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	<title>Tumorlyse-Syndrom - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T09:50:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tumorlyse-Syndrom&amp;diff=631521&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jonas Börje Lundin: /* Ursachen, Pathophysiologie */ Schreibweise Calcium-Kalzium sollte innerhalb eines Artikels gleich sein, das einzige Kalzium in diesem Artikel wurde nach Calcium geändert</title>
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		<updated>2026-03-01T21:36:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ursachen, Pathophysiologie: &lt;/span&gt; Schreibweise Calcium-Kalzium sollte innerhalb eines Artikels gleich sein, das einzige Kalzium in diesem Artikel wurde nach Calcium geändert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
|01-CODE= E88.3&lt;br /&gt;
|01-BEZEICHNUNG= Tumorlyse-Syndrom&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = 5D01&lt;br /&gt;
| Data-01 = Tumorlysesyndrom&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tumorlyse-Syndrom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|Tumor lysis syndrome}}) bezeichnet man einen potenziell lebensbedrohlichen Zustand, der beim raschen Zerfall von [[Tumor]]en (meist unter [[Chemotherapie|chemotherapeutischer]] Behandlung) auftreten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen, Pathophysiologie ==&lt;br /&gt;
Bestimmte schnell wachsende Tumoren reagieren relativ empfindlich auf chemotherapeutische Behandlung, d.&amp;amp;nbsp;h. unter laufender Chemotherapie werden in sehr kurzer Zeit große Mengen von Tumorzellen durch die Behandlung zerstört. Dadurch werden viele Inhaltsstoffe aus dem Inneren der Tumorzellen in die Blutbahn freigesetzt und können so zu einer Stoffwechselentgleisung führen. Folgende Substanzen sind für die Entstehung dieser [[Stoffwechsel|metabolischen]] Entgleisung entscheidend:&lt;br /&gt;
* [[Harnsäure]], ein End-Abbauprodukt von [[Nukleinsäure]]n&lt;br /&gt;
* [[Phosphat]]&lt;br /&gt;
* [[Kalium]], das im Zellinnern in hoher Konzentration vorliegt, im [[Blutserum]] jedoch nur in niedriger Konzentration&lt;br /&gt;
* [[Calcium]]-Abfall durch Ausfall von Calciumphosphat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn diese Stoffe in kurzer Zeit in großen Mengen anfallen (Calcium sinkt), kann es zur Stoffwechselentgleisung kommen und es kommt insbesondere zur Schädigung der [[Niere]]nfunktion, da der Haushalt dieser o.&amp;amp;nbsp;g. Substanzen wesentlich über die Ausscheidung durch die Niere reguliert wird. Entscheidend ist meist die Harnsäure, die, wenn sie in großer Menge plötzlich gebildet wird, nicht mehr ausreichend über die Nieren ausgeschieden werden kann, im Bereich der Nieren auskristallisiert und zur &amp;#039;&amp;#039;Urat-Nephropathie&amp;#039;&amp;#039; (Urate = [[Salze]] der Harnsäure) führt. Im ungünstigsten Fall kommt es zum [[Akutes Nierenversagen|akuten Nierenversagen]], das bis zur chronischen [[Dialyse]]pflichtigkeit führen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell gilt, dass die Gefahr eines Tumorlyse-Syndroms besonders bei schnell wachsenden und chemotherapie-empfindlichen Tumoren besteht. Dazu zählen in allererster Linie:&lt;br /&gt;
* akute [[Leukämie]]n: [[akute lymphatische Leukämie]], [[akute myeloische Leukämie]]&lt;br /&gt;
* [[Malignes Lymphom|maligne Lymphome]], insbesondere sehr schnell wachsende Lymphome: [[Burkitt-Lymphom]], diffus-großzelliges Lymphom&lt;br /&gt;
Ein intermediäres Risiko besteht bei:&lt;br /&gt;
* [[Bronchialkarzinom#Kleinzelliges Bronchialkarzinom (SCLC)|kleinzelligem Bronchialkarzinom]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.onkodin.de/e6/e94340/e94341/ onkodin.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorbeugung ==&lt;br /&gt;
Zur [[Krankheitsprävention|Prophylaxe]] eines Tumorlyse-Syndroms können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden:&lt;br /&gt;
* [[intravenös]]e [[Infusion]]en, damit die Nieren gut durchspült werden (dadurch werden die über die Nieren auszuscheidenden Substanzen verdünnt)&lt;br /&gt;
* Gabe von [[Allopurinol]] (hemmt die Harnsäurebildung) oder [[Rasburicase]] (Fasturtec&amp;lt;sup&amp;gt;®&amp;lt;/sup&amp;gt;) (risikoadaptiert)&lt;br /&gt;
* [[Harn]]-[[Alkalisierung]] durch entsprechende Infusionen oder Medikamente: im alkalischen Bereich liegt die Harnsäure vorwiegend als Urat-Salz vor und ist wesentlich besser wasserlöslich und kann besser ausgeschieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein Tumorlyse-Syndrom befürchtet wird, sollte die Chemotherapie langsam und vorsichtig begonnen werden. Bei den o.&amp;amp;nbsp;g. Leukämien und Lymphomen geht man in der Regel so vor, dass man eine relativ milde, sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Vorphasetherapie&amp;#039;&amp;#039; vorschaltet, während der es zu einem langsamen, relativ kontrollierten Tumorzerfall kommt. Die Medikamente der Vorphasetherapie bei lymphatischen Erkrankungen sind [[Glucocorticoide]] („[[Cortison|Kortison]]“) und [[Vincristin]] bzw. niedrig dosiertes [[Cyclophosphamid]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung ==&lt;br /&gt;
Ist ein Tumorlyse-Syndrom erst einmal aufgetreten, muss man in allererster Linie das akute Nierenversagen behandeln und auf einen Ausgleich der entgleisten Blutwerte achten (s.&amp;amp;nbsp;o.). Um die akut hohen Harnsäurespiegel zu behandeln, kann [[Rasburicase]] (Fasturtec&amp;lt;sup&amp;gt;®&amp;lt;/sup&amp;gt;), ein Harnsäure-abbauendes rekombinantes [[Enzym]], gegeben werden (teure Therapie). Allopurinol sollte bei akutem Nierenversagen nicht mehr verabreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* J. Hochberg, M. S. Cairo: [http://www.haematologica.org/cgi/content/full/93/1/9 &amp;#039;&amp;#039;Tumor lysis syndrome: current perspective&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Haematologica]]&amp;#039;&amp;#039;, Januar 2008, 93(1), S. 9–13. PMID 18166779&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in Hämatologie und Onkologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jonas Börje Lundin</name></author>
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