufbau-Verlag, Berlin / Weimar 1980, DDR, Sage &amp;#039;&amp;#039;Der Hackelnberg und die Tut-Osel&amp;#039;&amp;#039; S. 274–276.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Sage spielt hier im Harz, [[Harzvorland]], Burg [[Harzburg]], [[Selketal]], [[Bodetal]], Stadt [[Quedlinburg]], [[Domburg im Hakel|Burg Dummburg]], &amp;#039;&amp;#039;[[Schloss Meisdorf|Schlösschen Meisenberg im Selketal]]&amp;#039;&amp;#039; usw.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wütendes Heer – Hackelbernd.&amp;#039;&amp;#039; Jacob Grimm: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Mythologie.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Band 2, Dietersche Buchhandlung, Göttingen 1844, S. 874 ({{archive.org|deutschemytholo06grimgoog|Blatt=n269}}).&lt;br /&gt;
* [[Elard Hugo Meyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Mythologie der Germanen.&amp;#039;&amp;#039; K. J. Trübner, Strassburg 1903, S. 385 ({{archive.org|mythologiederge00meyegoog||Blatt=n406}}).&lt;br /&gt;
* Peter Haining: &amp;#039;&amp;#039;Das große Gespenster-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; ECON Taschenbuch Verlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.zeno.org/Zeno/0/Suche?q=Tutursel&amp;amp;k=Bibliothek &amp;#039;&amp;#039;Tutursel&amp;#039;&amp;#039;] zeno.org&lt;br /&gt;
* [http://www.harzer-sagen.harz-urlaub.de/volksglaube/tut-ursel.htm &amp;#039;&amp;#039;Die Tut-Ursel&amp;#039;&amp;#039;] harzer-sagen.harz-urlaub.de&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.sphinx-suche.de/lexgesp/wilderj.htm |text=Wilder Jäger |wayback=20050901023357}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;12. Hans von Hacklberg.&amp;#039;&amp;#039; In: {{PGDW|proehle/harzsag1/chap027|Harzsagen. Erster Band|[[Heinrich Pröhle]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weibliches Fabelwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Sagengestalt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanische Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gespenst]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RStehn</name></author>
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