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	<title>Turniergesellschaft - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T16:37:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Turniergesellschaft&amp;diff=1222985&amp;oldid=prev</id>
		<title>2003:CA:9F05:5DDB:F91D:6C3F:FAAD:30FC: /* Literatur */ Link zum Wikiartikel gesetzt</title>
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		<updated>2025-03-28T17:04:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Link zum Wikiartikel gesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Turnierbuch Gemmingen-Hornberg Turniergesellschaften1.jpg|thumb|Darstellung einiger Turniergesellschaften in einem Turnierbuch der [[Herren von Gemmingen]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Turnierbuch Gemmingen-Hornberg Turniergesellschaften2.jpg|thumb|Darstellung einiger Turniergesellschaften in einem Turnierbuch der Herren von Gemmingen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DH3-Frontblatt Hans Caspar von Laubenberg.JPG|thumb|Hans Caspar [[Laubenberg (Adelsgeschlecht)|von Laubenberg]] mit dem Abzeichen der Gesellschaft vom Fisch und Falken am Hut]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Turniergesellschaften&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch [[Adelsgesellschaft]]en, waren gesellschaftlich und politisch motivierte Zusammenschlüsse turniernder [[Ritter|ritterbürtiger]] Adeliger. In der Öffentlichkeit traten diese Gesellschaften vor allen wegen der regelmäßigen und aufwendigen Durchführung von [[Turnier|Ritterturnieren]] in Erscheinung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich diese Vereinigungen meist nur als &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; bezeichneten, wurden sie wegen der Öffentlichkeitswirkung ihrer Turniere später fälschlicherweise meist als Turniergesellschaften wahrgenommen und bezeichnet. Jedoch war das Turnieren nur ein Teilaspekt dieser Adelsgesellschaften. Selbst bei der großbürgerlichen [[Patriziergesellschaft]] &amp;#039;&amp;#039;[[Zur Katz (Konstanz)|Zur Katz]]&amp;#039;&amp;#039; kann man, obwohl sie – ungewöhnlich genug für eine ursprünglich nichtadlige Vereinigung – in Nachahmung des ritterlichen Adels auch Turniere veranstaltete und als einzige sich selbst als &amp;#039;&amp;#039;Thonergesellschaft&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete, keineswegs von einer allein auf Turniere fokussierten Gesellschaft sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz des Vereinigungsverbotes in Art. 15 der [[Goldene Bulle|Goldenen Bulle]] Kaiser [[Karl IV. (HRR)|Karls IV.]] aus dem Jahr 1356 traten seit dem 14. Jahrhundert bis in das 16. Jahrhundert zahlreiche derartige Gesellschaften in Erscheinung. Teilweise waren sie vom Vereinigungsverbot ausgenommen (beispielsweise die Fürspängler oder die [[Gesellschaft mit dem Esel]] etc.) Man geht davon aus, dass manche Gesellschaften schon länger bestanden. Beispielsweise wurde der Basler [[Psitticher und Sterner|Bund der Sterner]] 1265 gegründet, der hessische [[Sternerbund]] 1396.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der im 14. Jahrhundert zunehmenden königlichen Erhebungen von in Städten lebenden Niederadeligen und zu Vermögen gekommenen Bürgerlichen zu Rittern versuchte sich der alte Ritteradel durch die Gründung von Gesellschaften mit strengen Aufnahmebedingungen gegen diese Emporkömmlinge abzugrenzen. Die Aufnahmebedingungen sahen beispielsweise vor, dass mehrere Generationen zurückreichende Ahnenproben vorgelegt werden mussten, welche die adelige Abstammung bestätigten. Auch war es üblich die Mitgliedschaft nur zu gewähren, wenn  mindestens 50 Jahre Turnierteilnahme durch den Beitrittswilligen oder seine Vorfahren  nachgewiesen werden konnten. War der Beitrittswillige in einer Stadt geboren oder lebte er überwiegend in Städten und ging städtischen Berufen nach, war in den meisten Gesellschaften eine Aufnahme nicht möglich.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die räumliche Verteilung solcher Gesellschaften in [[Deutschland]] und [[Europa]] war sehr unterschiedlich. Man beobachtet jedoch eine starke Konzentration auf den süddeutschen bzw. [[Oberdeutschland|oberdeutschen]] Raum mit Ausnahme der [[Schweiz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaftsgenossen waren durch einen auf die Gesellschaftsstatuten zu leistenden Eid miteinander verbunden. Die Statuten beinhalteten Regelungen zur Durchführung von repräsentativen Turnieren und Feiern, ein Friedensgebot untereinander, die Pflege ritterlicher und adeliger Kultur, eine strenge Kleiderordnung und meist auch eine gegenseitige Beistands- und Schutzpflicht. Darüber hinaus regelten sie die innere Organisation dieser Gesellschaften. Beispielsweise war es üblich, dass ein auf meist ein Jahr gewählter Hauptmann oder König die Gesellschaft führte. Die Namen gaben sich die Gesellschaften meist nach Tieren, [[Heilige]]n oder seltener nach Gegenständen, die sie als Symbole an ihrer Kleidung trugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Herausgeber=Holger Kruse, Werner Paravicini, Andreas Ranft|Titel=Ritterorden und Adelsgesellschaften im spätmittelalterlichen Deutschland|Sammelwerk=Kieler Werkstücke, Reihe D: Beiträge zur europäischen Geschichte des späten Mittelalters|Band=Bd. 1.|Verlag=Peter Lang|Ort=Frankfurt am Main|Jahr=1991|ISBN=3-631-43635-1}}&lt;br /&gt;
* Andreas Ranft: &amp;#039;&amp;#039;Adelsgesellschaften.&amp;#039;&amp;#039; Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1994, ISBN 978-3-7995-5938-6.&lt;br /&gt;
* [[Clemens Rehm]] und Konrad Krimm: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Fürsten  und Bauern – Reichsritterschaft im Kraichgau.&amp;#039;&amp;#039; [[Heimatverein Kraichgau]], Sinsheim 1992.&lt;br /&gt;
* Corld Ulrichs: &amp;#039;&amp;#039;Vom Lehnhof zur Reichsritterschaft. Strukturen des fränkischen Niederadels am Übergang vom späten Mittelalter zur frühen Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Franz Steiner, Stuttgart 1997, ISBN 3-51507109-1, Seite 135 ff.&lt;br /&gt;
* [[Peter Jezler]], Peter Niederhäuser, Elke Jezler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ritterturnier. Geschichte einer Festkultur.&amp;#039;&amp;#039; Begleitbuch zur Ausstellung im [[Museum zu Allerheiligen]] Schaffhausen. Quaternio Verlag, Luzern 2014, ISBN 978-3-905924-23-7.&amp;lt;!--SEITE??--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Genossenschaft (Deutschland)|!Turniergesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Geschichte (Heiliges Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritterturnier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adelsverband| ]]&lt;/div&gt;</summary>
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