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	<title>Tummler - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tummler&amp;diff=598539&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-04-25T05:55:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Leinleitertal Tummler-20200308-RM-165601.jpg|mini|Tummler mit Wasserführung im März 2020]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Leinleitertal trocken-20200403-RM-165351.jpg|mini|Trockener Tummler im April 2020]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tummler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Bezeichnung für eine periodisch stark schüttende [[Karstquelle]], die eine [[Hydrogeologie|hydrogeologische]] Besonderheit darstellt. Die Quelle ist Bestandteil eines umfassenden [[Karst]]systems und speist temporäre Fließgewässer. Dieser Typus einer [[Intermittierendes Gewässer|intermittierenden]] [[Quelle]] unterscheidet sich von den [[Hungerbrunnen]] durch plötzliche Extremschüttungen verbunden mit einer vermehrten Geräuschwirkung. In niederschlagsarmen Zeiten fällt die Karstquelle regelmäßig trocken und zeichnet sich in der Folge meist durch jahrelange Inaktivität aus. Nach langen oder sehr starken Niederschlagsereignissen – wie [[Starkregen]] und [[Schneeschmelze]] – weisen Tummler gewöhnlich schlagartig eine sehr starke [[Schüttung (Hydrologie)|Wasserschüttung]] auf und versiegen oft nach relativ kurzer Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Der Name leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort &amp;#039;&amp;#039;tumel&amp;#039;&amp;#039; ab, das Lärm oder Krach  bedeutet. Ab dem 16. Jahrhundert hat sich das Verb &amp;#039;&amp;#039;tummeln&amp;#039;&amp;#039; ausgehend von dieser Bedeutung im Sinne von lärmen entwickelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Auch der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Getümmel&amp;#039;&amp;#039; geht auf die alte Bezeichnung zurück und deutet auf Geräuschwirkungen hin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jacob Grimm und Wilhelm Grimm |url=http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB&amp;amp;mode=Vernetzung&amp;amp;lemid=GG12888#XGG12888 |titel=DWB: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm |werk=16 Bde. in 32 Teilbänden |hrsg=Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften Universität Trier |datum=1971 |abruf=2020-04-09 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Im heutigen Sprachverständnis steht Tummler für eine lärmende Karstquelle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hydrogeologie ==&lt;br /&gt;
Dieser Quelltyp ist eine hydrogeologische Erscheinung in Karstgebieten. Das [[Niederschlagswasser]] versinkt auf den Karsthochflächen in Klüften, Spalten, [[Doline]]n und [[Ponor]]en. Dabei strömt das Oberflächenwasser über offene Klüfte oder Schächte in die Gebirgstiefen ein und vereinigt sich mit anderen Karstwasserströmen, um nach gewisser Zeit in den Tälern als Karstquelle zutage zu treten. Die Versickerung in den Karsthohlformen verringert den Oberflächenabfluss. Im Zuge von chemischen Lösungsprozessen entwickelten sich zahlreiche Hohlräume im Karstgestein, welche eine erhöhte Wasserdurchlässigkeit und eine sehr geringe Filtration des Grundwassers bedingen. Durch den erhöhten Grundwasserabfluss und aufgrund der hohen hydraulischen Leitfähigkeit der verkarsteten [[Kalkstein]]e ist der Durchsatz von infiltriertem Niederschlagswasser innerhalb des löchrigen Gesteins relativ rasch (Grundwasserabstrom). Die Karstquellen entspringen aus dem Karstgestein und weisen eine stark schwankende Wasserführung auf, die auf die Eigenschaften des Kluftwasserleiters zurückzuführen sind. Die Wasserführung ist direkt vom Niederschlagsregime abhängig. Nach großen Niederschlagsereignissen, insbesondere nach Starkregen und infolge von Schneeschmelzen steigt die Wassermenge zum Schüttungsmaximum an und anschließend geht die Wasserzufuhr wieder deutlich zurück oder sie versiegt bei längeren niederschlagsfreien Perioden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hungerbrunnen stellen Karstquellen dar, die in Trockenperioden nur geringe Schüttungen aufweisen. Tummler hingegen sind intermittierende Karstquellen mit zeitweiser Wasserführung, die lediglich bei Schneeschmelze oder Starkregen in Erscheinung treten und durch plötzliche Extremschüttungen charakterisiert sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Klaus Bitzer, Eckhardt Jungfer und Herbert Popp |url=https://landschaften-in-deutschland.de/exkursionen/81_e_508-karstformen-und-oekotourismus/ |titel=Karstformen und Ökotourismus in der Fränkischen Schweiz |werk=Landschaften in Deutschland online |hrsg=Leibniz-Institut für Länderkunde |datum=2019-09 |abruf=2020-04-11 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Tummler weisen enge Austrittsöffnungen auf. Nur bei genügender Wasserzuführung entsteht ein ausreichender Druck, um das Wasser durch die enge Öffnung in Form von geysirartigen Wasserfontänen nach außen zu befördern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Der vollständig unter Wasserdruck gesetzte und unpassierbare Höhlenausgang wird auch als Speier bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hubert Trimmel |Titel=Höhlenkunde |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Vieweg+Teubner Verlag |Ort=Wiesbaden |Datum=1968 |ISBN=978-3-663-06346-9 |Seiten=80}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Großflächige Überschwemmungen von [[Trockental|Trockentälern]] sind häufig die Folge dieser Ereignisse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Erich Kropf |Titel=Hungerbrunnen - Tummler - Steinerne Rinne: Naturdenkmäler in der Fränkischen Schweiz |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=3 |Verlag=Heinrichs-Verlag GmbH, Bayerische Verlagsanstalt Bamberg |Ort=Haßfurt |Datum=2011 |ISBN=978-3898891622 |Seiten=5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vermehrte Geräuschentwicklung der Quellwasserschüttung ist das wesentliche Unterscheidungsmerkmal zum Hungerbrunnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Alfons Baier |url=http://www.angewandte-geologie.geol.uni-erlangen.de/lein_01.htm |titel=Karstphänomene und Karsttektonik im Oberen Leinleitertal/Lkr. Bamberger Land (Nördliche Frankenalb) |werk= |hrsg=GeoZentrum Nordbayern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg |datum=2008 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20230328182835/http://www.angewandte-geologie.geol.uni-erlangen.de/lein_01.htm |archiv-datum=2023-03-28 |abruf=2024-06-22 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen der Tummler ==&lt;br /&gt;
=== Trockental der Leinleiter ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Tummler im Sommer - panoramio.jpg|mini|Das sonst trockene Tal oberhalb der Leinleiterquelle durch den Tummler überflutet.]]&lt;br /&gt;
Im [[Trockental]] der [[Leinleiter]] nördlich der [[Heroldsmühle (Heiligenstadt in Oberfranken)|Heroldsmühle]] befindet sich der bekannteste Tummler der [[Fränkische Schweiz|Fränkischen Schweiz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Das Karsttal in der [[Jura (Geologie)|Juralandschaft]] der [[Nördliche Frankenalb|nördlichen Frankenalb]] wurde aufgrund seiner geologischen Verhältnisse und seiner wertvollen floristischen und faunistischen Naturausstattung mit Beständen aus charakteristischen [[Halbtrockenrasen]] und markanten Quellbereichen im Jahre 1993 als [[geschützter Landschaftsbestandteil]] ausgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.landkreis-bamberg.de/media/custom/1633_3198_1.PDF?1263800402 |titel=Verordnung über den geschützten Landschaftsbestandteil„Trockental der Leinleiter nördlich der Heroldsmühle“ |werk= |hrsg=Landratsamt Bamberg |datum=1993-09-08 |abruf=2020-04-10 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb von [[Laibarös]], am Dolletsberg, befand sich ebenfalls eine, heute trockengefallene, Karstquelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kotzendorf ===&lt;br /&gt;
Der stärkste Tummler sprudelte bei [[Kotzendorf (Königsfeld)|Kotzendorf]] und schoss bis zu sieben Meter in die Höhe. Er wurde aber im Jahr 1937 beim Bau der Wasserleitung kanalisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Hungerbrunnen]]&lt;br /&gt;
* [[Bröller]]&lt;br /&gt;
* [[Quickspring]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* BAIER, A. (2008): Karstphänomene und Karsttektonik im Oberen Leinleitertal nördlich Markt Heiligenstadt/Lkr. Bamberger Land (Nördliche Frankenalb).- Geol. Bl. NO-Bayern &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;58&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 1-4: 117-183, 24 Abb., 3 Tab., 7 Taf., Erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* KROPF, E. (2007): Hungerbrunnen -- Tummler -- Steinerne Rinne. Naturdenkmäler in der Fränkischen Schweiz.- 1. Aufl., 56 S., Abb., Bamberg (Heinrichs-Verlag).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* MEIER, H. (1940): Seltsame Brunnen und Quellen in Kotzendorf.- Fränk. Alb &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;27&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: 60, Nürnberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Großer Tummler bei Hohenpölz (C 69)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fränkische Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speläologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hydrogeologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelltyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hydronym]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karstquelle]]&lt;/div&gt;</summary>
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