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	<title>Tuggenersee - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T06:03:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tuggenersee&amp;diff=976589&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ditschie-wiki: /* Verlandung des Tuggenersees */ Wernerkarl Kälin verlinkt</title>
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		<updated>2026-03-11T07:37:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verlandung des Tuggenersees: &lt;/span&gt; Wernerkarl Kälin verlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte Türst.jpg|miniatur|Der Tuggenersee (Bildmitte) auf der Karte von [[Konrad Türst]], um 1496]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tuggenersee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Alternativschreibweise: Tuggner See oder Tuggnersee) ist ein um 1550 verlandeter [[See]] in der [[Linthebene]], auf dem Gebiet der [[Schweiz]]er Kantone [[Kanton St. Gallen|St. Gallen]] und [[Kanton Schwyz|Schwyz]]. Er wurde nach der Gemeinde [[Tuggen]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäss aktuellen Erkenntnissen bedeckte der Tuggenersee im [[Spätmittelalter]] eine kleinere Fläche als bisher angenommen und bestand wohl zeitweise mehr aus einer [[Moor|Ried]]- oder einer [[Sumpf]]landschaft als aus einer zusammenhängenden Wasserfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung des Tuggenersees ==&lt;br /&gt;
Der Linthgletscher reichte in der [[Würmeiszeit]] vor rund 15&amp;#039;000 Jahren noch bis über [[Rapperswil SG|Rapperswil]] hinaus und hobelte ein vom [[Seez]]-[[Linth]]-Flusssystem gespeistes, breit auslaufendes, bis auf Meereshöhe reichendes Talbett aus. Mit seinem Rückzug füllte sich die Talsohle mit Wasser, und ein mindestens 80 Kilometer langer, [[fjord]]artiger See könnte von seiner [[Endmoräne]] in [[Zürich]] bis [[Sargans]] oder sogar bis [[Glarus]] und [[Chur]] gereicht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Linthebene.JPG|miniatur|[[Linthebene]] mit dem [[Benkner Büchel]], Ansicht von Norden, vom [[Bachtel]] aus gesehen]]&lt;br /&gt;
9500 v.&amp;amp;nbsp;Chr. erreichte das [[Flussdelta]] im Talkessel von [[Niederurnen]]-[[Weesen]] den [[Biberlichopf]]. Um 5000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. entstand so im Osten der [[Walensee]] und im Westen der [[Zürichsee]]: Dieser bestand aus dem heutigen Zürichsee und dem mit ihm verbundenen Obersee, der noch weit in die Linthebene hineinreichte und zwischen [[Tuggen]] und [[Benken SG|Benken]] den flachen Tuggenersee bildete. Als Inseln existierten damals die heutigen Hügel [[Buchberg (Tuggen)|Buchberg]], Gasterholz und [[Benkner Büchel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäss geologischen Erkenntnissen dürfte um 3000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. das neuzeitliche Höhenniveau und Aussehen der Landschaft annähernd erreicht worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Eine Sumpflandschaft entsteht.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zürichsee-Zeitung|Linth-Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 3. Januar 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch [[Geschiebe]]ablagerungen der verschiedenen seitlich in die Ebene fliessenden Gewässer, vor allem der Linth, verlandete die Linthebene zunehmend. Noch vor einigen Jahren wurde vermutet, dass die untere Linthebene bis in die frühere Neuzeit grossflächig von Wasser bedeckt oder weiträumig versumpft war. Neuere Erkenntnisse lassen aber den Schluss zu, dass bereits vor der Zeitenwende das Gebiet dichter als bisher angenommen besiedelt gewesen sein dürfte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Conrad Schindler]]: &amp;#039;&amp;#039;Zum Quartär des Linthgebiets&amp;#039;&amp;#039;. Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz, Lieferung 169, 2004. [[swisstopo]]. In: &amp;#039;&amp;#039;Terra plana. Zeitschrift für Kultur, Geschichte, Tourismus und Wirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 3, 2005, Sarganserländer Druck AG Mels. Denkmalpflege und Archäologie im Kanton St. Gallen 1997–2003, S. 340&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um [[Christliche Zeitrechnung|Christi Geburt]] erstreckte sich der Tuggenersee mit dem heutigen Obersee vermutlich noch bis zum Buchberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlandung des Tuggenersees ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aegidius Tschschudi - Schweizerkarte - 1538.jpg|miniatur|Schweizerkarte von [[Aegidius Tschudi]], in der linken unteren Bildmitte (Norden ist unten) der Zürichsee (Lacus Tigurinus), 1538]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stich Linthebene 1811.jpg|miniatur|Stich der [[Linthebene]] um 1811, nachkoloriert der alte Lauf der Linth]]&lt;br /&gt;
Im frühen 6. Jahrhundert war die Linthebene weitgehend verlandet und nur ein relativ kleiner, flacher Tuggenersee bei [[Grynau]] noch mit dem Zürichsee verbunden. Um das Jahr 1000 erreichte die Linth Grinau&amp;lt;ref name=&amp;quot;diss_ETH&amp;quot;&amp;gt;Michael Johannes Umbricht: &amp;#039;&amp;#039;Welche Landschaft wollen wir? Denkmodelle für die Landschaft der Zukunft&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation [[ETH Zürich]], Diss. ETH Nr. 15324, Zürich 2003&amp;lt;/ref&amp;gt;, im heutigen Benkener Ried, und es erfolgte die Trennung in einen separaten Obersee und Tuggenersee, wie dieser in frühen Urkunden ([[Kloster Einsiedeln]]) und Reisebeschreibungen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Kolumban von Luxeuil|St. Columban]], [[Meinrad von Einsiedeln|St. Meinrad]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Waldstatt Einsiedeln.&amp;#039;&amp;#039; 1983, verfasst im Auftrag des Bezirksrates Einsiedeln von [[Wernerkarl Kälin]], 1993 überarbeitet von Paul Schönbächler, ab 2000 laufend überarbeitet für den Internetauftritt des Bezirkes Einsiedeln durch Landschreiber Walter Kälin.&amp;lt;/ref&amp;gt;) und mündlichen Überlieferungen genannt wurde. [[Walahfrid Strabo]] erwähnt um 845 in seiner «Vita S. Galli», &amp;#039;&amp;#039;Villa Tucinia&amp;#039;&amp;#039; (das Dorf Tuggen) liege &amp;#039;&amp;#039;«in capite ipsius laci Tureginensis»&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;anzeiger_geschichte&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Tuggenersee.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anzeiger für Schweizer Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; 1889, Zentralbibliothek Zürich, Sig. KZ 211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ferdinand Heinrich Müller: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutschen Stämme und ihre Fürsten.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1861.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungefähr zur gleichen Zeit veränderte die Linth ihren mehr oder weniger direkten Lauf entlang des heutigen Linthkanals und machte in mehreren Läufen einen weiten Bogen durch die südliche Linthebene und um den kleinen Tuggenersee. Noch heute folgt die Kantonsgrenze zwischen Schwyz und St. Gallen der historischen Grenze aus dem Mittelalter, die weitgehend mit dem Ufer des Tuggenersees übereinstimmt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;diss_ETH&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1120 erscheint der Tuggenersee in einer Schenkungsurkunde von Graf Ulrich von Lenzburg und Arnold von Baden des [[Kloster Schänis|Klosters Schänis]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;anzeiger_geschichte &amp;quot;/&amp;gt; 1322 wird der See ein weiteres Mal als &amp;#039;&amp;#039;Tugkensee&amp;#039;&amp;#039; urkundlich erwähnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;anzeiger_geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf der sankt-gallischen Seite des Tuggenersees ist bereits 1254 inmitten der heutigen Linthebene ein Hof dokumentiert, ein Indiz für festes Land.&amp;lt;ref name=&amp;quot;diss_ETH&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Karte von [[Konrad Türst]]&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Türst (* 1455, † 1503), studierte Medizin in Basel, Paris, Bern und Pavia. Er war auch ein bedeutender [[Kartograph]] und erstellte 1495–97 die erste Landkarte der Eidgenossenschaft, auf Pergament in [[Kavalierperspektive]].&amp;lt;/ref&amp;gt; von 1496 ist der Tuggenersee noch deutlich zu erkennen. 1535 wird er zum letzten Mal urkundlich erwähnt, ist aber auf der Schweizerkarte von [[Aegidius Tschudi]] von 1538 respektive 1560 bereits nicht mehr eingezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner «Vollständigen Beschreibung des Schweizerlandes»&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Lutz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vollständige Beschreibung des Schweizerlandes oder geographisch-statistisches Hand-Lexikon über alle in gesammter Eidsgenossenschaft befindlichen Kantone, Bezirke, Kreise, Ämter&amp;#039;&amp;#039;. 4 Bände, 2. Ausgabe, Aarau 1827/28.&amp;lt;/ref&amp;gt; schildert der Läufelfinger Pfarrer [[Markus Lutz]] 1827 &amp;#039;&amp;#039;«unübersehliche Sümpfe»&amp;#039;&amp;#039;, die gemäss aktuellen Erkenntnissen aber auf die [[Linthkorrektion]] zurückzuführen sind. Das «Geographische Lexikon der Schweiz» von 1911 erwähnt südlich von Tuggen ein [[Moor|Ried]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{GeoLexikonSchweiz|Band=6|Stichwort=Tuggen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alxander Tanner: &amp;#039;&amp;#039;Die Ausdehnung des Tuggenersees im Frühmittelalter&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Historischen Vereins des Kantons Schwyz.&amp;#039;&amp;#039; Band 61, 1968, S. 141–208 ([https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=mhv-001%3A1968%3A61#152 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Ivo Auf der Maur (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Columban von Luxeuil, Mönchsregeln.&amp;#039;&amp;#039; eos Klosterverlag, St. Ottilien 2007, ISBN 3-8306-7276-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;2000 ganz farbige Seiten. Von den Neandertalern im Drachenloch bis zu den Alamannen im Thurtal&amp;#039;&amp;#039; (Band 1). Kantonaler Lehrmittelverlag, St. Gallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.tuggen.ch/de/portrait/geschichte/ Website der Gemeinde Tuggen (Geschichte)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:See in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:See im Kanton St. Gallen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:See im Kanton Schwyz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:See im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:See im Kanton Glarus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flusssystem Linth/Limmat|STuggenersee]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger See]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Kanton St. Gallen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Kanton Schwyz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Kanton Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Kanton Glarus)]]&lt;/div&gt;</summary>
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