<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Turmwindm%C3%BChle</id>
	<title>Turmwindmühle - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Turmwindm%C3%BChle"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Turmwindm%C3%BChle&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T19:56:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Turmwindm%C3%BChle&amp;diff=913823&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 27. März 2025 um 10:41 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Turmwindm%C3%BChle&amp;diff=913823&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-03-27T10:41:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Moulin-alphonse-daudet-alpilles.jpg|mini|hochkant|Turmwindmühle „[[Alphonse Daudet]]“ (Moulin Ribet), [[Alpilles|Alpillen]], südlich von [[Fontvieille (Bouches-du-Rhône)|Fontvieille]] bei [[Arles]] mit typisch französischer Haube]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:Campo de Criptana Molinos de Viento 2.jpg|mini|hochkant|Spanische Turmwindmühlen mit fester Kappe und Segelgatterflügeln, [[La Mancha]]]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Molino Castilla-Mancha.jpg|mini|hochkant|Turmwindmühle „Alcancía“ bei [[Consuegra]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Immerather Windmühle 2011 (cropped).jpg|mini|hochkant|[[Immerath (Erkelenz)|Immerath]]er Mühle mit beweglicher Turmhaube von 1780]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Batz-sur-Mer Moulin.jpg|mini|hochkant|Turmwindmühle „de la Falaise“, Batz-sur-Mer, [[Bretagne]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Köln-Pantaleonsmühle-um-1880.jpg|mini|hochkant|Turm der Panthaleonsmühle nach Brand, Köln 1880]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Heckington Windmill.JPG|mini|hochkant|Turmgalerie-Windmühle in Heckington, Lincolnshire, mit acht Jalousienflügeln]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Turmwindmühle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[niederländische Sprache|niederländisch]] &amp;#039;&amp;#039;torenmolen&amp;#039;&amp;#039;, [[englische Sprache|englisch]] &amp;#039;&amp;#039;tower (wind)mill&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Windmühle]] mit zylindrischem, turmartigem Mühlenhaus aus Stein und fester Kappe (später mit drehbarer Haube), wie sie schon im 13. und 14. Jahrhundert auf Burgmauern ([[Hammerstein (am Rhein)|Burg Hammerstein]]), [[Festung]]sbauten und Befestigungswällen ([[Stadt Zons|Zons]], [[Köln]] – [[Bottmühle]], [[Ulrepforte]] u.&amp;amp;nbsp;a. –, [[Wijk bij Duurstede]] nahe [[Utrecht]], [[Niederlande]]) errichtet wurde. Am Niederrhein heißen diese dort häufiger anzutreffenden Festungsmühlen wegen ihrer gedrungenen Bauart auch [[Bärwindmühle|Bären(mühlen)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Das Flügelkreuz oder -rad bzw. die Kappe – diese meist flach kegelförmig – sind fest am Mühlenturm angebracht und nicht horizontal drehbar, können somit nicht in eine andere Windrichtung gedreht und mussten bei Baubeginn auf die Hauptwindrichtung ausgerichtet werden. In Europa ist dieser Typ seit dem 14. Jahrhundert hauptsächlich in der Region um das [[Mittelmeer]] ([[Spanien]], [[Griechenland]], [[Südfrankreich]] etc.) als dort eigener Typ (sog. „Mittelmeertyp“) mit landesspezifischer Flügelkonstruktion bekannt. Diese kann ein Flügelkreuz nach westeuropäischem Muster (z.&amp;amp;nbsp;B. Segelgatterflügel) sein oder eine Windradkonstruktion aus vier, sechs oder acht zu einem Rad angeordneten Stangenruten, an den Enden mit einem umlaufenden Draht verbunden und mit bis zu zwölf und mehr an den Stangenenden angeschlagenen Dreieckssegeln (s.&amp;amp;nbsp;u. Seite mit kretischer Turmwindmühle im Deutschen Museum). Dieser Windmühlentyp wird nach dem Segelflügelkreuz auch „Segelwindmühle“ genannt. Die Übertragung der Kraft in das Mühleninnere erfolgte zunächst durch einfache [[Getriebe]], später auch über Kammrad und durch [[Königswelle]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterentwicklung ==&lt;br /&gt;
Eine Weiterentwicklung der Turmwindmühle war die [[Holländerwindmühle]]. Turmmühlen holländischer Bauart wurden in Mittel- und Westeuropa (Holland, Deutschland, [[Frankreich]], [[England]], [[Irland]]), [[Dänemark]], [[Schweden]], vereinzelt auch in Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn, oft ebenerdig oder auf einer Anhöhe errichtet. Typische Beispiele für Holländerwindmühlen sind [[Holländerwindmühle#Erdholländer|Erdholländer]] aber auch [[Holländerwindmühle#Wallholländer (Bergholländer)|Bergholländer]], die oft eine von innen drehbare Kappe (Innenkrühwerk, ndl. &amp;#039;&amp;#039;binnenkruier&amp;#039;&amp;#039;) haben. Dies ist das ältere Drehverfahren für Kappenmühlen, die [[Steert (Windmühle)|Steert]]-Nachführung wurde erst im 16. Jahrhundert entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.muehlenverein-selfkant.de/cms/download.php?cat=19_Wissenswertes&amp;amp;file=KAPPENWINDMUEHLE.pdf |text=Die Kappenmühle |wayback=20140714152807 |archive-today= |archiv-bot=}} (PDF; 722&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie haben ein zylindrisches, manchmal auch außen leicht konisches, aus Stein aufgemauertes, hoch und schlank bzw. massiv und gedrungen aussehendes Mühlenhaus – den Mühlenturm. Ihr Ursprung liegt im 15. Jahrhundert. Als Beispiel sei die „Steprather Mühle“ in [[Geldern]]-[[Walbeck (Geldern)|Walbeck]] genannt, eine zylindrische Turmwindmühle mit Steert-Nachführung. Sie ist die älteste, aus dem 15. Jahrhundert stammende, funktionsfähige Windmühle in ganz Deutschland. Im Osten Deutschlands findet sich vornehmlich der niedrige, meist zylindrische, gedrungen wirkende Turmwindmühlentyp mit max. drei Stockwerken, oft mit [[Zwiebelhelm|Zwiebel]]- oder [[Glockendach|Glockenhaube]] und Windrosensteuerung, aber auch hohe Turmmühlen wie die in Pahrenz, Gemeinde [[Hirschstein]]. Die Pantaleons- oder Neumühle ([[Gerberlohe|Lohmühle]]), die auf dem [[Bachtor]] der [[Stadtmauer (Köln)|Stadtmauer]] in [[Köln]] (1730–1860) erbaut wurde, war mit 35 Metern Turmhöhe (39 m inkl. Kegelkappe mit Steertkrühwerk) die höchste der Welt (1880 ausgebrannt, 1883 abgerissen).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.das-alte-koeln.de/bachtor.html Acrylbild der Pantaleonsmühle]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mühlenland Niederlande heißen nur zylindrische Steinmühlen &amp;#039;&amp;#039;torenmolens&amp;#039;&amp;#039;, die konischen (in Holland innerhalb von Städten nicht selten 25 m und höher ragenden) – je nach Bauart – &amp;#039;&amp;#039;ronde stenen stellingmolens&amp;#039;&amp;#039; („runde steinerne Galeriemühlen“ (Galerieholländer)), &amp;#039;&amp;#039;ronde stenen bergmolens&amp;#039;&amp;#039; („runde Stein-Bergholländermühlen“) oder &amp;#039;&amp;#039;ronde stenen grondzeilers&amp;#039;&amp;#039; („runder Stein-[[Grundsegler]]“ (Erdholländermühlen)). Sie haben stets ein Außenkrühwerk mit Haspel und Steert oder seltener mit Windrose. Unter ihnen befinden sich der Welt höchste Windmühlen [[De Nolet]] (43&amp;amp;nbsp;m Kappenhöhe, Baujahr 2006; Stromgenerator, keine &amp;quot;echte&amp;quot; Mühle) und &amp;#039;&amp;#039;De Noord&amp;#039;&amp;#039; (Bj. 1807; 33,5 m) in [[Schiedam]], [[Zuid-Holland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Im Westen [[Nordrhein-Westfalen]]s stehen viele derartige Mühlen ([[Immerath (Erkelenz)#Immerather Windmühle|Immerather Mühle]] bei [[Erkelenz]], [[Kevelaer]]er Mühle, Niederembter Mühle ([[Bergheim]]), die [[Oberaußemer Mühle]] (Bergheim), die Egelsberger und die Elfrather Mühle, im Mühlenkreis [[Minden-Lübbecke]] u.&amp;amp;nbsp;a.), die meisten jedoch außer Funktion. Im Osten Deutschlands wurden sie vornehmlich in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen gebaut, des Weiteren in [[Ungarn]], [[Polen]], [[Tschechien]] (z.&amp;amp;nbsp;B. die „Alte Windmühle Kuželov“ südöstlich von [[Brünn]] nahe der Grenze zur [[Slowakei]] mit konischem Mühlenturm, ein Turm-Erdholländer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Niederlande]]n stehen noch vier funktionsfähige (zylindrische) Turmwindmühlen als Kornmühlen, drei als Innendreher in der [[Provinz Gelderland]] in den Orten Lienden (De Zwaan, 1644), Zeddam (Grafelijke Torenmolen, 1441) und [[Zevenaar]] (de Buitenmolen, 1408 oder 1450) und eine vierte in [[Maastricht]]-Gronsveld (van Gronsveld, 1618–1623). Sie ist als Außendreher (mit Außenkrühwerk – Steert und Haspel, ndl. &amp;#039;&amp;#039;buitenkruier&amp;#039;&amp;#039;) konstruiert und der Niederlande südlichste Windmühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Frankreich finden sich besonders im Süden (Aquitaine), Westen (Loiregebiet), Norden und in Mittelfrankreich noch eine Reihe erhaltener Turmwindmühlen (frz. moulin à tour, moulin tour [à vent]): z.&amp;amp;nbsp;B. „Moulin [[Alphonse Daudet]]“, [[Fontvieille (Bouches-du-Rhône)|Fontvieille]], [[Alpilles|Alpillen]], nahe [[Arles]]; „Moulin de Bélard“, St.-Lys, [[Département Haute-Garonne]]. Man kann hier von drei Turmwindmühlentypen sprechen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* in Frankreich verbreitet: die typische Turmwindmühle mit zylindrischer Turmbau aus Naturstein, in manchen Gegenden auch leicht konisch und bis zu sechs Stockwerke hoch, Kappe drehbar mit oft steilem Kegeldach (im Süden ([[Provence]], [[Languedoc-Roussillon]] etc.) nur bis zum oder vor den Mauerrand reichendes Dach (Mauerring)) und generell mit einer [[dachgaube]]nähnlichen Überdachung des Flügelwellenaustritts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* in Flandern ([[Nord-Pas-de-Calais]]): ähnliche den holländischen Stein-Windmühlen mit schlankem, konischem Steinbau, als [[Holländerwindmühle|Galerie-]], Erd- und Wallwindmühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* in der [[Bretagne]] und an der Atlantikküste des [[Pays de la Loire|Loiregebiets]] neben den klassischen französischen Turmwindmühlen solche mit deutlich weiterem Obergeschoss gegenüber dem Unterbau („Großköpfe“ (frz. „grosse-têtes“) oder „Kleinfüße“ (frz. „petit-pieds“) genannte Windmühlen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In England ist dieser Mühlentyp kein seltenes Bild. Beispiele finden sich über ganz England verstreut wie die Turmwindmühlen „Stembridge“ (einzige strohgedeckte Turmmühle in England) und „Ashton“ in [[Somerset]], „[[Windmühle Chesterton|Chesterton]]“ (weltweit einmalige Arkadenturmmühle mit einem Arkadenrondell als unterstem Stockwerk) in [[Warwickshire]] u.&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;m. In Irland sind die beiden Turmwindmühlen in Skerries ([[Fingal (County)|Co. Fingal]]) sehr bekannt, beide von außen gedreht mit fünf bzw. vier Flügeln. Allerdings bezeichnet man dort wie auch in Deutschland jegliche Art Steinwindmühlen (s.&amp;amp;nbsp;o.), ob schlank und konisch (Steingalerieholländermühle) oder gedrungen und zylindrisch („echte“ Turmwindmühlen) als Turmmühlen (tower mills) oder Turmwindmühlen (tower windmills). Besonders augenfällig sind die schlanken, konischen, meist mit Bitumen als Feuchtigkeitsschutz schwarz gestrichenen Lincolnshiremühlen, mit vier, fünf und sechs Flügeln. Als solche ist besonders die sechsstöckige Turm-Galerieholländermühle von 1830 in Heckington, [[North Kesteven]], [[Lincolnshire]], berühmt, der Welt einzige Windmühle dieses Typs mit acht (!) Jalousienflügeln. Auf der britischen [[Kanalinseln|Kanalinsel]] Jersey ist in der Gemeinde [[Saint Peter (Jersey)|Saint Peter]] noch eine Turmwindmühle von 1837 mit vier Flügeln erhalten geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seltene Flügelformen von Turmwindmühlen in Nordeuropa ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sachsen-Anhalt-Eckartsberga-Muehle2.jpg|Zehn Speichenradflügel der Turmwindmühle von [[Eckartsberga]], Sachsen-Anhalt, ab 1831, wohl einzige dieser Bauart in Deutschland &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dietrich Lohrmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Turmwindmühlen und Windwagen im 14.-15. Jahrhundert. Bemerkungen zu zwei uneditierten Ingenieurhandschriften&amp;#039;&amp;#039;. In: Technikgeschichte, Bd. 67 (2000), H. 1, S. 25–40. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Tower mills|Turmwindmühlen}}&lt;br /&gt;
* [http://www.fdmf.fr/ Fédération Des Moulins de France]&lt;br /&gt;
* [http://www.deutsches-museum.de/sammlungen/maschinen/kraftmaschinen/windkraft/turmwindmuehle/ kretische Turmwindmühle im Deutschen Museum]&lt;br /&gt;
* [http://www.walbeck.net/seiten/das-dorf/steprather-muehle/ Internetseite Deutschlands ältester funktionierender Windmühle, der „Steprather Mühle“]&lt;br /&gt;
* [http://www.amanita-photolibrary.co.uk/photo_library/windmills/index.htm Mühlenphotos aus England]&lt;br /&gt;
* [http://www.moulins-a-vent.net/Regions/centre.htm frz. (Turm)Windmühlen]&lt;br /&gt;
* [http://library.kent.ac.uk/library/special/html/mills/northpton.htm Mühlendatenbank der Universität Kent mit s/w-Bildern]&lt;br /&gt;
* [http://www.moulins-a-vent.net/carte1.htm frz. Windmühlenseite mit vielen Photos]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Turmwindmuhle}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Windmühlentyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Turmwindmühle| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
	</entry>
</feed>