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	<title>Turquel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Mike Krüger: Abschnittlink korrigiert</title>
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		<updated>2019-11-12T20:05:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in Portugal&lt;br /&gt;
| Typ              = Vila&lt;br /&gt;
| Wappen           = ACB-turquel.png&lt;br /&gt;
| Karte            = Turquel_%28alcobaca%29.gif&lt;br /&gt;
| LAU              = 100114&lt;br /&gt;
| Breitengrad      = 39/27/50/N&lt;br /&gt;
| Längengrad       = 8/58/39/W&lt;br /&gt;
| Höhe             =&lt;br /&gt;
| PLZ              =&lt;br /&gt;
| Bürgermeister    =&lt;br /&gt;
| VerwaltungStraße = Rua Principal, 42&lt;br /&gt;
| VerwaltungOrt    = 2460-816 Turquel&lt;br /&gt;
| Webseite         = alcobaca.no.sapo.pt/freguesias/16-turquel.htm&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Alcobaça.mosteiro.turquel.pelourinho.jpg|mini|Schandpfahl von 1514]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Alcobaça.mosteiro.coutos.turquel.st.antonio.jpg|mini|Kapelle Santo António,&amp;lt;br&amp;gt;13./14. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Alcobaça.mosteiro.coutos.turquel.matriz.door.jpg|mini|Manuelinisches Tor, Kirche Matriz, 16. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Alcobaça.mosteiro.coutos.turquel.jes.hospital.jpg|mini|Capela do Senhor Jesus de Hospital]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Turquel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine portugiesische Kleinstadt ([[Kommunale Selbstverwaltung in Portugal#Cidades und Vilas|Vila]]) im [[Município (Portugal)|Kreis]] [[Alcobaça (Portugal)|Alcobaça]] im [[Verwaltungsgliederung Portugals|Distrikt]] [[Distrikt Leiria|Leiria]] und in der historischen Provinz [[Estremadura]] gelegen. Sie hat {{EWZ|PT|100114}} Einwohner (Stand {{EWD|PT|100114}}) und eine Fläche von {{FL|PT|100114|1}} km². Sie war eine der 13 Städte der [[Coutos de Alcobaça]], des Herrschaftsgebiets der [[Mosteiro de Alcobaça|Abtei von Alcobaça]]. Sie hatte ihren ersten Freibrief am 1. August 1314 und ein erneuertes Stadtstatut im Jahre 1514 erhalten und nannte sich seitdem bis zum Ende der Herrschaft der Abtei im Jahre 1834 &amp;#039;&amp;#039;Vila Nova de Turquel&amp;#039;&amp;#039;. Sie besteht heute aus 20 Teilgemeinden. Ihr Gemeindegebiet reicht bis auf die Höhen der Gebirge &amp;#039;&amp;#039;Serra de Aire&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Serra de Candeeiros&amp;#039;&amp;#039;, wo sie an die Landkreise [[Rio Maior]] und [[Porto de Mós]] grenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jungsteinzeitliche Höhlen ==&lt;br /&gt;
Auf dem Gemeindegebiet befinden sich ungewöhnlich viele [[Jungsteinzeit|jungsteinzeitliche]] Spuren (9500–3300 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) früher Besiedlung in Form von Höhlen (portug. [[Anta]]), in denen neben Knochen und Aschenreste auch Teile von einfachen Gebrauchsgegenständen gefunden wurden. Einige Spuren reichen nach mancher Ansicht sogar bis ins [[Paläolithikum]] zurück, also weit in die Zeit vor 10.000 v. Chr. Zu den bedeutenden dieser Höhlen gehören die Höhlen bei &amp;#039;&amp;#039;Casa da Moira&amp;#039;&amp;#039; (mit Tropfsteinbildungen, die einige Räume wie gotische Kathedralen wirken lassen) und &amp;#039;&amp;#039;Algar do Estreito&amp;#039;&amp;#039;, aber auch die Höhlen von &amp;#039;&amp;#039;Cova da Ladra&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Algar do João Ramos&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Buracao do Moniz&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.turquel.com/grutas/index.html &amp;#039;&amp;#039;História de Turquel&amp;#039;&amp;#039;, Grutas]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Höhlen sind nicht öffentlich zugänglich. In der Nähe von &amp;#039;&amp;#039;Zambuzeira&amp;#039;&amp;#039; finden sich Reste einer [[Megalithkultur|megalithischen]] Anlage vermutlich aus der Zeit zwischen dem 4. und 2. Jahrtausend v. Chr., die &amp;#039;&amp;#039;Anta da Barbata&amp;#039;&amp;#039; (Steingrabmal von Barbata).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.turquel.com/historia/antabaeb.html Anta da Barbata]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bis zum Ende der maurischen Zeit ==&lt;br /&gt;
Aus der nachfolgenden [[Bronzezeit]] und der frühen [[Eisenzeit]] wurden Gräberspuren, aber auch Teile von Gebrauchsgegenständen entdeckt. Im ersten vorchristlichen Jahrtausend besiedeln die Kelten die Region, aus denen die Lusitanier hervorgingen. Eine etymologische Deutung des Ortsnamens Turquel wird auf die keltischen Wortstämme &amp;#039;&amp;#039;Turruk&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;turco&amp;#039;&amp;#039; zurückgeführt, was Berg bedeutet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.turquel.com/grutas/etipatur.html &amp;#039;&amp;#039;Etimologia da palavra “Turquel”&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus [[Phönizier|phönizischer]] Zeit gibt es auf dem Gemeindegebiet Münzfunde, wie auch aus römischer Zeit, neben Steinbearbeitungen und Keramikteilen. Von den [[Mauren]] (711 bis ca. 1145) blieben nur Legenden wie die, wonach eine wunderschöne arabische Prinzessin am Fuße des Gebirges Candeeiros zwei junge Burschen aus Turquel um ungesalzenen Kuchen gebeten habe. Diese konnten den Kuchen besorgen und zum Dank habe die Prinzessin einem jeden ein verschlossenes Tongefäß geschenkt mit der Auflage, es nicht vor drei nachfolgenden Mondnächten zu öffnen. Der ungeduldigere der beiden Männer öffnete das Gefäß dennoch sogleich und entdeckte nur einfache Erde, während der andere drei Mondnächte abwartete und das Gefäß voller Goldstücke fand.&amp;lt;ref&amp;gt;Maria Zulmira Albuquerque Furtado Marques: &amp;#039;&amp;#039;Por Terras dos Antigas Coutos de Alocbaça.&amp;#039;&amp;#039; Alocbaça 1994, S. 201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unter Herrschaft der Abtei von Alcobaça ==&lt;br /&gt;
Nachdem [[Alfons I. (Portugal)|Afonso Henriques]], der erste König von Portugal, nach der Befreiung von den Mauren dem Abt des [[Kloster Clairvaux|Klosters von Clairvaux]] in Frankreich, [[Bernhard von Clairvaux]], 1153 das Gebiet zwischen dem Gebirge Serra dos Candeeiros und dem Atlantik geschenkt hatte, in dem auch Turquel liegt, richteten die Mönche schon recht bald [[Meierhof|Meierhöfe]] in der Gegend von Turquel ein, die vor allem zum Gebirge hin fruchtbare Böden aufwies. Einer dieser frühen Meierhöfe, die &amp;#039;&amp;#039;Quinta de Vale-de-Ventos&amp;#039;&amp;#039;, ist mit einer alten Kapelle teilweise noch erhalten und Gegenstand archäologischer Erkundung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.patrimoniocultural.gov.pt/en/patrimonio/patrimonio-imovel/pesquisa-do-patrimonio/classificado-ou-em-vias-de-classificacao/geral/view/71921 |titel=Quinta de Vale-de-Ventos (Parte) |werk=Pesquisa Geral – Pesquisa do Patrimonio |hrsg=[[Direção Geral do Património Cultural]] |zugriff=2018-03-23 |sprache=pt}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von der Landwirtschaft der Abtei zeugen noch ein Wasserrückhaltebecken im Gebirge und eine alte Keltereinrichtung.&amp;lt;ref&amp;gt;Maria Zulmira Albuquerque Furtado Marques: &amp;#039;&amp;#039;Por Terras dos Antigas Coutos de Alcobaça.&amp;#039;&amp;#039; Alcobaça 1994, S. 208, 209&amp;lt;/ref&amp;gt; 1314 erteilte die Abtei &amp;#039;&amp;#039;Grangie nostre de Turquelios&amp;#039;&amp;#039; (unserem Gut in Turquel) den Freibrief.&amp;lt;ref&amp;gt;Saul António Gomes: Um Manuscrito iluminado alcobacens trecentista: o Caderno dos Forais do Couto; S. 352, [http://ler.letras.up.pt/uploads/ficheiros/4442.pdf PDF]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf diese Zeit dürfte die &amp;#039;&amp;#039;Capela de Santo António&amp;#039;&amp;#039; in Turqel zurückgehen. Bei der allgemeinen Reform durch König [[Manuel I. (Portugal)|Manuel I.]] (1469–1523) erhielt 1514 auch Turquel ein neues Stadtstatut, das der Stadt Selbstverwaltungsrechte und eine niedere Gerichtsbarkeit einräumte, aber weiterhin die Tributpflicht der Abtei gegenüber aufrechterhielt und sie auch deren Jurisdiktion unterwarf. Daran erinnerte der gleichzeitig errichtete [[Schandpfahl]] (portugiesisch &amp;#039;&amp;#039;Pelourinho&amp;#039;&amp;#039;, was Arme-Sünder-Säule bedeutet) mit dem Wappen der Abtei. Nach Beendigung der Herrschaft der Abtei 1833/34 infolge der [[Mosteiro de Alcobaça#Staatliche Schließung der Klöster|staatlichen Schließung der Klöster]] in Portugal beseitigten auch die Bürger von Turquel den Schandpfahl, brachten ihn aber in dem Museum &amp;#039;&amp;#039;do Carmo&amp;#039;&amp;#039; in Lissabon unter, von wo er erst 1947 zurückkehrte, um an seinem alten Standort wieder aufgestellt zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.patrimoniocultural.gov.pt/en/patrimonio/patrimonio-imovel/pesquisa-do-patrimonio/classificado-ou-em-vias-de-classificacao/geral/view/75038 |titel=Pelourinho de Turquel |werk=Pesquisa Geral – Pesquisa do Patrimonio |hrsg=[[Direção Geral do Património Cultural]] |zugriff=2018-03-23 |sprache=pt}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Erneuerung des Stadtrechts im Jahre 1514 legte König Manuel der &amp;#039;&amp;#039; Nova Villa de Turquel&amp;#039;&amp;#039; auch auf, eine neue Kirche zu bauen, woraufhin die Pfarrkirche &amp;#039;&amp;#039;Igreja Matriz da Senhora da Conceição&amp;#039;&amp;#039; (Hauptkirche Maria Empfängnis) errichtet wurde, auf die die heutige Pfarrkirche zurückgeht. Aus unbekannten Gründen teilte der Kardinalinfant und spätere König [[Heinrich I. (Portugal)|Henrique]] (1512–1580), der 40 Jahre lang auch das Amt des Abtes von Alcobaça bekleidete, 1565 die Kirche der Pfarrei in [[Aljubarrota]] zu. In Turquel gab es eine militärische Kompanie, die der Abtei unterstand. Es lassen sich hier auch Formen der Herausbildung eines städtischen [[Patrizier|Patriziats]] verfolgen. So stellte über Jahrhunderte eine Familie &amp;#039;&amp;#039;Garção&amp;#039;&amp;#039; Richter, Magistrate und Kommandanten der Ordnungstruppe, noch zuletzt den Kommandeur der von der Abtei im [[Miguelistenkrieg]] in den Coutos ausgehobenen Truppen, die auf Seiten von König [[Michael I. (Portugal)|Miguel I.]] gegen die Konstitutionalisten kämpften und 1834 verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Wohlfahrtspflege ==&lt;br /&gt;
Im 17. Jahrhundert wurden unter der Regierungszeit von König [[Johann IV. (Portugal)|João IV.]] (1640–1656) unter dem christlichen Namen der &amp;#039;&amp;#039;Misericórdia&amp;#039;&amp;#039; ([[Barmherzigkeit]]) Einrichtungen zur Wohlfahrtspflege geschaffen, die in kirchlichen Händen lagen. So wurde in dieser Zeit auch in Turquel eine Kapelle der &amp;#039;&amp;#039;Misericórdia&amp;#039;&amp;#039; zusammen mit einem Hospital und einer Herberge errichtet. In diesem Zusammenhang entstand auch die Kapelle &amp;#039;&amp;#039;do Senhor Jesus de Hospital&amp;#039;&amp;#039;, die heute noch vorhanden ist. Im Jahre 1765 wurden alle Einrichtungen dieser Art in den [[Coutos de Alcobaça]] unmittelbar der Misericórdia der Abtei in Alcobaça unterstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.turquel.com/historia/miserico.html História de Turquel, Misericórdia]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Moderne Zeit ==&lt;br /&gt;
Mit dem Ende der Abtei im Jahre 1833/1834 endete ebenso die Selbstverwaltung der Stadt Turquel, die auch einen Landkreis gebildet hatte, dem u.&amp;amp;nbsp;a. die Nachbargemeinde &amp;#039;&amp;#039;Benedita&amp;#039;&amp;#039; angehörte. Turquels Landwirtschaft pflegte ihre Wurzeln der klösterlichen Wirtschaft weiter mit dem Anbau von Öl, Wein, Getreide, Früchten und dem Waldbau. In neuerer Zeit kam noch die Viehzucht hinzu. Mittlerweile sind auch moderne Gewerbe der Bauindustrie und des Handels entstanden. Ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts arbeitete in Turquel der Historiker &amp;#039;&amp;#039;José Diogo Ribeiro&amp;#039;&amp;#039; (sein Hauptwerk: &amp;#039;&amp;#039;Memórias de Turquel&amp;#039;&amp;#039; – Erinnerung an Turquel), dem vor allem viele frühgeschichtlichen Funde zu verdanken sind. Landesweite Berühmtheit erlangte der Hockeyclub von Turquel (Hóque Clube de Turquel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Maria Zulmira Albuquerque Furtado Marques: &amp;#039;&amp;#039;Por Terras dos Antigas Coutos de Alcobaça&amp;#039;&amp;#039;, Alcobaça 1994&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{IGEOE|D=Leiria|C=Alcoba%E7a|F=Turquel|NAME=Turquel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Freguesias im Concelho Alcobaça}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Kloster in Portugal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alcobaça (Portugal)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mike Krüger</name></author>
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