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	<title>Turckheim - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hermann Wider: /* Geschichte */ Ergänzung</title>
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		<updated>2026-04-30T11:46:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; Ergänzung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Frankreich&lt;br /&gt;
|nomcommune= Turckheim&lt;br /&gt;
|armoiries= Blason de la ville de Turckheim (68).svg&lt;br /&gt;
|région= [[Grand Est]]&lt;br /&gt;
|département= [[Département Haut-Rhin|Haut-Rhin]]&lt;br /&gt;
|arrondissement= [[Arrondissement Colmar-Ribeauvillé|Colmar-Ribeauvillé]]&lt;br /&gt;
|canton= [[Kanton Wintzenheim|Wintzenheim]]&lt;br /&gt;
|insee= 68338&lt;br /&gt;
|cp= 68230&lt;br /&gt;
|intercomm= [[Colmar Agglomération]]&lt;br /&gt;
|longitude= 07/16/50/O&lt;br /&gt;
|latitude= 48/05/11/N&lt;br /&gt;
|alt mini= 219&lt;br /&gt;
|alt maxi= 840&lt;br /&gt;
|siteweb= http://www.turckheim.fr/&lt;br /&gt;
|image= Turckheim centre.jpg&lt;br /&gt;
|image-desc= Stadtzentrum&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Turckheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; {{IPA|tyʁk.(h)ajm|Tondatei=LL-Q150 (fra)-0x010C-Turckheim.wav}} ({{deS|Türkheim}}) ist eine [[Frankreich|französische]] [[Gemeinde (Frankreich)|Gemeinde]] mit {{EWZT|FR|68338}} Einwohnern (Stand {{EWD|FR|68338}}) im [[Département]] [[Département Haut-Rhin|Haut-Rhin]] in der [[Europäische Gebietskörperschaft Elsass|Europäischen Gebietskörperschaft Elsass]] und in der [[Region (Frankreich)|Region]] [[Grand Est]]. Die frühere [[Freie und Reichsstädte|Reichsstadt]] gehört zum [[Arrondissement Colmar-Ribeauvillé]] und zum [[Kanton Wintzenheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;float:right;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Turckheim, Elsass.JPG|mini|Blick auf Turckheim]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Turckheim Untertor.jpg|mini|{{Center|Das „Untertor“ von Turckheim}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Das Stadtzentrum liegt sechs Kilometer westlich von [[Colmar]] im [[Département Haut-Rhin|Oberelsass]] auf 232 m über dem Meer an der [[Fecht (Fluss)|Fecht]]. Das Fechttal, das auch als Münstertal bezeichnet wird (nach der Stadt [[Munster (Haut-Rhin)|Munster]]) tritt hier aus den [[Vogesen]] in die [[Oberrheinische Tiefebene|Oberrheinebene]] ein. Von der Fecht zweigt hier ein Kanal namens [[Logelbach]] ab, der zur Bewässerung der Stadt Colmar errichtet wurde. Das Gemeindegebiet ist Teil des [[Regionaler Naturpark Ballons des Vosges|Regionalen Naturparks Ballons des Vosges]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Westhälfte der Gemeinde wird von dicht bewaldeten Höhen der Vogesen bestimmt ({{deS}} &amp;#039;&amp;#039;Türkheimer Wald&amp;#039;&amp;#039;), die eine maximale Höhe von 840 m Meereshöhe erreichen. Zu Turckheim gehört auch ein Teil des hochgelegenen Weilers &amp;#039;&amp;#039;Trois-Épis&amp;#039;&amp;#039; im Nordwesten. Der einstige [[Wallfahrtsort]] ist heute ein Zentrum für medizinische Versorgung, Kur- und Nachsorgeeinrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachbargemeinden von Turckheim sind [[Niedermorschwihr]] und [[Ammerschwihr]] im Norden, [[Ingersheim (Haut-Rhin)|Ingersheim]] im Nordosten, [[Wintzenheim]] im Osten und Süden, [[Zimmerbach]] und [[Walbach]] im Südwesten sowie [[Labaroche]] im Nordwesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Aufgrund römischer Funde (eine Merkurstatue, Münzen Mauerreste) wird angenommen, dass die Gegend von Turckheim bereits in römischer Zeit besiedelt war. Als germanische Stämme über den Rhein ins [[Römisches Reich|Römische Reich]] einfielen, ließ sich der Stamm der [[Thüringer]] hier nieder, der dem Ort zu seinen Namen &amp;#039;&amp;#039;Thorencohaime&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Thuringheim&amp;#039;&amp;#039; verholfen haben dürfte. Merowingerzeitliche Gräber und die Ortsnamenendung -heim deuten auf eine Besiedlung in fränkischer Zeit hin. Im frühen [[Mittelalter]] gehörte &amp;#039;&amp;#039;Thuringheim&amp;#039;&amp;#039; zum Teil zur [[Kloster St. Gregor (Munster)|Abtei Münster]], zum Teil zur Herrschaft Hohlandsberg. 1312 wurde Türkheim &amp;#039;&amp;#039;[[Freie und Reichsstädte|Freie Reichsstadt]]&amp;#039;&amp;#039; des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reichs]], erhielt 1354 bereits [[Marktrecht (historisch)|Markt-]] und [[Stadtrecht]]e und schloss sich im gleichen Jahr dem Elsässischen [[Zehnstädtebund]], der Dekapolis, an. Die drei Tortürme und die Befestigung stammen aus dieser Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1338 während der [[Armledererhebung]] wurden die jüdischen Einwohner verfolgt und 1348/49 während der [[Pestpogrome]] wurde das jüdische Leben in der Stadt zerstört.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alemannia-judaica.de/turckheim_synagogue.htm &amp;#039;&amp;#039;Turckheim.&amp;#039;&amp;#039;] alemannia-judaica.de, aufgerufen am 30. Dezember 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Westfälischer Friede|Westfälischen Frieden]] erhielt die [[Königreich Frankreich|französische Krone]] die [[Habsburg]]er Besitzungen im Elsass zugesprochen und bemühte sich in der Folge um die Herrschaft über die Städte der Dekapolis. Am 5. Januar 1675 wurden das Heer des Kaisers und das des [[Friedrich Wilhelm (Brandenburg)|Großen Kurfürsten]] durch [[Henri de La Tour d’Auvergne, vicomte de Turenne|Turenne]] in der [[Schlacht bei Türkheim]] vor den Toren des Ortes geschlagen, so dass sie sich eiligst bei [[Straßburg]] über den [[Rhein]] zurückziehen mussten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aufschlager&amp;quot; /&amp;gt; Die Stadt wurde geplündert. Diese Ereignisse richteten sich besonders auf das nahegelegene, bedeutendere [[Colmar]].  Die Ortschaft wurde 1680 zusammen mit Colmar [[Kaysersberg]] und [[Reichsstadt Münster im Gregoriental|Münster im Georgiental]] mit deren Besitz (24 Ortschaften) vom Königreich Frankreich [[Annexion|annektiert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Maximilian du Prel: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutsche Verwaltung in Elsass-Lothringen 1870–1879. Denkschrift mit Benutzung amtlicher Quellen&amp;#039;&amp;#039;. Karl J. Trübner, Straßburg 1879, S. 7  ([https://books.google.de/books?id=ojsOAAAAQAAJ&amp;amp;pg=PA7 books.google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1871 bis 1918 und von 1940 bis 1944 gehörte die Stadt – wie auch der Rest des Elsass – wieder zum [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] ([[Reichsland Elsaß-Lothringen|Reichsland Elsass-Lothringen]] bzw. Gau Baden-Elsass). Zwischen 1899 und 1937 verkehrte eine [[Drei-Ähren-Bahn|elektrische Kleinbahn]] zum Wallfahrtsort &amp;#039;&amp;#039;Trois Épis&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Drei Ähren&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[CdZ-Gebiet Elsaß|deutschen Besatzung]] im Zweiten Weltkrieg wurden die wenigen verbliebenen jüdischen Einwohner nach Südfrankreich deportiert. Nach Angaben von [[Yad Vashem]] kamen später fünf ehemalige jüdische Einwohner während der NS-Zeit gewaltsam ums Leben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/s-t/1966-tuerkheim-elsass Türkheim (Elsass).] Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum, aufgerufen am 30. Dezember 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Befreiung Turckheims von der Naziherrschaft am Morgen des 4. Februar 1945 durch amerikanische und französische Truppen gingen 56 Tage der Belagerung mit heftigem Beschuss voraus. Dies geschah im Zuge der Endoffensive gegen den von den Deutschen noch immer hartnäckig verteidigten [[Brückenkopf Elsass]] (poche de Colmar).&lt;br /&gt;
[[Datei:Turckheim, Hôtel de ville.jpg|mini|{{Center|Rathaus (&amp;#039;&amp;#039;Hôtel de ville&amp;#039;&amp;#039;)}}]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Turckheim, Eglise Sainte-Anne.jpg|mini|hochkant|{{Center|Turm der Kirche St. Anna}}]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Demographie ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bevölkerungsentwicklung vom 18. Jahrhundert bis zum  Ende des Ersten Weltkriegs&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
! Anmerkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1780 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| – || kleine ehemalige Reichsstadt mit 160 Feuerstellen (Haushaltungen)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sigmund Billings]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Beschreibung des Elsasses und seiner Bewohner von den ältesten bis in die neuesten Zeiten&amp;#039;&amp;#039;, Basel 1782, S. 345 ([https://books.google.de/books?id=broamWRVH5cC&amp;amp;pg=PA345 books.google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1824 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 1976 || davon 1926 Katholiken und 50 Juden, die eine [[Synagoge]] haben&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aufschlager&amp;quot;&amp;gt;[[Johann Friedrich Aufschlager]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Elsass. Neue historisch-topographische Beschreibung der beiden Rhein-Departemente&amp;#039;&amp;#039;, Zweiter Theil, Johann Heinrich Heitz, Straßburg 1825, S. 109, Ziffer 6 ([https://books.google.de/books?id=d3g2AAAAMAAJ&amp;amp;pg=PA109 books.google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1836 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 2747 || &amp;lt;ref&amp;gt;[[Theodor Franz Xaver Hunkler]]:  &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Colmar und der umliegenden Gegend&amp;#039;&amp;#039;, Colmar 1838, S. 516–520 ([https://books.google.de/books?id=3AlLAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA516 books.google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1861 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 2946 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;Rademacher&amp;quot;&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=els_colmar.html|name=Landkreis Colmar, Elsaß-Lothringen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1866 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 2929 || &amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Vollständiges geographisch-topographisch-statistisches Orts-Lexikon von Elsass-Lothringen. Enthaltend: die Städte, Flecken, Dörfer, Schlösser, Gemeinden, Weiler, Berg- und Hüttenwerke, Höfe, Mühlen, Ruinen, Mineralquellen u. s. w. mit Angabe der geographischen Lage, Fabrik-, Industrie- u. sonstigen Gewerbethätigkeit, der Post-, Eisenbahn- u. Telegraphen-Stationen u. geschichtlichen Notizen etc.&amp;#039;&amp;#039; Nach amtlichen Quellen bearbeitet von H. Rudolph. Louis Zander,  Leipzig 1872, Sp. 62 ([https://books.google.de/books?id=IuJSAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA61 books.google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1872 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 2674 || am 1. Dezember, in 349 Häusern&amp;lt;ref&amp;gt;C. Stockert, &amp;#039;&amp;#039;Das Reichsland Elsaß-Lothringen. Geographischer Leitfaden für die Höheren Lehranstalten&amp;#039;&amp;#039;, Friedrich Bull, Straßburg 1873,  S. 49 ([https://books.google.de/books?id=3Q1HAAAAIAAJ&amp;amp;pg=PA49 books.google.de] und S. 79 [https://books.google.de/books?id=3Q1HAAAAIAAJ&amp;amp;pg=PA79 books.google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1880 || align=center | 2496 || am 1. Dezember, einschließlich Militär, auf einer Fläche von 1647 ha, in 345 Häusern, davon  2370 Katholiken,  25 Protestanten und 80 Juden&amp;lt;ref&amp;gt;Statistisches Büreau des Kaiserlichen Ministeriums für Elsaß-Lothringen: &amp;#039;&amp;#039;Ortschafts-Verzeichniß von Elsaß-Lothringen. Aufgestellt auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom  1. Dezember 1880.&amp;#039;&amp;#039; C. F. Schmidts Universitäts-Buchhandlung Friedrich Bull, Straßburg 1884, S. 58, Ziffer 733 ([https://books.google.de/books?id=4JJMAQAAIAAJ&amp;amp;pg=PA58 books.google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1885 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 2511 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;StatB1990&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1890 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 2462 || in 373 Häusern mit 597 Haushaltungen, davon 2374 Katholiken, 16 Protestanten, sieben sonstige Christen und 65 Juden;&amp;lt;ref name=&amp;quot;StatB1990&amp;quot;&amp;gt;Statistisches Büreau des Kaiserlichen Ministeriums für Elsaß-Lothringen: &amp;#039;&amp;#039;Die Bewegung der Bevölkerung in Elsaß-Lothringen.&amp;#039;&amp;#039; Druck von M. DuMont-Schauberg, Straßburg 1893, S. 58–59, Ziffer 5 ([https://books.google.de/books?id=rNEkAQAAIAAJ&amp;amp;pg=RA2-PA58 books.google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt; nach anderen Angaben davon zwölf Evangelische&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rademacher&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1905 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 2594 || &amp;lt;ref&amp;gt;{{Meyers-1905 |Lemma=Türkheim |Band=19 |Seite=812 |zenoID=20007616058}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rademacher&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1910 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 2522 || am 1. Dezember&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Türkheim, Landkreis Colmar, Elsaß-Lothringen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Meyers Gazetteer.&amp;#039;&amp;#039; (Mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Türkheim, [https://www.meyersgaz.org/place/20979028 meyersgaz.org]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rademacher&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?elsass/colmar.htm |titel=Der Kreis Colmar im Gemeindeverzeichnis 1900 |hrsg=Uli Schubert |werk=gemeindeverzeichnis.de |offline=2026-02-15 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20230414121408if_/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?elsass/colmar.htm |archiv-datum=2023-04-14 |abruf=2026-02-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;9&amp;quot; style=&amp;quot;background:#E1FFE1;&amp;quot;| Anzahl Einwohner seit Ende des Zweiten Weltkriegs&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr !! 1962 !! 1968 !! 1975 !! 1982 !! 1990 !! 1999 !! 2007 !! 2019&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 3028 || 3028 || 3609 || 3510 || 3567 || 3594 || 3731 || 3831&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmäler und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stadtbefestigung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Drei viereckige Tortürme, die Porte du Brand, die Porte de Munster und die zur Rheinebene weisende Porte de France sind neben Resten der [[Stadtmauer]] Zeugnisse der Stadtbefestigung aus dem 14. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pfarrkirche Sankt Anna&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Wie vielerorts im Elsass wurde auch in Turckheim die mittelalterliche Kirche abgebrochen. Von der romanischen Kirche des 12. Jahrhunderts blieben nur der Turm und ein Teil des südlichen Seitenschiffs erhalten. Über dem romanischen Bogenfries des Turms zwei Obergeschosse mit gotischen Fenstern. Die Kirche von 1839/40 ist ein spätklassizistischer Bau der Louis-Philippe-Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rathaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Hôtel de Ville) von 1595 besitzt geschweifte Giebel. Die Fenster der beiden Obergeschosse später verändert. Um 1700 (?) wurde der ursprüngliche Treppenturm durch die jetzige Freitreppe ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zunfthaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Siège de corporation), 1580 erbaut, besitzt noch die bauzeitlichen, spätgotischen Fenster (im Obergeschoss bei der Restaurierung 1960 wiederhergestellt). Der Bau war ursprünglich &amp;#039;&amp;#039;Herrenstube&amp;#039;&amp;#039;, also im Besitz der Adligen. Ab dem 16. Jahrhundert bis zur Revolution Haus der Zünfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der eindrucksvollsten Fachwerkhäuser Turckheims ist das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gasthaus zu den zwei Schlüsseln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Hôtel  aux deux-clefs&amp;#039;&amp;#039;), das einen mit geschnitzten Figuren verzierten [[Erker]] mit schönen [[Butzenscheibe]]nfenstern besitzt, der auf einer steinernen Säule ruht. Dekoratives Fachwerk von 1620 mit [[Andreaskreuz]]en und [[Mann (Fachwerk)|Stehenden Männern]]. Die Erdgeschossfenster im 19. Jahrhundert erneuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grand Rue&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die typischen Winzerhäuser des 17. und 18. Jahrhunderts mit gemauertem Erd- bzw. Kellergeschoss und Fachwerk im Obergeschoss, mehrere mit Erkern. Nr. 71: Haus eines Bäckers von 1616: Fenstererker mit feinem Schnitzwerk. Außergewöhnlich reich verzierte Fensterbrüstungen. Erdgeschoss im 19. Jahrhundert verändert. - Schönes Schnitzwerk auch am Erker des Hauses Nr. 62. Das steinerne Haus Nr. 19 mit noch gotisch gekehlten Fensterrahmungen von 1609 war einst die Herberge zum Wilden Mann (Auberge À l’ Homme sauvage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rue de Wickram&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; am Haus Nr. 4 ein mit Beschlägwerk und anderen Renaissance-Zierformen geschmückter Erker von 1621. Einst die Herberge zum Roten Ochsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rue du Conseil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, das Eckhaus Nr. 1, wohl Anfang 17. Jahrhundert mit originellen Zierfachwerk des Erkers: geschweifte Andreaskreuze (sogenannte Scherenstühle) mit Nasen. Dabei ergeben die Putzflächen dazwischen Vogelsilhouetten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Place Turenne ein schöner [[Brunnen]] mit Marienfigur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Museum der Kämpfe um den Brückenkopf Elsass: Musée Mémorial des Combats de la Poche de Colmar.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Ein Museum, das auch eine Stätte des Gedenkens sein soll an die blutigen Kämpfe zum Ende des Zweiten Weltkriegs um den von den Deutschen erbittert verteidigten [[Brückenkopf Elsass]] (=Poche de Colmar/Kessel von Colmar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://musee.turckheim-alsace.com/de/ |titel=Musée Mémorial des Combats de la Poche de Colmar |abruf=2026-04-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brauchtum,:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Zwischen Mai und Oktober zieht ein [[Nachtwächter]] (&amp;#039;&amp;#039;le veilleur de nuit&amp;#039;&amp;#039;) mit [[Hellebarde]], Laterne, Horn und Gesang um 22 Uhr durch die Gassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Monuments historiques in Turckheim}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Turckheims wirtschaftliche Basis beruht auf einem der wenigen [[Elsass (Weinbaugebiet)|Elsässer Weine]], die durch ihre Lage bekannt geworden sind: dem &amp;#039;&amp;#039;Türkheimer Brand&amp;#039;&amp;#039;. Nachdem früher die [[Textilindustrie|Textil-]] und [[Papierindustrie]] eine wichtige Rolle spielten, ist heute der Tourismus Haupterwerbszweig in Turckheim. Daneben pendeln viele Einwohner in die Gewerbegebiete des Verdichtungsraumes Colmar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde besitzt seit 1868 einen Bahnhof an der [[Bahnstrecke Colmar–Metzeral]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Charles Grad]] (1842–1890), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Detlef Michel (Autor)|Detlef Michel]] (* 1944), deutscher Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Victor Sieg]] (1837–1899), Organist und Komponist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{MerianTopo |Titel=Türckheim |Band=3 |Seite=64}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Flohic Editions, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 1328–1337.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.turckheim.fr/ Website der Stadt] (französisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Hermann Wider</name></author>
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