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	<title>Tunnel 57 - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T09:47:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tunnel_57&amp;diff=1824540&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-12-08T21:19:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gedenktafel Strelitzer Str 55 (Mitte) Egon Schultz.JPG|mini|hochkant|Gedenktafel am Haus Strelitzer Straße&amp;amp;nbsp;55 in [[Berlin-Mitte]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fluchttunnel57.jpg|mini|hochkant|Lagemarkierung in der [[Gedenkstätte Berliner Mauer]], im Hintergrund die [[Bernauer Straße]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tunnel 57&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein [[Liste der Fluchttunnel in Berlin während der deutschen Teilung|Fluchttunnel in Berlin]], der vom Keller einer leerstehenden Bäckerei auf der [[West-Berlin]]er Seite der [[Bernauer Straße]]&amp;amp;nbsp;97 unter der [[Berliner Mauer]] –&amp;amp;nbsp;die damals noch aus den fenstervermauerten Fassaden der ehemals bewohnten Häuser der Ostseite der Bernauer Straße bestand&amp;amp;nbsp;– hindurch zu einem Toilettenhaus im Hof der [[Strelitzer Straße (Berlin)|Strelitzer Straße]]&amp;amp;nbsp;55 in [[Ost-Berlin]] führte. Mit einer Länge von 145&amp;amp;nbsp;Metern und einer Tiefe von 12&amp;amp;nbsp;Metern war er der längste, tiefste und teuerste Fluchttunnel, der in Berlin gebaut wurde. Von April bis Oktober 1964 gruben 35&amp;amp;nbsp;Menschen, darunter der Fluchthelfer [[Wolfgang Fuchs (Fluchthelfer)|Wolfgang Fuchs]] sowie der spätere Astronaut [[Reinhard Furrer]], von West-Berlin aus an dem Tunnel, durch den am 3. und 4.&amp;amp;nbsp;Oktober 1964 insgesamt 57&amp;amp;nbsp;Personen – die Anzahl der Flüchtlinge war namensgebend – aus der [[Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR|DDR fliehen]] konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Entgegen der Planung endete der Tunnel nicht im Keller des Hauses in der Strelitzer Straße, sondern in einem nicht mehr genutzten Toilettenhaus im Hof. Die 57&amp;amp;nbsp;Flüchtlinge wurden von Kurieren kontaktiert und verdeckt zum Tunneleingang geführt. Am Hofeingang nahm [[Reinhard Furrer]] die Flüchtlinge in Empfang. Unter den 120&amp;amp;nbsp;eingeplanten Flüchtlingen befand sich auch ein [[Inoffizieller Mitarbeiter]] des [[Ministerium für Staatssicherheit|Ministeriums für Staatssicherheit]]. Zwei zivilgekleidete Stasi-Mitarbeiter fanden den Tunnel gegen Mitternacht am 4.&amp;amp;nbsp;Oktober und gaben sich gegenüber Furrer als Flüchtlinge aus, die noch einen Freund hinzuholen wollten. Stattdessen holten sie Soldaten der [[Grenztruppen der DDR|Grenztruppen]]. Beim Rückzug der Fluchthelfer schoss [[Christian Zobel]] im Angesicht der bewaffneten Soldaten mehrmals in deren Richtung und traf dabei einen von ihnen, [[Egon Schultz]], an der Schulter. Dieser ging zu Boden und wurde beim Versuch, aufzustehen, von einer Salve aus einem [[AK-47]] der Grenztruppen der DDR versehentlich erschossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;knabe&amp;quot;&amp;gt;[[Hubertus Knabe]]: &amp;#039;&amp;#039;Der diskrete Charme der DDR. Stasi und Westmedien.&amp;#039;&amp;#039; Propyläen, Berlin 2001, ISBN 3-549-07137-X, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Pressegeschichte in Deutschland#Presse in der DDR|DDR-Presse]] berichtete jedoch am nächsten Tag, dass „West-Berliner Terroristen“ einen Grenzsoldaten ermordet hätten. Jahrzehntelang kolportierte die [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] diese Propaganda und verklärte Schultz zum Märtyrer und Opfer skrupelloser „Grenzverletzer“. Erst nach der [[Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] konnte der genaue Ablauf mit Hilfe von Stasi-Akten rekonstruiert werden, während Zobel bis zu seinem Tod in den 1980er Jahren gedacht hatte, er habe Schultz erschossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;knabe&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der westlichen Presse fand der Tunnel Aufmerksamkeit. Im &amp;#039;&amp;#039;[[Stern (Zeitschrift)|Stern]]&amp;#039;&amp;#039; wurde über den Tunnel berichtet, man distanzierte sich aber von den Geschehnissen, obwohl man den Tunnelbau mitfinanziert hatte. Die beteiligten Fluchthelfer gingen nach dem Vorfall unterschiedliche Wege. So führte [[Reinhard Furrer]], der den beim Tunnelbau benutzten Erdtransportwagen beigesteuert hatte, sein Physikstudium fort und wurde Wissenschaftsastronaut. Während sich die meisten aus der Fluchthilfe zurückzogen, arbeiteten Wolfgang Fuchs und [[Hasso Herschel]] weiter in der Fluchthilfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanziert wurde der Tunnel teilweise durch den Verkauf der Film- und Bildrechte an die nationale und internationale [[Nachrichten- und Presseagentur|Presse und an Nachrichtenagenturen]]. Der größte Einzelbetrag von etwa 30.000&amp;amp;nbsp;[[Deutsche Mark|DM]] kam vom [[Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen|Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Die 2001 erstellte Dokumentation &amp;#039;&amp;#039;Heldentod – Der Tunnel und die Lüge&amp;#039;&amp;#039; von [[Britta Wauer]] beleuchtet die Fluchtaktion des &amp;#039;&amp;#039;Tunnel&amp;amp;nbsp;57&amp;#039;&amp;#039; aus dem Oktober 1964 und den tödlichen Schusswechsel. Der Dokumentarfilm, der mit dem [[Deutscher Fernsehpreis|Deutschen Fernsehpreis]] ausgezeichnet wurde, lief erstmals am 8.&amp;amp;nbsp;August 2001 auf [[Arte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2011 erschien im Berlin Story Verlag die Publikation &amp;#039;&amp;#039;Fluchthelfer. Die Gruppe um Wolfgang Fuchs&amp;#039;&amp;#039;. Die Autoren Klaus-M. von Keussler und Peter Schulenburg waren selbst als Fluchthelfer in der Gruppe aktiv gewesen. Auf Grundlage umfangreicher Archivrecherchen, Zeitzeugenbefragungen sowie eigener Erinnerungen und Aufzeichnungen vermitteln sie die unterschiedlichen Fluchthilfeaktivitäten dieser Gruppe, zu denen auch die erfolgreiche Fluchtaktion durch den Tunnel 57 gehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://www.berlinstory-verlag.de/programm/titel/131-Fluchthelfer.html |titel=Fluchthelfer. Die Gruppe um Wolfgang Fuchs |werk= |hrsg= |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160210110512/http://www.berlinstory-verlag.de/programm/titel/131-Fluchthelfer.html |archiv-datum=2016-02-10 |abruf=2016-02-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2012 wurde im [[U-Bahnhof Bernauer Straße]] unweit des Ereignisortes die Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Geschichte im Untergrund. Comic-Ausstellung zum Tunnel 57&amp;#039;&amp;#039; von Thomas Henseler und Susanne Buddenberg gezeigt. Das Buch zu dieser Ausstellung mit der originalen Comicgeschichte und vertiefenden Informationen zur Entstehung des Comics, Interviews mit Zeitzeugen und didaktischem Material für den Schulunterricht erschien 2013 beim Ch. Links Verlag in der Publikationsreihe der „Stiftung Berliner Mauer“. Im gleichen Jahr wurde die englische Ausgabe veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://www.christoph-links-verlag.de/index.cfm?view=3&amp;amp;titel_nr=721 |titel=Tunnel 57. Eine Fluchtgeschichte als Comic |werk= |hrsg= |datum= |abruf=2016-02-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2014 erschien der Comic &amp;#039;&amp;#039;Fluchttunnel nach West-Berlin&amp;#039;&amp;#039; (Originaltitel &amp;#039;&amp;#039;Tunnel&amp;amp;nbsp;57&amp;#039;&amp;#039;) der französischen Zeichner Nicolas Brachet und Olivier Jouvray.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.avant-verlag.de/comic/fluchttunnel_nach_west_berlin |wayback=20141107203343 |text=avant-verlag.de }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2023 wurde der Tunnel in &amp;quot;Flucht &amp;amp; Spionage an der Berliner Mauer&amp;quot;, einer Rätseltour für Schulklassen aufgenommen, die an der [[Gedenkstätte Berliner Mauer]] stattfindet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.schoolrallye.com/tour/flucht-spionage-an-der-berliner-mauer |titel=Flucht &amp;amp; Spionage an der Berliner Mauer {{!}} SchoolRallye |sprache=de-DE |abruf=2024-02-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Fluchttunnel in Berlin während der deutschen Teilung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;lt;!--Marion Detjen: &amp;#039;&amp;#039;Ein Loch in der Mauer.&amp;#039;&amp;#039;--&amp;gt;{{BibISBN|3-88680-834-3|Seite=155–158|Kommentar=zugleich [[Dissertation]] an der [[FU Berlin]] 2005}}&lt;br /&gt;
* Lee Hall, Rudolph Chelminski: [https://books.google.com/books?id=Q0gEAAAAMBAJ&amp;amp;pg=PA55 &amp;#039;&amp;#039;Berlin: The Great Tunnel Thriller&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Life (Magazin)|Life]]&amp;#039;&amp;#039;, 16.&amp;amp;nbsp;Oktober 1964, S.&amp;amp;nbsp;55–61. (Fotoreportage, englisch)&lt;br /&gt;
* &amp;lt;!--Dietmar Arnold, Sven Felix Kellerhoff: &amp;#039;&amp;#039;Die Fluchttunnel von Berlin.&amp;#039;&amp;#039;--&amp;gt;{{BibISBN|9783548609348|Seite=117ff}}&lt;br /&gt;
* [[Klaus-Michael von Keussler]], Peter Schulenburg: &amp;#039;&amp;#039;Fluchthelfer. Die Gruppe um Wolfgang Fuchs.&amp;#039;&amp;#039; 3. überarb. Auflage. Berlin Story Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-95723-013-3 (Erstausgabe 2011).&lt;br /&gt;
* Thomas Henseler, Susanne Buddenberg: &amp;#039;&amp;#039;Tunnel 57. Eine Fluchtgeschichte als Comic.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Veröffentlichungen der Stiftung Berliner Mauer, Ch. Links Verlag 2014, ISBN 978-3-86153-721-2 (Erstausgabe 2013).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |url=https://www.chronik-der-mauer.de/fluchten/180931/flucht-durch-den-tunnel-57-3-4-oktober-1964&lt;br /&gt;
   |titel=Flucht durch den „Tunnel 57“, 3./4. Oktober 1964&lt;br /&gt;
   |werk=Chronik der Mauer&lt;br /&gt;
   |abruf=2015-11-10}}&lt;br /&gt;
* [https://www.jugendopposition.de/themen/145456/der-tunnel-57 Artikel mit Bildmaterial und Hintergrundinformationen zum Tunnel 57.] jugendopposition.de&lt;br /&gt;
* Thomas Klug: [https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/fluchttunnel-100.html &amp;#039;&amp;#039;03.10.1964 - Fertigstellung von „Tunnel 57“&amp;#039;&amp;#039;.] [[WDR]] [[ZeitZeichen (Hörfunksendung)|ZeitZeichen]], 3. Oktober 2019 (Podcast)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=52/32/10.629936/N|EW=13/23/33.792801/E|type=landmark|region=DE-BE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tunnel in Berlin|#57]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tunnel in Europa|#57]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berliner Mauer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluchthilfe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1960er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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