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	<title>Turan (Region) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Derkoenig: lf</title>
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		<updated>2026-04-23T19:57:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[File:Iran Turan map 1843.jpg|miniatur|Iran und Turan in ihrer ungefähren Ausdehnung (Karte aus dem Jahr 1843)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Turan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{faS|توران|d=Tūrān}}) bezeichnet in der [[Iranische Mythologie|iranischen Mythologie]] ein [[Zentralasien|zentralasiatisches]] Gebiet nordöstlich von &amp;#039;&amp;#039;Ērān&amp;#039;&amp;#039; ([[Iran]], hier im Sinne des Siedlungs- und Herrschaftsgebiets des alten [[Perserreich|Persiens]] zu verstehen). Die Bezeichnung wurde in der [[Spätantike]] im Rahmen der Herrschaftsideologie des [[Sassanidenreich]]s benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Turan&amp;#039;&amp;#039;, der wörtlich „[Land des] Tūr“ (Sohn des sechsten mythischen Urkönigs [[Fereydūn]]) bedeutet,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Iranica&amp;quot;&amp;gt;[[Ehsan Yarshater]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.iranicaonline.org/articles/afrasiab-turanian-king AFRĀSĪĀB].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Encyclopædia Iranica]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1. Roudlege, New York 1989.&amp;lt;/ref&amp;gt; steht unter anderem im &amp;#039;&amp;#039;[[Schāhnāme]]&amp;#039;&amp;#039; für das Land der Nicht-Iraner ([[Aniran]]) jenseits des Oxus ([[Amudarja]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Turan&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete zudem in [[islam]]ischer Zeit eine Region in [[Belutschistan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Turan als Gegner der Iraner in historischer Zeit und als politisch-ideologischer Begriff ==&lt;br /&gt;
In der altpersischen Vorstellung existierte neben &amp;#039;&amp;#039;[[Eran (Begriff)|Ērān]]&amp;#039;&amp;#039; auch &amp;#039;&amp;#039;[[Aniran|Anērān]]&amp;#039;&amp;#039;, das Land der &amp;#039;&amp;#039;Nicht-Iraner&amp;#039;&amp;#039;. Als &amp;#039;&amp;#039;Airya&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Anairya&amp;#039;&amp;#039; tauchen beide Begriffe im [[Avesta]] auf, die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Ērān ud Anērān&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Iran und Nicht-Iran&amp;#039;&amp;#039;) wurde in der [[Spätantike]] von den Königen des [[Sassanidenreich]]s geprägt. Sie nahmen für sich in Anspruch, die gesamte zivilisierte Welt unter ihrer Herrschaft in ihrem Reich &amp;#039;&amp;#039;Ērānšāhr&amp;#039;&amp;#039; vereinigt zu haben. Das bedeutete nicht, dass &amp;#039;&amp;#039;Anērān&amp;#039;&amp;#039; unterworfen werden musste, aber es sollte die Oberhoheit von &amp;#039;&amp;#039;Ērān&amp;#039;&amp;#039; anerkennen. Diese politische Ideologie diente nicht zuletzt der Unterfütterung des Herrschaftsanspruches der Sassanidenkönige.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. allgemein auch Matthew P. Canepa: &amp;#039;&amp;#039;The Two Eyes of the Earth. Art and Ritual of Kingship between Rome and Sasanian Iran.&amp;#039;&amp;#039; Berkeley 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in sassanidischer Zeit erstmals bezeugte Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Tūrān&amp;#039;&amp;#039; markierte für die späteren Perser eine barbarische Region, in der die traditionellen Feinde von &amp;#039;&amp;#039;Ērān&amp;#039;&amp;#039; lebten. Im Rahmen der sassanidischen Herrschaftsvorstellung war die Welt dreigeteilt: Neben &amp;#039;&amp;#039;Ērān&amp;#039;&amp;#039; existierte im Westen &amp;#039;&amp;#039;Hrōm/Rūm&amp;#039;&amp;#039; („Rom“: [[Römisches Reich]]) und im Nordosten in [[Transoxanien]] &amp;#039;&amp;#039;Tūrān&amp;#039;&amp;#039;, das Land wilder Nomaden, die die Perserkönige bekämpfen mussten (siehe [[Spätantike#Zentralasien und der fernere Osten: Reitervölker und die chinesische Großmacht|Zentralasien in der Spätantike]]). Tatsächlich waren die Sassanidenkönige oft mit Kämpfen an der Nordostgrenze gebunden, zuerst gegen die [[Kuschana]], dann gegen nomadische Invasoren. In der Forschung werden die neuen ab Mitte des 4. Jahrhunderts auftauchenden Gegner als [[Iranische Hunnen]] bezeichnet, die aber in keiner direkten Verbindung mit den [[Hunnen]] im Westen stehen. Diese neuen Gegner begnügten sich nicht mit Plünderungszügen, sondern etablierten mehr oder weniger gefestigte Herrschaftsräume.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu aktuell Khodadad Rezakhani: &amp;#039;&amp;#039;ReOrienting the Sasanians. East Iran in Late Antiquity.&amp;#039;&amp;#039; Edinburgh 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie erwiesen sich als hartnäckige Gegner der Perserkönige, wobei sie zur Absicherung ihrer Herrschaft auf iranische Institutionen zurückgriffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Payne: &amp;#039;&amp;#039;The Making of Turan. The Fall and Transformation of the Iranian East in Late Antiquity.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Late Antiquity&amp;#039;&amp;#039; 9, 2016, hier S. 11ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sassaniden mussten nicht nur Gebietsverluste hinnehmen; speziell die [[Hephthaliten]] mischten sich sogar in interne Machtkämpfe in Persien ein, König [[Peroz I.]] fiel 484 im Kampf gegen sie. Die Sassaniden waren in diesem Kontext mit einem strategischen Dilemma konfrontiert, da sie einerseits die Nordostgrenze sichern mussten, andererseits im Westen mit dem Römischen Reich mit einem noch ernsteren Gegner konfrontiert waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[James Howard-Johnston]]: &amp;#039;&amp;#039;The Sasanian&amp;#039;s Strategic Dilemma.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Henning Börm]], [[Josef Wiesehöfer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Commutatio et contentio. Studies in the Late Roman, Sasanian, and Early Islamic Near East.&amp;#039;&amp;#039; Düsseldorf 2010, S. 37–70.&amp;lt;/ref&amp;gt; Selbst nach dem Untergang des Hephthalitenreichs um 560 mussten die Sassaniden auf den Schutz der Nordostgrenze bedacht sein, da nun das sehr viel größere Reich der [[Göktürken]] an Persien grenzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Tūrān&amp;#039;&amp;#039; ist wohl im Rückgriff auf ältere Überlieferungen entstanden. Im Avesta, der heiligen Schrift der [[Zoroastrismus|Zoroastrier]], tauchen die Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Tur&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Tuirya&amp;#039;&amp;#039; auf; es handelt sich um die &amp;#039;&amp;#039;Turanier&amp;#039;&amp;#039;, die nomadischen Erzfeinde der zoroastrischen &amp;#039;&amp;#039;Arya&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Mary Boyce]]: &amp;#039;&amp;#039;A History of Zoroastrianism.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Leiden/Köln 1975, S. 104ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der späteren persischen Überlieferung scheint der vermutlich davon abgeleitete Terminus &amp;#039;&amp;#039;Tūrān&amp;#039;&amp;#039; auf andere wechselnde Gegner Irans übertragen worden zu sein, speziell auf die verschiedenen nomadischen Gegner jenseits des Flusses Oxus.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. bereits Joseph Marquart: &amp;#039;&amp;#039;Eransahr.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1901, S. 155f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die spätantiken Perser mit ihrer entwickelten sesshaften Zivilisation wurde &amp;#039;&amp;#039;Tūrān&amp;#039;&amp;#039; mit seinen feindlich gesinnten nomadischen Stämmen zum Gegenpol. Am Sassanidenhof scheinen mytho-historiographische Texte entstanden zu sein, in denen die Unterlegenheit dieser feindlichen Welt betont wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Payne: &amp;#039;&amp;#039;The Making of Turan. The Fall and Transformation of the Iranian East in Late Antiquity.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Late Antiquity&amp;#039;&amp;#039; 9, 2016, hier S. 27f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die spätantiken Perserkönige war eine zentrale Aufgabe, ihr Reich (verstanden als die zivilisierte Welt) &amp;#039;&amp;#039;Ērānšāhr&amp;#039;&amp;#039; gegen die äußere Welt zu verteidigen. In diesem Zusammenhang spielte die sassanidische Herrschaftsideologie eine beachtliche Rolle. Aus achämenidischer Zeit ist der ummauerte Garten ein bekanntes Symbol (altpersisch &amp;#039;&amp;#039;paridaida&amp;#039;&amp;#039;, verstanden im Sinne eines irdischen Paradieses),&amp;lt;ref&amp;gt;Mehrdad Fakour: &amp;#039;&amp;#039;Garden I. Achaemenid Period.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Encyclopaedia Iranica]]&amp;#039;&amp;#039; 10, S. 297 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; das verbunden war mit einer gewissen sakralen Komponente. [[Touraj Daryaee]] hat diesbezüglich die These aufgestellt, dass das Motiv eines geschützten Gartens für die Sassaniden als ein Symbol der Absicherung des Reiches nach außen diente, wobei die Sassaniden auch real eine aktive Grenzsicherung betrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Touraj Daryaee: &amp;#039;&amp;#039;If these Walls Could Speak. The Barrier of Alexander, Wall of Darband and Other Defensive Moats.&amp;#039;&amp;#039; In Stefano Pellò (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Itineraries on the Edges of Iran.&amp;#039;&amp;#039; Venedig 2016, S. 79–88, speziell S. 82–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baysonghori Shahnameh battle-scene.jpg|miniatur|Kampfszene zwischen den Truppen Irans und Turans unter [[Kai Chosrau (Mythologie)|Kai-Chosrau]] und Afrasiyab ([[Timuriden|timuridische]] Schahnama-Illustration von 1430)]]&lt;br /&gt;
In islamischer Zeit benutzte der Perser [[Firdausi]] den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Tūrān&amp;#039;&amp;#039; in seinem monumentalen Epos [[Schāhnāme]], wobei er sich teils auf Quellen aus sassanidischer Zeit stützte, wie Übersetzungen des sassanidischen &amp;#039;&amp;#039;Herrenbuchs&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Xwaday-namag&amp;#039;&amp;#039;). In diesem Kontext scheinen ältere sassanidische Vorstellungen in sein Werk eingeflossen zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Payne: &amp;#039;&amp;#039;The Making of Turan. The Fall and Transformation of the Iranian East in Late Antiquity.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Late Antiquity&amp;#039;&amp;#039; 9, 2016, hier S. 27ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für ihn ist &amp;#039;&amp;#039;Tūrān&amp;#039;&amp;#039; die Antithese zu &amp;#039;&amp;#039;Ērān&amp;#039;&amp;#039;, die Turanier seien die Erbfeinde der Perser und Feinde des Friedens. In der Forschung ist jedoch umstritten, ob Firdausi die Bezeichnung „Land der Türken“ für &amp;#039;&amp;#039;Tūrān&amp;#039;&amp;#039; hier aus einer älteren Quelle übernahm, oder ob eigene Lebenserfahrungen hinsichtlich der Präsenz der Türken im angrenzenden zentralasiatischen Raum eingeflossen waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Daniel T. Potts: &amp;#039;&amp;#039;Nomadism in Iran. From Antiquity to the Modern Era.&amp;#039;&amp;#039; Oxford 2014, S. 171f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Firdausi verarbeitete in seinem Epos viele ältere, legendenhaft ausgeschmückte Erzählungen, die vom Kampf Erans mit Turans berichteten. Nach der Sage teilte [[Schah]] Fereydun die Welt unter seine drei Söhne [[Iradsch]], Salm und Tur auf: Iradsch erhielt mit Iran das Herzstück des Reiches und Salm den Westen mit Kleinasien. Tur bekam alles Land jenseits des Oxus (heute [[Amudarja]]), das fortan Turan hieß: {{Zitat|&amp;#039;&amp;#039;Dann gab an Tur er Turan hin,&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Und macht’ ihn zum Herrn von Turk und Tschin.&amp;#039;&amp;#039;|Firdausis Königsbuch&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Rückert]]: &amp;#039;&amp;#039;Firdosi’s Königsbuch (Schahname) Sage I–XIII.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1890, S. 86, Z. 295f.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die avestische Figur „[[Afrasiab (Mythos)|Afrāsiyāb]]“ ({{FaS|افراسياب}}; [[Avestische Sprache|avestisch]] &amp;#039;&amp;#039;Fraŋrasyan&amp;#039;&amp;#039;; [[Mittelpersische Sprache|mittelpersisch]] &amp;#039;&amp;#039;Frāsiyāv&amp;#039;&amp;#039;), Sohn von Pescheng, gilt als die bekannteste unter den Königen von Tūrān.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Iranica&amp;quot; /&amp;gt; Der Kampf zwischen Iran als &amp;#039;&amp;#039;Land der Edlen&amp;#039;&amp;#039; und Turan als &amp;#039;&amp;#039;Land der Mächtigen&amp;#039;&amp;#039; ist ein bedeutender Teil der iranischen Mythologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Turan als Urheimat der Turkvölker ==&lt;br /&gt;
Turan bezeichnet heute das ursprüngliche Siedlungsgebiet der Turkvölker in Mittelasien. Das Wort hat eine [[Panturanismus|pantur(k)anistische]] ideologische Nebenbedeutung (Konnotation): Es bezeichnet einen – durch den [[Kızıl Elma]] („Roter Apfel“ oder im Deutschen auch „Goldener Apfel“) symbolisierten – Staat, in dem alle Türken der Welt angeblich vereint sein sollen (türkisch-nationaler Abstammungsmythos).&amp;lt;ref&amp;gt;Berna Pekesen: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.ieg-ego.eu/pekesenb-2014-de Panturkismus]&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Europäische Geschichte Online]] (EGO)&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. vom Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG), Mainz 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine weitere Bezeichnung für Siedlungsgebiete der Turkvölker ist [[Turkestan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landschaftsbezeichnung ==&lt;br /&gt;
Unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Ṭūrān&amp;#039;&amp;#039; ist des Weiteren den islamischen Geographen und Historikern vor allem bis zum 10. Jahrhundert eine unzugängliche Gebirgsregion im östlich-zentralen [[Belutschistan]] bekannt, die im Süden an [[Makran]] und im Osten an [[Sindh]] grenzte. Die Hauptstadt war Quṣdār, das heutige [[Khuzdar]]. Möglicherweise leitet sich die Bezeichnung vom persischen Terminus für „feindliches, nicht-iranisches Territorium“ ab&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.iranicaonline.org/articles/turan Turan]&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Encyclopædia Iranica]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; (siehe oben).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem perso-arabischen Geschichtsschreiber [[at-Tabarī|Tabari]] zufolge sind Makran und Turan vom ersten [[Sassaniden]]könig [[Ardaschir I.]] unterworfen worden. Als Teil des Kalifenreiches gehörte das politisch fragmentierte Turan, dessen Einwohner erst spät islamisiert wurden, unter anderem zum Reich der [[Saffariden]], bevor es an die [[Ghaznaviden]] fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Douglas Haug: &amp;#039;&amp;#039;The Eastern Frontier. Limits of Empire in Late Antique and Early Medieval Central Asia.&amp;#039;&amp;#039; I.B. Tauris, London/New York 2019.&lt;br /&gt;
* Richard Payne: &amp;#039;&amp;#039;The Making of Turan. The Fall and Transformation of the Iranian East in Late Antiquity.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Journal of Late Antiquity]]&amp;#039;&amp;#039; 9, 2016, S. 4–41.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Turan (region)|Turan}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sassanidenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Iranische Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zoroastrismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Asien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Derkoenig</name></author>
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