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	<title>Tuisto - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T16:55:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tuisto&amp;diff=115096&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Acky69: zus. Link</title>
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		<updated>2025-12-23T15:28:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;zus. Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Tuiscon.jpg|mini|Tuisto, hier &amp;#039;&amp;#039;Tuiscon (mit&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;c&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;)&amp;#039;&amp;#039; genannt (Nikolaus Stör c.&amp;amp;nbsp;1543; Bildunterschrift: [[Burkard Waldis]])]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tuisto&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist laut der &amp;#039;&amp;#039;Germania&amp;#039;&amp;#039;  der Hauptgott der [[Germanen]].  &lt;br /&gt;
      {{Zitat&lt;br /&gt;
      |Text=Celebrant carminibus antiquis (quod unum apud illos memoriae et annalium genus est) Tuisconem deum Terra editum et filium Mannum originem gentis conditorisque.&lt;br /&gt;
       |Sprache=la&lt;br /&gt;
       |Autor= C.Tacitus&lt;br /&gt;
       |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Germania&amp;#039;&amp;#039; 2&lt;br /&gt;
       |Übersetzung=In ur-alten Liedern preisen sie (die Germanen) ihren &amp;#039;&amp;#039;erdgeborenen&amp;#039;&amp;#039; Gott – Tuisto, – dem sie seinen Sohn [[Mannus (Gott)|Mannus]] als Stammvater ihres Volkes (der Germanen) zuordnen.}}  Anmerkungen:&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Germania&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, aus dem Jahr 0098, in lateinischer Sprache, Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;CORNELI TACITI –  DE ORIGINE ET SITU GERMANORUM LIBER&amp;#039;&amp;#039; (in der Übersetzung; &amp;#039;&amp;#039;Kornelius Tacitus – das Buch über die Herkunft und den Wohnsitz der Germanen&amp;#039;&amp;#039;), überliefert solitär den Namen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tuisto&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; als Hauptgott der Germanen.&lt;br /&gt;
* Der in Mittelalterlichen Adaptionen verwandte Namen Tuis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;c&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;onem (mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;c&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Schreibfehler, der (für Nichtlateiner) zu einem Missverständnis führt: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tuistonem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der Akkusativ von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tuisto&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; grammatisch der 4. Fall  (…und kein zweiter Name von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tuisto&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neuzeitliche Rezeption ==&lt;br /&gt;
Mit der Wiederentdeckung der &amp;#039;&amp;#039;Germania&amp;#039;&amp;#039; im 16. Jahrhundert wurde auch Tuisto wiederentdeckt, wobei auch verschiedene (fehlerhafte) Schreibweisen, wie Thuiskon, überliefert sind.  Er fungierte fortan als Stammvater der deutschen Nation und wurde als solcher in unzähligen Werken zeitgenössischer Schriftsteller und Dichter verewigt. Im 16. Jahrhundert waren die Autoren noch darum bemüht, ihn in einen christlichen Kontext einzubetten und als Enkel oder Urenkel [[Noach|Noahs]] darzustellen. Diese Rezeption findet sich unter anderem bei folgenden Autoren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Burkhard Waldis]] erwähnt ihn in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Ursprung und Herkommen der zwölf ersten alten Könige und Fürsten Deutscher Nation&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahre 1543.&lt;br /&gt;
* In [[Johannes Aventinus]]’ Bairischer Chronik (1554) werden, wie bei Waldis, neben „Tuiscon, aller Deudschen vatter“, eine ganze Reihe fiktiver Figuren zu einem Nationalmythos zusammengefügt.&lt;br /&gt;
* Der Historiker [[Matthias Quad]] greift diesen Mythos in seiner &amp;#039;&amp;#039;Memorabilia mundi&amp;#039;&amp;#039; ebenfalls auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:4em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ascenas den man nennt Tuiscon /&lt;br /&gt;
Derselbig war deß [[Gomer (Bibel)|Gomer]]s Sohn&lt;br /&gt;
Den [[Japhet]] nach der Sündfluht gbar /&lt;br /&gt;
Wie solchs die Schrifft bezeuget klar /&lt;br /&gt;
Als [[Nimrod|Nymbrot]] Babylon nam ein&lt;br /&gt;
Vnd schätzt dasselbig für das sein /&lt;br /&gt;
Da daß gebew wardt auffgeführt /&lt;br /&gt;
Vnd die Sprachen daselbst verwirrt:&lt;br /&gt;
Blieb bey Tuiscon die Teutsche sprach&lt;br /&gt;
Vnd bey seinem geschlecht hernach:&lt;br /&gt;
Vom Vatter Noha gfertiget ab /&lt;br /&gt;
Der ihm auch disen rat eingab /&lt;br /&gt;
mit allen die von seinem Stam /&lt;br /&gt;
Daß Teutsche landt zu erst einnam /&lt;br /&gt;
Daselbst ein Regiment begundt. (…)&amp;lt;ref&amp;gt;Jaumann, Herbert (hrsg.). &amp;#039;&amp;#039;Diskurse der Gelehrtenkultur in der Frühen Neuzeit. Ein Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; S. 110.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bei Elias Schedius und [[Sigmund von Birken]] findet man Ausläufer dieses Mythos noch im 17. Jahrhundert. In Birkens &amp;#039;&amp;#039;Sächsischem Helden-Saal&amp;#039;&amp;#039; (1677) heißt es: „So ist dann / dieser Ascenas / ein Ertz-Vater der Teutschen gewesen / welche auch von den &amp;#039;&amp;#039;Ebreern&amp;#039;&amp;#039; / Aschenazim genennet werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;ders., S. 112.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Daniel Casper von Lohenstein]] lässt seine Barden im ersten Buch des ersten Teils seines Romans &amp;#039;&amp;#039;Großmüthiger Feldherr Arminius&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeno.org/Literatur/M/Lohenstein,+Daniel+Casper+von/Roman/Gro%C3%9Fm%C3%BCtiger+Feldherr+Arminius Großmüthiger Feldherr Arminius]&amp;lt;/ref&amp;gt; singen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:4em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tuiscons Seele lebt in unsrer Helden Leibern /&lt;br /&gt;
Sie führt wie Alemann die Löwen an der Hand /&lt;br /&gt;
Hat Hermion gemacht Kriegs-Helden auch aus Weibern /&lt;br /&gt;
So ist dem Herrmann auch die Kunst nicht unbekandt /&lt;br /&gt;
Wenn von Thußneldens Schwerdt / und von Ismenens Spißen&lt;br /&gt;
Geharnschte Fürsten falln und ihre Bůgel küssen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert löste sich Thuiskon vom christlichen Kontext und wird unter anderem von folgenden Autoren erwähnt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In Anton von Kleins und [[Ignaz Holzbauer]]s Oper &amp;#039;&amp;#039;Günther von Schwarzburg&amp;#039;&amp;#039; ruft der Titelheld im elften Auftritt des ersten Aktes seinem Heer zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:4em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Männer! Männer! euer Kampf ist Wirbelflamme,&lt;br /&gt;
Die erzne Thürm wie Heu verschlingt!&lt;br /&gt;
Vater Teut! die hier – sie sind von deinem Stamme!&lt;br /&gt;
Wie wider die Entarteten ihr Auge Unmuth winkt!&lt;br /&gt;
Vaterland! So ruf ich euern Seelen,&lt;br /&gt;
Wenn hunderttausend Feinde drohn!&lt;br /&gt;
Vaterland! könnt ihr noch Feinde zählen? (…)&lt;br /&gt;
Vaterland! An eurer Stirne glänzt Thuiskons Namen!&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Gottlieb Klopstock]] verfasste 1764 die [[Ode]] &amp;#039;&amp;#039;Thuiskon&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.projekt-gutenberg.org/klopstoc/gedichte/chap033.html Klopstocks „Thuiskon“]&amp;lt;/ref&amp;gt; erwähnt ihn aber auch in anderen Werken.&lt;br /&gt;
* [[Joseph Martin Kraus]] erwähnt ihn in seinem Lied „Ich bin ein deutscher Jüngling“, einer Replik auf Klopstocks &amp;#039;&amp;#039;Vaterlandslied&amp;#039;&amp;#039;: „Wer nicht stammt von Thuiskon, der sehe nach dem Mädchen nicht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Germanische Schöpfungsgeschichte#Die Entstehung des ersten Wesens|Germanische Schöpfungsgeschichte]]&lt;br /&gt;
* [[Tyr]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jan de Vries: &amp;#039;&amp;#039;Altgermanische Religionsgeschichte. Band II: Die Götter – Vorstellungen über den Kosmos. Der Untergang des Heidentums.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Berlin 1970, S. 364.&lt;br /&gt;
* Ilse Haari-Oberg: &amp;#039;&amp;#039;Die Erfindung von Geschichte in der Schweizer Chronistik. An den Beispielen der Trierer Gründungssage und der „Germania“ des Tacitus im 16. und 17. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Schwabe Verlag, Basel 2019, ISBN 978-3-7965-3920-6 ([https://archivalia.hypotheses.org/137901 Rezension von Klaus Graf])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=137005644|VIAF=81256689}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanische Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männliche Gottheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Acky69</name></author>
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