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	<title>Tubu - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T07:08:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tubu&amp;diff=200349&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Adtonko: Archivlink geprüft</title>
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		<updated>2025-10-27T00:18:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Archivlink geprüft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Toubou map.svg|mini|Siedlungsgebiet der Tubu in Afrika]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tubu&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Toubou&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tib(b)u&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tebu&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) sind eine Volksgruppe in der zentralen [[Sahara]]. Sie unterteilen sich in die beiden Untergruppen der [[Teda (Volk)|Teda]] und [[Daza (Volk)|Daza]], die ihrerseits aus zahlreichen, oft rivalisierenden und teilweise verfeindeten Clans bestehen. Ihre Sprachen, [[Tedaga]] und [[Dazaga]], gehören zur Gruppe der [[Saharanische Sprachen|saharanischen Sprachen]]. Obwohl Tedaga und Dazaga nahe verwandt und wechselseitig verständlich sind, betrachten sich Teda und Daza nicht als Angehörige desselben Volkes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Gesellschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Toubou man traveling.jpg|mini|Ein Tubu auf Reisen in der Wüste]]&lt;br /&gt;
[[Datei:PhotoduTchad.jpg|mini|Eine Daza in Tschad]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Well of the Young Girls in the Ennedi Mountains - northeastern Chad 2015.jpg|mini|Tubu-Nomaden bei einem Brunnen im [[Ennedi-Massiv]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Niger, Toubou people at Koulélé (14).jpg|mini|Tubu-Krieger auf ihren Kamelen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Niger, Toubou people at Koulélé (09).jpg|mini|Ein Tubu-Lager in der Wüste in Niger]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tubu („Menschen des Gebirges / Felsenmenschen“) besiedelten früher große Teile der zentralen Sahara in den heutigen Staaten [[Tschad]], [[Sudan]], [[Libyen]] und [[Niger]]. Allerdings wurden sie durch die Arabisierung [[Nordafrika]]s sowie die Expansion der [[Tuareg]] zunehmend zurückgedrängt. Heute leben die meisten Tubu im Norden des [[Tschadbecken]]s; Zentrum dieses Siedlungsgebietes ist das [[Tibestigebirge]], das aber nur rund 25.000 Einwohner zählt. Annähernd 350.000 Menschen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keilberth&amp;quot; /&amp;gt; [[Islam|muslimischen]], aber ihren Gewohnheiten angepassten Glaubens zählen auf einer Gesamtfläche von 1.300.000 km² zu ihnen. Sie sind eher als eine [[Konföderation]] von [[Clan]]s denn als Volk zu beschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tubu sind [[Nomadismus|Hirtennomaden]], die vor allem [[Ziegen]] und [[Schafe]] halten, außerdem wird [[Kamele|Kamelzucht]] betrieben. Als Arbeits- und Lasttiere werden zudem [[Hausesel|Esel]] gehalten. Früher waren die Tubu auch oft Karawanenführer auf der [[Bornustraße]] zwischen dem [[Tschadsee]] und [[Tripolis]] (siehe: [[Transsaharahandel]]). Im Gegensatz zu den im Westen benachbarten [[Tuareg]] besitzen die Tubu eine [[Egalitarismus|egalitäre]] Gesellschaftsform, die Stellung der Frauen ist stärker als in den meisten anderen islamischen Volksgruppen. Sie widerstanden allen französischen Kolonisationsversuchen zwischen 1913 und 1965.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Konflikt zwischen Libyen und dem Tschad um den [[Aouzou-Streifen]] (1973–1994) kooperierten die Tubu im Tschad unter Führung von [[Goukouni Oueddei]] zeitweilig mit Libyen gegen die Zentralregierung in [[N’Djamena]], ohne aber den Anspruch auf den Aouzou-Streifen aufzugeben. Im Osten der Republik Niger schlossen sie sich in den 1990er Jahren zur paramilitärischen Organisation [[Front démocratique pour le renouveau]] (FDR) zusammen, um sich mit bewaffnetem Widerstand gegen die wirtschaftliche und politische Benachteiligung durch das Militärregime zu wehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Libyen verfolgte die Regierung unter [[Muammar al-Gaddafi]] die Arabisierung des Südens und seit 2007 eine systematische Politik, mit dem Ziel, den einheimischen Tubu die libyschen Staatsbürgerrechte zu verweigern. Die Zahl der Tubu im [[Fessan]] wird auf 350.000 bis 400.000 geschätzt. Im [[Bürgerkrieg in Libyen 2011|Bürgerkrieg 2011]] kämpften die libyschen Tubu auf Seiten der Rebellen gegen die Truppen Gaddafis und die von ihm ins Land geholten Söldner aus den südlichen Nachbarstaaten. Seit Mitte 2011 tragen freiwillige Tubu-Verbände die Hauptlast der Verteidigung der Südgrenze Libyens zwischen Algerien, Niger und Tschad. Neben Schmugglern von Waffen, Drogen und Flüchtlingen sind hier vor allem ins Land drängende [[al-Qaida]]-Anhänger Hauptgegner.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keilberth&amp;quot;&amp;gt;Mirco Keilberth: &amp;#039;&amp;#039;[https://taz.de/Der-Sueden-Libyens/!5075759/ Der Süden Libyens: Grenzenlose Freiheit],&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;taz.de&amp;#039;&amp;#039; vom 9. Januar 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 2012 kam es in [[Kufra-Oasen|Kufra]] zu Kämpfen zwischen Tubu und den [[Araber|arabisch]]stämmigen [[Suwaja]], bei denen etliche Menschen starben. Ein Sprecher der Suwaja erklärte, man habe sich gegen Kämpfer aus den Nachbarländern [[Tschad]] und [[Sudan]] zur Wehr gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/734088/Libysche-Botschaft-bunkerte-Waffen-in-Athen?_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/index.do Libysche Botschaft bunkerte Waffen in Athen] in [[Die Presse]] am 21. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20120226194511/http://www.google.com/hostednews/ap/article/ALeqM5h7-BakQsKqX7s4nG9xpBYUF8sT_A?docId=39af1300cc034f9e8854557b1f1e2935 Witnesses: Tribal clashes in Libya kill scores] [[Associated Press|AP]] am 21. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende März 2012 brachen in [[Sabha]] heftige Kämpfe zwischen Tubu und dem arabischen Stamm Abu Seif aus, die über einhundert Todesopfer forderten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/libyen-die-besitzer-des-blutes-12190193.html Die Situation der Tubu in und um Sabha] Quelle: FAZ, abgerufen am 22. Mai 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Bürgerkrieg in Libyen 2014/15|Bürgerkrieg in Libyen ab 2014]] teilten sich die Tubu in verschiedene Milizen auf, von denen einige ihre Macht vergrößern und Ölfelder unter ihre Kontrolle bringen konnten. Insgesamt wurden die Tubu aber durch rivalisierende Kriegsparteien an den Rand gedrängt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.smallarmssurvey.org/?sana-dispatch-3 |wayback=20170617055334 |text=&amp;#039;&amp;#039;Libya’s Fractious South and Regional Instability&amp;#039;&amp;#039; }}, Small Arms Survey, Genf, Februar 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.usip.org/publications/2019/10/understanding-libyas-south-eight-years-after-qaddafi &amp;#039;&amp;#039;Understanding Libya’s South Eight Years After Qaddafi&amp;#039;&amp;#039;], Nate Wilson; Inga Kristina Trauthig, U.S. Institute of Peace, 23. Oktober 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Musikinstrumente werden traditionell nur von Männern gespielt. Von identitätsstiftender Bedeutung für die Kultur der Tubu ist die Binnenspießlaute &amp;#039;&amp;#039;[[keleli]]&amp;#039;&amp;#039;. Ein weiteres Saiteninstrument ist die einsaitige Fiedel &amp;#039;&amp;#039;kiiki&amp;#039;&amp;#039;. Des Weiteren werden drei unterschiedlich große zweifellige Trommeln verwendet. Junge Frauen pflegen bei Festen Chorgesänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Tubu ==&lt;br /&gt;
* [[Malam Maman Barka]] (1959–2018), Musiker aus Niger&lt;br /&gt;
* [[Hissène Habré]] (1942–2021), Rebellenführer und später Präsident des Tschad (ein Daza)&lt;br /&gt;
* [[Mahamat Nouri]] (* 1947), Rebellenführer im Tschad (ein Daza)&lt;br /&gt;
* [[Goukouni Oueddei]] (* 1944), Staatsoberhaupt Tschads von 1979 bis 1982 (ein Teda)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Catherine Baroin |Titel=Gens du roc et du sable. Les Toubou |TitelErg=Hommage à Charles et Marguerite Le Coeur |Verlag=CNRS |Ort=Paris |Datum=1988 |ISBN=2-222-04066-3}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Vanni Beltrami |Titel=Tubu. Una etnìa nomade del Sahara centro-orientale |Verlag=ISIAO |Ort=Rom |Datum=2007 |ISBN=978-88-85320-39-0}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Ahmat Saleh Boudoumi |Titel=Voyages et conversation en pays toubou ... |Verlag=L’Harmattan |Ort=Paris |Datum=2011 |ISBN=978-2-296-55909-7}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jean Chapelle |Titel=Nomades noirs du Sahara. Les Toubous |Verlag=L’Harmattan |Ort=Paris |Datum=1982 |ISBN=2-85802-221-6}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jérôme Tubiana |Titel=Contes Toubou du Sahara. Quatre-vingt-dix-neuf contes, mythes et chansons, recueillis chez les Teda, Daza, Azza et Beri du Niger et du Tchad |Verlag=L’Harmattan |Ort=Paris |Datum=2007 |ISBN=978-2-296-03918-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Toubou people|Tubu}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Die Tibbu|&amp;#039;&amp;#039;Die Tibbu. Ethnographische Skizze von Dr. Nachtigal&amp;#039;&amp;#039; von Gustav Nachtigal (1870)}}&lt;br /&gt;
* [https://www.langwhich.com/lexikon/sprachen-und-voelker-der-erde/tubu Tubu auf der Website langwhich.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Afrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie im Tschad]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Niger]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Adtonko</name></author>
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