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	<title>Turkos - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Wasserläufer: &quot;Goumiers marocains&quot; waren nicht Teil der frz. Streitkräfte, sondern unterstanden offiziell dem marokkan. Sultans; sie waren in &quot;goums&quot; (Kompanien), &quot;tabors&quot; (Bataillone) und &quot;groupes&quot; (Gruppen = Brigaden) organisiert</title>
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		<updated>2024-07-15T20:02:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&amp;quot;Goumiers marocains&amp;quot; waren nicht Teil der frz. Streitkräfte, sondern unterstanden offiziell dem marokkan. Sultans; sie waren in &amp;quot;goums&amp;quot; (Kompanien), &amp;quot;tabors&amp;quot; (Bataillone) und &amp;quot;groupes&amp;quot; (Gruppen = Brigaden) organisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{belege}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zouaves.jpg|mini|[[Zuaven]] und Algerienschützen („&amp;#039;&amp;#039;Turcos&amp;#039;&amp;#039;“), 1830–1885]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Turkos2.jpg|mini|hochkant|Turkosoldat (links, Wehrbezirk [[Oran]]), Turko-Offizier (hinten), [[Zuave]] (rechts, Wehrbezirk [[Constantine]]), 1897]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Turkos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (im [[Französische Sprache|frz.]] Original &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Turcos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war der halboffizielle [[Beiname]] der aus den Einwohnern Nordafrikas gebildeten französischen Kolonial-Infanterie. Der Begriff galt zunächst nur für die ab 1830 in [[Algerien]] rekrutierten Einheiten, dann aber auch für die ab 1884 im Protektorat [[Tunesien]] aufgestellten einheimischen Truppen. Der Beiname Turco ist vermutlich dem Umstand geschuldet, dass die Franzosen ihre ersten einheimischen Söldner unter ehemaligen Angehörigen der osmanischen Streitkräften rekrutierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Turco-Verbände wurden 1964 aufgelöst, also zwei Jahre nach der Entlassung Algeriens in die Unabhängigkeit. Die in [[Marokko]] 1908 aufgestellten Stammeskrieger-Verbände (&amp;#039;&amp;#039;Goumiers marocains&amp;#039;&amp;#039;) und die Regimenter der Marokkoschützen (1915, &amp;#039;&amp;#039;Tirailleurs marocains&amp;#039;&amp;#039;, kurz RTM) galten nur bedingt als Turcos: Offiziell kämpften diese im Dienste des marokkanischen [[Sultan]]s als Hilfstruppen an der Seite der französischen Armeen, wurden aber von französischen Offizieren befehligt. Generell nicht als Turcos bezeichnet wurden die Eingeborenenkavallerie der [[Spahis]] und erst recht nicht deren überwiegend aus weißen Europäern bestehendes Pendant, die Afrikajäger (&amp;#039;&amp;#039;Chasseurs d&amp;#039;Afrique&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Zu Beginn der Eroberung [[Algerien]]s stellte [[Frankreich]], am 1. Oktober 1830, ein von Generals [[Bertrand Clausel]] befehligtes &amp;#039;&amp;#039;Corps des Zouaves&amp;#039;&amp;#039; auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=LksMAQAAMAAJ&amp;amp;pg=PA450&amp;amp;dq=Zuaven+%221.+Oktober%22+1830+-Wikipedia&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=WhmmTIigFsiOjAfk5MyODA&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result#v=onepage&amp;amp;q=Zuaven%20%221.%20Oktober%22%201830%20-Wikipedia&amp;amp;f=false Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Zuaven&amp;#039;&amp;#039; in: Wilhelm Rüstow: &amp;#039;&amp;#039;Militärisches Handwörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, Zweiter Band, Seite 450. Zürich 1859] (Google Books)&amp;lt;/ref&amp;gt; Mehr als ein Jahrzehnt lang bestanden die Mannschaften und das Unteroffizierskorps etwa zur Hälfte aus Arabern und Berbern, die andere Hälfte sowie das Gros des Offizierskorps stellten weißen Kolonisten oder Festlandfranzosen. Seit 1842 rekrutierten sich die französischen [[Zuaven]] fast ausnahmslos aus Weißen, die Araber bildeten nur noch eine [[Kompanie (Militär)|Kompanie]] je [[Bataillon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Araber, Berber und Schwarze teilte man jetzt den sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Turcos&amp;#039;&amp;#039; zu, also den Eingeborenenschützen (&amp;#039;&amp;#039;Tirailleurs indigènes&amp;#039;&amp;#039;), die 1841 aus den 1830 gegründeten Eingeborenenbataillonen (&amp;#039;&amp;#039;Bataillons indigènes&amp;#039;&amp;#039;) hervorgegangen waren. Die Eingeborenenschützen gingen 1853 in den anfangs drei Regimentern der Algerienschützen (&amp;#039;&amp;#039;Régiments de tirailleurs algériens&amp;#039;&amp;#039;, RTA) auf. Zu den Turcos zählten ferner seit 1884 die Tunesienschützen (&amp;#039;&amp;#039;Régiment de tirailleurs tunesiens&amp;#039;&amp;#039;, RTT), die mit den Algerienschützen in einem Korps zusammengefasst waren. Entsprechend wurden die RTA und RTT nicht getrennt nummeriert. Man achtete indes darauf, dass die Regimentsnummern der Tunesienschützen durch 4 teilbar waren. Nach diesem System waren die RTT von der 4 bis 36 durchnummeriert, insgesamt also neun Regimenter. Zusätzlich existierte noch das &amp;#039;&amp;#039;108e RTT&amp;#039;&amp;#039;. Nummer 4 und 12 entstanden 1884 bzw. 1913, die übrigen während oder nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]. Ähnlich verhielt es mit den RTA, von denen mit der Regimentsnummer 5 oder höher ab 1913 entstanden. Von ihnen gab es insgesamt 29 Regimenter, doch waren sie nicht konsequent durchnummeriert. Jede [[Kompanie (Militär)|Kompanie]] hatte zwei französische [[Offizier]]e (darunter der [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]]), einen eingeborenen Offizier, vier [[Unteroffizier]]e und acht [[Korporal]]e. Die [[Stabsoffizier]]e und der Regimentskommandeur waren ausnahmslos Weiße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich waren die Turkos nur für die Verwendung in Algerien bestimmt – ähnlich der [[Légion étrangère|Fremdenlegion]] –, jedoch haben sie 1859 im [[Sardinischer Krieg|Sardinischen Krieg]], 1870/71 im [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]] ([[Schlacht bei Wissembourg]]) und 1884 in [[Tonkin]]g gekämpft und sich seither in allen Kriegen Frankreichs bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts durch Tapferkeit und Ausdauer ausgezeichnet. Auch bei der [[Alliierte Rheinlandbesetzung|Besetzung des Rheinlandes]] durch Frankreich wurden sie eingesetzt und wurden dabei Opfer [[Schwarze Schmach|rassistischer Kampagnen]]. Ihre Geschichte endete mit der Auflösung der &amp;#039;&amp;#039;Armée d&amp;#039;Afrique&amp;#039;&amp;#039; Anfang der 1960er Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ihren deutschen Gegnern wurden die Turkos – mitunter zusammen mit bestimmten europäischen Truppeneinheiten – propagandistisch zum Inbegriff eines ethnisch betonten Feindbildes stilisiert. Die deutsche Presse bezeichnete sie mit diversen abwertenden, rassistischen und tierähnlichen Bezeichnungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christian Koller (Historiker)|Christian Koller]]: &amp;quot;Von Wilden aller Rassen niedergemetzelt&amp;quot;. Die Diskussion um die Verwendung von Kolonialtruppen in Europa zwischen Rassismus, Kolonial- und Militärpolitik (1914–1930) (Beiträge zur Kolonial- und Überseegeschichte; Bd. 82), Stuttgart: Franz Steiner Verlag 2001, 476 S., ISBN 978-3-515-07765-1, Seite 48 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | autor=Marc von Lüpke-Schwarz  | url=https://www.dw.com/de/hunnen-gegen-wilde/a-17808289| titel=&amp;quot;Hunnen&amp;quot; gegen &amp;quot;Wilde&amp;quot; | zugriff=2. August 2014| werk= Deutsche Welle |datum= 1. August 2014}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Uniform == &lt;br /&gt;
Die algerisch-tunesischen Turcos waren äußerlich leicht mit den Zuaven zu verwechseln. Bis 1853 trugen sie einander sehr ähnliche Uniformen orientalischer Machart.&lt;br /&gt;
Seitdem hatten die Turcos himmelblaue [[Bolero (Jacke)|Bolerojacken]] mit gelber Bortierung, dazu [[Weste]] (&amp;#039;&amp;#039;Sédria&amp;#039;&amp;#039;), [[Burnus]] sowie blaue oder weiße [[Pluderhose]]n (&amp;#039;&amp;#039;Séroual&amp;#039;&amp;#039;) mit tiefem [[Schritt]]. Die Zuaven waren quasi identisch uniformiert und ausgerüstet, doch waren ihre Boleros von 1853 bis 1914 dunkelblau und ihre Hosen meist rot, aber auch weiß oder blau. Als Kopfbedeckung, wie die Zuaven, eine rote weiche Mütze mit hohem Rand (&amp;#039;&amp;#039;Chéchia&amp;#039;&amp;#039;), die von einem farbigen oder weißen [[Turban]] umwickelt war. 1889 ersetzte der mit einer Quaste geschmückte hohe, steife [[Fes (Kopfbedeckung)|Fez]] die flachere Chéchia, der Turban entfiel. Auf beiden Seiten der Jackenbrust befand sich je eine, von gelber Borte eingefasste, aufgesetzte falsche Tasche (&amp;#039;&amp;#039;tombô&amp;#039;&amp;#039;). Deren Farbe gab Auskunft über das Regiment und den Wehrbezirk: rot für das &amp;#039;&amp;#039;1er RTA&amp;#039;&amp;#039; in [[Algier]], weiß für das &amp;#039;&amp;#039;2e RTA&amp;#039;&amp;#039; in [[Oran]], gelb für das &amp;#039;&amp;#039;3e RTA&amp;#039;&amp;#039; in [[Constantine]]. Bei dem 1884 aufgestellten &amp;#039;&amp;#039;4e RTA&amp;#039;&amp;#039; in [[Tunis]] waren die Taschen von der Farbe des hellblauen Grundtuchs. Nach dem gleichen System waren die Zuaven und [[Spahi]]s kenntlich gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Detaille - 3rd Algerian Tirailleurs at Woerth.jpg|Illustration 3.Rgt Algerische Tirailleurs in [[Schlacht bei Wörth|Wörth]], 6. August 1870&lt;br /&gt;
Datei:Sinner-Les turcs blessés.jpg|Verwundete „Turcos“ 1870&lt;br /&gt;
Datei:Albert Jean Bourdeu-Túnez-16-4-1909.jpg|Albert Jean Bourdeu, hochdekorierter Veteran der China-Expedition, 1909&lt;br /&gt;
Datei:Embarquement des troupes a Alger en 1914.jpg|Einschiffung algerischer Tirailleurs in Algier, 1914&lt;br /&gt;
Datei:1914 Tirailleurs marocains.jpg|Marokkanische Tirailleurs, 1914&lt;br /&gt;
Datei:Turcos, Wounded at Charleroi, in Paris (LOC).jpg|Verwundete „Turcos“ in Paris 1914&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gerhard Höpp: &amp;#039;&amp;#039;Muslime in der Mark: als Kriegsgefangene und Internierte in Wünsdorf und Zossen, 1914 - 1924&amp;#039;&amp;#039;, Das Arabische Buch, Berlin 1997.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Harki]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärischer Verband (französische Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Algerische Militärgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Tunesien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Truppengattung (historisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französisch-Algerien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[rw:Abaturukiya]]&lt;br /&gt;
[[zh:土耳其人]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wasserläufer</name></author>
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