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	<title>Tschuktschen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T02:57:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tschuktschen&amp;diff=205013&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-01-11T16:31:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Choris, Tschuktschen.jpg|mini|Darstellung einer tschuktschischen Familie von [[Ludwig Choris]] (1816)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Uelen residents 1913.JPG|mini|Einwohner der Siedlung [[Uelen]] 1913]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RIAN archive 524143 Whale skeletons.jpg|mini|Junge an einem [[Wale|Wal]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;skelett 1982]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tschuktschen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Luoravetlanen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, aus der Eigenbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;ļyg’orawetļ’an&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
[{{IPA|ˈɬəɣʔɔˈrawɛˌtɬʔan}}], dt. „echter Mensch“ (Singular) aus &amp;#039;&amp;#039;ļygi-&amp;#039;&amp;#039; „echt“ und &amp;#039;&amp;#039;’orawetļ’an&amp;#039;&amp;#039; „Mensch“, russ. чукча „tschuktscha“) gehören zu den [[Indigene Völker des russischen Nordens, Sibiriens und des russischen Fernen Ostens|indigenen Völkern des russischen Fernen Ostens]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrzahl von ihnen lebt im [[Autonomer Kreis der Tschuktschen|Autonomen Kreis der Tschuktschen]] auf der [[Tschuktschen-Halbinsel]]. Einige leben aber auch in angrenzenden Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprache, Kultur und Religion ==&lt;br /&gt;
Insgesamt gibt es etwa 15.000 Tschuktschen. Davon sprechen noch etwa 10.000 die [[tschuktschische Sprache]], eine [[Paläosibirische Sprachen|paläosibirische Sprache]]. Das einzige im Deutschen bekannte Wort aus der tschuktschischen Sprache ist die Bezeichnung für eine [[Lachse|Lachsart]] (tschuktsch. &amp;#039;&amp;#039;qetaqet&amp;#039;&amp;#039;) mit Namen [[Ketalachs]] (deutsch auch &amp;#039;&amp;#039;Hundslachs&amp;#039;&amp;#039;, lat. &amp;#039;&amp;#039;Oncorhynchus keta&amp;#039;&amp;#039;), von welcher der [[Kaviar|Ketakaviar]] gewonnen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionell leben die Inlands-Tschuktschen in der [[Tundra]] von der Rentierzucht mit großen Rentierherden, der Jagd und dem Fischfang („Rentiertschuktschen“, tschuktsch. &amp;#039;&amp;#039;cawcw&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ˈsawsəw}}], daher vermutlich auch das russ. Wort &amp;#039;&amp;#039;Tschuktscha&amp;#039;&amp;#039;). Die an der Küste des [[Nordpolarmeer|Nordpolarmeeres]] und der [[Beringstraße]] lebenden Tschuktschen („Meerestschuktschen“) betreiben auch Jagd auf Meeressäuger wie [[Wale]] und [[Walross|Walrosse]]. Bekannt sind sie für ihre kunstvollen Schnitzereien aus [[Elfenbein|Walrosselfenbein]]. Das Haus der Tschuktschen nennt man Jaranga (tschuktsch. яраӈа „Haus“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Christianisierung durch die [[Russisch-Orthodoxe Kirche]] (Beginn im 17. Jahrhundert, nennenswert jedoch erst ab Ende des 19. Jahrhunderts) war der sogenannte [[Klassischer Schamanismus|„klassische Schamanismus“]] die [[ethnische Religion]] der Tschuktschen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zapok&amp;quot;&amp;gt;[https://g2w.eu/pdf/projekte/2012/RGOW_2012_10_28_29.pdf Leonid Zapok: &amp;#039;&amp;#039;Gemeindeaufbau in Tschukotka&amp;#039;&amp;#039;.] In: Institut G2W. Ökumenisches Forum für Glauben, Religion und Gesellschaft in Ost und West, Zürich, 2012, abgerufen am 3. März 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ethnologe [[Klaus E. Müller]] spricht hier von „Elementarschamanismus“ und meint damit die archaischste Form dieser spirituellen Praxis, die typisch für sibirische Ethnien war, bei denen die Jagd kulturell eine herausragende Rolle spielte. Bei den Tschuktschen existierte ein „Familienschamanismus“, denn jedes Familienmitglied musste mit Hilfe der [[Schamanentrommel]] den [[Geistwesen|Geistern]] der geschlachteten Tiere zur [[Reinkarnation]] verhelfen. Auch Opferhandlungen lagen nicht allein in der Hand der [[Schamane]]n. Ihre Geisterbeschwörer konnten angeblich das Geschlecht wechseln. Es gab verschiedene Schamanen für Heilung, Prophetie, Bauchreden, Beschwörungen und Wetterzauber. Die zentrale Aufgabe war der Schutz vor bösen Geistern. Es gab überdies auch böswillige Schamanen.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus E. Müller: &amp;#039;&amp;#039;Schamanismus. Heiler, Geister, Rituale.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage, C. H. Beck, München 2010 (Originalausgabe 1997), ISBN 978-3-406-41872-3. S. 26, 30, 34, 60, 76, 86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Christianisierung hat bei vielen abgelegenen Völkern Sibiriens nur oberflächlich stattgefunden, so dass [[Synkretismus|synkretistische Mischreligionen]] heute häufig sind. Die Tschuktschen gehören zu den Völkern, bei denen einige Leute nach wie vor der Tradition des Schamanismus folgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zapok&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gfbv.it/3dossier/siberia/sibiri-de.html &amp;#039;&amp;#039;Die kleinen Völker des hohen Nordens und fernen Ostens Rußlands.&amp;#039;&amp;#039;] Gesellschaft für bedrohte Völker - Südtirol, Bozen 1998.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein in Russland und mittlerweile auch in Deutschland bekannter tschuktschischer Schriftsteller war [[Juri Sergejewitsch Rytcheu|Juri Rytcheu]] (russ. Юрий Рытхэу). Eine tschuktschische Dichterin war [[Antonina Alexandrowna Kymytwal|Antonina Kymytwal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Kolonisation der tschuktschischen Gebiete durch die Russen begann im 17. Jahrhundert. 1652 errichteten [[Kosaken]] ein Fort am Fluss [[Anadyr (Fluss)|Anadyr]] und unternahmen 1708 und 1711 Expeditionen in die Gebiete nördlich des Anadyrs. Die Tschuktschen verbündeten sich mit den [[Yupik]] und den [[Iñupiat]] der [[Ratmanow-Insel|Insel Imaqliq]]. Nach erfolglosen Kämpfen gegen die Kosaken in den 1730er Jahren gelang es der vereinigten Streitmacht im Jahr 1747, die Kosaken zu schlagen. [[Katharina die Große]] ließ das Fort Anadyr 1766 räumen und erklärte Tschuktschen und Yupik zu Einheimischen, die nicht unter der vollständigen Kontrolle des Zarenreiches standen. So konnten die Tschuktschen zunächst souverän weiterleben.&amp;lt;ref&amp;gt;Bathsheba Demuth: &amp;#039;&amp;#039;Floating Coast: An Environmental History of the Bering Strait&amp;#039;&amp;#039;, New York (NY)/London: W.W. Norton &amp;amp; Company 2019, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztlich konnten sie der russischen Übermacht aber nichts entgegensetzen. Die Zahl der Tschuktschen wurde erheblich dezimiert. Zur Zeit der [[Sowjetunion]] fand dann eine [[Russifizierung]] und Sowjetisierung der Tschuktschen statt, die keine Rücksicht auf ihre traditionelle Kultur nahm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.tele.ch/tv-programm/sendung/95047114-wo-sibirien-endet-die-tschuktschen-am-polarmeer |wayback=20150715210739 |text=&amp;#039;&amp;#039;Wo Sibirien endet – Die Tschuktschen am Polarmeer&amp;#039;&amp;#039;}}. In: tele.ch, Inhaltsangabe des gleichnamigen Films des NDR aus der Reihe &amp;#039;&amp;#039;Länder – Menschen – Abenteuer&amp;#039;&amp;#039;, 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Winfried Dallmann: &amp;#039;&amp;#039;Indigene Völker im Norden Rußlands. Geographisch-ethnographischer Überblick.&amp;#039;&amp;#039; In: [http://www.gfbv.it/3dossier/siberia/sibiri-de.html &amp;#039;&amp;#039;Die kleinen Völker des hohen Nordens und fernen Ostens Rußlands&amp;#039;&amp;#039;,] Gesellschaft für bedrohte Völker, 1998, abgerufen am 15. Juli 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Juri Rytcheu: &amp;#039;&amp;#039;Die Suche nach der letzten Zahl&amp;#039;&amp;#039;, Zürich: Unionsverlag 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der größte Teil der bis dahin [[Nomadismus|nomadisch]] oder seminomadisch lebenden Tschuktschen wurde in festen Ortschaften angesiedelt, die Kinder lernten Russisch in der Schule, die Erwachsenen mussten bezahlter Arbeit in staatseigenen Betrieben nachgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Tschuktschische Sprache]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Juri Sergejewitsch Rytcheu|Juri Rytcheu]]: &amp;#039;&amp;#039;Traum im Polarnebel&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Volk und Welt, Berlin 1973.&lt;br /&gt;
* Juri Rytcheu: &amp;#039;&amp;#039;Die Suche nach der letzten Zahl&amp;#039;&amp;#039;. Unionsverlag, Zürich 1997.&lt;br /&gt;
* [[Tichon Sacharowitsch Sjomuschkin|Tichon Sjomuschkin]]: &amp;#039;&amp;#039;Im Land der Tschuktschen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Kultur und Fortschritt, Berlin 1953.&lt;br /&gt;
* [[Carl Heinrich Merck]]: &amp;#039;&amp;#039;„Beschreibung der Tschucktschi, von ihren Gebräuchen und Lebensart“ sowie weitere Berichte und Materialien.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von [[Dittmar Dahlmann]], Diana Ordubadi und Helena Pivovar. Wallstein Verlag, Göttingen 2014 (Erstveröffentlichung 1814), ISBN 978-3-8353-1436-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wo Sibirien endet. Die Tschuktschen am Polarmeer&amp;#039;&amp;#039;, erschienen in Deutschland 2012, Regie: [[Rita Knobel-Ulrich]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Kinder des Wals&amp;#039;&amp;#039;, eine kritische Dokumentation des Fernsehsenders [[Arte]], Frankreich 2007. Regie: Frédéric Tonolli&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Chukchi people|Tschuktschen}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Tschuktsche}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4061113-9}}&lt;br /&gt;
* [http://kamchatka.org.ru/eng/aboutK/aborigen.html &amp;#039;&amp;#039;Native people of Kamchatka&amp;#039;&amp;#039;] (englisch/russisch)&lt;br /&gt;
*[https://web.archive.org/web/20151222123842/http://de.sputniknews.com/german.ruvr.ru/radio_broadcast/17350884/19092370/ Die Tschuktschen] Reportage des Radiosenders „Stimme Russlands“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4061113-9|LCCN=sh/85/025480}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indigenes Volk in Russland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region Kamtschatka]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autonomer Kreis der Tschuktschen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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