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	<title>Tuschetien - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hüning: /* Literatur */</title>
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		<updated>2026-02-27T11:25:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:TushetiHistorical.jpg|miniatur|Die historischen Regionen Georgiens mit Tuschetien.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Jvarboseli.jpg|miniatur|Gebirgstal in Tuschetien]]&lt;br /&gt;
{{Belege}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tuschetien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tuscheti&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Georgische Sprache|georgisch]] თუშეთი) ist eine historische Region in Ost-[[Georgien]]. Sie liegt im [[Großer Kaukasus|Großen Kaukasus]] und grenzt nach Norden hin an [[Tschetschenien]] und im Osten an [[Dagestan]], im Süden und im Westen grenzt es an die ehemaligen georgischen Provinzen [[Kachetien]] und [[Pschawi]]-[[Chewsuretien]]. Die Bevölkerung besteht hauptsächlich aus [[Tuschen]], einer [[Subethnie]] der [[Georgier]]. Heute gehört Tuschetien zur georgischen Region Kachetien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Omalo, Tusheti.jpg|miniatur|Omalo]]&lt;br /&gt;
Tuschetien ist eine Grenzregion im Nordosten Georgiens. Der [[Großer Kaukasus|Große Kaukasus]] trennt es im Norden von [[Tschetschenien]]. Im Westen grenzt es an [[Chewsuretien]] und [[Pschawi]], verbunden durch den Azunta Pass (3341 m), im Süden an die Region [[Kachetien]], verbunden durch den Albano Pass (2950 m) und im Osten an [[Dagestan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch gesehen umfasste Tuschetien vier Siedlungen auf Bergen des [[Alasani]]-Tals: Zowa, Gometzari, Chagma und Piriqiti Tuschetien. Heute gehört es zur [[Munizipalität Achmeta]] der Region Kachetien und umfasst zehn Dörfer, von denen Omalo das größte und auch Verwaltungszentrum ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Von der jahrtausendealten Kultur der [[Tuschen]] zeugen archäologische Ausgrabungen und Felszeichnungen. Die ersten Bewohner der Region waren nichtchristliche Georgier aus [[Pchowi]] (d.&amp;amp;nbsp;h. aus Pschawi und [[Chewsuretien]]), die in den [[330er]] Jahren während ihrer Auflehnung gegen die [[Zwangschristianisierung]] durch den [[Iberien (Kaukasien)|iberischen]] König [[Mirian III.]] in die unbewohnte Bergregion flohen. Dennoch mussten sie zum Christentum konvertieren und sich den georgischen Königen unterwerfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tuschen nahmen im 8. bis 9. Jahrhundert mindestens 500 Jahre später als die anderen Georgier ebenfalls das Christentum an, nicht zuletzt wegen ihrer wirtschaftlichen und kulturellen Verbindung zum übrigen Georgien, lebten ihren eigenen Glauben aber relativ unabhängig weiter. Sie haben gegen die Missionare gekämpft und ihren [[Heidentum|paganen]] Glauben verteidigt. In ganz Tuschetien gibt es nur eine einzige Kirche – dafür befinden sich an vielen Orten kleine Heiligtümer in freier Natur, die sogenannten „[[Chati]]“, an welchen den Naturgeistern noch immer in heidnischer Tradition Opfer dargebracht und viele nichtchristliche Traditionen gepflegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Keselo, Tusheti.jpg|miniatur|Turm von Keselo]]&lt;br /&gt;
Charakteristisch für Tuschetien sind die [[Kaukasischer Wehrturm|kaukasischen Wehrtürme]] aus dem 12.–13. Jahrhundert. Es wurden Beobachtungstürme errichtet, die dazu dienten, drohende Angriffe in kürzester Zeit mittels Nachrichtenfeuer und Rauchzeichen aus den Türmen an die Bevölkerung Tuschetiens und ins georgische Inland zu melden, und Wohntürme, die der Bevölkerung Zuflucht und Schutz boten. Die Feinde der Tuschen waren [[Laken (Volk)|Laken]] aus Dagestan. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Khevsur, Tush, and Pshav lands (Élisée Reclus).JPG|miniatur|hochkant=0.8|Englische Karte mit dem Siedlungsgebiet der georgischen Tuschen im Nordosten.]]&lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenbruch des vereinten georgischen Königreichs geriet Tuschetien im [[15. Jahrhundert]] unter die Herrschaft [[Kachetien]]s. Im Laufe ihrer Geschichte haben die Tuschen den georgischen Königen oftmals militärische Unterstützung geleistet. Sie waren als tollkühne Kämpfer in Georgien sehr geschätzt und wehrten erfolgreich zahlreiche feindliche Überfälle auf Georgien ab. Im [[16. Jahrhundert]] wurde Zowa vom nordkaukasischen Volk der [[Bats (Volk)|Bats]] besiedelt. König [[Lewan von Kachetien]] stellte den Bats im Gegenzug für ihre militärische Unterstützung im Kampf gegen die Perser das Land des Alwani-Tals zur Verfügung. Die Nachkommen der Bats werden auch Zowa-Tuschen genannt. Sie sind stark assimiliert und sprechen meist sowohl georgisch als auch Bats, das heute nur noch in dem Dorf Semo Alwani gesprochen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1801 lebten in Tuschetien noch 1019 Familien, 1860 waren es 786, 1931 nur mehr 379. Während der deutschen Invasion der [[Sowjetunion]] fand in Tuschetien eine [[Revolte]] gegen das Sowjetregime statt, die mit größeren Revolten in der Nachbarregion [[Inguschetien]] zusammenhing. 1959 löste die sowjetische Regierung aus politischen Gründen den [[Kolchos]] in Tuschetien auf. Die meisten Tuschen mussten deshalb von den Bergen in die Ebene, in die Dörfer Semo- und Kvemo-Alwani umsiedeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Die Tuschen leben traditionell von der Schafzucht. Tuschetischer Käse und tuschetische Wolle waren für ihre Qualität berühmt, wurden nach Europa und in die Sowjetunion exportiert. Schafzucht ist bis heute die wichtigste Einkommensquelle des tuschetischen Hochlands. Die Schafhirten verbringen die Sommermonate in den Bergen und leben im Winter in den tiefer gelegenen Dörfern Semo Alwani und Kwemo Alwani. Ihre Kultur und Tradition ist der anderer georgischer Bergvölker, wie den [[Chewsuren]], ähnlich.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Im Norden befindet sich die Tushetoi Natural Reserve und der Nationalpark Tuschetien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://apa.gov.ge/en//page/tushetis-daculi-teritoriebis-administracia |titel=Tusheti Protected Areas Administration |abruf=2024-08-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Stefan Applis und Florian Mühlfried: &amp;#039;&amp;#039;Tuschetien entdecken : ein Kultur- und Naturreiseführer für Georgien : südlicher Kaukasus&amp;#039;&amp;#039;, Halle (Saale) : Mitteldeutscher Verlag, 2025, ISBN 978-3-96311-984-2&lt;br /&gt;
* Stefan Applis, Gwendoline Lemaitre, Florian Mühlfried: &amp;#039;&amp;#039;Tuschetien : Kultur- und Naturraumwandel im Großen Kaukasus&amp;#039;&amp;#039;, Halle (Saale) : Mitteldeutscher Verlag, 2025, ISBN 978-3-68948-035-6&lt;br /&gt;
* Florian Mühlfried: &amp;#039;&amp;#039;Being a state and states of being in highland Georgia&amp;#039;&amp;#039;, New York : Oxford ; Berghahn, 2014, ISBN 978-1-78238-296-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Tusheti}}&lt;br /&gt;
* [http://apa.gov.ge/en/protected-areas/cattestone/tushetis-daculi-teritoriebis-administracia Tusheti Protected Areas website]&lt;br /&gt;
* [https://www.tabularasamagazin.de/tuschetiens-wolken-und-karthlis-untergang/ Philipp Ammon: Tuschetiens Wolken und Karthlis Untergang]&lt;br /&gt;
* [https://stefan-applis-geographien.com/tuschetien/ Stefan Applis: Tuschetien - Überblick zu Architektur- und Naturerbe der Region]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Georgien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kachetien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Asien)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hüning</name></author>
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