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	<title>Tsifteteli - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Wikijunkie: /* Aufführung */ Klammer-WL korrigiert mit AWB</title>
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		<updated>2025-09-12T21:30:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Aufführung: &lt;/span&gt; Klammer-WL korrigiert mit &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:AWB&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wikipedia:AWB&quot;&gt;AWB&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsifteteli&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{elS|τσιφτετέλι}}, von {{trS|&amp;#039;&amp;#039;çifte telli&amp;#039;&amp;#039;}}, aus &amp;#039;&amp;#039;çifte&amp;#039;&amp;#039;, „doppelt“, „paarig“ und &amp;#039;&amp;#039;tel&amp;#039;&amp;#039;, „Saite“, auch &amp;#039;&amp;#039;çifteli&amp;#039;&amp;#039;, „mit doppelten“ [Saiten]) ist ein [[Griechischer Tanz|griechischer Volkstanz]] der Frauen, der mit seinen sinnlich-erotischen Hüftbewegungen und geradzahligen Rhythmen auf den gleichnamigen türkischen Volkstanz &amp;#039;&amp;#039;çifte telli&amp;#039;&amp;#039; zurückgeht und eine Variante des [[Orientalischer Tanz|orientalischen Tanzes]] darstellt. Der improvisierte Einzeltanz oder berührungsfreie Paartanz kennt keine festgelegten Körperbewegungen oder Schrittfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
In seinem Hauptverbreitungsgebiet im arabischen Sprachraum wird der orientalische Tanz &amp;#039;&amp;#039;raqs scharqi&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;raqṣ šarqī&amp;#039;&amp;#039; „Tanz des Ostens“) genannt und ist umgangssprachlich schlicht als &amp;#039;&amp;#039;raqṣ&amp;#039;&amp;#039; („Tanz“) bekannt. Ein verwandter ägyptischer Frauentanz ist der &amp;#039;&amp;#039;[[Baladi|baladī]]&amp;#039;&amp;#039;. Das wesentliche Unterscheidungsmerkmal von den meisten anderen Volkstänzen im [[Orient]] sind Hüftbewegungen „wie eine Schlange“, woher der französische Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;dance du ventre&amp;#039;&amp;#039; rührt, der im Deutschen zu „Bauchtanz“ wurde. Charakteristisch ist ebenfalls ein Kostüm, dessen ungefähres heutiges Aussehen mit einem knappen Oberteil und einem langen durchscheinenden Rock unter dem Einfluss der westlichen Unterhaltungsindustrie ab Ende des 19. Jahrhunderts allmählich zur Konvention wurde. Die Tanztradition erstreckt sich von den Tanzmädchen der [[Ouled Nail]] im [[Maghreb]] über Ägypten bis zu den professionellen Gesangs- und Tanzgruppen der &amp;#039;&amp;#039;motrebi&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://parseed.ir/?ez=6371 Negareh: Qajar Musician Motreb.jpg] Foto einer Motreb-Band, um 1900&amp;lt;/ref&amp;gt; im Iran der [[Kadscharen]]dynastie, vergleichbar den &amp;#039;&amp;#039;nautch&amp;#039;&amp;#039; (erotische Tanzmädchen in den Palästen der indischen [[Maharadscha]]s). Bewegungselemente des orientalischen Tanzes gehörten demnach zu volkstümlichen Dorftänzen und zu höfischen Festen, stets in nicht-religiösem Zusammenhang. Als weiteres Kennzeichen kommen die bei den orientalischen Tanzstilen in den arabischen Ländern am weitesten verbreiteten Rhythmen im 8/8- und 4/4-Takt hinzu, die häufig durch [[Synkope (Musik)|Synkopen]] durchbrochen werden. In der Türkei ist daneben durch den Einfluss der in der Westtürkei und auf dem [[Balkanhalbinsel|Balkan]] bei Volkstänzen beliebten asymmetrischen &amp;#039;&amp;#039;[[Aksak (Rhythmus)|aksak]]&amp;#039;&amp;#039;-Rhythmen&amp;lt;ref&amp;gt;Nice Fracile: &amp;#039;&amp;#039;„Aksak“ Rhythm, a Distinctive Feature of the Balkan Folklore.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Studia Musicologica Academiae Scientiarum Hungaricae.&amp;#039;&amp;#039; Band 44, Fasc. 1/2, 2003, S. 197–210, {{doi|10.1556/SMus.44.2003.1-2.18}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; ein 9/8-Rhythmus mit 2+2+2+3 Zählzeiten üblich. Der professionelle Tanz ist im Orient von seinen Bewegungsmustern und seinem kulturellen Umfeld prinzipiell ein Frauentanz, auch wenn vom [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]] bis ins südliche [[Zentralasien]] in Tavernen und Palästen anstelle der Tanzmädchen (türkisch &amp;#039;&amp;#039;çengi&amp;#039;&amp;#039;) auch Knaben in Frauenkleidern (&amp;#039;&amp;#039;köçek&amp;#039;&amp;#039;, persisch &amp;#039;&amp;#039;battscha, bačča&amp;#039;&amp;#039;) auftraten.&amp;lt;ref&amp;gt;Leona Wood, Anthony Shay: &amp;#039;&amp;#039;Danse du Ventre: A Fresh Appraisal.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dance Research Journal.&amp;#039;&amp;#039; Band 8, Nr. 2, 1976, S. 18–30, hier S. 18 f., 23, {{doi|10.2307/1478151}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das türkische Wort &amp;#039;&amp;#039;çifte telli&amp;#039;&amp;#039; stammt von der musikalischen Begleitung durch eine zweisaitige türkische Langhalslaute vom Typ der &amp;#039;&amp;#039;[[saz]]&amp;#039;&amp;#039;, die in Albanien &amp;#039;&amp;#039;[[çiftelia]]&amp;#039;&amp;#039; heißt. Es bezeichnet in der Türkei auch einen 2/4-Takt in der Volksmusik. Aus zwei verbundenen Spielröhren bestehende [[Einfachrohrblattinstrument]]e (Doppelklarinetten) werden &amp;#039;&amp;#039;çifte&amp;#039;&amp;#039; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Laurence Picken]]: &amp;#039;&amp;#039;Folk Musical Instruments of Turkey.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, London 1975, ISBN 0-19-318102-9, S. 513–527.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ansonsten sind in der Türkei als Oberbegriff der Bauchtanzstile &amp;#039;&amp;#039;oryantal dans&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;göbek dansı&amp;#039;&amp;#039; („Bauchtanz“) neben regionalen Bezeichnungen geläufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der osmanischen Herrschaft verbreiteten sich Elemente der türkischen und arabischen Kultur einschließlich der Musik auf dem Balkan. Der Höhepunkt einer von Musik- und Tanzdarbietungen in den Cafés und Tavernen der ägäischen Hafenstädte geprägten Unterhaltungskultur im Osmanischen Reich war die Zeit des Sultans [[Abdülhamid II.]] (reg. 1876–1909). Zur Kundschaft der Gaststätten, die Essen, Alkohol und ein Unterhaltungsprogramm anboten, gehörten Arbeiter, Matrosen und ebenso Angehörige der oberen Klassen. Die Sängerinnen und Tänzerinnen stammten aus der griechischen, armenischen und jüdischen Minderheit der Nichtmuslime in [[Istanbul]]. Musiker waren häufig [[Roma]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bildete sich in kleinasiatischen Städten wie Istanbul und [[Izmir]] (griechisch Smyrni) sowie in großen Städten auf dem griechischen Festland unter der griechischen Bevölkerung ein &amp;#039;&amp;#039;smyrneika&amp;#039;&amp;#039; genannter Musikstil. Der teilweise auf Türkisch vorgetragene Gesang wurde mit Violine, Gitarre, Mandoline, &amp;#039;&amp;#039;outi&amp;#039;&amp;#039; (bundlose [[Knickhalslaute]], entspricht der arabischen &amp;#039;&amp;#039;[[oud]]&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;kanonaki&amp;#039;&amp;#039; (orientalische Kastenzither &amp;#039;&amp;#039;[[Kanun (Musik)|kanun]]&amp;#039;&amp;#039;) und &amp;#039;&amp;#039;sandouri&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;santouri&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[santur]]&amp;#039;&amp;#039;) begleitet. Eine Form des türkischen Volksliedes (&amp;#039;&amp;#039;[[türkü]]&amp;#039;&amp;#039;) im 9/4-Takt, &amp;#039;&amp;#039;[[Zeybek (Tanz)|zeybek]] havası&amp;#039;&amp;#039;, wurde in osmanisch-griechischen Cafés als &amp;#039;&amp;#039;[[zeibekiko]]&amp;#039;&amp;#039; aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer orientalischer Musikstil war der &amp;#039;&amp;#039;[[rembetiko]]&amp;#039;&amp;#039;, der sich nach dem [[Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei|Bevölkerungsaustausch]] von 1922 zunächst in [[Piräus]], später auch in [[Athen]] und [[Thessaloniki]] entwickelte, als die [[Osmanische Griechen|osmanischen Griechen]] aus Kleinasien vertrieben wurden. In den schwermütigen Liedern besangen die Rembetes ihre Subkultur, ihre Armut und den Verlust der Heimat. Trotz der deutlichen Bezüge zur osmanischen Musiktradition wurde das Rembetiko bald aus nationaler griechischer Musikstil empfunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den schwermütigen Liedern des häufig 2/4-taktigen &amp;#039;&amp;#039;rembetiko&amp;#039;&amp;#039; brachte die untere Bevölkerungsschicht das Schicksal des armen Lebens und den Verlust der Heimat zum Ausdruck. Trotz der deutlichen Bezüge zur osmanischen Musiktradition wird der &amp;#039;&amp;#039;rembetiko&amp;#039;&amp;#039; von manchen Griechen zu einem nationalen griechischen Musikstil verklärt. Weitere populäre Musikstile, die in den 1920er und 1930er Jahren aus der osmanischen Volksmusiktradition auf dem Balkan entstanden, waren &amp;#039;&amp;#039;čalgiska muzika&amp;#039;&amp;#039; im heutigen [[Nordmazedonien]], &amp;#039;&amp;#039;[[sevdalinka]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Bosnien]] und &amp;#039;&amp;#039;starogradske pesme&amp;#039;&amp;#039; („Altstadtlieder“) in [[Serbien]] und [[Bulgarien]].&amp;lt;ref&amp;gt;Risto Pekka Pennanen: &amp;#039;&amp;#039;Nationalization of Ottoman Popular Music in Greece.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ethnomusicology.&amp;#039;&amp;#039; Band 48, Nr. 1, 2004, S. 1–25, hier S. 2 f., 6, {{JSTOR|30046238}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufführung ==&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;tsifteteli&amp;#039;&amp;#039; als ein Teil dieses kulturell pluralistischen Umfeldes im Osmanischen Reich verbreitete sich auf dem Balkan besonders ab etwa 1900 und nach 1922. Ein Bereich einer Gaststätte war üblicherweise für kleine Musikgruppen und Tänzerinnen reserviert, die zunächst gegen ein Trinkgeld und später mit einem festen Engagement auftraten. Die typische Gaststätte wurde &amp;#039;&amp;#039;Café-Aman&amp;#039;&amp;#039; genannt, vermutlich abgeleitet vom türkischen &amp;#039;&amp;#039;Mani Kahvesi&amp;#039;&amp;#039;. Die nunmehr professionellen Musiker saßen auf Stühlen auf einem Podium entfernt von den Zuschauern und den Tänzerinnen, im Unterschied zu den Musikern der um diese Zeit schwindenden Amateurgruppen, die bei Familienfeiern zwischen den Gästen umhergingen. Zur Professionalisierung der städtischen Musikszene trugen die ersten Schallplattenaufnahmen mit griechischer Volkstanzmusik Mitte der 1920er Jahre bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Irene Loutzaki: &amp;#039;&amp;#039;Greek Folk Dance Music.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Yearbook for Traditional Music.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 26, 1994, S. 168–179, hier S. 168, {{doi|10.2307/768264}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Ensembles (&amp;#039;&amp;#039;koumpania&amp;#039;&amp;#039;) in Piräus und Athen um 1922 gehörte eine &amp;#039;&amp;#039;sandouri&amp;#039;&amp;#039;, eine &amp;#039;&amp;#039;[[laouto]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Lauteninstrument]] mit kurzem Hals und Bünden), eine &amp;#039;&amp;#039;outi&amp;#039;&amp;#039; oder eine &amp;#039;&amp;#039;saz&amp;#039;&amp;#039;. Die Sängerin begleitete sich rhythmisch mit einer [[Rahmentrommel]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Daira (Trommel)#Balkan|defi]]&amp;#039;&amp;#039;), [[Löffel (Musikinstrument)|Löffeln]] (&amp;#039;&amp;#039;koutalia&amp;#039;&amp;#039;, türkisch &amp;#039;&amp;#039;kaşık&amp;#039;&amp;#039;) oder [[Zimbel]]n (&amp;#039;&amp;#039;zilia&amp;#039;&amp;#039;, türkisch &amp;#039;&amp;#039;[[Zil (Instrument)|zil]]&amp;#039;&amp;#039;). Häufig trat die Sängerin zugleich als Bauchtänzerin auf. Die Lieder klangen dem Smyrna-Stil des &amp;#039;&amp;#039;rembetiko&amp;#039;&amp;#039; im 2/4-Takt entsprechend langgezogen und traurig.&amp;lt;ref&amp;gt;Jane K. Cowan: &amp;#039;&amp;#039;Greece.&amp;#039;&amp;#039; In: James Porter, Timothy Rice, [[Bruno Nettl]], Ruth M. Stone (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Garland Encyclopedia of World Music.&amp;#039;&amp;#039; Band 8: Timothy Rice, James Porter, Chris Goertzen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Europe&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Garland Reference Library of the Humanities.&amp;#039;&amp;#039; 1169). Garland, New York NY u. a. 2000, ISBN 0-8240-6034-2, S. 1019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anspielungen an die Bauchtanztradition im [[Harem]] des osmanischen Sultans und eingestreute türkische Wörter in den Liedern dieser Zeit sind als nostalgische Rückbesinnung an die Herkunft zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Felix Hoerburger]] fasst nach Beobachtungen um 1960 drei Tanzstile ohne feste Form in [[Makedonien (geographische Region)|Makedonien]] unter dem Oberbegriff &amp;#039;&amp;#039;rebetikos&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;rembetiko&amp;#039;&amp;#039;) zusammen: Den &amp;#039;&amp;#039;tsifte telli&amp;#039;&amp;#039; tanzen demnach zwei sich gegenüberstehende Männer mit erhobenen Armen. Beim &amp;#039;&amp;#039;zeimpetikos&amp;#039;&amp;#039; tanzt nur einer der beiden Männer mit erhobenen Armen, während sein Gegenüber mit den Händen klatscht. Hiervon unterscheidet er den „wahren &amp;#039;&amp;#039;rempetikos&amp;#039;&amp;#039;“, bei dem sich nur ein Mann mit erhobenen Armen bewegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Felix Hoerburger]]: &amp;#039;&amp;#039;Oriental Elements in the Folk Dance and Folk Dance Music of Greek Macedonia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the International Folk Music Council.&amp;#039;&amp;#039; Band 19, 1967, S. 71–75, hier S. 72, {{doi|10.2307/942190}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der städtische Tanzstil &amp;#039;&amp;#039;tsifteteli&amp;#039;&amp;#039; wird heute von Frauen und Paaren getanzt. Als Paartanz hat er sich aus dem Frauentanz entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Dimitri Monos: &amp;#039;&amp;#039;Rebetico: The Music of the Greek Urban Working Class.&amp;#039;&amp;#039; In: Arthur J. Vidich (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Sociology of Culture&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;International Journal of Politics, Culture, and Society.&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, Nr. 2, Special Issue, {{ISSN|0891-4486}}). Human Sciences Press, New York NY 1987, S. 301–309, hier S. 307, {{doi|10.1007/BF01388244}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den Rhythmus sorgen ein Schlagzeug oder Rahmentrommeln und Händeklatschen. Traditionelle Melodieinstrumente sind Violine, &amp;#039;&amp;#039;[[bouzouki]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;outi&amp;#039;&amp;#039;. Weitere Tanzstile der [[Musik Griechenlands|griechischen Volksmusik]] sind der Paartanz &amp;#039;&amp;#039;karsilamas&amp;#039;&amp;#039; im 9/8-Takt, der wie der &amp;#039;&amp;#039;zeibekiko&amp;#039;&amp;#039; aus Kleinasien stammt. Ansonsten sind für die griechische Variante des Bauchtanzes und die übrigen griechischen Tänze geradzahlige Takte üblich. Der typische griechische Reigentanz ist der ländliche &amp;#039;&amp;#039;[[syrtos]],&amp;#039;&amp;#039; der abends in Gaststätten getanzt wird; eine moderne Variante ist der &amp;#039;&amp;#039;[[sirtaki]]&amp;#039;&amp;#039;. Die verschiedenen Tänze haben einen festen Platz in der nationalen griechischen Geschichtsschreibung. Bei Festen und Familienfeiern werden sie in einer bestimmten Reihenfolge aufgeführt, die in der Vorstellung von den alten griechischen Wurzeln zur [[Griechische Revolution|Befreiung von der osmanischen Vorherrschaft]] (1821–1829) führt. Auf die ländlichen Volkstänze &amp;#039;&amp;#039;syrtos, [[kalamatianos]]&amp;#039;&amp;#039; (7/8-Takt) und &amp;#039;&amp;#039;tsamiko&amp;#039;&amp;#039; (3/4-Takt) folgen die städtischen Tänze &amp;#039;&amp;#039;zeibekiko&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;tsifteteli&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Sofia Kalogeropoulou: &amp;#039;&amp;#039;Greek dance and everyday nationalism in contemporary Greece.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dance Research Aotearoa.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, 2013, S. 55–74, hier S. 62, [http://dra.ac.nz/DRA/article/view/6 online].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Wertschätzung als Unterhaltungsform und Tanzsport schwankt die Wahrnehmung des &amp;#039;&amp;#039;tsifteteli&amp;#039;&amp;#039; seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zwischen Ablehnung aus Prüderie, wegen behaupteter Frauendiskriminierung oder Ablehnung als nicht authentisch im Unterschied zu den klassischen griechischen Tänzen. Demgegenüber gibt es Versuche, den &amp;#039;&amp;#039;tsifteteli&amp;#039;&amp;#039; mit antiken Kulten um eine Muttergottheit und der griechischen Göttin [[Aphrodite]] in Verbindung zu bringen. Damit wäre der &amp;#039;&amp;#039;tsifteteli&amp;#039;&amp;#039; zur altgriechischen Kultur erhoben und hätte sich von dort als vermeintlich orientalischer Tanz verbreitet.&amp;lt;ref&amp;gt;S. S. Karayanni: &amp;#039;&amp;#039;Dancing Fear &amp;amp; Desire.&amp;#039;&amp;#039; 2004, S. 144 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein bekanntes Beispiel eines für den &amp;#039;&amp;#039;tsifteteli&amp;#039;&amp;#039; komponierten &amp;#039;&amp;#039;rembetiko&amp;#039;&amp;#039;-Liedes ist &amp;#039;&amp;#039;[[Misirlou]]&amp;#039;&amp;#039; (türkisch &amp;#039;&amp;#039;Mısırlı&amp;#039;&amp;#039;, „Ägypterin“) von 1927, das später vielfach neu interpretiert wurde, unter anderem 1962 vom Surf-Gitarristen [[Dick Dale]] in einer Rock-Version.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Stavros Stavrou Karayanni: &amp;#039;&amp;#039;Dancing Fear &amp;amp; Desire. Race, Sexuality, and Imperial Politics in Middle Eastern Dance&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Cultural Studies Series.&amp;#039;&amp;#039;). Wilfrid Laurier University Press, Waterloo Ontario 2004, ISBN 0-88920-454-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=7J3hQ2MEkjQ &amp;#039;&amp;#039;Xorepse xorepse (To tsifteteli) – Apostolos Nikolaidis live.&amp;#039;&amp;#039;] Youtube-Video&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=RVi-Brs2A6I &amp;#039;&amp;#039;Traditional Greek Tsifteteli by Chryssanthi Sahar.&amp;#039;&amp;#039;] Youtube-Video&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=1Qd2Nb-oh4I &amp;#039;&amp;#039;Μιχάλης Πατρινός – MIKE PATRINOS Μουσουρλού / MISIRLOU (Original, 1930).&amp;#039;&amp;#039;] Youtube-Video (Aufnahme des Rembetiko-Liedes &amp;#039;&amp;#039;Misirlou&amp;#039;&amp;#039; von 1930)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europäischer Tanz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechischer Tanz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientalischer Tanz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wikijunkie</name></author>
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